CH139928A - Zur Spannungsregelung eines Netzes dienende und von diesem Netz miterregte asynchrone Blindleistungsmaschine. - Google Patents
Zur Spannungsregelung eines Netzes dienende und von diesem Netz miterregte asynchrone Blindleistungsmaschine.Info
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Description
Zur Spannungsregelung eines Netzes dienende und von diesem Netz miterregte asynchrone Blindleistungsmaschine. Zur Spannungsregelung in Netzen wer den oft asynchrone Bindleistungsmaschinen verwendet. Je grösser deren Übererregung und damit deren voreilende Blindleistung ein gestellt wird, umso grösser ist die Netzspan nung an der Anschlussstelle der Maschine ge genüber dem Wert, den die Netzspannung bei nicht erregter Maschine an dieser Stelle des Netzes hätte. Durch automatische Rege lung der Erregung der Blindleistungsma schine in Abhängigkeit von der Netzspan nung kann also die Netzspannung konstant gehalten werden oder auch in bestimmte Ab hängigkeit zur Belastung gebracht werden. Bei sehr plötzlichen Spannungsänderungen, zum Beispiel infolge einer Störung im Netz, kann aber die automatische Spannungsrege lung nicht schnell genug folgen.
Erwünscht ist deshalb, dass die voreilende Blindleistung der Asynchronmaschine bei einer Spannungs steigerung im Netz auch ohne automatische Regelung zurückgeht bezw. dass die nach eilende Blindleistung steigt, während bei einer Spannungssenkung die voreilende Blind leistung anwachsen und die nacheilende Blindlestung sinken soll.
Bei vom Netz .aus mit-erregten asyn chronen Blindleistungsmaschinen wird dies erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Läuferkreis der Blindleistungsmaschine mit telbar oder unmittelbar von einer von der Netzspannung unabhängigen, konstanten, durch äussern Eingriff regelbaren Spannung und einer dieser Spannung entgegengerichte- ten, der Netzspannung proportionalen Span nung gespeist wird, wobei für den Nennwert der Netzspannung die der Netzspannung pro portionale Spannung bei Übererregung klei ner. bei Untererregung grösser als die kon stante Spannung ist.
Ein Ausführungsbeispiel für mittelbare Erregung zeigt Abb. 1, in der die Strom kreise einphasig gezeichnet sind; die Abbil dung gilt aber sinngemäss auch für beliebige Phasenzahl. Bei unmittelbarer Erregung würde Maschine 6 unter Weglassen des Wi derstandes 5 direkt die Schleifringe der Ma schine 2 speisen. In Abb. 1 bedeutet 1 das Netz, 2 die asynchrone Blindleistungsma schine, an deren Schleifringe die kompen sierte Mehrphasenkommutatormaschine 3 an geschlossen ist. Die Maschine 3 ist mit einer Antriebsmaschine 4 beliebiger Bauart (oder auch mit der Hauptmaschine) gekuppelt.
Die Erregerwicklung der Maschine 3 wird über den Widerstand 5, der konstant ist, aber auch regelbar sein kann, von der Kommuta torspannung des Frequenzwandlers 6 ge speist, dessen Schleifringe in Reihenschal tung von der Spannung der Synchronma schine 7 und der Sekundärspannung des Transformators 9, der primär an das Netz angeschlossen ist, gespeist werden. Die Fre quenz der Maschine 7 ist durch Kupplung mit der Synchronmaschine 8 identisch mit der Netzfrequenz. Beide Synchronmaschinen werden vom Gleichstromnetz 10 über Regu lierwiderstände 11 und 12 erregt. Die Span nung der Maschine 7 ist unabhängig von der Netzspannung und bei konstantem Wert der Netzfrequenz und des Widerstandes 11 kon stant; durch Regelung dieses Widerstandes kann sie beliebig geregelt werden. Die Se kundärspannung des Transformators 9 ist Netzspannung proportional.
Ist diese Span nung beim Nennwert der Netzspannung kleiner als die Spannung der Maschine 7 und ihr entgegengerichtet, so steigt .die resul tierende Spannung an den Schleifringen des Frequenzwandlers 6, wenn die Netzspannung sinkt, und sinkt bei steigender Netzspannung. Je nach Richtung der resultierenden Span nung bewirkt sie Übererregung oder Unter erregung des Hauptmotors. Bei konstantem Wert der Netzspannung kann die Blind leistung der Maschine 2 durch Regelung des Widerstandes 11 oder .durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Transforma tors 9 geregelt werden, wobei beim Nenn wert der Netzspannung für Übererregung die Spannung der Maschine 7 grösser, für Unter erregung kleiner sein soll als die Spannung des Transformators 9.
Eine Regelung des Widerstandes 11 zur Einstellung der Über- oder Untererregung der Maschine 2 ist bei konstantem Übersetzungsverhältnis des Transformators ohne Einfluss auf die durch eine Netzspannungsänderung bestimmter Grösse hervorgerufene Änderung der Blind leistung der Hauptmaschine. Eine bestimmte Spannungsänderung im Netz ruft bei jeder Erregung der Synchronmaschine 7 die glei che Änderung der Blindleistung der Haupt maschine hervor. Wird dagegen das Über setzungsverhältnis des Transformators bei konstanter Erregung der Synchronmaschine verändert, so nimmt bei gleicher Spannungs änderung im Netz die Änderung der Blind leistung mit abnehmender Übererregung zu.
Unabhängig von der Einstellungsart der Er regung wind bei gegebener Netzspannungs änderung die Blindleistungsänderung umso grösser, je kleiner das Verhältnis von resul tierender Erregerspannung zur Spannung der Maschine 7 .gemacht wird.
Soll die Maschine 2 nur im übererregten Gebiet arbeiten, so kann zur Regelung der Blindleistung auch Bürstensteuerung am Frequenzwandler oder Regelung des Wider standes 5 angewendet werden. Bei geringer Übererregung wird dabei zweckmässig das Verhältnis von netzabhängiger zu konstanter Erregerspannung vergrössert, um einen zu starken Rückgang der Spannungsabhängig keit der Blindleistungsmaschine zu vermei den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zur Spannungsregelung eines Netzes dienende und von diesem Netz miterregte asynchrone Blindleistungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Läuferkreis mittel bar oder unmittelbar von einer von der Netz spannung unabhängigen und konstanten, durch äussern Eingriff regelbaren Spannung und einer, dieser entgegengerichteten, dex Netz spannung proportionalen :Spannung gespeist wird, wobei für den Nennwert der Netzspan nung die der Netzspannung proportionale Spannung bei Übererregung kleiner, bei Un- tererregung grösser als die konstante Span nung ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Blindleistungsmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der konstanten Spannung ein an das Netz angeschlossener Synchron umformer dient. z. Blindleistungsmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindleistung der Maschine durch Rege lung der von der Netzspannung unab- hängigen Spannung bei konstantem Ver hältnis der Netzspannung zu der ihr pro portionalen Spannung geregelt wird. 3. Blindleistungsmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindleistung der Maschine durch Rege leng des Verhältnisses der Netzspannung zu der ihr proportionalen Spannung mit Konstanthaltung der von der Netzspan nung unabhängigen Spannung geregelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE139928X | 1928-04-12 |
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|---|---|
| CH139928A true CH139928A (de) | 1930-05-15 |
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| CH139928D CH139928A (de) | 1928-04-12 | 1929-04-05 | Zur Spannungsregelung eines Netzes dienende und von diesem Netz miterregte asynchrone Blindleistungsmaschine. |
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| CH (1) | CH139928A (de) |
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1929
- 1929-04-05 CH CH139928D patent/CH139928A/de unknown
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