CH139032A - Elektromagnetische Vorrichtung mit Drehanker, vorzugsweise für Schauzeichen. - Google Patents

Elektromagnetische Vorrichtung mit Drehanker, vorzugsweise für Schauzeichen.

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CH139032A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Elektromagnetische Vorrichtung mit Drehanker, vorzugsweise für Schauzeichen.    Für Schauzeichen oder     polarisierte    Re  lais ist es bekannt, einen. vormagnetisier  ten Anker und zwei feststehende Pole zu       verwenden,    wobei zur Erzielung einer Stel  lungsänderung der Anker umgepolt und der  jenige     Magnetpol    erregt wird, dem der An  ker genähert werden soll. Dabei wird zur Be  tätigung des     Ankers,    die Zugkraft ausge  nutzt, welche von dem erregten Magnetpol auf  den     polarisierten    Anker ausgeübt wird. Die  ser Zugkraft wirkt aber eine Kraft entgegen.

    welche dadurch entsteht, dass das im Anker       erzeugte    Feld sich über .denjenigen Magnet  pol schliesst, welchem der Anker zur Zeit ge  genüber steht. Um eine sichere Einstellung  zu erreichen,, ist: es notwendig, die Anker  erregung sehr schwach zu wählen, so dass  die Vorteile der Polarisierung des     Ankers     zum grossen Teil verloren gehen. An der  Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung  ist dieser Nachteil behoben.  



  Die Erfindung hat eine vorzugsweise für  Schauzeichen geeignete     elektromagnetisehe       Vorrichtung zum     Gegenstand,    bei welcher       nicht    nur die anziehende Kraft.     ungl.eich-          armiger    Pole, sondern auch insbesondere zur  Einleitung der Ankerbewegung die absto  ssende     Kraft    gleichnamiger Pole ausgenutzt  werden kann.

   Bei einer     Anordnung,    die we  nigstens drei Magnetpole und einen auf einem  der Magnetpole angeordneten Anker aufweist,  wird dies dadurch erreicht, dass von den üb  rigen Magnetpolen stets mindestens einer       ,gleichnamig    und mindestens einer ungleich  namig wie der Drehanker polarisiert     ist.     Bei jeder Umsteuerung der     Vorrichtung          wird    zu diesem Zwecke der Pol, von wel  chem der Anker bis zum Augenblick der  Umsteuerung angezogen worden war, in dem  Augenblick gleichnamig mit dem Anker  magnetisiert, in welchem der freiliegende       Magnetpol    des feststehenden     Systemes    un  gleichnamig mit dem Anker magnetisiert  wird.

   Dadurch erreicht man, dass die Ver  stellung des Ankers zugleich durch die ab  stössenden     Kräfte    der einen und die anzie-           henden    Kräfte der andern der fest angeord  neten Magnetpole     bewixkt    wird.  



       Die        Zeichnung    zeigt     Ausführungsbei-          spiele    des     Erfindungsgegenstandes..     



  In einem ersten Ausführungsbeispiel  nach den     Fig.    1 und 2 ist ein     Eisenkörper     1 mit drei Polansätzen 2, 3, 4 versehen. Diese  stehen in den Ecken eines     gleichschenkligen     Dreieckes. Auf dem Pol 3 ist ein Anker  5 aus Weicheisen mit gutem     magnetischen          S:chluss    drehbar     augebraeht.    Das freie Ende  des     Ankers.    5 kann in seiner Stellung von  dem Pol 4 zum Pol 2 wechseln und umge  kehrt. Die Polansätze 2, 3 und- 4 tragen je  eine     Erregerwicklung    6, 7. B.

   Wie aus der       Fig.    2, welche zugleich das     Verbindungs-          und        Wiekfungsschema.    für die Erregerwick  lungen angibt, zu erkennen ist, werden durch  einen Schalter 11, je nachdem, ob durch die  sen ein Kontakt 12 oder 13     gesehlossen    wird,       entweder    die Spulen 7 und 8 der     Polansätze     3 und 4 oder die Spulen 6 und 7 der Pol  ansätze 2 und 3     erregt.    Durch den Wick  lungssinn ist dafür gesorgt, dass stets die  beiden Pole, deren Wicklungen stromdurch  flossen sind,

   in ihren freien Enden     gleich-          namigen        Magnetismus    aufweisen. Es wird  also zum Beispiel, wenn der     Kontakt    12       durch    den Schalter 11 geschlossen wird, aus  einer     Batterie    10 ein     Erregerstrom    die Er  regerwieklung 8 des     Magnetpols    4 und die  Erregerwicklung 7 des     Magnetpols    3 so  durchfliessen, dass sieh die Pole 3; und 4  beispielsweise als Nordpole     ausbilden,    wäh  rend der nicht erregte Pol 2 dann zum Süd  pol des     Systemes    wird.  



  Die Wirkungsweise der     Vorrichtung    ist  folgende:  Der Anker 5 liegt entweder auf den  Polen 3 und 4 oder 3 und     \?.    Werden die  Erregerspulen derjenigen Pole, über denen der  Anker liegt, von einem Strom durchflossen,  so wird der Anker von dem Pol, dessen Er  regerwicklung stromlos ist, angezogen und       gleichzeitig    von dem Pol, dessen Wicklung  stromdurchflossen ist und auf dem sich der  Anker befindet, kräftig abgestossen. Es wird  demnach der Anker 5 mit grosser Kraft in    seine neue Stellung     umgelegt.    Eine     Rückhol-          feder    9 sucht ausserdem den Anker 5 auf  die     Mitte    zwischen den Polen 2 und 4 ein  zustellen.

   Weil die magnetischen Kräfte  aber stärker als die Feder     sind,    so, kann der  Anker nur dann in der     Mittelstellung    ste  hen, wenn keine der     Erregerspulen    vom       Strom    durchflossen ist. Man     kann    diese  Vorrichtung zur Überwachung eines Strom  kreises benutzen, wenn man sie so verwen  det, dass stets eine der Spulen 6 oder 8 er  regt sein muss.  



  Aber nicht allein mit der in der     Fig.    2  gezeigten Anordnung der Wicklung     kann     man den Gedanken der Erfindung verwirk  lichen. Zum Beispiel     könnte    eine Spule die  Polansätze 3 und 4 gemeinsam umfassen und  eine zweite Spule die     Polansätze    3 und 2.

         Wenn    dann     eine    der beiden Spulen erregt  wird, werden     die    von dieser Spule umfassten  Pole gleichnamig     erregt,    während der ein  zige ausserhalb dieser Spule liegende Pol die       entgegengesetzte    Polarität erhält.     Stets    wird  dann der Anker     derart    liegen, dass er von  dem innerhalb beider Spulen liegenden Pol  3 bis zu dem Pol, dessen     Erregerwicklung          stromlos        ist,    den magnetischen     Sehluss    bil  det.

       Ilässt    man dagegen,     wie    es bekannt ist.  den Pol 3, welcher den     AJaker    trägt, voll  kommen     unbewickelt,    und wickelt lediglich  eine Spule um den. Pol 2 und eine     zweite     Spule um den Pol 4 und schaltet die Spulen  wiederum so,,     @dass        stets-    nur die eine von  ihnen erregt sein kann.

       so@        wird    der Anker  5 in dieser Anordnung stets die Strecke vom  Pol 3 bis zu dem Pol überbrücken, dessen       Erregerspule    Strom     führt,    weil der auf dem  Pol 3     aufliegende    Anker in diesem Falle  stets gleich dem Pol, dessen Erregerspule       unerregt    ist,     polarisiert    ist .  



  Die Ausführung des     Eisenkörpers    braucht  nicht notwendigerweise nur drei Polansätze  zu haben. Es kann auch zum Beispiel, wie  die Anordnung nach den     Fig.    3 und 4 ge  zeigt, ein     Magnetsystem    mit fünf Polan  sätzen benutzt werden. Vier Polansätze 21,  22, 23 und 24 sind auf einer gemeinsamen           Grrundplatte    210 so angebracht, dass sie in  den Ecken eines Vierecks stehen. in der       Mitte        befindet    sich ein den Anker 26 tra  gender Pol 25. Dieser ist mit besonders brei  tem Polschuh versehen, um einen guten mag  netischen Schluss mit dem Anker zu gewähr  leisten. Der Anker 26 ist bei dieser symme  trischen Anordnung in seiner Mitte unter  stützt.

   Seine freien Enden unterliegen den  anziehenden und abstossenden     Kräften,    wel  che die Pole     21,,    22     bezw.   <B>28,</B> 24 paarweise       hervorbringen.    Es werden wiederum nur  zwei Erregerspulen 29 und 30     verwendet,     von denen die Spule 29 ausser den beiden  aussenstehenden     Polansätzen    23 und 24 auch  den den Anker tragenden mittleren Pol  ansatz 2'5     umschliesst    und entsprechend die  Spule 30 die Polansätze 2'1 und 22 und eben  falls den mittleren Polansatz 25.

   Für das  aus     Fig.    4 gezeigte Anwendungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes ist angenommen,  dass die Vorrichtung die Stellung     eines        Öl-          schalters        S    anzeigen soll; daher wird die       Erregung    der Spulen 29 und 30 durch einen  Hilfsschalter s des Ölschalters S gesteuert.  In der gezeichneten     Offenstellung    des     Öl-          schalters        S    schliesst der Hilfsschalter s den  Kontakt 32.

   Dadurch schliesst er einen       Stromkreis,    der von der     Batterie        33    über den  Kontakt 32 durch die Erregerwicklung 30  zurück zur     Batterie    33 fliesst. Die von der  Wicklung 30 umschlungenen Pole     2l,    22  und 25 sind dadurch gleichnamig magne  tisch, wie in     Fig.    5 und 5a dargestellt ist,  und der Anker 26 wird von den Polen 21  und 22 abgestossen und von den Polen 23  und 24 angezogen. Der Anker 26 ist mag  netisiert durch     .d'en    Pol 25, der ihn trägt, und  daher auch gleichnamig mit den Polen 21  und 22. Von diesen wird er also abgestossen.

    Die noch übrig bleibenden Pole 23 und 24  werden dagegen entgegengesetzt     magnetisiert     und ziehen die Enden des Ankers an. In der  geschlossenen Stellung des Ölschalters     S     schliesst der Hilfsschalter s den     Kontakt    31  und     schliesst    dadurch den     Seromkreis    für  die Erregerspule 29. Jetzt werden die Pole  23, 24 und 25     und.    der Anker 26 überein-    stimmend magnetisiert, während jetzt die  Pole 21 und 22 die entgegengesetzte     Polgri-          tät    annehmen. Der Anker 26 wird in die  Richtung der Magnete 21 und 22 umlegt.

    Es ist unwesentlich, ob das Feld des mittleren       Poles    bei einer Umschaltung die gleiche  Richtung behält oder die Richtung wechselt.  Der Anker 26 steht ausserdem unter der Ein  wirkung einer Zugfeder 34, welche an einen  Zapfen 28 des Ankers angreift. Dadurch  wird, wenn beide Erregerspulen     stromlos     sind, der Anker 26 in die in der     Fig.    4  gezeichnete Mittellage gezogen.

   Weil der  Anker bei Erregung der Spule 30 anzeigt,  dass der     Ölschalter    ausgeschaltet ist und bei  Erregung der Spule 29,     da.ss    der     Ölschalter     eingelegt ist,     so    wird dadurch,     dass    der An  ker in der     Mittelsteallung    steht, angezeigt,  dass keine von den Spulen Strom führt, das  heisst dass der     Hilfsschalter    s oder die Über  tragungsleitung, sofern es sich um eine Fern  anzeigevorrichtung handelt, fehlerhaft sind.

    Bei der Verwendung als Anzeigegerät wird  die Drehachse des Ankers 26 verlängert und  trägt etwa vor einer das Gerät schützenden  Schirmwand 35 den Zeiger 27, an dessen Stel  lung das Bedienungspersonal die Stellung des       Ölschalters        S    erkennt. An Stelle des Zeigers  lässt sich natürlich auch eine andere Markie  rungsvorrichtung verwenden, die etwa die  Stellung des Schalters     S    in einer Netznach  bildung anschaulich wiedergibt, zum Beispiel  können auch über     geeignet        angeordnete    Kon  takte verschiedene Licht- oder     Lärmsignale     in     Tätigkeit    gesetzt werden.  



  Auch das     fünfschenklige    Magnetsystem  kann mit Erregung     durch    eine gesonderte  Erregerwicklung für jeden einzelnen      & hen-          kel    arbeiten, wobei es zwar nicht     notwendig,     wohl aber zweckmässig ist, dass der     mittlere          Sichenkel    '2i5     b    jedem     EWregungsfa,Ilaa,    sei  es, dass die :Spulen der Magnete 24 und 23  oder der Magnete 21 und\ 22 erregt werden.  ebenfalls vom Strom durchflossen wird.

   Bei  einer Zuteilung der     Erregerwicklung    nur auf  die     vier    aussenstehenden     Polansätze    nimmt der       Magnetpol.    25     selbsttätig    den Magnetismus  der beiden     unerregten    Aussenpole an.           Statt    Gleichstrom- ist bei allen Ausfüh  rungsformen auch     Wechselstromerregung     möglich.  



  Der gleiche Erfindungsgedanke lässt sich  auch verwerten, um eine Vorrichtung zu  schaffen, bei welcher ein Drehanker durch  Umschaltung     seiner    Erregerspulen eine Dre  hung von nahezu 180   vollführt. Eine der  artige     Anordnung    ist in     Fig.    6 dargestellt.  Es ist mit 60 die     Grundplatte    für den fest  stehenden Teil     des    Magnetsystems bezeichnet,  und die     Magnetpole    sind mit 61, 62, 63 und  64 bezeichnet.

   Der Anker 65 ist     wie    im Bei  spiel nach den     F'ig.    3 und 4     alls    zweiarmiger  Anker     ausgebildet,    jedoch schliessen seine  Arme in diesem Ausführungsbeispiel einen  Winkel von<B>90'</B> ein. Die Magnetpole 61 und  62 liegen auf einem Kreis um die Drehachse  des     Ankers    65, aber der Bogenwinkel     zwi          sehen    ihnen ist kleiner als<B>90'.</B> Der Pol 64  ist lang gestreckt. Er bedeckt ungefähr einen       Bogen"    welcher der Öffnung der Arme des       Drehankers    entspricht.

   An seinem einen Ende  bei 66 ist er abgeschrägt und seine Ent  fernung von der Drehachse des Ankers  nimmt bis zum Anschlag 67 ständig ab. Die       alagnetisierungswicklungen    sind     schematisch     durch eine Windung jeweils angedeutet. Die  eine Wicklung umschliesst dabei die Pole 61,  62 und 6.3. Die zweite Wicklung umschliesst  die Pole 63 und 64. Durch den Handgriff  6,8     wird    in der gezeichneten Stellung am       Kontakt    69 die zuletzt genannte Wicklung  geschlossen. Der Strom für die Erregerwick  lungen wird geliefert von der Wechselstrom  quelle 70.

   Die Pole 6:3 und 64 erhalten durch  die gemeinsame Erregerwicklung gleiche Po  larität. während die     Poile    61 und 62, welch  ausserhalb dieser Erregerwicklung liegen,  entgegengesetzte Polarität aufweisen. Der  Anker 65 nimmt die     Polarität    des Pols 63  an und wird also in der gezeichneten Stel  lung von den Polen 61 und 62 festgehalten.  Wird der     Hebel    68 umgelegt, so     d@ass    er den  Kontakt 71 schliesst, so verschwindet der  Erregerstrom in der den Polen 63 und 64       gemeinsamen    Wicklung; statt dessen entsteht  ein Erregerstrom in der     Wicklung    um die    Pole 61, 62 und 63.

   Die Polarität des An  kers 65 wird in diesem Augenblick gleich  namig der Polarität der Pole 61 und 62. Es  wird von dem Pol 62 und nach einer     kleinen     Bewegung auch von dem Pool 61 auf den       Anker    65 eine abstossende Kraft ausgeübt,  welche veranlasst,     da.ss    der Anker im Sinne  des Uhrzeigers sich bewegt.

   Nach ungefähr  einer     Viertelsdrehung    befindet sich der vor  derste der Arme des Drehankers ungefähr  über der Kante 66 des Pols     6'4    und     wird    von  diesem angezogen, während der nacheilende  Arm die abstossende Kraft des Pols 62 er  fährt.     Infolge        der    Massenträgheit des     Ankers     und weil die anziehende Kraft des Pols 64  auf dem einen Arm fast die gleiche Grösse  wie die abstossende Kraft des Pols 62 auf  dem zweiten Arm hat, wird sich der nach  eilende     Arm    des Ankers an dem Pol 62 vor  beibewegen und von da.

   an wird der vor  eilende Arm des Ankers infolge der Schräg  stellung des festen Pols 64 in der gleichen  Drehrichtung weiter gezogen und der nach  eilende Arm durch die abstossende Kraft des  Pols 62 in der gleichen Drehrichtung absto  ssen. Der Drehanker kommt zur Ruhe, wenn  sein voreilender Arm den Anschlag 67 er  reicht. Die     Längena,usdelinung    des     P.oils    64       ist    so     gewählt,    dass der nacheilende Arm des  Drehankers vor der Kante 66 des festen Pols  steht.

   Wird dann der Hebel 68 wiederum  in die gezeichnete Lage zurückgelegt und der  Kontakt 69 dadurch geschlossen, so wird der  Drehanker von dem Pol 64 abgestossen und  infolge der schrägen Lage der Kante 66 und  der Schrägstellung des Pols 64 im ganzen  bewegt sich der Drehanker dann in die: ge  zeichnete     Stellung    zurück.  



  Die     Fig.    6     gezeigte    Anordnung lässt sich  noch dahingehend abändern,     d'ass    auch die  Pole 61 und 62 zu einem Pol vereinigt wer  den. Bei einer derartigen Anordnung sind  dann also diejenigen     benachbarten    Pole des  feststehenden Teils des     Magnetsystemes;

      wel  che nur im gleichen     Sinne    erregt werden  können, zu einem gemeinsamen Pol     zusam-          mengefasst.    Für einen einarmigen Drehanker       würde    ferner ebenfalls eine     Ankerbewegung         von<B>180'</B> erreicht, wenn     beispielsweise    allein  der rechte Arm des Ankers 65 vorhanden  wäre und die Pole 62, 63 und 64. Durch  einen Anschlag ist dabei     dafür    zu sorgen,  dass sich der Anker nicht über die gezeichnete  Stellung hinaus nach links     bewegen    kann.

    Oder es kann zum Beispiel     durch    eine Feder  auf .den Anker eine Kraft ausgeübt werden,  welche stets in der Richtung wirkt, in wel  cher sich der Anker bei der     nächsten    Um  steuerung bewegen muss.  



  Die     Erfahrung    hat gezeigt, dass es bei  den bisher beschriebenen Anordnungen für  eine besonders günstige     Kraftwirkung    bei ge  ringstem Energieaufwand zweckmässig ist,  die Erregerspulen nicht in     unmittelbarer    Nähe  der     Grundplatte    oder des als Kreuz oder  Stern     ausgebildeten        Joches    anzubringen, son  dern     zweckmässig    in solchem Abstand vom  Joch, dass die Polansätze     ungefähr    auf ihrer  halben Länge     unbewickelt    bleiben. In den       Fig.    1 bis 5 ist dies bereits dargestellt.

   Die  Erregerspulen sitzen nach Möglichkeit in der       Mitte    zwischen dem Joch und den Polköp  fen.  



  Der     Gegenstand    der vorliegenden Erfin  dung ist sowohl für Schauzeichen oder Stel  lungszeiger     anwendbar,    als auch     um    als  Relais mit grossem Schaltweg Stromkreise,  sei es durch     Schleifkontakte,    sei es durch  kippbare     Quecksilberschalter,    zu schalten.  Man kann auch abweichend. von den gezeich  neten Ausführungsbeispielen den     fünfpoligen     Eisenkörper zum Beispiel dadurch erhalten,  dass zwei gekreuzte Eisenstäbe an ihren En  den und an ihrer Berührungsstelle mit Pol  ansätzen     ausgerüstet    werden.

   Es ist dann  auch eine     Verteilung    der Wicklungen     Luf     die das Kreuz bildenden Stäbe möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektromagnetische Vorrichtung für Gleich- und: Wechselstrom, vorzugsweise für Schauzeichen, ausgerüstet mit einem Magnet system mit wenigstens drei Magnetpolen und einem Drehanker, der auf einem der Magnet pole angeordnet ist und die magnetisehe Po- larität dieses Pols annimmt; dadurch. gekenn zeichnet, dass von den übrigen Magnetpolen stets mindestens einer gleichnamig und min destens einer ungleichnamig wie der Dreh anker polarisiert ist.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der den Anker tragende Pol eine Wicklung besitzt, wel che stets von dem die Wicklung eines der andern Pole durchfliessenden Strom erregt wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gleichnamig zu erregenden Pole im Innenfeld einer gemeinsamen Erregerwicklung angeordnet sind.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch für eine Ankerdrehung von rund<B>180,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Pole des feststehenden Teils .des Magnetsystemes ,derart unsymmetrisch angeordnet sind, dass bei Umschailtung der Erregerspulen auf den Anker ein Drehmoment wirksam wird, das je nach der Stellung des: Ankers im einen oder andern Drehsinne gerichtet ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch uns Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet. dass diejenigen beaaehbarten Pole des fest stehenden Teils des Magnetsystems, wel che nur in gleichem Sinne erregt werden können, zu einem gemeinsamen Pol zusam- mengefasst sind. 5.
    Vorrichtung nasch Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass einem zweiarmigen Anker in der einen Endlage zwei Pole gegenüberstehen, die in bezug auf die Drehachse des Ankers mit kleinerem Winkelabstand angeordnet sind, als die Winkelöffnung der beiden Ankerarme beträgt, und dass in der an dern Endlage .dem Anker ein langgestreck- ter Pol gegenübersteht, dessen Entfernung von der Drehachse des Ankers von dem einen Ende zum andern abnimmt.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dia- durch gekennzeichnet, dass die Erregerwick- lungen auf den Polansätzen in solchem Abstand vom Joch angeordnet sind, dass die Polansätze ungefähr auf ihrer halben Länge unbewiakelt bleiben.
CH139032D 1928-01-18 1929-01-14 Elektromagnetische Vorrichtung mit Drehanker, vorzugsweise für Schauzeichen. CH139032A (de)

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