CH139938A - Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen mit flüssigen Isoliermitteln zum Anzeigen des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung. - Google Patents

Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen mit flüssigen Isoliermitteln zum Anzeigen des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung.

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CH139938A
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Pilsen Aktiengesellschaft V In
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Skoda Kp
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  Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen mit     flüssigen    Isoliermitteln zum Anzeigen  des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung.    Bei elektrischen Vorrichtungen, deren  Isolation Öl oder eine andere Flüssigkeit  bildet, z. B. bei Transformatoren, hat der  Zustand, in welchem sich dieses Isoliermittel  befindet, sehr grosse Bedeutung, weil hiervon  die Sicherheit der ganzen Vorrichtung ab  hängt. Bekanntlich erfahren flüssige Isolier  stoffe im Betriebe merkliche Veränderungen,  indem sie einerseits verkohlen, anderseits  Wasser aus der Luft an sich ziehen. Es ist  deshalb notwendig, den Zustand des flüssigen       Isolieririittels    oft zu kontrollieren und den  Behälter gegebenenfalls mit einer Einrichtung  zu versehen, welche diesen Zustand anzeigt.  



  Es sind bereits Einrichtungen bekannt  geworden, welche die Änderung der     Dielek-          trizitätskonstante    des Isoliermittels der Vor  richtung von aussen zu kontrollieren und da  durch die     Gefahrmomente    zu erkennen ge  statten. Hierbei wurde ein im Isoliermittel  befindlicher Kondensator im einen Stromkreis    eingeschaltet und mit Hilfe einer     Wheat-          stoneschen    Brücke oder eines kochempfind  lichen andern     Messinstrumentes    der durch  den Kondensator fliessende Strom gemessen,  welcher einen Schluss auf den Zustand des  Isoliermittels ziehen lässt.  



  Gegenstand der Erfindung bildet eine  Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen  mit flüssigen Isoliermitteln, welche bei Än  derung der     Dielektrizitätskonstante    des Isolier  mittels in Tätigkeit gesetzt wird und welche  ermöglicht, nicht nur den     Zustand    des Isolier  mittels zu erkennen, sondern die Vorrichtung  auch zu schützen, indem sie zum Beispiel  ein Alarmsignal auslöst oder einen Ausschal  ter in Tätigkeit setzt. Dies wird erfindungs  gemäss dadurch erreicht, dass im flüssigen  Isoliermittel der Vorrichtung ein Kondensator,  der auf Änderungen der     Dielektrizitätskon-          stante    des Isoliermittels reagiert, angeordnet  und in einen Resonanzkreis eingeschaltet ist.

        Erst durch Zuhilfenahme der Resonanz wird  es nämlich möglich, so grosse Änderungen  der im     Kondensatorkreis    fliessenden Ströme  zu erzielen, dass nicht nur der Zustand des  Isoliermittels dauernd angezeigt werden, son  dern auch ein Alarmsignal, eine Ausschalt  vorrichtung oder dergleichen in Wirkung ge  setzt werden kann.  



  Im folgenden wird ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung beschrieben. In dem Öl  behälter eines     Transformators    ist ein Kon  densator angeordnet, dessen     Dielektrikum    das  Öl bildet. In dem Stromkreis dieses     Kon-          densators    wird eine Selbstinduktion einge  schaltet, so dass ein Resonanzkreis entsteht;  welcher zum Beispiel an ein Wechselstrom  netz angeschaltet ist. Die Selbstinduktion  kann in der Wicklung eines Magnetrelais  bestehen, welches Registrier-, Signal- oder  Schutzeinrichtungen in Tätigkeit setzt.  



  Wie bekannt, ändert sich die     Dielektri-          zitätskonstante    des Öls im Betriebe. Bei  trockenem Öl und normaler Temperatur ist  s = 2,2, bei feuchtem Öl und 60   C     e    = 8,  bei 90   C e=20.  



  Die ganze Einrichtung wird nun so ein  gestellt, dass im Falle der Verschlechterung  des Öls unter eine bestimmte Grenze, d. h.  also beim Ansteigen der     Dielektrizitätskon-          stante    desselben infolge der Vergrösserung  der Kapazität des     Kondensators    in dessen  Stromkreis Resonanz eintritt. Infolge dieser  Resonanz wächst der Strom in dem Kreise  an und bewirkt unter Vermittlung eines  Magnetes oder eines andern Relais das In  gängsetzen der Anzeige- oder Schutzapparate.

    An den     Kondensatorkreis    können auch mehrere  solche Anzeige- oder Schutzapparate ange  schlossen werden, so dass je nach der ein  tretenden Verschlechterung des Öls zum Bei  spiel zuerst eine Alarmeinrichtung und dann  erst eine Ausschaltvorrichtung in Tätigkeit  treten.  



  Damit auch schon der Beginn einer     Öl-          zersetzung    infolge irgend einer Isolations  störung gemeldet werde, kann neben der       vorbeschriebenen    Einrichtung auf dem     Öl-          gefäss    ein Behälter zum Sammeln der sich    entwickelnden Gase vorgesehen sein. In       diesem    Behälter kann ebenfalls ein Konden  sator vorgesehen sein, dessen     Dielektrikum     im normalen Zustande Öl bildet.

   Sobald  infolge Gasentwicklung zwischen den     Kon-          densatorbelegen    an Stelle des Öls Gas zum  Vorschein kommt, ändert sich die Kapazität  des Kondensators, wodurch wieder das Gleich  gewicht im Resonanzkreise gestört und ein  Relais zur Wirkung gebracht wird.  



  Diese Meldevorrichtung kann auch ent  sprechend dem Grade der Zersetzung auf  verschiedene Gasmengen im Sammelbehälter  eingestellt werden.  



  In dem     Kondensatorkreise    können selbst  verständlich mehrere Selbstinduktionen in  Serie oder parallel geschaltet werden und zu  diesem ebenfalls in Serie oder parallel kann  ein Anzeigegerät angeschlossen werden, wel  ches im Schaltraum des Werkes direkt auf  einer Skala zeigt, welchen Grad die Gefahr  für den Transformator erreicht hat, so dass  es möglich ist, einer allfälligen Störung vor  zubeugen. Hierbei befindet sich auf dem  Gefäss oder innerhalb desselben nur ein fester  Kondensator, während die weiteren erforder  lichen Vorrichtungen hinter der Schalttafel  und leicht zugänglich angeordnet werden  können. Der Kreis ist mechanisch in Ruhe  und     Stromschaltungen    im primären Schutz  kreis, wie bei bisher bekannten Schutzein  richtungen, sind nicht notwendig.  



  Damit die Kapazität und Selbstinduktion  des Resonanzkreises und dadurch auch deren  Grösse und Preis erniedrigt werden kann, ist  es möglich, die aufgezwungene Periodenzahl  aus dem Wechselstromnetz, z. B.     mittelst     eines rotierenden oder statischen Perioden  umformers, zu erhöhen; so dass dann die ge  forderte Resonanz auch bei kleineren Werten  der Kapazität oder Selbstinduktion erreicht  werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung au elektrischen Vorrichtungen mit flüssigen Isoliermitteln zum Anzeigen des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung, welche bei Ände- rung der Dielektrizitätskonstante des Isolier mittels in Tätigkeit gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass im flüssigen Isoliermittel ein Kondensator, der auf Änderungen der Dielektrizitätskonstante des Isoliermittels reagiert, angeordnet und in einen Resonanz kreis eingeschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Periodenumformer zur Erhöhung der dem Kondensatorkreis aufgezwungenen Periodenzahl, zwecks leich terer Erreichung einer Resonanz. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den Resonanz kreis Stromkreise angeschaltet sind, welche dazu dienen, Anzeigemittel, Alarmsignale, Ausschalter und dergleichen in Tätigkeit zu setzen.
CH139938D 1928-03-13 1929-03-09 Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen mit flüssigen Isoliermitteln zum Anzeigen des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung. CH139938A (de)

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CH139938D CH139938A (de) 1928-03-13 1929-03-09 Einrichtung an elektrischen Vorrichtungen mit flüssigen Isoliermitteln zum Anzeigen des Zustandes des Isoliermittels und zum Schutze der Vorrichtung.

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