CH139593A - Quecksilberschaltvorrichtung mit Tauchkern. - Google Patents
Quecksilberschaltvorrichtung mit Tauchkern.Info
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Description
Qnecksilberschaltvorrichtung mit Tauchkern. Es ist bekannt, Schaltungen innerhalb geschlossener Röhren unter Zuhilfenahme von Quecksilber in der Weise vorzunehmen, dass man im Quecksilber einen magnetisierbaren Körper .schwimmen lässt und ihn durch ein ausserhalb der Rühre angeordnetes Magnet feld tiefer in das Quecksilber hineindrückt.
Dadurch wird: ein Steigen. des Quecksilber spiegels im Rohr herbeigeführt, wodurch zwei in das Rohr eingesetzte Zuleitungsdrähte überbrückt werden.
Die bekannten Einrichtungen benötigen eine verhältnismässig grosse Energie, da der grosse Auftrieb, den das Quecksilber auf den Eisenkern ausübt, überwunden werden muss. Ausserdem hat die Anordnung auch den gro ssen Mangel, dass die Stromunterbrechung zwischen dem Quecksilber und dem Material der Zuleitung erfolgt.
Dadurch tritt eine Auflösung des Materials der Zuleitungen ein, welche mit der Zeit die Abschaltung beein trächtigt. Überdies geschehen. die Schaltun gen in der Nähe der Glaswand, wodurch diese mit der Zeit zerstört wird. Die Erfindung vermeidet nun diese Übel stände durch eine neuartige Anordnung der wesentlichen Teile der Schaltröhre.
Ge mäss der Erfindung findet eine Quecksilber- schaltvorrichtung Verwendung, bei der das Schalten durch Trennen und Wiedervereini gen von in. getrennten Gefässen befindlichen Quecksilbermassen erfolgt, wobei das eine Quecksilbergefäss unmittelbar vom Tauchkern getragen wird und der Tauchkern in das Quecksilber des äussern Gefässes taucht.
In .der Zeichnung sind zwei Ausführungs- beispiele der Erfindung im Schnitt darge stellt. In, Fig. 1 bedeutet 1 die äussere, all seits geschlossene Glasröhre mit den beiden durch die Stirnseiten eingeführten Zuleitun- gen! 2 und 3; 4 ist die Quecksilberfüllung der Röhre, 5 .der darin schwimmende, rohr förmig ausgebildete Eisenkern.
Dieser trägt an seinem obern Ende eineigenartig gestafte- tes Gefäss' 6 aus funkensieherem Material, zum Beispiel Quaaz, dass aus einem innern, unten geschlossenen Rohr und einem äussern Rohr 8, welches unten offen un' oben mit dem Rohr 7 verschmolzen ist, besteht, Das Rohr 8 ist fest auf dem Eisenkern 5 auf gesetzt, so dass es an allen seinen Bewegun gen teilnehmen muss.
Die Einrichtung ist so getroffen, dass der gesamte Tauchkörper, der aus dem Eisenkern. und mit Quecksilber ge füllten Gefäss besteht, nur wenig über den Spiegel der Quecksilberfüllung 4 empor taucht.
Wird der Kern bei Erregung der Spule 10 in die Quecksilberfüllung hinein- gezogen" so steigt dass Quecksilber über die obere Kante des Schwimmgefässes 6 und ver einigt sich mit der im Innern angeordneten Quecksilberfüllung 9. Es findet also eine Kontaktgebung zwischen zwei Quecksilber massen statt.
Die Elektroden 2 und 3 sind daran nicht beteiligt, da, sie unverändert in die beiden Quecksilberfüllungen 4 und 9 ein tauchen. Beim Hochsteigen des Kernes findet die Trennung des Quecksilbers. an der Ober kante des Schwimmkörpers 6 statt, ebenfalls wieder ohne Beteiligung der beiden Zufüh rungen 2 und 3.
Es wird ferner erzielt, dass zum Strom übergang sofort ein sehr grosser Quecksilber- duerscUnitt verfügbar wird, da. die Füllung 4 von allen Seiten über den kreisförmigen. Kopf des Gefässes 6 hinüberströmt. Eine nennens werte Erwärmung im Augenblicke des Strom schlusses kann daher nicht eintreten. Bei der Stromunterbrechung wird zwar die Unter brechung nur an einer Stelle auftreten, an der die Trennung der beiden Quecksilber füllungen 4 und 9 im letzten Augenblick er folgt.
Diese Stelle wird aber jedesmal eine andere Lage einnehmen, so da-ss auch bei sehr häufigem Schalten eine lokale schädliche Er wärmung desi Körpers 6 nicht möglich ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bedeutet wieder 1 die äussere Glasröhre, 2 und die Zuleitungen, 4 die Quecksilberfüllung.
5 den darin schwimmenden rohrförmigen Eisenkern und 6 ein von dem Eisenkern ge tragenes Gefäss aus funkensicherem Material. Dieses Gefäss' besteht aus zwei konzentrischen, am untern Ende verbundenen Röhren. Die innere Röhre ist kürzer als die äussere. Der ringförmige Raum zwischen beiden Röhren enthält eine zweite Quecksilberfüllung 9.
Durch Abwärtsbewegen des Tauchkörpers wird der Quecksilberspiegel -gehoben. und gleichzeitig das .Gefäss 6 gesenkt, bis die Quecksilberfüllungen 4 und 9 über den Rand des innern Rohres des Gefässes 6 zusammen fliessen. Beim Aufwärtsbewegen des Tauch körpers tritt das Quecksilber durch das innere Rohr zurück, so dass die Unterbrechung zwi schen der Füllung 4 und der Füllung 9 ein tritt.
Dadurch, da,ss das äussere Rohr des Ge fässes 6 das innere überragt, wird eine Ein- wirkung des Schaltfeuers auf das äussere Ge fäss vermieden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Quecksilberschaltvorrichtung mit Tauch kern, bei der das Schalten durch Trennung und Wiedervereinigung von in getrennten Gefässen befindlichen Quecksilbermassen er folgt, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Quecksilbergefäss unmittelbar vom Tauchkern getragen wird, wobei der Tauchkern in da Quecksilber desi äussern Gefässes taucht. UNTERANSPRüCHE 1. Quecksilberschaltvorrichtung nach Patent anspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen des Tauchgefässe, des Tauch kernes und des äussern Gefässes miteinander zusammenfallen.2. Quecksilberschaltvorrichtung nach Patent., anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Quecksilbergefäss einen Ringraum bildet, dessen innerer Rand niedriger als der Aussenrand. ist. 3. Quecksilberscha.ltvorrichtung nach Patent-. anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere Gefäss konzentrisch von einer Magnetspule umgeben. isst.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE139593X | 1928-05-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH139593A true CH139593A (de) | 1930-04-30 |
Family
ID=5667845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH139593D CH139593A (de) | 1928-05-08 | 1929-05-03 | Quecksilberschaltvorrichtung mit Tauchkern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH139593A (de) |
-
1929
- 1929-05-03 CH CH139593D patent/CH139593A/de unknown
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