CH139949A - Elektrische Lampe. - Google Patents
Elektrische Lampe.Info
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Description
Elektrische Lampe. Gegenstand der Erfindung ist eine elek trische Lampe, die einen aus Hafniumkarbid bestehenden Leuchtkörper besitzt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass das Hafniumkarbid sich infolge seiner die Temperaturbeständig keit von Wolfram übersteigenden Tempera turbeständigkeit in besonderem Masse als Leuchtkörpermaterial eignet, trotzdem seine Strahlungsverhältnisse sogar ungünstiger siel als die des Wolframs.
Hafniumkarbid strahlt nämlich für eine gegebene Lichtmenge relativ mehr Wärrne aus als Wolfram, so dass ein Hafniumkarbidleuchtkörper, um eine gleiche oder bessere Ökonomie zu erreichen, sogar auf noch höhere Temperatur erhitzt werden muss als Wolfram.
Bekanntlich sind bei elektrischen Lampen, bei denen man eine hohe Ökonomie erzielen will, heutzutage die Leuchtkörper nicht iin Vakuum, sondern in einer indifferenten Gas atmosphäre, wie etwa Argon, Stickstoff oder Gemischen derartiger Gase angeordnet und ausserdem in bekannter Weise so gestaltet, oder auf engem Raume zusammengedrängt, dass die Wärmeableitung durch die die Ver dampfung zurückdrängende Gasatmosphäre möglichst gering ist. Diese Anordnung ist auch im vorliegenden Falle mit Vorteil an wendbar, wenn man die Eigenschaft des Hafniumkarbides voll ausnutzen will.
Es hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, in indiffe renten Füllgasen der Lampe sehr kleine Mengen von gasförmigen oder flüchtigen Kohlenstoffverbindungen zuzusetzen, die mög lichst wasserstoffarm sind, zum Beispiel 0,50o Azetylen. Es ist zwar allgemein bekannt, bei elektrischen Lampen einen aus Metall verbindungen bestehenden Leuchtkörper in einer Gasatmosphäre anzuordnen, welche die metalloidische Komponente der betreffenden Metallverbindung im freien Zustande enthält.
Bei der vorliegenden Lampe wird jedoch in dem vorerwähnten Falle, wo die Gasfüllung der Lampe eine sehr kleine Menge einer gasförmigem oder flüchtigen Kohlenstoffver- bindung enthält, die beim Betriebe der Lampe erst unmittelbar am Leuchtkörper zerlegt wird und die metalloidische Komponente des Leuchtkörpers liefert, verhindert, dass sich die metalloidische Komponente, in diesem Falle Kohlenstoff, in zu grossen Mengen bildet und dann unter Schwärzung des Lampengefässes auf diesem absetzt.
Soll die Lampe mit Höchsttemperatur betrieben werden, zum Bei spiel im Falle der Verwendung als Projek tionsglühlampe, so ist zweckmässig die Lampe mit Mitteln versehen, die gestatten, während des Betriebes einen ständigen Durchfluss des kohlenstoffhaltigen Füllgases durch die Lam penglocke aufrecht zu erhalten, ähnlich wie dies für elektrische Lampen, die einen in einer indifferenten Gasatmosphäre brennenden Wolframleuchtkörper enthalten, schon vorge schlagen wurde.
Der an und für sich ungünstige Umstand, dass der Hafniumkarbidleuchtkörper ein schwär zerer Strahler ist als zum Beispiel ein Wolf ramleuchtkörper, ist bei Verwendung der Lampe als Projektionsglühlampe, wobei es mehr auf Flächenhelligkeit als auf Ökonomie ankommt, sogar ein Vorteil.
Der Hafniumkarbidleuchtkörper der Lampe kann beliebig gestaltet sein. Zweckmässig besteht er aus einem Draht oder Band, welches in bekannter Weise in Wendelform überge führt ist. Der Hafniumkarbidleuchtkörper der Lampe kann aber auch, wie ebenfalls an sich bekannt, Stab-, Röhren-. Platten-, Halb kugel- oder Kugelform aufweinen. Die Halb kugel- oder Kugelgestalt ist in bekannter Weise dann vorzuziehen, wenn die Lampe als Bogenlampe ausgebildet ist.
Die Herstellung des Hafniumkarbidleucht- körpers kann am einfachsten in der Weise geschehen, dass ein geformter Ausgangskörper aus Hafnium, etwa ein Hafniumdraht, in ähnlicher Weise wie dies schon für Wolfram und Tautal vorgeschlagen wurde, durch Er hitzen in einer kohlenstoffhaltigen Atmos phäre in Hafniumkarbid umgewandelt wird. Als kohlenstoffhaltige Atmosphäre kann bei- spielsweise ein Gemisch von Wasserstoff und Stickstoff mit einer Beimengung von Azetylen oder andern kohlenstoffhaltigen Gasen benutzt werden.
Da Hafnium leichter formbar ist als das spröde Hafniumkarbid, so wird zweckmässig schon dem aus Hafnium bestehenden Aus gangskörper die gewünschte Endgestalt gege ben, also beispielsweise ein Hafniumdraht in die Gestalt von Wendeln übergeführt. Vor dem Einbauen in die Lampe können dann diejenigen Stellen der Wendel, die beim Karburierungsvorgang nur unvollständig kar- buriert wurden, entfernt werden.
Soweit also beim Karburieren des Hafrriurnleuchtkörpers Stützen verwendet werden, die durch Ab kühlen und Abdecken den Karburierungs- vorgang störten, sind die anliegenden Teile des Leuchtkörpers abzuschneiden.
Claims (1)
- PATENTAN SPRUCFI I Elektrische Lampe, gekennzeichnet durch einen aus Hafniumkarbid bestehenden Leucht- körper. UNTERANSPRüCHE: 1. Elektrische Lampe nach Patentanspruch I, mit einer die Verdampfung des Leucht- körpers zurückdrängenden Gasfüllung, da durch gekennzeichnet, dass die Gasfüllung geringe Mengen von kohlenstoffhaltigen Gasen enthält. 2.Elektrische Lampe nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, insbesondere für Projektionszwecke, gekennzeichnet durch Mittel, die während des Betriebes einA.rr ständigen Durchfluss der kohlenstoffhaltigen Gasfüllung, durch die Lampenglocke auf recht erhalten. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Lampe nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein aus Hafniurn bestehender Ausgangskörper durch Erhitzen in einer kohlenstoffhaltigen Atmosphäre in Hafnium- karbid umgewandelt und sodann in eine übliche Lampenglocke eingebaut wird.ÜNT1ftAN Sp1ZUC11: 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der aus Haf- nium bestehende Ausgangskörper vor dein Karburierungsvorgang in die endgültige Gestalt des Leuchtkörpers übergeführt wird, und dass vor dem Einbau des durch den Karburierungsvorgang erzielten Haf- niumkarbidleuchtkörpers in die Lampe diejenigen Teile des Leuchtkörpers, die beim garburierungsvorgang erhöhter Ab kühlung ausgesetzt waren,fortgeschnitten werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE139949X | 1928-05-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH139949A true CH139949A (de) | 1930-05-15 |
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ID=5667994
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|---|---|---|---|
| CH139949D CH139949A (de) | 1928-05-23 | 1929-05-17 | Elektrische Lampe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH139949A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4291013A (en) | 1978-10-09 | 1981-09-22 | Merck Patent Gesellschaft Mit Beschrankter Haftung | Medicinally useful, shaped mass of collagen resorbable in the body |
-
1929
- 1929-05-17 CH CH139949D patent/CH139949A/de unknown
Cited By (1)
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