CH139108A - Kunstdünger- und Kalkstreumaschine. - Google Patents

Kunstdünger- und Kalkstreumaschine.

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CH139108A
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Rosen Hans
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Rosen Hans
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     Kunstdünger-und Ralkstreumasehine.   



   Es ist in Fachkreisen bekannt, dass die   Kunstdüngeratreuer,    bei   d, énen das Streu-    gut mittelst eines oder zweier Streuorgane aus einem feststehenden Kasten herausgefordert wird, die Praxis entweder gar nicht oder nur in unzureichender Weise befriedigen.



  Gleichwohl ist bisher   so gut wie a. usschliess-    lich diese Art Düngerstreuer in Verwendung, zumal im Dienste rationeller Bestreuung grösserer   Kulturflächen.   



   Der vorliegenden Erfindung liegt der Ge  danke zugrunde,    jene Ha. ndstreuung ins Ma  schinelle    umzusetzen, die die Gärtner beim Bestreuen von   Gartenbeeten    oder andern   kleinen Kulturfläehen auszuführen    pflegen.



  Diese   Handstreuung unterscheidet    sich bekanntlich von der   Ha. ndstreuung,    die auf Feldern üblich ist, dadurch, dass nicht mit   gros'en      Schleuderbewegungen des    Armes gea. rbeitet wird, sondern indem man den Arm etwa halbausgesteckt vorhält und mittelst ganz kurzer Wurfbewegungen das Streugut aus der etwas geöffneten Hand herauswirft.



   Zur Erreichung dieses Ziels wurde von der Anwendung eines in ganz kurze Wurfbewegungen versetzten   Vorratskastens    aus  gegamgen.   



   Bei   bekannten Streuern    mit Wurfbewegung des   Vorratskastens    wird dieser angehoben und dann mit grossem Hintergewicht fallen gelassen. Dabei ist für die Stärke des   Kastenanschlages    im wesentlichen das Gewicht des   Kastem samt    Inhalt bestimmend, während eine nicht regulierbare Feder nur den Zweck hat, den Anschlag zu verstärken und ihm die erforderliche Gleichmässigkeit zu sichern, beziehungsweise zu verhindern,   da.    der Kasten ins Schleudern kommt.



   Beim vorliegenden Erfindungsgegenstand werden hingegen mit Schubrädern   zusammen-    wirkende   Anschlä. ge eines    kippbaren Vorrats-und Streukastens durch eine im we  sentlichen    vom wechselnden   Kastengewicht    unabhängige Kraft gegen die Schubräder ge  driickt.    Die Kraft kann hierbei regelbar sein, zum Beispiel eine in ihrer Spannung ver änderliche Feder.

   Bei Verwendung einer re gulierba. ren Kra. ft ist es möglich, beim Streuen stark fliessnder, trockener Düngemittel, wie   Knochenmehl, Idealphosphat, gedorrtem    Ammoniak usw., mit einem leichten Anschlag zu arbeiten, beim Streuen des trockenen, aber träge gleitenden   Thomasmehls,    sowie aller   feuchten Düngemittel indessien    einen entsprechend stärkeren Anschlag anzuwenden. in der Zeichnung ist der Erfindungs  gegensta, nd    in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.

   Fig. 1 zeigt die Rückansicht der Maschine, Fig. 2 einen Schnitt   nach A-B    der Fig.   1    ; Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das rechtsseitige Ende der Machine ; Fig. 4 stellt einen Schnitt nach   C-D    der Fig.   1    in   gröBerem Ma. Bstab dar.   



   Die beiden   grossen Fahrräder l    sitzen mittelst   Freilaufnaben    einfacher Bauart, die ein Vorlaufen des einen Rades beim Wenden ermöglichen, auf der durchgehenden Welle   a,    auf der auch die beiden   Hänge-      stangen e schwingbar    sind, die am untern Ende durch eine   ia. Ijs Schwergewicht    wirkende. Stange f verbunden sind und so ein   lGehänge bilden, in    dem mittelst der Zapfen g und Pfannen h der   Vorratskasten      K    für das Streugut ungefähr in seinem   Schwer-    punkt gelagert ist. Das Gehänge bewirkt, dass der Kasten unabhängig von der jeweiligen Bodenneigung seine Stellung beibehält.



  Auf der Welle cc sitzen ferner die beiden Schubräder S, die in den Kasten E hineinra. gen und sich innerhalb desselben frei drehen.



   Auf dem obern Ra. nd (Fig. 3) des Kastens sind verschiebbare und durch Laschen la oder dergleichen feststellbare   Anschlagklötze    j aus Pockholz oder dergleichen angeordnet, die mit den   Stufenzähnen    der   Schubräder S    zusammenwirken. Eine Feder F, deren Spannung mittelst der Schraube   m    und Mutter   ti    geregelt werden kann und die einerseits an der Welle   er,    anderseits am Kasten K angreift, drängt die   Klötze    j gegen das Schubrad, wobei sie   den'asten dementsprechend    zurückkippt, wodurch dieser beim Fahren in rasch aufeinanderfolgende kurze schwingende Kippbewegungen gerät.



   Da der Vorrats-und   Streukasten,    wie bereit erwähnt, annähernd in seinem Schwerpunkt gelagert ist, so ist   das Tragheits-    moment hinsichtlich des Kastens selbst, sowie auch hinsichtlich seines Inhaltes auf ein   Mindestma.    B beschränkt, so daB die kippende Auswurfbewegung mit einer verhältnismäBig kleinen Federkraft, beziehungsweise einem dementsprechend geringeren Zahnrüekendruck der Schubräder erzielt werden kann. Durch Verstellung der Klötez j, beziehungsweise durch Regelung der Federspannung kann die Wirkung der Kippbewegungen der Beschaffenheit des Streugutes, beziehungsweise der jeweils erforderlichen Streumenge angepasst werden.

   Durch Zwischenwände o sind an beiden   Kastenenden Räume für das    Freihalten der   Schubräder    vom Streugut gebildet.



   Damit das Gehänge samt dem Vorratskasten, insbesondere beim Anfahren oder bei Stossen, nicht in Schwingungen gerät, kann eine an sich beliebige Bremseinrichtung   vor-    gesehen sein, die diese Schwingungen dämpft, die jedoch   anderseits gestattet, da. ss der    Schwerpunkt des ganzen Systems jeweils lotrecht unter der Welle   a liegt.    Eine sehr r einfache Dämpfungseinrichtung besteht darin, da. ss auf der Welle a   Achsbüchsen    r von entsprechend grossem Durchmesser angeordnet sind, auf denen erst die Eängestangen e mit ihren Lagerungen sitzen. Durch den entsprechend grossen Durchmesser der Achsbüchsen wird ein genügend   schwingungs-    dämpfendes Reibungsmoment erzeugt, so dass ss anderweitige Bremseinrichtungen iiberfliissig werden.



   Infolge der kreisförmigen Wurfbewegung in Verbindung mit einer entsprechenden Formgebung des Kastens tritt ein   Zusammen-    backen des Streugutes nicht ein,   weiEl dieFasern    der   senkrechten Drucksäulen ständig    in der   Kreisrichtung    abgeschert werden und dadurch das Streugut stets in   auflockernder    Bewegung bleibt.



   An der Rückwand des Kastens ist dicht über dem Boden die   spaltförmige Streu-      offnung    angeordnet. Sie besteht aus zwei hintereinander liegenden Schlitzen mit da zwischenliegender Luftkammer L. An der Innenseite der Eastenrückwand ist eine unten abgeschrägte   Ileiste v so angebracht, dal3    sie nach   abwarts    über den Spaltausschnitt der Rückwand vorragt und vom   m Kastenbaden    noch genügend weit   a. bsteht,    um Streugut ;

     jeder Art leicht durchzulassen.    An der Aussenseite der Rückwand befindet sich der Schieber   x,    der mittelst einer an sich beliebigen Einrichtung, zum Beispiel durch eine Stange, die durch einen Hebel verstellbar ist und mittelst Schrägschlitzen am Schieber be  festigte Zapfen verstellt,    tiefer und hoher gestellt werden kann und so die Hohe des
Streuschlitzes zu regeln gestattet.



   Zwischen der Leiste v und dem   Schie-    ber x wird eine   Duftkammer    gebildet, in der das Streugut nur bis zur Höhe der in nern Schlitzöffnung steigt, so dass es in dünner Schicht und ohne Druck vor dem  äussern Streuschlitz lagert und diesen infolge der Auflockerung nicht verlegt, auch wenn derselbe auf eine kleine Öffnung gestellt ist.



   Unterhalb des Schiebers x und auf der
Leiste v sind Mulden M,   Mi im Eastenboden    ausgebildet. Die aufsteigende Flanke einer derartigen Mulde bewirkt,   da.    das Streugut nur in verhältnismässig dünnerer Schicht über diese hinaufgleitet, die etwa einer   Spalthöhe    entspricht, als wenn die Mulde nicht vor    ha. nden wäre.    Es kann also vom Mulden grund an n gemessen die   Spalthöhe    bedeutend    gober    gehalten werden, so da. B im Streugut vorhandene   Elümpohen    unter den Kanten von v bezw.   x    durchgehen können. Wie die
Erfahrung gezeigt hat, erübrigt sich eine mechanische Vorrichtung zum Freihalten der
Spalte, da ein Verlegen derselben nicht eintritt.

   Klümpehen werden vielmehr vom feineren Material erfasst und durch dieses aus den Mulden hinausbefördert.



     Die Streuwürfe erfolgen,    in der Fahrt richtung gemessen, beispielsweise in Abstän den von 14   cm.    Um das Streugut innerhalb dieser Abstände gleichmässig zu verteilen, ist eine Verteilungsvorrichtung U vorgesehen, die mit dem Vorratskasten verbunden ist, so dass sie die   Wurfbewegung    mitmacht. Die Einrichtung besteht in der besondern   Aus-    führung in nach Art eines Schrägrotes parallel zum Auswurfspalt angeordneten Leisten U, die gegeneinander entsprechend abgestuft angeordnet und so geformt sind, dass die zwischen denselben gebildeten Spalten in   der Durchfallrichtung    des Streugutes sich erweitern.

   Da. durch, daB ein Teil des Streugutes über die Schrägflächen abgleitet, der andere Teil durch die Spalten durchfällt, erfolgt eine vollkommen gleichmäBige Bestreuung der Bodenfläche.



   Die Streumenge und die Art des   A-Lis-       werfens des Streugutes hä. ngt wesentlich von    clen   Gleitverhältnissen    zwischen Düngemittel    undEastenbodenab.EinMetallbelagschei-    det von vornherein aus, da er infolge   chemi-    scher Angriffe durch die einzelnen Düngemittel bald zerstört wird. Glas, glasierte Fliesen oder dergleichen ergeben aber auch sehr unregelmässige Wirkungen, da sie dazu neigen, sich bei Temperaturveränderungen mit Feuchtigkeit zu beschla. gen und dadurch ein   Festhaften    des Düngemittels, verursachen.



  Es   wurde daher das Augenmerk darauf ge-    richtet, ein Material zu finden, das diese Er  scheinung nicht    zeigt, und als Grundbedingung eine geringe Saugfähigkeit der Oberfläche einer solchen   Verkleidungsschicht    ge  funden.    Diese Bedingung erfüllen Ausklei  dungen    mit   zementartigen Stoffen, insbeson-    dere Asbestzement,   bezw.    das Material, das unter dem   Namen@ ,,Eternit " im Handel all-    gemein bekannt ist. Der   Vorratskasten    ist demnach zweckmässig mit einer derartigen   tuskleidung h versehen, zumindest    ist jedoch der Boden mit einer solchen Schicht belegt.

   Eternit lässt sich mittelst   Schiffs-    leim fest mit dem   Holzkasten    verbinden und wird im Laufe der Zeit durch Scheuern immer glätter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Kunstdünger- und Kalkstreumaschine, mit in ganz kurze Wurfbewegungen versetztem Vorrats-und Streukasten, dadurch ge- kenn% eichnet, daB'mit Schubrädern zusammenwirkende Anschläge eines kippbaren Vorrats- und Streukastens durch eine im we sentlichen vom wechselnden Kasbengewicht unabhängige Kraft gegen die Schubräder ge driiekt werden.
    UNTER ANSPRÜCHE: 1. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kra. ft, die die An schläge gegen die Schubräder drückt, durch eine in der Spannung regelbare Feder ausgeübt wird.
    2. Kunstdünger-un, d Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kipp punkt des Vorrats-und Streukastens un terhalb der Schubräderwelle angeordnet ist.
    3. Kunstdünger-undKalkstreumaschine nach Patenta. nspruch und Unteransprii- chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorrats-und Streukasten von einem Gehänge getragen wird, zum Zwecke,dassderKasten bei jeder Bo denneigung seine Stellung bewahrt.
    4. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB das Gehänge schwingbar r um die Welle bezw. Achse der Schubräder an geordnet ist.
    5. Kunstdünger-und Kalkstreumasehine nach Patentanspruch und Unteransprü chen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Schubräder, als auch das den Vorratskasten tragende Gehänge auf der durchgehenden Fahrradachse ange- ordnet sind.
    6. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Schwingungen des Gehänges und damit des Kastens dämpfende, jedoch deren Einstellung unter Schwerkraft nicht hemmende Bremsmittel.
    7. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet daB das Bremsmittel in Iwagerbüchsen von so grossem Durchmesser für die Lagerung des Gehänges besteht, dass deren Reibungs- moment die erforderliche Schwingungs- dämplung bewirkt.
    8. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, da. im Vorrats-und Streukasten durch eine vor der eigentlichen Auslauföffnung liegende zweite Schlitzoffnung eine zwi schen diesen Öffungen liegende, über deren Oberkante hina. ufreichende Ka. m mer gebildet wird, zum Zwecke, den Druck der groBen Masse im Kasten von der Auslauföffnung abzuhalten und in der Kammer eine niedere, nicht unter Druck stehende, lose Schicht von Streu gut zu erzielen.
    9. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch undi Dnteransprü- chen 1 bis 8, dadruch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche für das Düngemittel gegenüber den Unterkanten der die Spa. lten oben begrenzenden Wände zu Mulden ausgebildet ist.
    10. Kunstdünger- und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 bis 9, dadurch gekennweiehnzeichnet, da. B eine Verteileinrichtung für das Streugut mit dem Vorratskasten verbun den ist, so dass sie dessen Wurfbewegung mitmacht.
    11. Kunstiünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilvorrichtung aus treppen artig angeordneten, zwischen sich in der DurchfallsTichtung sich erweiternde Spalten freilassenden, pa. ra. llel zum Streu- schlitzla-ufendenLeisten besteht.
    12. Kunstdünger-und Kalkstreumaschine nach Patentanspruch und Untera. nsprü- chen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, da, eine Auskleidung des Stréu-und Vor ratskastens, beziehungsweise zumindest ein Bodenbelag desselben aus einer Masse besteht, die gegen chemische Einflnsse widerstandsfähig ist und deren Oberflache ein geringes Mass von Saugfähigkeit für Feuchtigkeitsbeschlag aufweist.
CH139108D 1928-03-16 1929-02-27 Kunstdünger- und Kalkstreumaschine. CH139108A (de)

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