CH138988A - Kaskadenschaltung von Asynchronmotor und Kommutatorhintermaschine. - Google Patents

Kaskadenschaltung von Asynchronmotor und Kommutatorhintermaschine.

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CH138988A
CH138988A CH138988DA CH138988A CH 138988 A CH138988 A CH 138988A CH 138988D A CH138988D A CH 138988DA CH 138988 A CH138988 A CH 138988A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


      Kaskadenschaltung    von     Asynchronmotor    und     Kommutatorhintermaschine.       Bei der     Kaskadenschaltung        von        Asyn-          chronmotor    und     Kommutatorhintermaschine     kann deren     Erregerwicklung,        ausschliesslich     oder in Zusammenarbeit mit andern Span  nungsquellen durch     eine        rotierende        Kommu-          tatorerregermaschine    gespeist werden.

   Die       Erregermaschine    kann dabei eine vom An  kerstrom des Hauptmotors durchflossene  Erregerwicklung     (hauptstromerregte        Erreger-          wieklung)    und. weitere fremderregte Er  regerwicklungen     (fremdstromerregte    Erreger  wicklung) tragen. Ihre resultierende Durch  flutung     ist    dabei gleich der geometrischen  Summe der     Durchflutungen    der verschiede  nen Erregerwicklungen..  



  Erfindungsgemäss soll nun bei dieser An  ordnung die     Windungszahl    der     hauptstrom-          erregten    Erregerwicklung der Erreger  maschine so gross gewählt werden, dass ihre       Durchflutung    beim Nennwert des Anker  stromes ein Mehrfaches derjenigen resultie  renden     Durchflutung    der Erregermaschine  ist, welche zur     Erregung    des grössten be  triebsmässig verlangten Erregerfeldes erfor-         derlich    ist. Dadurch wird eine besonders ein  fache Regelung des Hauptmotors ermöglicht.

    Damit nämlich trotz des grossen Wertes der       hauptstromerregten        Durchflutung    die resul  tierende     Durchflutung    nur einen Bruchteil  der erstgenannten     Durchflutung    ausmacht,  muss auch die     fremdstromerregte    Durch  flutung viel grösser     als    die resultierende       Durchflutung    sein.     Hauptstromerregte    und       fremdstromerregte        Durchflutung    sind dabei  annähernd entgegengesetzt gleich.

   Ist dies  aber der Fall, so ist auch der Ankerstrom  des     Hauptmotors    der fremderregten Durch  flutung der Erregermaschine annähernd pro  portional. Folgt die     fremdstromerregte    Durch  flutung bei wechselnder     Schlüpfung    des  Hauptmotors einem bestimmten Gesetz, so  folgt der Ankerstrom des Hauptmotors un  gefähr dem gleichen Gesetz,     unabhängig    vom       Wert    der resultierenden Erregung der Er  regermaschine,

   die sich mit wachsender       Schlüpfung    des Hauptmotors ihrerseits ent  sprechend der erforderlichen Erregerspannung  der     Kommutatorhintermasehine        ändert.        Durch         die     fremdstromerregte        Durchflutung    der       Erregermaschine    wird also das Gesetz, dem  der     Ankerstrom    bei     wechselnder        Schlüpfung          folgt,    festgelegt, der Hauptmotor wird also  durch sie geregelt.  



  Es bedeute     Jn    den Nennwert des Anker  stromes des     Hauptmotors-und    A     IV"    die i     1i    in  entsprechende     hauptstromerregte        Durcliflu-          tung    der     Erregermaschine.        Ändert    sich bei  einer     Schlüpfungsänderung    des     Hauptmotors     die     resultierende        Durchflutung    der Erreger  maschine vom Wert Null auf den grössten  auftretenden Wert     AW,

      so verursacht diese       Änderung    bei konstanter     fremdsfromerregter          Durehflutung    der     Erregermaschine    eine Än  derung des     Ankerstromes    des Hauptmotors       Q   <I>J =</I>     J.    Verglichen mit dem  Nennwert des
EMI0002.0028  
   Stromes ist also die Beein  flussung des     Ankerstromes    des Hauptmotors  durch die wechselnde resultierende Durch  flutung der     Erregermaschine    gering, wenn  die     hauptstromerregte        Erregerwicklung    der  Erregermaschine erfindungsgemäss bemessen  wird.

   Der Ankerstrom des Hauptmotors ist  also wirklich der     fremdstromerregten    Durch  flutung der     Erregermaschine        angenähert     proportional.  



  Ein Ausführungsbeispiel zeigt die Ab  bildung. In ihr bedeuten 1 das Netz, 2 den  Hauptmotor, 3     dieKommutatorhinterma-schine     und 4 deren     Erregermaschine.    3 und 4 wer  den gemeinsam durch die Hilfsmaschine     r)     angetrieben, es ist aber auch getrennter An  trieb möglich, auch können eine oder beide       Maschinen    mit dem Hauptmotor gekuppelt  werden.

   6 ist ein mit dem Hauptmotor     ge-          kuppelter        Frequenzwa.ndler.    7 ist die vom       Ankerstrom    durchflossene Kompensations  wicklung der Hintermaschine, die über die       hauptstromerregte    Erregerwicklung 8 der Er  regermaschine an die     Schleifringe    des Haupt  motors angeschlossen ist. 9 ist die Erreger  wicklung der     Hintermaschine    die über die       Kömpensationswiaklung    10 der Erreger  maschine von deren Ankerkreis gespeist wird.

    Die     Kommutatorhintermaschine    kann auch  noch mit einer in der Abbildung nicht ge-    zeichneten, von ihrem Ankerstrom     durch-          flossenen    .     GegenkompoundN@@icklung    ausge  rüstet sein. 11 und 12 sind zwei fremderregte  Erregerwicklungen der Erregermaschine.  Die Wicklung 11 ist über einen Widerstand  13 an die Schleifringe des Hauptmotors, die  Wicklung 12 über einen Widerstand 14- an  die     Kominutatorseite    des     Frequenzwandlers    6  angeschlossen, dessen Schleifringe über den       Transformator    15 mit. konstanter     Spannung     gespeist werden.

   Die Widerstände 13 und  14 sind im ganzen Regelbereich ein Mehr  faches des     Blindwiderstandes    der Wicklun  gen     1.1    und 12; es     ist    also die     Durehflutung     der Wicklung 11 der     Schleifringspaunung     des Hauptmotors angenähert proportional  und die     Durchflutung    der Wicklung 12  angenähert konstant.

   Beide     Durchflutun-          gen    können in an sich     bekannter    Weise  zum Beispiel durch Regelung der Wider  stände 13 -und 14 unabhängig voneinan  der und von Hand oder in     automatischer          Abhängigkeit    von irgend einer     Betriebsgrösse     geregelt     werden.    Der Zweck der Wicklung 1,6  und des Widerstandes 17 wird später erläutert.  



  Von dem geringen Fehlerstrom A J ab  gesehen, dessen Wert schon abgeleitet wurde,  setzt sich bei der     gezeichneten    Schaltung der       Ankerstrom    aus einer konstanten und aus  einer der     Schlüpfung    proportionalen Kom  ponente zusammen, deren Grösse durch Re  gelung in den Erregerkreisen 13 und 14 auf  jeden Wert eingestellt     werden    kann.

   Die  Phasenlage der konstanten und der veränder  lichen     Stromk-omponente    des Läuferstromes  des     Hauptmotors    ist durch die Phasenlage  der     Ströme    der Wicklungen     1.1    und 12 und  durch die     :Schaltung    der Wicklungen 8, 11  und     1.2    festgelegt. Wirkkomponente und       Blindkomponente    des     Läuferstromesi    setzen  sich also je     aus    einer konstanten und aus  einer der     Schlüpfung    des Hauptmotors pro  portionalen Komponente zusammen.  



  Bei einer bestimmten übersynchronen oder  untersynchronen     Schlüpfung    des Haupt  motors ist nun die     Summe    aus der konstanten  und aus der veränderlichen Komponente des.  Wirkstromes Null, der Hauptmotor läuft, bei      dieser     Schlüpfung    leer.

   Bei jeder     andern          Schlüpfung    ist der resultierende Wirkstrom  des Läufers und damit auch     die    Wirkleistung  des     Hauptmotors    der     Änderung    der     Schlüp-          fung    gegenüber dem     Leerlaufwert    propor  tional.     DieBlindkomponente    des     Läuferstrornes     kann dabei jeden Wert     haben,        beispielsweise          kann    sie unabhängig von der     Schlüpfung     und     konstant    sein.

   Durch Regelung der kon  stanten Komponente des     )Virkstromes    wird  die     Leerlaufsehlüpfung,    durch     Regelung     der ,der     Schlüpfung    proportionalen Kompo  nente die     Leerlaufschlüpfung    und die       Schlüpfungsänderung    bei Belastung ,gere  gelt.

   Ist die konstante     Komponente    .des  Wirkstromes Null, so ist die     Sehlüpfung    des       Hauptmotors    der Belastung     proportional.    Der  vom     Frequenzwandler        gespeiste    Erreger  strom der Erregermaschine dient in diesem  Falle nur der Einstellung der konstanten  Blindkomponente des Läuferstromes.. Soll  auch der     Blindstrom    der     Schlüpfung        propor-          tiona1    sein, fällt dabei der vom     Frequenz-          wandler    gespeiste     Erregerkreis    ganz weg.  



  Ist anderseits die der     Schlüpfung        pro-          portiona.IeWirkkomponente        desLäuferstrome    s  dauernd Null, so ist der resultierende Wirk  strom konstant unabhängig von der     Schlüp-          fung.    Es ist also auch die Wirkleistung des  Hauptmotors von der     Sehlüpfung    unabhängig  und konstant. Durch Regelung im Erreger  kreis     12=--1.4    kann     qie    zum Beispiel in Ab  hängigkeit von irgend einer     Betriebsgrösse     auf jeden Wert eingestellt werden, bleibt  aber dabei von der     Schlüpfung    unabhängig.

    Fehlt der Erregerkreis 11-13 vollständig,  so ist auch der Blindstrom des Läufers     un-          abhäugig    von der     Schlüpfung    und konstant.  



  Soll die     fremdstromerregte        Durchflutungs-          komponente    der Erregerwicklung 12 zwar  im übrigen Regelbereich konstant sein., bei       Schlüpfung    Null des Hauptmotors aber selbst  zu Null werden, dann kann in an sich be  kannter Weise in der albgebildeten Schaltung  vor die Wicklung 12 ein     zweispuliger    Trans  formator geschaltet werden, der bei Schlupf  frequenz Null den Stromdurchgang verhin  dert, oder es kann statt der gezeichneten    Schaltung die     Wicklung    12 über eine Dros  selspule an die Schleifringe des Hauptmotors  angeschlossen werden.

   Damit die Anordnung  stabil arbeitet, muss der Wickelsinn der Wick  lung 8 so gewählt werden, dass ein in der  Wicklung 8 fliessender Strom auf dem Weg  über die     Erregermaschine    in der Hinter  maschine eine gegen den Strom mehr als  90   und vorzugsweise 180   phasenverscho  bene Spannung     induziert.    Um die Stabilität  der Anordnung zu erhöhen, kann es auch vor  teilhaft sein,     die        Erregermaschine    noch zu  sätzlich von ihrem Ankerstrom derart zu er  regen,, dass im Anker eine dem Strom ent  gegen gerichtete     Spannung    induziert wird.  



  Je grösser bei der     grössten    verlangten       Schlüpfung    die resultierende erregende Durch  flutung der Erregermaschine ist, desto grö  sser ist auch der Betrag A J, um den sich  der Läuferstrom von dem durch die fremd  stromerregte     Durchflutung    vorgeschriebenen  Wert entfernt. Dieser     Fehlbetrag    kann da  durch bis, annähernd auf Null verkleinert  werden, dass die Erregermaschine noch mit  einer weiteren, in der Abbildung gestrichelt  eingetragenen Erregerwicklung 16     ausgerüstet          wird,    die über den konstanten Widerstand 17  an die Ankerklemmen der Erregermaschine  angeschlossen ist.

   Beträgt der Widerstand 17  das Mehrfache des Blindwiderstandes der  Wicklung 16, so ist sein Strom der Anker  spannung der     Erregermaschine    proportional.       Da    bei ungesättigter Maschine und konstan  ter Drehzahl die Ankerspannung der resul  tierenden     Durchflutung        proportional,    ist, ist  also die     Durchflutung    der Wicklung 16 bei  jedem Wert der Ankerspannung der resultie  renden     Durchflutung    der Erregermaschine       proportional,    bei entsprechender Bemessung  des Widerstandes und der Wicklung     ist    sie  ihr nach Grösse und Phasenlage .annähernd  gleich.

   Wenn nun die     Durchflutung    der       \'Wicklung    16 gleich der     verlangten    resultie  renden     Durchflutinig    .der Maschine ist, ist die  Summe der     Durchflutungen    der Wicklungen  8, 11 und 12 bei jedem Wert der Anker  spannung Null, der Fehlbetrag des Anker  stromes des Hauptmotors     also    Null. Der      Ankerstrom der Erregermaschine ist dabei  gleich der geometrischen Summe der Ströme  der Wicklungen 9 und 1<B>6</B>. Da nun die  Wirkungsweise der Anordnung unabhängig  vom Ankerstrom der Erregermaschine ist,  wird sie durch die     Überla.gerun-    der beiden  Ströme nicht beeinflusst.  



  Die     Ankerspa.nnung    und die     erregende          Durchflutung    der Erregermaschine können  dadurch verkleinert werden,     da.ss    in Reihe  zur     Erregerwicklung    der     Hintermaschine     eine weitere     Spannungsquelle    geschaltet. wird,  welche einen Teil der erforderlichen Erreger  spannung     liefert.    Diese Spannung kann die       Sehleifringspa.nnung    des Hauptmotors sein.

    Dabei ist es oft zweckmässig, sie durch einen       Transformator        konstanten    oder auch verän  derlichen Übersetzungsverhältnisses auf klei  neren     Wert    zu transformieren.  



  Die     Ankerspannung    der     Iiommutator-          hintermaschine    ist     angenähert    der     Schhüp-          fung,    ihre     Erregerspannung    also, dem Qua  drat der     Schlüpfung        proportional.    Das  Gleiche gilt für den     Induktionsfluss    der Er  regermaschine.

   Die von ihm durch     Pulsation     in den     kurzgeschlossenen    Spulen der Läufer  wicklung induzierte     Tran.sformatorspannung     ist also der     dritten    Potenz der     Schlüpfung          proportional.    Soll diese Transformator  spannung durch     Rütation    in einem Wende  feld aufgehoben werden, so muss dieses Feld  ebenfalls der     dritten        Potenz    der     Schlüpfung          proportional,    sein.

   Eine teilweise Aufhebung  der     Transform.atorspa.nnung    erfolgt auch  schon, wenn der das Feld erregende Strom  der     Schlüpfung        proportional    ist, wobei der  grösste nicht aufgehobene Restbetrag der       Transformatorspa.nnung    wesentlich kleiner  als der grösste auftretende Wert der T     rans-          formatorsp.annung    gehalten werden kann.  Wird nun eine     Erregerwicklung    der Wende  pole über eine Drosselspule, deren Blindwider  stand das Mehrfache des Blindwiderstandes    Beispiel vom Ankerstrom der Erreger  maschine,     erregt    werden.  



  Schliesslich können die Erregerwicklun  gen 8, 11, 12 und 16 auch auf einer     Hilfs-          erregermaschine    angeordnet werden, deren       Ankerkreis    in an sich bekannter Weise die       Haupterregermaschine    erregt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: haskadenschaltung von Asynchronxno-tor und hommutatorhinterma.schine, deren Er regerenergie ausschliesslich oder teilweise durch eine Erregermaschine geliefert wird, welche durch eine vom Ankerstrom des Hauptmotors durchflossene und, durch 'wei tere fremderregte Erregerwicklungen erregt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass' durch die Wahl der Windungszahl der erstgenannten Erregerwicklung ihre Durchflutung beim Nennwert des Ankerstromes ein Mehrfaches der grössten Durchflutung ist, die betriebs mässig zur Erregung des Feldes der Erreger maschine erforderlich ist.
    UNTERe1NSPRüCHE I.. Iia.skadenschaltung nach Patentan.sprucli. dadurch gekennzeichnet, dass die Durch flutung der weiteren fremderregten Er regerwicklungen eine der Schlupfspan- nung des Hauptmotors: proportionale Ii\om - ponente enthält.
    ?. Iiaskadenscha.ltung nach. Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Durch flutung der weiteren fremderregten Er regerwicklungen eine von der Schlüpfuno des Hauptmotors unabhängige, konstante Komponente enthält. a. Kaskadensehaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erreger maschine zusätzlich mit einem ihrer An kerspannung proportionalen Strom erregt wird.
    .4. haskadenschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wende-
CH138988D 1928-03-05 1929-03-01 Kaskadenschaltung von Asynchronmotor und Kommutatorhintermaschine. CH138988A (de)

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