CH138784A - Verfahren zur Darstellung eines physiologisch wirksamen Stoffes aus männlichen innersekretorischen Organen in hochgereinigter Form. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines physiologisch wirksamen Stoffes aus männlichen innersekretorischen Organen in hochgereinigter Form.

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CH138784A
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    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/48Reproductive organs

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines physiologisch wirksamen Stoffes aus männlichen       innersekr        etorischen    Organen in hochgereinigter Form.    In der Patentschrift     Nr    113835 ist ein  Verfahren zur Darstellung von physiologisch       wirksamen    Stoffen aus weiblichen     inner-          ,ekretorischen    Organen beschrieben, dadurch  gekennzeichnet, dass man nach bekannten  Verfahren erhaltene Extrakte solcher Organe  einer Alkali- beziehungsweise     Erdalkalibe-          hand-Jung    in solchen organischen Lösungs  mitteln unterzieht,

   die Alkali-     beziehungs-          wei'se        Erdalkaliseifen        nicht    auflösen, wobei  man das zu verwendende Alkali oder Erd  alkali gegebenenfalls auf     indifferenten    Trä  gern verteilt.  



  Eine besondere     Ausführaxngsform    dieses  Verfahrens besteht darin, dass man das zur       Verseifung    dienende Alkali- oder Erdalkali  auf indifferenten Trägern     verteilt.     



  Es wurde nun gefunden,     dass    man in ana  loger Weise zu einem physiologisch wirk  samen Stoff aus männlichen     innersekretori-          sehen    Organen in hochgereinigter Form ge  langen kann, wenn man auf Extrakte solcher    Organe alkalisch reagierende Metallverbin  dungen     einwirken    lässt, gegebenenfalls nach  ihrer     Verteilung    auf indifferenten Trägern,  und das Reaktionsgemisch mit organischen  Lösungsmitteln behandelt, welche Seifen  nicht auflösen.  



  Unter alkalisch wirkenden Metallverbin  dungen sind die     Hydroxyde    oder die     Carbo-          nate    der Alkali- und der     Erdalkaligruppe     zu verstehen.  



  Der entstandene wirksame Stoff bildet  ein hellgelbes Öl, das sowohl in fetten Ölen  wie auch in organischen     Lösungsmitteln     leicht löslich ist. Am     j,Eangen        kastrierten     weiblichen Nager ruft er den     Brunstzyklus     hervor.  



  <I>Beispiel</I>     .T     Man löst ein Teil Extrakt aus Hoden (er  halten zum     Beispiel    durch Extraktion  von getrocknetem     Hodenpulver    mit Äther  und Entfernung des Lösungsmittels) in 25      Teilen Alkohol und trägt solange pulverisier  tes     Kalziumhydroxyd    ein bis eine heraus  genommene Probe, mit Wasser verdünnt, al  kalische Reaktion zeigt. Nach einstündigem  Rühren filtriert man von den Kalkseifen ab  und verdampft den Alkohol im Vakuum.  



  Durch Aufnehmen des Rückstandes in       Petroläther    entfernt man in Lösung geblie  bene Spuren von Seifen,     Kalziumhydroxyd     und;     andern        Verunreinnglmgen,    und erhält  nach dem Abdampfen des     Petroläthers    das  bereinigte Produkt als helles Öl.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man imprägniert 10 Teile Tierkohle mit  I Teil     Ätznatron    in     wässerig-alkoholischer     Lösung und verdampft den wässerigen Alko  hol wieder. Das alkalische     Kohlepulver    wird  mit einer konzentrierten     benzolischen    Lö  sung von 2 Teilen     Hodenextrakt,    welches  durch Extraktion von getrocknetem Hoden  pulver mit Benzol oder einem andern wasser  unlöslichen Lösungsmittel gewonnen     wurde,     verrieben.

   Nach dem Vertreiben des Benzols  wird mit Aceton, worin die sich bildenden  Seifen unlöslich sind, bei gewöhnlicher Tem  peratur völlig extrahiert und das Aceton aus  dem erhaltenen Extrakt     abdestilliert.    Man er  hält ein helles Öl, das einer weiteren Rei  nigung unterworfen oder in diesem Zustand  verwendet werden kann.  



       Statt        Atznatron    können in diesem Bei  spiel auch andere geeignete     Alkaliverbindun-          gen,        wie    zum Beispiel Natriumkarbonat, ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel 3</I>  10 Teile Kohle werden mit 2 Teilen  Kalkmilch verrührt. Der entstandene Brei  wird im Vakuum soweit eingetrocknet, bis    er nur noch wenig Wasser enthält. Man trägt  ihn dann unter Rühren in eine ätherische Lö  sung von 2 Teilen Extrakt aus Hoden ein  und rührt mehrere Stunden. Hierbei entzieht  das     Kohleleallzpulver    der Lösung die Fett  säuren und andern Verunreinigungen, unter  gleichzeitiger     Entfärbung,    und     adsorbiert     erstere als Kalkseifen. Die hellgewordene  ätherische Lösung     wird    nach Filtration ein  geengt und der Rückstand zur völligen Ab  scheidung geringer Mengen von Kalkseifen  noch aus Alkohol umgelöst. Man erhält nach  Verdampfung des Alkohols ein helles Öl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines physio logisch wirksamen Stoffes aus männlichen innersektorischen Organen in hochgereinigter Form. dadurch gekennzeichnet, dass man auf Extrakte solcher Organe alkalisch reagie rende Metallverbindungen einwirken lässt und das Reaktionsgemisch mit organischen Lösungsmitteln behandelt, welche Seifen nicht auflösen. Der erhaltene wirksame Stoff bildet ein bellgelbes Öl, das sowohl in fetten Ölen wie auch in organischen Lösungsmitteln leicht löslich ist. Am jungen kastrierten weiblichen Nager ruft er den Brunstzyklus hervor.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die zu ver wendende alkalisch reagierende Metallverbin dung auf indifferenten Trägern verteilt.
CH138784D 1927-09-30 1927-09-30 Verfahren zur Darstellung eines physiologisch wirksamen Stoffes aus männlichen innersekretorischen Organen in hochgereinigter Form. CH138784A (de)

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