CH138979A - Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere in Brennkraftturbinen. - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere in Brennkraftturbinen.

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CH138979A
CH138979A CH138979DA CH138979A CH 138979 A CH138979 A CH 138979A CH 138979D A CH138979D A CH 138979DA CH 138979 A CH138979 A CH 138979A
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Holzwarth Hans Ing Dr
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  Verfahren zum Betriebe von     Verpuffungskammern,    insbesondere in     Brennkraftturbinen.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zum     Betriebe    von     Verpuffungs-          kammern,        insbesondere    in     Brennkrafttur-          binen.    Es hat sich gezeigt, dass     Verpuffungs-          brennkraftturbinen    die Neigung haben, sich  v an Arbeitstakt zu Arbeitsfakt zu erhitzen,  so dass     Vorzündungen    entstehen,

   die den wei  teren     Betrieb    der Turbine     verhindern.    Die  Turbine führt     statt    eines stabilen motori  schen Prozesses, bei .dem die Temperaturen  in den einzelnen Phasen konstant bleiben,  einen labilen     Heizprozess    durch, bei dem sieh  die Temperaturen von Spiel zu Spiel bis zu der  Grenze heben, bei der die in     Jie'Verpt:ffungs-          kammer    eingeführte frische Ladung sich     sg-          fort    unabhängig vom vorbestimmten     Zünd-          zeitpunkt    entzündet.

   Vorliegende Erfindung  setzt sich zum Ziel, das Betriebsverfahren so  zu handhaben, dass die     Temperaturen    in den       einzelnen        Prozessphasen    gleich     bleiben    und  damit eine Stabilisierung der     Verpuffungs-          vorgänge        eintritt.    Die Erfindung geht dabei  von     tler    Erkenntnis aus, dass die     Labilität       im Ablauf der     Verpuffungsvorgänge    von der  mehr oder weniger grossen Bemessung der  Verdrängungszeit     herrührt,    das heisst der  Zeit,

   in der bei     geöffnetem        AbsoIlussorgan     zwischen     Verpuffungskammer    und     Düse    und  bei geöffnetem Spül-     bezw.        Ladeluftorgan    die  Ausspülung der     Verpuffungskammer    von den       Restverbrennungsgasen    der vorhergehenden  Verpuffung stattfindet. Die Verdrängungs  zeit selbst hängt     wiederum    von einer Reihe  von Veränderlichen ab. Als derartige     Verän-          derliche    werden genannt:  1. Der Druck in der     Au.sflussebene    der  Düse, das heisst der Gegendruck.  



  2. Der     Spüldruck.     



  3. Das     Erweiterungsverhältnis    der Düse.  4. Der engste     Düsenquerschnitt.     



  5. Die Formgebung der Kammer, ihr Ver  hältnis von Länge zu Durchmesser und ihre  Ansätze auf der Ein- und     Ausströmseite.     



  6. Der Grad der     Durchwirbelung    .der     Ver-          brennungsgaise    mit der nachfolgenden Ver  drängungsluft.           'l.    Der     Wärmetausch    mit den Wandungen  des Düsenvorraumes und der Düse.  



  B. Die Temperatur der     Verbrennungsgase.     9. Die zugelassene Restmenge der Ver  brennungsgase, die einen     Bestandteil    der  neuen Ladung     hild.et.     



  Einige dieser Grössen sind in ihrer Grö  ssenordnung schon durch die Bedingung     fest-          gelegt,    dass die     Brennkraftturbine    nicht nur       bezüglich    des Ablaufes der     Verpuffungsvor-          gänge        stabilisiert    sein soll, sondern auch einen  möglichst hohen Wirkungsgrad beim Ablauf  der einzelnen     Verpuffungsvo.rgänge    aufwei  sen     muss.    Eine derartige Regel erfasst bei  spielsweise die     Besti'rnmungsgrösse    4,     da.s    heisst  den engsten Düsenquerschnitt f und die Be  stimmungsgrösse 5,

   das heisst den Rauminhalt  der Verbrennungskammer V, wobei sie fest  legt,     dass        dass    Verhältnis f : V zwischen 40 : 1  und 100: 1 liegen muss, wenn die Verluste  durch     Wärmeübergang    im Führungskanal  zwischen Düsenventil und Düse auf einem  die     Wirtschaftlichkeit    der     Brennkraftturbine          nicht    beeinträchtigenden Mass gehalten wer  den sollen. Die Bestimmungsgrösse f ist dabei  in Quadratzentimeter. die Bestimmungsgrösse  V in Kubikzentimeter gemessen.

   Ebenso  liegen die     Bestimmungsgrössen    1 bis 3 durch  bestimmte,     noch    zu erörternde     physikalische     Gesetze in ihrem gegenseitigen Verhältnis  fest. Bezüglich der weiteren Bestimmungs  grössen,     insbesondere    der     Bestimmungsgrösse     9, gilt     folgendes:

       Die Leistung einer     Brennkraftturbine    ist  bei gegebenem Inhalt der     Verpuffungskam-          mern    abhängig von der     .SIpielzahl,    und zwar  findet die Spielzahl ihre natürliche Begren  zung in den Frühzündungen, deren Vermei  dung mit steigender     .S'pielzahl'    immer     schwie-          riger    wird.

   Massgebend für .die Spielzahl ist  die     Verdrängungszeit,    da. die     übrigen    Zeit  masse, die mit .der Verdrängungszeit zusam  men ein Arbeitsspiel bilden, durch     die        kon-          struktiven    Verhältnisse der     Brennkrafttur-          bine    bedingt oder in Abhängigkeit von der  Verdrängungszeit     eindeutig        festgelegt    sind.  



  Zum     Verständnis    der nachfolgenden Erör  terungen wird auf die     Zeichnung        verwiesen:            Abb.    1 gibt schematisch den Zusammen  hang der für den     Arbeitsprozess        wichtigen     Teile eines     Ausführungsbeispieles    einer       Brennkraftturbine    mit     Holzwarthschem    Ar  beitsverfahren wieder.

   Es bedeutet a die     Ver-          puffungska.mmer,    b das     Einlassventil    für  Luft, c     da.s        Einla.ssventil    für Brennstoff, d       -das    Düsenventil, g die Düse und     h    den Schau  felkranz.  



       Abb.    2 stellt das typische     Zeitdiagramm     einer     Verpuffungsturbine    dar.  



  Im Punkte 1 erfolgt bei Abschluss aller  Ventile die Zündung, der eine schnelle  Drucksteigerung     folgt;    unmittelbar .darauf  wird im Punkt 2 das Düsenventil geöffnet.  Die heissen Gase     strömen        arbeitsleistend     durch die Düse ab, hinter der der Gegendruck       p"    herrscht. Im Punkte 3     setzt    durch Öffnung  des Luftventils die Verdrängung der Rest  feuergase durch Frischluft ein, wobei der  Druck p in der     Verpuffungskammer        steigt,     bis er im Punkte 4 den     Druck        p1,    der dem  Druck der Ladeluft entspricht, erreicht.

    Gleichzeitig schliesst sich das     Düsenventil    und  es setzt unter gleichem oder unter dem Ein  fluss der     Strahlungswärme    der     Kammerwan-          dungen    sich etwas erhöhendem Druck Brenn  stoffzufuhr ein, bis im Punkte 5 auch     das          Brennstoffvenhl    geschlossen ' wird und die  neue Zündung einsetzt.

   Die Zeitdauer 3 bis       -l,    in der Düsen- und Spülluft     bezw.        Lade-          lüftventil    gleichzeitig offen sind, wird als  die     -#Terdrängungszeit    z     bezeichnet.    Damit       nun        diese    Verdrängungszeit an und für sich       möglichst    klein ausfällt; ist     folgend'-es    zu  beachten.  



       'Bekanntlich    ist das in der Zeiteinheit aus  strömende Volumen der     Verbrennungsgme          abhängig    von dem Verhältnis Das Volu  men steigt     mit'waehsendem    p
EMI0002.0093  
   solange an, bis  das Druckverhältnis einen bestimmten  Wert, nämlich den Wert
EMI0002.0094  
   des sogenannten kri  tischen Verhältnisses erreicht hat,

   von dem  an auch durch weitere     Steigerung        Jes        Druk-          kes    p keine Vergrösserung der     Aus_strömmenge          eintritt.    Der Wert dieses     kritischen    Ver-           hältnisses    ist bei sich erweiternden Düsen,  wie sie für -Turbinen als     Lavaldüsen    Anwen  dung finden,

   gegeben durch die Bezeichnung  
EMI0003.0003     
    wobei     q    dem Verhältnis     aas        heisst    dem Ver  hältnis des .grössten     Düsenquerschnittes   
EMI0003.0008  
   zum  kleinsten entspricht.  



       Abb.    3 zeigt eine graphische Darstellung  dieser Formel, in der die     Linie        p    und die  Linie
EMI0003.0012  
   unter Voraussetzung eines Gegen  druckes von     po    = 1,06     Atm.    in Abhängig  keit vom Werte
EMI0003.0015  
   verzeichnet ist. Man  erkennt, dass, je stärker das Erweiterungs  verhältnis der Düse ist,     da-s    heisst, je stär  ker die Düse saugt, .desto kleiner der     nötige     Verdrängungsdruck wird.

   Es gilt daher die  Regel,     da.ss    das Verhältnis des Spülluftdruk  lies zum Gegendruck oberhalb des kritischen  Druckverhältnisses liegen muss, wobei das  kritische     Druckverhältnis    seinerseits durch  das Erweiterungsverhältnis der Düse bedingt  ist, um in .der Zeiteinheit die grösstmögliche       Verbrennungsga,smenge    aus der     Verpuffung:;-          kammer    auszutreiben, das heisst um die Ver  drängungszeit auf ein Mindestmass zu be  schränken.  



  Sind somit die Voraussetzungen ermittelt,  unter denen .die Verdrängungszeit ein     Kleinst-          ma.ss    wird, so fehlt es noch an deren  Beziehung zum Rauminhalt der Verbren  nungskammer und zum engsten Düsenquer  schnitt, um bei gegebener Grösse dieser     Kon-          struktionsdaten    der     Brennkra.ftturbine    eine  Verdrängungszeit zu ermitteln, die einerseits  die grösstmögliche Taktzahl, anderseits einen       stabilen    Ablauf :der     Verpuffungsvorgänge    er  möglicht.

   Diese Beziehung wird .gemäss der  Erfindung wie folgt     ermittelt:     
EMI0003.0031     
    worin z die Verdrängungszeit in Sekunden, V  der Inhalt der     Verpuffungskammer    in Ku  bikmetern und, f der engste     Düsenquerschnitt     in     Quadratzentimetern    ist.  



  Versuche mit verschiedenen Kammerinhal  ten von V - 0,05 bis     0,1,6    cbm, mit     Verhä1t-          nissen    von f : V     zwischen    50 und 2.49, mit  Düsen mit einem     Erweiterungsverhältnis    von  1 bis 3,56 und     mit        Spüldrücken    zwischen 1,08  bis     3,5.0,    haben die Richtigkeit dieses Wer  tes bewiesen,

   wenn einesteils der     durch    das  kritische     Druckverhältnis    gegebene     Mindest-          spüldruck    überschritten und die     Verdi#Ln-          gungszeit    z grösser wie 20 gewählt     wurde.          Anderseits    ergab sich Labilität
EMI0003.0051  
   im Ablauf  der     Verpuffungsvorgänge,    wenn die     Verdräu-          gungszeit    kleiner .gewählt     wurde,    wie 20
EMI0003.0056  
    gleiche Labilität ergab sich, wenn die Ver  drängungszeit grösser wie 20
EMI0003.0057  
   gewählt,

    aber der durch das Erweiterungsverhältnis  der Düse bedingte     Mindestspüldruck    unter  schritten     wurde.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betriebe von Verpuffungs- kammern, insbesondere in Brennkrafttur- binen, dadurch gekennzeichnet, d'ass zwecks Stabilisierung .des.
    Ablaufes der Verpuffungs- vorgänge das Verhältnis des Spüldruckes zum Gegendruck,an ,d'er Düsenmündung min destens gleich dem kritischen Druckverhält- nis ist und die Verdrängungszeit, der Formel entspricht EMI0003.0076 wobei z die Verdrängungszeit in Sekunden, V der Inhalt der Verpuffungskammer in Ku bikmeter und f der engste Düsenquerschnitt in :Quadratzentimeter ist.
CH138979D 1928-04-30 1929-01-22 Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere in Brennkraftturbinen. CH138979A (de)

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