CH138539A - Verfahren und Einrichtung zum Auskleiden von röhrenförmigen Hohlkörpern mit plastischem Baustoff. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Auskleiden von röhrenförmigen Hohlkörpern mit plastischem Baustoff.

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CH138539A
CH138539A CH138539DA CH138539A CH 138539 A CH138539 A CH 138539A CH 138539D A CH138539D A CH 138539DA CH 138539 A CH138539 A CH 138539A
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/92Methods or apparatus for treating or reshaping
    • B28B21/94Methods or apparatus for treating or reshaping for impregnating or coating by applying liquids or semi-liquids

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Description


  Verfahren und Einrielitung zum Auskleiden von röhrenförmigen Hohlkörpern mit  plastischem Baustoff.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zum Auskleiden von röhren  förmigen     Hohlkörpern    durch zentrifugale  Ausschleudern eines plastischen Baustoffes.  Dieses Verfahren besteht darin, dass das  Werkstück auf dem obern Trumm wenigstens  eines endlosen Treibriemens gelagert wird,  so dass das Werkstück vermöge seines Eigen  gewichtes in dem Riemen eine Einsenkung  bildet und den Riemen so anspannt, dass das  Werkstück mit dem Riemen in Umdrehung  versetzt wird.

   Die Erfindung betrifft auch  eine Einrichtung zur Durchführung des Ver  fahrens, welche sich auszeichnet durch min  destens einen Satz Führungsscheiben, um  welche ein endloser Riemen derart ge  schlungen ist. dass im obern Trumm durch  Auflegen eines Werkstückes eine Einsackung  zwischen den Scheiben gebildet werden kann.  und durch Mittel, um den Riemen in Umlauf  zu versetzen.  



  Obschon meistens die     Anordnung    von zwei  oder mehr Riemen vorzuziehen ist, so kann  für     verhältnismässig    kurze Werkstücke ein    einziger und -dafür breiter Riemen angewen  det werden.  



  Dank der schmiegsamen Natur der end  losen Riemen sind die dadurch in Drehung  versetzten Werkstücke keinen .so, harten Er  schütterungen ausgesetzt, wie solche Erschüt  terungen gewöhnlich auftreten, wenn starre  Organe, wie Zahnräder oder Walzen, zum  Antreiben der Werkstücke verwendet werden,  um Formen oder     Röhren    zum Beispiel mit.  einem Innenmantel von zementartigem Ma:       terial    zu versehen. Nun haben. sorgfältige  Versuche und Beobachtungen ergeben, dass       solche    Erschütterungen, wenn nicht nötig,  so doch oft erwünscht sind, um die Zement  masse während dem     Schleuderprozess    zu ver  dichten.

   Es können daher     Mittel    vorgesehen  sein, um den Röhren oder Formen während  ihrer     Aufhängung    und Drehung solche  Schüttelbewegungen zu erteilen.  



  Beiliegende     Zeichnungen    stellen     ein    Aus  führungsbeispiel der Einrichtung dar; darin       ;st:         Fig. 1 eine Seitenansicht desselben, teil  weise im Schnitt nach der Linie I-I in  Fig. 2 gezeichnet:  Fig. 2 ist ein Grundriss der Einrichtung,  Fig. 3 eine rechtsseitige Endansicht zu  Fig. 1,  Fig. 4 ein Querschnitt ungefähr nach der  Linie IV-IV in Fig. 2,  Fig. 5 eine schematische Darstellung  einer Einrichtung, durch die mehrere Formen  oder Rohre gleichzeitig behandelt werden  können. und  Fig. 6 zeigt einen einzelnen Ring, wel  cher an einem Rohr oder an einer     Form    an  gebracht werden kann, um eine Längsver  schiebung des Rohres oder der Form zu ver  hindern.  



  Nach Zeichnung sind zwei endlose Rie  men 6. 7 lose um Riemenscheiben als     Füh-          runasorgane    geschlungen, durch die eine  Form 8 in den Einsackungen 9 der obern  Trumme getragen wird, welche die Riemen  anspannt. Zu jedem der Riemen 6 und i     ne-          hört    ein Satz Riemenscheiben, wovon eine  die treibende ist. und sind die Riemen in  genügendem gendem Abstand voneinander angeord  net, so dass die Rohre nahe ihren Enden un  terstützt sind. Ausserdem können noch zu  sätzliche Riemen zur Unterstützung cer  Rohre     vorgesehen    sein, was bei     besonders     langen Rohren wohl zu empfehlen ist.  



  Jeder Satz Riemenscheiben kann aus zwei  gleich grossen Scheiben bestehen; in den Fig.  1 bis 4 besteht aber jeder Satz aus einer  Scheibe 11, einer kleineren Scheibe 12, wel  che so angeordnet ist, dass die Einsackungen 9  zwischen ihr und der Treibscheibe 11 liegt,  und einer dritten Scheibe 13, welche gegen  über den andern verstellbar ist. um die Tiefe  der Einsackungen 9 je nach Grösse und Ge  wicht der zu     behandelnden    Formen und Rohre  zu bestimmen, damit die Spannung der ver  schiedenen Riemen eine gleichmässige sei.  



  Die Riemenscheiben können gewölbt oder  mit Flanschen versehen sein, um ein zu  fälliges Verschieben der Riemen zu ver  meiden.    Die Treibscheiben 11 der betreffenden  Riemenscheibensätze sitzen auf einer gemein  samen, in Lagern 16 unterstützten Welle 14,  welcher mittelst der Konusse 17, 18 von der  von einer     Kraftduelle    her angetriebenen  'Welle 21 aus beliebige Geschwindigkeiten  gegeben werden können. Der Antrieb kann  auch andere Mittel aufweisen, welche die Ge  schwindigkeit der sich drehenden Rohre oder  Formen rasch ändern können.  



  Im gezeigten Beispiel ist auch eine Brems  vorrichtung für die Riemenscheibe 11 vor  gesehen. Diese Vorrichtung weist eine auf  der Welle 14 festsitzende Scheibe 2-2 und ein  Federstahlbremsband 23 und hölzerne Brems  klötze 24 auf, welche die Verkleidung des  halbkreisförmigen Teils des Bandes bilden  und mit dem Umfang der Scheibe 22 in Kon  takt gebracht werden können. Ein Ende des  Bremsbandes 2 2 ist bei 26 v erankert, wäh  rend das     andere    Ende an einen bei     28     schwinghar gelagerten Fusstritt 27 ange  schlossen ist. Eine Feder 29 hält im Ruhe  zustand Band und Bremsklötze ausser Kon  takt mit der Scheibe 22.  



  Die kleineren Riemenscheiben 12 sind mit  einer Welle 31 verkeilt, welche in Lagern 32  auf dem durch Streben     3.1    versteiften Rah  men 33 liegt, und sind so, angeordnet,     dass     ihre Scheitelpunkte sich auf gleicher Höbe  mit den Scheitelpunkten der Scheiben 11  liegen.  



  Die verstellbaren Riemenscheiben 13 sit  zen auf kurzen Wellenstücken 36 fest, und  diese liegen in Lagern<B>37,</B> welche längs der  horizontalen, rechtwinklig zu den Wellen  achsen angeordneten Führungsschienen  verschiebbar sind.  



  Falls jeder     R.iemenscheibensatz    aus     zwei          gleichgrossen        Riemenscheiben,    besteht, so kön  nen für jeden Riemen Gewichte,     Federn    oder  Schrauben vorgesehen sein, um die Tiefe der       Einsackung    9 der Riemen verändern     zrt     können.  



  Um eine zu grosse Längsverschiebung der  durch die Riemen 6     und    7 gedrehten     Eölr-          ren        oder    Formen zu verhindern, wird zweck  mässig wenigstens eine abnehmbare     Fla.ns.chc         <B>39</B> an demselben befestigt, welche mit den  Rohren rotiert und in Winkeleisen 41 ge  führt ist. Diese Flanschen sind vorzugsweise  zweiteilig und, wie aus Fig. 6 ersichtlich,  mittelst Schrauben zusammengehalten.  



  Nach Bedarf können diese Führungsschie  nen 41 mit Reibungsrollen versehen werden,  um ihre Berührung mit den Flanschen mög  lichst reibungslos zu gestalten.  



  Um in den rotierenden Röhren durch       Erschütterung    den zementartigen Baustoff  gründlich zu verdichten, sind     hammerartige     Organe, wie etwa Gewichtshebel, vorgesehen,  welche mit den Röhren in Berührung stehen  und durch die natürlichen Unebenheiten der  Rohre, wie zum Beispiel Schweissnähte, oder  dann durch besondere auf den Rohren zu be  festigende Streifen fortwährend aufgeworfen  und fallen gelassen werden und dabei die  Rohre erschüttern.  



  Diese Berührungsorgane besitzen mittelst  Drehzapfen an einem festen Gestell 4 i  schwingbar befestigte Arme 46, an deren  freien Enden Klötze 48 befestigt sind, wel  che auf den Rohren     aufliegen    und durch  ihr Eigengewicht die gewünschte,     hän-          mernde    Bewegung auf dir rotierenden Rohre       ausüben.     



  Um die Bedienung der Maschine zu er  leichtern, sind Rampen 49. 51 vorgesehen,  auf welchen die Rohre oder Formen vor und  nach Bearbeitung befördert werden können.  Sind die Rohre leicht genug, so werden sie  von Hund in die Riemen 6, 7 aus- und ein  gehoben: andernfalls müssten mechanische  Hebevorrichtungen vorgesehen sein.  



  Durch die beschriebene Einrichtung kön  nen die Rohre und Formen mit geringem  Aufwand an Zeit und Arbeit behandelt wer  den. Der Preis der Anlage und die Rei  bungsverluste und die Triebkraft sind auf  ein kleines Mass zurücligefihrt, trotzdem kann  ein sehr gutes Produkt erhalten werden.  



  Ein weiterer Vorteil der Einrichtung ist  der. dass Rohre und Formen mit rauher, un  ebener oder unregelmässiger Aussenfläche  sicher mit grosser Geschwindigkeit gedreht  werden können, weil sich dank der Nach-    giebigkeit der Riemen diese allen Uneben  heiten des Werkstückes anpassen,  Beim Ausfüttern von Rohren mit Zement,  Bitumen und ähnlichen Rohstoffen ist e  von Wert, dass das Futter durchweg gleich  dick und konzentrisch angebracht sei. Vor  liegende Erfindung gestattet. dieses Ziel zi  erreichen, selbst wenn das Werkstück un  regelmässige Oberfläche hat und schlecht aus  gebildet ist, weil es nur von den nachgiebigen  Riemen unterstützt und angetrieben wird.  Falls das Rohr nicht genau kreisförmigen  Querschnitt hat, so gleicht der nachgiebige  Riemen von selbst diese Ungleichheit aus.

    Dies ist nicht möglich, wenn     das    Rohr um  eine feste Drehachse rotiert und unnachgiebig  unterstützt ist, wie dies bis jetzt der Fall  war; denn es ist dann stets eine ausgespro  chene Tendenz zu einer     exzentrischen    Bil  dung des Futters     vorhanden"    wodurch das  Futter nicht nur ungleich dick,     sondern    oft  auch     unzleieh    dicht wird.

   Sollen     gleichzeitig     mehrere Rohre oder Formen bearbeitet wer  den, so     lä.sst    man das obere     Riementrumm        IC     über eine oder mehrere     Zwischenscheiben    12a  laufen, wie     dies        Fig.    5 andeutet. Es     werden     dann die     einzelnen    Werkstücke 8 gleichzei  tig durch die Riemen     mittelst    der zwischen  den einzelnen Scheiben 11, 12a, 12 gebildeten       Einsackungen    angetrieben.

   Es kann dann  auch wenigstens eines der     erwähnten    Berüh  rungsorgane vorgesehen sein, um     jedemWerk-          stück    ausser der Drehung noch     die    nötigen       Erschütterungen    mitzuteilen.  



  Während des     Ausfütterns    durch Schleu  dern sind die Enden der hohlen     Werkstücke     wenigstens teilweise durch Einsatzpfropfen  oder Ringe abgeschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Auskleiden von röhren förmigen Hohlkörpern mit plastischem Ba.u- stoaff mittelst Zentrifugalkraft. dadurch ge kennzeichnet, dass das Werkstück auf dem obern Trumm wenigstens eines endlosen Treibriemens gelagert wird, .so da.ss es durch sein Eigengewicht eine Einsenkung und Spannung im Riemen bewirkt und infolge- dessen durch den Riemen in Drehung ver setzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Merk an seinen beiden Enden auf einem endlosen Treibriemen gelagert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Werk- in Berührung mit hammerartigen Organen gehalten wird, die beim Ro tieren des Werkstückes von den Uneben heiten der Werkstückoberfläche abwech selnd gehoben und gesenkt werden. so dass durch die dabei erzeugten Erschüt terungen der plastische Auskleidungsbau stoff verdichtet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch mindestens einen Satz Führungs scheiben. un welche ein endloser Riemen derart geschlungen ist, dass im obern Trumn durch Auflegen eines Werkstückes eine Ein- sackung zwischen den Scheiben gebildet wer den kann, und durch Mittel, um den Riemen in Umlauf zu versetzen. UNTERANSPRÜCHE: 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch mehrere, parallel ne beneinander geordnete Riemen, deren Ein- sackungen alle auf gleicher Höhe lieben. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch wenigstens ein Paar zwischen den Riemenscheiben angeordne ter Zwischenscheiben, durch welche die obern Trumme in Abteilungen für je ein Werkstück geteilt werden. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vor gesehen sind, um die Tiefe der Einsak- kungen zu regulieren. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass diese Mittel aus verstellbaren Riemenscheiben beste hen, welche von den das Werkstück tra benden Riemen umschlungen sind. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vor gesehen sind, um dem Werkstück eine Schüttelbewegung zu erteilen. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7. da durch gekennzeichnet, dass diese Mittel mit dem Werkstück in Berührung gehal tene Organe umfassen. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass diese Organe durch ihr Eigengewicht auf das Werk stück einwirken. 10. Einrichtung nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass Mittel vor gesehen sind, uni eine Längsverschiebung des Werkstückes zu verhindern. 1 Einrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet. dass diese Mittel in auf dem Werkstück zu befestigenden Ringen bestehen, für welche festlieY;ende Führungsschienen vorgesehen sind. 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass höher als die Riemen angeordnete Rampen vorgesehen sind, über welche -die Werkstücke zu- und abgerollt werden können.
CH138539D 1929-01-31 1929-01-31 Verfahren und Einrichtung zum Auskleiden von röhrenförmigen Hohlkörpern mit plastischem Baustoff. CH138539A (de)

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