CH139912A - Dampfkraftanlage, insbesondere für hohe Drücke. - Google Patents

Dampfkraftanlage, insbesondere für hohe Drücke.

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CH139912A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Dampfkraftanlage, insbesondere für hohe Drücke.    Es ist bekannt, dass die Verarbeitung des  Dampfes sehr hoher Spannung in Dampf  turbinen nicht mit dem wünschenswert gu  ten Wirkungsgrad möglich ist, solange es  sich nicht um entsprechend grosse Dampf  mengen handelt. Man würde in vielen Fäl  len die für kleinere Dampfvolumina geeigne  tere Kolbenmaschine vorziehen, wenn dem  besseren Wirkungsgrad dieser Maschinen  nicht der grössere Platzbedarf, die grösseren  Herstellungskosten und vor allem der für  die Kolbenmaschine erforderliche, langsam  laufende teurere elektrische Generator nach  teilig gegenüberständen.  



  Der Gegenstand vorliegender Erfindung  betrifft nun eine Dampfkraftanlage insbe  sondere für hohen Dampfdruck, bei welcher  der     Hochdruckdampf    in einer     Kol#ben-          maschine    als     Vorschaltmaschine    entspannt  und einer     Niederdruckturbine    zur Weiterver  arbeitung zugeführt wird, mit dem Kenn  zeichen, dass die     Vorschaltkolbenmaschine       ein Medium verdichtet, welches durch seine  Entspannung Arbeit leistet.  



  Auf der Zeichnung     ist        ein        Beispiel    einer  Anlage gemäss der Erfindung schematisch  dargestellt, und zwar ist hier, beispielsweise,  als arbeitsübertragendes Medium Dampf und  als     Vorschaltmaschine    eine     Flugkolbenma-          schine    verwendet.

   Es ist 1 ein Hochdruck  dampfkessel, 2 der     Flugkolbendampfverdich-          ter,    3 eine gewöhnliche Dampfturbine als       Niederdruckturbine.    Der     Hoehdruckdampf     geht bei 4 und 5 in die Arbeitszylinder der       Flugkolbenmaschine,    wodurch den Arbeits  kolben 6 und 7 und den unmittelbar daran  angebauten     Verdichterkolben    8 und 9 eine  rasche hin- und hergehende Bewegung er  teilt wird.

   Die     Verdichterkolben    nehmen bei  10 und 11 den einer Zwischenstufe der Tur  bine entnommenen Dampf auf und verdich  ten ihn auf den Frischdampfdruck der Tur  bine,     bezw.    auf den     Abdampfdruck    der Vor  schaltmaschine. Der Abdampf der letzteren      mischt sich mit dem verdichteten Dampf des  Verdichters und beide strömen gemeinsam  durch Leitung 12 zur Turbine. Die Anlage  gestaltet sich besonders einfach, wenn wie  hier als arbeitsübertragendes Medium Dampf  gewählt     wird.        Dieser    Dampf kann zum Bei  spiel der     Niederdruckturbine    an irgend einer  geeigneten Stelle entnommen und nach seiner  Verdichtung derselben Turbine in einer hö  heren Druckstufe wieder zugeführt werden.

    Erfolgt aber die Zuführung wie hier gemein  sam mit dem Frischdampf der Turbine, so  bietet diese Massnahme noch den weiteren  Vorteil, dass durch diese Umlaufmenge die  Dampfmenge des Hochdruckteils dieser Tur  bine gegenüber der im     Niederdruckteil    zu  verarbeitenden Dampfmenge vermehrt wird,  wodurch sich günstigere Schaufelverhältnisse  und ein verbesserter Wirkungsgrad für die  Turbine ergeben. Der Flugkolbenmotor be  sitzt bei 13 eine     Nockenscheibe.    Diese dient  lediglich zur Kontrolle und Regelung der  Spielzahl und des Hubweges der hin- und  hergehenden Teile der     Flugkolbenmaschine.     Irgend welche Nutzarbeit nach aussen wird  durch diese Vorrichtung nicht abgegeben.

   In  folge Fortfall des Gestänges, der Kurbel  welle und des Schwungrades sind diese Ma  schinen einfach und billig und als Vor  schaltmaschinen für den vorliegenden Zweck  sehr geeignet.  



  An Stelle getrennter     Arbeits-    und     Ver-          dichterzylinder    kann bei Verdichtung von  Dampf und Anwendung des     Flugkolbenprin-          zipes    auch ein     gemeinsamer        Zylinderraum    und  ein einziger Kolben verwendet werden.

   Bei  einer derartigen Maschine wird durch die  Entspannung des Hochdruckdampfes auf der  einen Kolbenseite der Kolben derart vor  wärts geschleudert, dass das von diesem Kol  ben beschriebene Hubvolumen bedeutend     yrö-          sser    ist, als das des auf den Gegendruck  entspannten     Arbeitsdumpfes.    Es wird also der  Druck des Arbeitsdampfes im Zylinder unter  den Gegendruck sinken und der zu verdich  tende     Niederdruckdampf    auf dieser Kolben  seite in den Zylinder strömen können.

   Beim  Zurückschleudern des Kolbens, das unter dem    Einfluss der Entspannung des Hochdruck  dampfes auf der andern Kolbenseite erfolgt,  wird der in den Zylinder getretene     Nieder-          druckda.mpf    verdichtet und in die Turbine  geschoben, worauf neuer     Hochdruck-Frisch-          dampf    zuströmt und das Spiel von neuem be  ginnt.  



  An Stelle des Dampfes aus     einer    Zwi  schenstufe der Turbine kann auch Dampf  zum Beispiel einem Speicher, einer     Heizvor-          richtung    oder irgend einer andern, dauernd  Abdampf abgebenden Quelle entnommen wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampfkraftanlage, insbesondere für hohe Dampfdrücke, bei welcher der Hochdruck dampf in einer Kolbenmaschine, als Vor schaltmaschine, entspannt und einer Nieder druckturbine zur Weiterverarbeitung zuge führt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschaltkolbenmasehine ein Medium ver. dichtet, welches durch seine Entspannung Arbeit leistet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass als zu ver dichtendes und arbeitsübertragendes Me dium Dampf verwendet wird. 2.
    Dampfkraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der zu verdichtende und als irbeitsübertragendes Medium dienende Dampf einer Zwischenstufe der Nieder druckturbine entnommen und nach Ver dichtung der Niederdruckturbine wieder zugeführt wird. 3. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 2, dadurch ge kennzeichnet, dass als Vorscha,ltkolbenma- schine eine Flugkolbenmaschine verwendet wird. 4.
    Dampfkraftanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Entspannung des Hochdruckdampfes und die Verdichtung des zu verdichtenden Dampfes im gleichen Zylinder und jeweilen auf der gleichen Kolbenseite erfolgt. 5. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das verdich tete Medium in einer Turbine Arbeit lei- stet, die mit der Niederdruckturbine ge kuppelt ist.
CH139912D 1928-06-07 1929-03-06 Dampfkraftanlage, insbesondere für hohe Drücke. CH139912A (de)

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