CH138794A - Saatbeize. - Google Patents

Saatbeize.

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CH138794A
CH138794A CH138794DA CH138794A CH 138794 A CH138794 A CH 138794A CH 138794D A CH138794D A CH 138794DA CH 138794 A CH138794 A CH 138794A
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seed dressing
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mercury
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Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

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  Saatbeize.    Von den zahlreichen, in der     Literatur        be-          schriebenen    organischen     Quecksilberverbin-          dungen    sind bis jetzt für die Zwecke der  Saatbeize ausschliesslich solche in Vorschlag  gebracht worden,     deren    organischer Rest ent  weder sauren oder basischen     Charakter    be  sitzt,. die sich also entweder in Basen oder  in Säuren lösen.

   (Siehe zum Beispiel die  amerikanische Patentschrift Nr. 1618 369,  britische Patentschriften Nr. 237388, 246856  und     die    deutschen     Patentschriften    Nr. 438 545,       312281,    397836, 234851, 250746, 221483,  <B>21</B>.3371, 208634, 125095, 406801 und       .142    433.)  Von     merkurierten        Kohlenwasserstoffen          sind    bisher nur die     aliphatischen    einer ge  naueren Untersuchung unterzogen worden.

    In der Zeitschrift für angewandte Chemie;       1927,,    Nr. 20, Seite 559, hat     Klages    gezeigt,       daB    die     Quecksilberalkylverbindungen    in dem  dort verwandten     Nassbeizverfahren    sehr stark  wirkende Gifte für die Pflanze darstellen,    so dass' diese Produkte als     Nassbeizmittel     wegen ihrer starken Keimschädigung     pralz-          tisch    nicht in Frage kommen.  



  Überraschenderweise wurde nun gefunden,  dass die     Merkurierungsprod''ukte    aromatischer       Iiohlenwassenstoffe    sich     vorzüglich    als Saat  beizmittel     eighen,    da     hier    die Spanne zwi  schen Dosis     curativa    und     Dnsisi        toxica        Gross     genug ist, um eine     praktische    Verwendung  zu ermöglichen.  



  Gegenüber den oben genannten, basisch  oder sauer substituierten     aromatischen    Queck  silberverbindungen zeigen die     merkurierten     aromatischen     K'ohlenwasserstoffe    den grossen       Vorteil,        da.ss    sie wesentlich stärker     fungicid     wirken, so dass im praktischen     Gebraueb     eine erhebliche Ersparnis an den an sich  kostspieligen Quecksilberverbindungen ein  tritt.

   ,  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun eine Saatbeize,     gekennzeichnet        durch         einen Gehalt an     merkurierten    aromatischen       Kohlenwasserstoffen    und     Inertmaterial.     



  Von den     merkurierten    aromatischen     Koh-          lenwasserstoffen    kann man besonders vorteil  haft     Phenylqueelzsilberacetat,        Tolylqueck-          silbera.ceLat    oder     Xylylqueehsilberacetat    ver  wenden.

   Als     Inertmaterialien    kommen sowohl  Talk, als auch     Schlemmkreide,        Bolus    und an  dere feinverteilte     Streckungsmittel    in     Frage.     Der Saatbeize kann man gegebenenfalls noch       andere        fungicide    Stoff oder Netzmittel zu  fügen.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Eine Mischung von 4 Gewichtsteilen       Phenylquecksilberacetat     
EMI0002.0019     
    vom Schmelzpunkt 148-1.49   (Journal für  praktische Chemie, Jahrgang 1870,. Seite<B>186)</B>  und 96 Gewichtsteilen. Talk auf 100000 Ge  wichtsteile infizierten Weizen gestäubt, ge  nügt, um das Auskeimen von     Steinbra.nd-          sporen    zu verhindern. Statt des Acetats las  sen sich auch andere Salze, wie Phosphat,       Laktat        etc.,    verwenden, welche eine grössere  Wasserlöslichkeit besitzt. Doch genügt schon  die Löslichkeit des Acetats, um eine sichere  Wirkung zu erzielen. Das Produkt     lässt    sich  auch nach bekannten.

   Methoden, zum Beispiel  mit     Dextrin,    in den kolloidalen Zustand über  führen. Statt des Talkums lassen sich auch  andere     Streckungsmittel        verwenden;        aucb-          können    andere     fungicide        leer        NNetz-          -TIt@fte@@rüi        @"@e    en.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine Mischung von     o-Tolylquecksilberacetat     
EMI0002.0037     
    mit Talk, auf einen Quecksilbergehalt von  1,.5 % eingestellt, hat bei einer     Verwendung     von 2 Gewichtsteilen auf 1000 Gewichtsteile  stark     fusariösen    Roggen einen Auflauf von       93%    und 0 %     Fusarium,    während "unbehan  delt" nur einen Auflauf von 73 % hatte, von  dem 24%     fusariös    waren. Durch die Beiz-    Behandlung ist also eine Steigerung des Auf  laufes an gesunden Pflanzen von 49 % auf  93 % erreicht.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Eine Trockenbeize, bestehend aus 1,5       Quecksilber    in Form von     Xylylquecksilber-          acetat     
EMI0002.0047     
    und Talk hat' bei einer Behandlung von  2 Gewichtsteilen auf 1000 Gewichtsteile  stark     fusariösen    Roggen eine     Triebkraft    von  <B>91%</B> mit 3 %     Fusarium    kranken Pflanzen  gegenüber "unbehandelt" von<B>73%</B>     Auflau    F,  von denen 24%     fusariös    waren,     also    eine  Mehrausbeute an gesunden Pflanzen von 39  ergeben.  



  Auch in Feldversuchen     konnte    die     gute          fungicide    Wirkung der Produkte bestätigt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Saatbeize, gekennzeichnet durch einen Ge halt an merkurierten aromatischen Kohlen- wasserstoffen und Inertmaterial. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1..
    Saatbeize gemäss-Patffl4anspiueh,-gekenn- zei urch einen Gehalt an Phenyl- quecksilbera.cetat. 2. Saatbeize gemäss Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an naphtol- pechsulfosauren Salzen als Netzmittel. 3. Saatbeize gemäss Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Talk als Inertmaterial. 4.
    Saatbeize gemäss Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Bolus als Inertmaterial. 5. Saatbeize gemäss Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Schlemm kreide als Inertmaterial.
CH138794D 1927-09-22 1928-09-12 Saatbeize. CH138794A (de)

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DE138794X 1927-09-22
DE142909X 1927-10-24

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AT126995B (de) 1932-02-25

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