CH138705A - Zeitzähler nach dem Ferrarisprinzip mit Temperaturkompensation. - Google Patents

Zeitzähler nach dem Ferrarisprinzip mit Temperaturkompensation.

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CH138705A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Zeitzähler nach dem     Ferrarisprinzip    mit Temperaturkompensation.    Das Prinzip dieses Zeitzählers besteht  bekanntlich darin, dass der von der Span  nungsspule erzeugte magnetische Fluss durch  einen     Kurzschlussring    zum Teil belastet wird.  Die beiden Teilflüsse arbeiten zusammen und  üben ein Drehmoment auf die Scheibe aus.  Unter der Wirkung dieses Drehmomentes  erhält die Scheibe eine gewisse Umdrehungs  geschwindigkeit, zugleich üben die beiden  erwähnten Flüsse eine Bremsung aus.

   Die  Geschwindigkeit der Scheibenumdrehungen  entspricht der resultierenden aus beiden Wir  kungen, Bei Temperaturschwankungen ändert  sich auch die Umdrehungsgeschwindigkeit der  Scheibe infolge der Veränderungen, welche  die magnetischen Eigenschaften des Eisens,  ferner die Leitfähigkeit des     Spulenmaterials     und der Läuferscheibe bei der Temperatur  änderung erleiden.  



  Erfindungsgemäss wird dieser Tempera  turfehler dadurch beseitigt, dass neben den  beiden     drehmomentbildenden    Flüssen ein       Streufluss    durch die Scheibe geleitet wird,    welcher in der Hauptsache bremsend wirkt  und in dessen magnetischen Pfad ein Mate  rial eingeschaltet ist, dessen magnetischer  Temperaturkoeffizient den gleichen Verlauf  zeigt wie der Temperaturkoeffizient des     un-          bewehrten        Ferrarismotors.    Hat zum Beispiel  der unbewehrte Motor einen negativen Tem  peraturkoeffizienten, so dass er also bei Tem  peraturerhöhung langsamer läuft,

   so wird der  Temperaturkoeffizient des magnetischen Pfa  des des     Streuflusses    mit steigender Tempe  ratur ebenfalls negativ gewählt, das heisst,  dass die magnetische     Permeabilität    mit stei  gender Temperatur abnimmt. Dies hat zur  Folge, dass die     Bremswirkung    des Streuflusses  mit steigender Temperatur geringer wird und  dadurch die Tendenz des     Ferrarismotors    lang  samer zu laufen, kompensiert wird.

   Als mag  netisches Material für den Pfad des Streu  fluss6s kann zum Beispiel eine giessbare  magnetische Legierung Verwendung finden,  die aus annähernd 60-80 Teilen Nickel,  40-20 Teilen Kupfer und 2 Teilen Eisen      besteht und nach dem Giessen einer geeig  neten Abkühlung und Wärmebehandlung  unterzogen wird, so dass sie einen zwischen  den Grenzen 0  und 110  C annähernd  linearen negativen Temperaturkoeffizienten der       Permeabilität    erhält.

   Die     Permeabilität    der  Legierung nimmt     reit    steigender Temperatur  ab und wird bei einem bestimmten Tempe  raturwert gleich der     Permeabilität    der     Luft,     wobei auch die     Hysteresisverluste        vernacb-          lässigbar    klein werden. Vorzugsweise kann  die giessbare magnetische Legierung aus 68  Teilen Nickel, 30 Teilen Kupfer und 2 Teilen  Eisen bestehen.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt, bei dem  der magnetische Rückschluss über das Trag  gerüst des Motors erfolgt. Darin bedeuten     a     die Spannungsspule mit dem Kern<I>b,</I>     g    die  Triebscheibe, c der Gegenpol mit der Kurz  schlusswindung d, welche diesen zum Teil  umgreift. e ist der magnetische Pfad für den  erfindungsgemäss angeordneten abgeleiteten       Streufiuss;        dt.    ist der unbelastete Teil des die  Scheibe durchsetzenden     Kraftlinienflusses,    i  ist der belastete Teil. Die übrigen Teile wie  Traggerüst usw. sind für den Erfindungsge  danken ohne     Bedeutung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zeitzähler nach dem Ferrarisprinzip mit Temperaturkompensation, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein magnetisch bremsend wir kender Streufluss neben den beiden Trieb flüssen die Scheibe durchsetzt und dass der magnetische Pfad dieses Streuflusses ein Ma terial enthält, bei dem das Vorzeichen des Temperaturkoeffizienten gleich ist dem Vor zeichen des Temperaturkoeffizienten, welchen der Zeitzähler ohne Streufluss aufweist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Zeitzähler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass als magnetisches Ma terial für den Pfad des Streuflusses eine giessbare magnetische Legierung vorge sehen ist, die annähernd 60-80 Teile Nickel, 40-20 Teile Kupfer und 2 Teile Eisen enthält, und die nach dem Giessen einer solchen Abkühlung und Wärmebe handlung unterzogen ist, dass sie einen zwischen den Grenzen 0 und 110 C annähernd linearen negativen Temperatur koeffizienten der Permeabilität besitzt. 2. Zeitzähler nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die giessbare magnetische Legierung 68 Teile Nickel, 30 Teile Kupfer und 2 Teile Eisen enthält.
CH138705D 1928-04-19 1929-04-12 Zeitzähler nach dem Ferrarisprinzip mit Temperaturkompensation. CH138705A (de)

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