CH139485A - Verfahren zur Herstellung von beständigen Küpenfarbstoffpasten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von beständigen Küpenfarbstoffpasten.

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CH139485A
CH139485A CH139485DA CH139485A CH 139485 A CH139485 A CH 139485A CH 139485D A CH139485D A CH 139485DA CH 139485 A CH139485 A CH 139485A
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E I Du Pont De Nemours And Co
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Du Pont
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  Verfahren zur Herstellung von beständigen     Nüpenfarbstoffpasten.            ,Die    Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     beständigen    Pasten der       Küpenfarbstoffe,    und zwar sowohl der in  digoartigen, wie auch der     Anthrachinonkü-          penfarb,stoffe    zum Bedrucken von Textilien.  



       Küpenfarbstoffe    sind bekanntlich unlös  liche Farbstoffe, die bei Gegenwart von     Al-          ka.Iien        mittelst        Hydrosulfit        reduziert    wer  den. Die hierbei entstehenden     Leukoverbin-          dungen    sind löslich und wirken dann als  Farbstoffe. Beim Drucken erfolgt die Re  duktion in einer dicken Paste auf dem Ge  webe durch Dämpfen.

   Dieses Verfahren lei  det an dem Mangel,     da.ss    es ausserordentlich  schwierig ist, die Reduktion des!     Küpenfarb-          stoffes    während des,     kurzen        Dämpfens    durch  zuführen, selbst wenn auf die Herstellung  der     Farbstoffpaste    die grösste Sorgfalt ver  wendet wird, so     dass-    der Farbstoff sieh darin  in äusserst fein verteilter Form befindet, da  mit die Reduktion so vollkommen als mög  lich vor sich geht.

   Eine ständige Klage der  Drucker geht dahin, dass die Küpenfarbstoff-         pasten    fleckige Drucke liefern und unlösliche       Farbstoffteilchen    enthalten, was zum Teil  auf das     Eintrocknen    der Pasten in den ein  mal geöffneten Behältern zurückzuführen  ist. Um.     dies    zu verhindern, müssen die     Farb-          stoffpasten        in    einem kühlen und feuchten  Lagerraum     aufbewahrt    werden.  



       Küpenfarbstoffpasten    nach der Erfindung  sind nun leicht reduzierbar und liefern       gleichmässige    Drucke, die frei von Flecken  bildung sind und eine grössere Brillanz auf  weisen. Gleichzeitig hiermit ist eine roll  ständigere Ausnutzung des     verwendeten     Farbstoffes verbunden. Ausserdem trocknen  dieselben weniger ein.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man einen     Kü-          pen.farbstoff,    zum Beispiel in Form eines       Presskuchens    mit einem     Verteilungsmittel,     insbesondere mit Glycerin usw., und mit  einem     Äthanolamin,    einer wasserlöslichen,  stark ,alkalischen organischen Verbindung      von hohem Siedepunkt, die auf     Küpenfarb-          stoffe    stark lösend     wirkt,    vermischt.  



  Das hierzu verwendete     Äthanolamin    kann  eine rohe     Mischung    von     Di-    und     Tri-Äthanol-          amin    sein, wie solche bei der Destillation  von     Ä.thylenoxyd    und Ammoniak entsteht..  



  Es wurde gefunden, dass sowohl die Lös  lichkeit von     Farbstoffpasten,    als auch ihre       Lagerbeständigkeit    durch den Gehalt. der an  gegebenen Stoffe     wesentlich        verbessert    wird.  Hierunter     fallen    auch rohe     Äthanolamin-          mischungen,    wie zum Beispiel eine     Mischung     von     Di-Athanolamin    und     Tri-.Äthanolamin.     Diese Stoffe besitzen wertvolle Eigenschaften  und liefern in Verbindung mit     Küpenfarb-          stoffpasten    erheblich bessere Resultate.  



  Bei einer.     Vakuumdestillation    der rohen       Mischung    von     Di-        und        Tri-Äthanolamin    er  hält man aus 100     gr:

       
EMI0002.0028     
  
    28 <SEP> gr <SEP> Destillat, <SEP> welches <SEP> bei <SEP> 150 <SEP> mm <SEP> Va  kuum <SEP> zwischen <SEP> <B>130'</B> <SEP> und <SEP> <B>250'</B> <SEP> C
<tb>  übergeht. <SEP> - <SEP> Di-Äthanola,min. <SEP> S. <SEP> P.
<tb>  217-218 <SEP>   <SEP> C.
<tb>  65 <SEP> gr <SEP> Destillat, <SEP> welches <SEP> bei <SEP> 150 <SEP> mm <SEP> Va  kuum <SEP> zwischen <SEP> <B>250'</B> <SEP> und <SEP> <B>283'</B> <SEP> C
<tb>  übergeht. <SEP> - <SEP> Tri-Äthanolamin. <SEP> S. <SEP> P.
<tb>  277-280 <SEP>   <SEP> C.
<tb>  7 <SEP> gr- <SEP> Rückstand.
<tb>  100 <SEP> gr       Zur Herstellung der     Farbstoffpasten    ver  fährt man beispielsweise wie folgt:

    Eine wie üblich aus     Indanthrenblau          GCD    (Schultz, Nr. 842) hergestellte     Farb-          stoffpaste    wird in' einen     Presskuchen    mit  einem Gehalt von 30 % trockenem Farbstoff  verwandelt.  



  400 Teile !dieses     Presskuchens    werden dann  vermischt mit 20 Teilen     Oxlycerin    und 580  Teilen     Äthanolamin.     



  Die Mengenverhältnisse dieser Mischung  lassen sich beträchtlich abändern, so ist bei  spielsweise eine Mischung von 217 Teilen  eines 30 % Farbstoff enthaltenden     Pressku-          chens,    273 Teilen eines     Athanolamingemi-          sches    und 10 Teilen     Glycerin    erheblich bes  ser als die bisher im Handel befindlichen  Pasten, wenn auch nicht ganz so     gilt    wie    die erstbeschriebene.

   Zur Erzielung der be  sten Resultate soll die Menge des Äthanol  a,mins zweckmässig nicht wesentlich unter  50 % vom Gesamtgewicht der Paste vermin  dert werden. _  50 Teile eines     Presskuchens    aus     Indan-          threnviolett    2 R extra (Schultz Nr. 766) mit  einem Gehalt von 40 % Wasser und 10 %  trockenem Farbstoff werden mit 1,2 % eines  Verteilungsmittels     (Leukanol,    30 %     ige    Lö  sung) und 48,8 %     Athanolamin    gemischt.  



  Eine weitere Paste wurde hergestellt,  enthaltend: 13 %     Indanthrendunkelblau    BO  (Schultz Nr. 763), 30,33 % Wasser, 1,2       Leukanol,    55 5 %     Äthanolamin.     



  Auch in diesem Beispiel können die Men  genverhältnisse Abänderungen erfahren.  Folgende sind die hauptsächlichsten Vor  züge erfindungsgemässer Pasten.  



  1. Sie ergeben mit jedem Verdickungs  mittel die     geschmeidigsten    und durch     beso-n-          .ders    hohes Bindungsvermögen ausgezeichne  ten     Druckfarbenpasten.     



  2. Sie ermöglichen eine hervorragende       Nuaneierung    und ergeben sehr gleichmässige  Resultate, auch nach längerer Lagerung der  Paste, die bei gewöhnlichen     Küpenfa.rbstoff-          pasten    bereits zu ungleichmässigen Resulta  ten führen würde.  



  3. Sie besitzen infolge der besseren Lös  lichkeit der     Leukoverbindungen    ein besseres       Durchdringungsvermögen,    infolgedessen -eine  bessere     Fixierung    des Farbstoffes und eine  grössere Echtheit der Färbung erzielt wird.  



  4. Die Reibechtheit der Färbung wird er  höht.  



  5. Die Brillanz der Färbung wird er  höht.  



  6. Infolge der besseren Fixierung !er  Farbe und der     erhöhten    Echtheit der Fär  bung bleibt der     unbedruckte    Grund rein  weiss.  



  7. Mischungen von     Küpenfarbstoffen,    die  regelmässig ungleichmässige Nuancen liefern  oder mit denen es zumindest sehr schwierig       ist,    mit Hilfe der bekannten Arbeitsweise  solche zu erzielen, geben, wenn mit Ätha@nol-           amin-versetzt,    ohne weiteres eine sehr gleich  mässige Färbung und Tönung.  



  B. Sie trocknen niemals ein, liefern stän  dig klare "Lösungen" und geben in keinem  Falle Anlass zur Fleckenbildung. Infolgedes  sen ist: man stets sicher,     aiisnahmslös    gleich  mässige und     vollkommene    Drucke zu erhal  ten. - -   9. Ausser der Ersparnis, die .dadurch er  zielt wird, dass man in manchen Fällen die  gleiche Nuance mit nur der halben Farbstoff  menge erhält, ergibt sich eine weitere     Erspar-          nis    durch einen erheblich geringeren Ver  brauch an     Hydrosulfit        (Rongalit)    und an Al  kali. Es ist das von besonderer Bedeutung  für das Bedrucken von seidenen und sonstigen  Stoffen, deren Fasern gegen Alkalien emp  findlich sind.  



  1.0. Schliesslich ermöglicht die Verwen  dung von     Ätlianolamin        dass    Drucken mittelst  solcher     Küpenfarb,sto.ffe,    die man bisher als  ungeeignet für Druckzwecke angesehen hat  (wie zum Beispiel     Indanthrenblau        BCS    oder  ähnliche), da ihre     Leukoverbindungen    prak  tisch unlöslich waren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von beständi gen güpenfarbstoffpasten zum Bedrucken von Geweben, dadurch gekennzeichnet, dass man einem Küpenfarbstoff ein Verteilungs mittel und ein Äthanolamin zusetzt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Ver teilungsmittel Glycerin verwendet. 2. Verfahren' nach Patentanspruch I, da@ durch gekennzeichnet, dass man als Ätha: nolamin ein Di-Äthanolamin verwendet.
    Verfahren nach Patentanspruch I, @da- durch gekennzeichnet, dass man als Itha- no-Iamin ein Tri-Äthanolamin verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Athanolamin ein Gemisch von einem Di- und einem Tri-Äthanolamin verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- _ _teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, __dass man als Äthanolamin .den bei der Destillation von Äthylenoxyd und Am moniak verbleibenden Rückstand verwen det. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch l,.'da,d"urchl gekennzeichnet, dass man einem Kürp:enfarbstoffpressku- chen ein Ithanolamingemisch in Mengen von etwa 50 % vom Gewicht der gesam ten Paste einverleibt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeich net, dass man der Paste ein Ithanolamin- gemisch in Mengen von etwa 50 % vom Gewicht der gesamten Paste einverleibt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Paste durch Vermischen von 200 bis 400 Teilen eine güpenfarb-stoffpresskuchens mit 270 bis 580 Teilen mindestens eines Äthanol- amins und 10 bis 20 Teilen eines Ver teilungsmittels herstellt. PATENTANSPRUCH Il: Beständige güpenfarbstoffpaste, herge stellt nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die selbe ein Verteilungsmittel und ein Äthanol- amin enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 9.
    Beständige Küpenfarbstoffpaste nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Äthanolamin ein Di- Äthanolamin enthält. 10. Beständige güpenfarbstoffpaste nach Pa tentanspruch II, da,durch gekennzeichnet, dass dieselbe als Äthanolamin ein Tri- Äthanolamin enthält. 11.
    Beständige Küpenfarbstoffpaste nach Pa tentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Äthanolamin ein Ge misch von einem Di- und Tri-Äthanol- amin enthält. 12. Beständige Küpenfarbstoffpaste nach Pa tentanspruch II, dadurch. gekennzeichnet, ,dass dieselbe als Äthanolamin den bei .der Destillation von Ithylenoxyd und Am moniak verbleibenden Rückstand enthält. 13.
    Beständige güpenfarbstoffpaste nach Pa tentanspruch IT, dadurch gekennzeichnet, da.ss dieselbe auf 200 bis 400 Teile eines güpenfarbstoffpresskuchens 270 bis 580 Teile mindestens eines Athanolamins und 10 bis 20 Teile eines Verteilungsmittels enthält.
CH139485D 1927-02-09 1928-02-03 Verfahren zur Herstellung von beständigen Küpenfarbstoffpasten. CH139485A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4844712A (en) * 1979-05-11 1989-07-04 Combe Incorporated Dyeing composition for fibrous materials

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4844712A (en) * 1979-05-11 1989-07-04 Combe Incorporated Dyeing composition for fibrous materials

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