CH138887A - Kunststoff. - Google Patents

Kunststoff.

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CH138887A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Kunststoff.    Es wurde gefunden. dass man einen Kunst  stoff erhält, wenn man     I-Iarnstoff-Formalde-          hyd-Kondensationsprodukte    mit     ',\7itrocellu-          lose    und ausserdem mit pflanzlichen Ölen, ins  besondere Rizinusöl, welche mit oxydieren  den Gasen bei erhöhter Temperatur, zum Bei  spiel bei 170 bis<B>180'</B> vorbehandelt sind,  mischen. Das Mischen wird     vorteilhaft    in Ge  genwart von     Lösungsmitteln    vorgenommen.

    Der Kunststoff kann in Form einer Lösung  bereitet werden, die sich     als    Lack ohne wei  teres verwenden     lässt.    Er kann ferner auch  als ein Produkt hergestellt werden, das =ich  in geeigneten     Apparaturen    in     bekaamter     Weise auf     celluloddähnliche    Kunststoffe ver  arbeiten lässt.  



  Die aus     solchen        Lö:>ungen    bergest     -ilten          Aufstriche    genügen, auch wenn sie     gleiclic     Teile     Harnstoff-Formaldehyd-Kondensations-          produkt    und     Nitrocellulose    oder sogar noch  weniger von letzterer     erhalten,        allen    Anfor-         derungen    hinsichtlich Elastizität, Haftfestig  keit, Licht- und Wasserbeständigkeit. Die  Menge des zugesetzten. vorbehandelten  pflanzlichen Öles richtet sich nach der ge  wünschten Härte und     Elastizität    der Über  züge.

   Bei der Herstellung     des        Kunststoffes     können auch hochwertige Naturharze, wie       Kopale,    und Kunstharze,     verwend4t    werden;  in diesem Falle kann der Zusatz von     Nitro-          cellulose    ein geringerer sein,     als    wenn man  keine solchen Naturharze verwendet.

   Es ist  auf diese Weise möglich, den Gehalt der Lö  sungen an     Harnstoff-Formaldehyd-Konden-          sationsprodukten    zu steigern, ohne     da.ss    Nach  teile, wie eine gewisse     Sprödigkeit,    mangel  hafte     Wasserfestigkeit,    geringes Haftvermö  gen auf der Unterlage, auftreten.

       Man    er  zielt dadurch erhöhten Glanz der aus den Lö  sungen hergestellten     Überzüge    und Filme  und verleiht ihnen, im Gegensatz zu den üb  lichen     Nitrocelluloseharzlacken,    eine weitge-           liende    Beständigkeit hegen flüssige     Kohlen-          wasserstoffe,    zum Beispiel Benzin und Ben  zol.  



  Die Lösungen können als Spritz-, Tauch  oder     Streichlaieke    Verwendung finden; man  kann ihnen auch     Farb-    und Füllstoffe,     Weich-          machungs-    und     Plastifizierungsmittel,    wie       Phta.lsäureest.er    und     Triarylphosphate,    zuset  zen. Infolge ihrer     Widerstandsfähigkeit    ge  gen     Kohl'enwasserstoffe    eignen sie sieh be  sonders als Automobillacke.

   Als Lösungsmit  tel eignen sich besonders Gemische niederer       aliphatiseher    Alkohole, besonders     n-Butyl-          und        Isobutylalkohol,    mit ihren Essigsäure  estern. Als     Verdünnungsmittef    können auch       Kohlenwasserstoffe    zugesetzt werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man vermischt 75 Teile einer 33 %     igen     Lösung eines     Kondensationsproduktes    von       Harnstoff    und Formaldehyd, hergestellt nach  Patent Nr. 131824 in     Isobntylalkohol    mit  einer Lösung von 25 Teilen     Nitro:cellul'o,se     und 20 Teilen mit Luft bei 170     bis    180   vor  behandeltem Rizinusöl in 125 Teilen     Isobutyl-          acetat    und 125 Teilen     n-Butylalkohol.    Nach  innigem     Verrühren    erhält man eine     klare.          viskose    Lösung.

   Zum- Aufspritzen auf Un  terlagen kann sie noch mit einem Lösungs  mittel oder     -gemisch,    zum Beispiel einem sol  chen aus 75 Teilen     Äthylalkohol,    100 Teilen       Äthylacetat.    100 Teilen     Isobutylacetat,    125  Teilen     Isobutylalkohol    und 100 Teilen Ben  zol, verdünnt werden. Man erhält beim Auf  spritzen auf Glas, Metall, Holz     etc.    klare,  hochglänzende, elastische Überzüge.  



       Beispiel   <I>2</I>  450 Teile     Harnstoff-Forma.ldehvd-Kon-          densationsprodul@t,    gelöst in     900V    Teilen       n-Butylalkohol,    werden in einem     La@ek    ge  löst, der aus 300 Teilen     Nitrocellulose,    150  Teilen ausgeschmolzenem     Kaurikopal,    450  Teilen mit oxydierenden Gasen bei 150     bis     <B>160'</B> vorbehandeltem Rizinusöl und 4500 Tei  len einer Mischung von gleichen Teilen         n-Butylacetat    und     Isobutylalkohol    besteht.

    Der fertige Lack wird mit 1500 Teilen des  in Beispiel 1     beschriebenen        Lösunsmittel-          gemisches    verdünnt. Er gibt ebenfalls     hoeli-          glänzende,

      glatte und guthaftende Ü     berzüge.     <I>Beispiel 3</I>  50 Teile einer 60%igen Lösung eines nach  dem Verfahren des     Schweizerpatentes   <B>125019</B>  hergestellten Harnstoff - Formaldehyd - Kon  densationsproduktes in Äthylalkohol werden  zusammen mit 30 Teilen     Nitrocellulose    und  40 Teilen     Trikresylphospha.t    in einer geeigne  ten     Knetmaschine    bei 60 bis<B>70'</B> zu einer  homogenen     Masse    verknetet.

   Sodann fügt  man eine Lösung von 20 Gewichtsteilen eines  bei<B>170'</B> mit Luft vorbehandelten     Rizinu@-          öles    in 30 Teilen Äthylalkohol hinzu, knetet  unter Aufrechterhaltung der     Temperatur    so  lange, bis die Masse erneut homogen gewor  den ist,: und treibt. sodann unter Kneten und  Erhöhung der Temperatur auf zirka 100   den  Äthylalkohol ab.  



  Die Masse kann nun auf geheizten Wal  zen zu Platten oder Folien ausgewalzt wer  den. Man kann der Masse auch in irgend  einem Punkt des     Herstellungsganges    noch  Füllstoffe, wie Asbest oder Talkum, zuset  zen, wodurch die Masse eine grössere Festig  keit erhält.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Kunststoff, @dadurch gekennzeichnet, dass er ein 1-Ia,rasto-ff-Formaldehyd-Koiidensa- tions.produkt, Nitrocellulose und mit oxydie renden Gasen bei erhöhter Temperatur vorbe handeltes pflanzliches Öl enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Kunststoff nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Harzen. 2. Kunststoff nach Patentanspruch und En- teranspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Lösungsmitteln.
CH138887D 1927-05-21 1928-04-24 Kunststoff. CH138887A (de)

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