CH140081A - Verfahren zur Herstellung gerösteten Kaffees unter Entziehung von Koffein und geschmackstörenden Stoffen aus Kaffeebohnen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gerösteten Kaffees unter Entziehung von Koffein und geschmackstörenden Stoffen aus Kaffeebohnen.

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CH140081A
CH140081A CH140081DA CH140081A CH 140081 A CH140081 A CH 140081A CH 140081D A CH140081D A CH 140081DA CH 140081 A CH140081 A CH 140081A
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Adolph Closmann Eduard
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  Verfahren zur Herstellung gerösteten Kaffees unter Entziehung von     Koffein    und       gesehmackstörenden        Stoffen    aus     Kaffeebohnen.       Es ist bereits bekannt, dass man     mittelst          Vakuums    rohe Kaffeebohnen auszieht, -um  den     Bohnen    das Koffein zu entziehen, sowie  die Anwendung des wechselseitigen Einwir  kens von Vakuum und überhitztem Dampf  auf     Kaffeebohnen    bei dem Entfernen orga  nischer     Lösungsmittel    für das Koffein     mit-          telst        Vakuums.     



       Die    Anwendung des Vakuums.kann aber  das Endergebnis der     Koffeinentziehung    noch  in ganz besonderer Weise verbessern, und  zwar einesteils durch besondere Anwendung  des Vakuums bei der     Vorbehandl:ung    und  andernteils durch geeignete Anwendung des  selben beim Rösten.  



  Dass man zwecks Entziehung des     Koif-          feins    aus ganzen     Kaffebohnen    diese mit ge  eigneten organischen     Lösungsmitteln    und       Ammoniaklösungen    vorbehandelt, ist bereits  bekannt. Dieses Verfahren hat     jedo-rh    den  grossen Nachteil, dass die Kaffeebohnen zu    lange mit Wasser in Berührung kommen und  ein grosser     Verlust    von     ExtraktstoTfen    auf  diese     Art    nicht vermieden werden kann.

   Ver  suche haben ergeben, dass man bei einer Vor  behandlung der rohen Kaffeebohnen mit einer       1,ösung    von Ammoniak durch einfaches Ein  weichen derselben eine Aufnahme von min  destens 18 %     Feuchtigkeit        benötigt,    um durch  eine nachfolgende Extraktion mittelst eines  organischen     Lösungsmittels        zufriedenstel-          lende        Ergebnisse    zu erreichen, das heisst eine  genügende     Extraktion    von Koffein zu er  zielen, die man bei einem koffeinfreien       Kaffee    verlangt.

   Selbst bei einer relativ ge  ringen Feuchtigkeitsaufnahme von<B>18%</B> bei  der     Vorbehandlung    der Kaffeebohnen mit       Ammoniaklösungen    treten immer noch ziem  lich grosse Verluste von     Extraktstoffen    auf,  ,die das feine     Aroma    des Kaffees nach dem  Rösten     stark    abschwächen.

   Um unter weni  ger Feuchtigkeitsaufnahme die chemische  Einwirkung der     Ammoniaklösungen    auf das      Koffein doch noch zu erreichen, hat es sich  als zweckmässig erwiesen, die Rohkaffee  bohnen der     Einwirkung    einer     Ammoniaklö-          sung    unter Vakuum so lange     auszusetzen,     bis die Bohnen zum Beispiel 8 bis 18  Feuchtigkeit, je nach Herkunft derselben,  aufgenommen haben.  



  Es ist so möglich, in kürzester Zeit     die          Ammoniakgase    durch das Kaffeebohnen  gewebe     hindurchzubringen.    Die geringe  Aufnahme von Wasser hat den     Vorteil,     .dass man ein     hochwertiges        Koffein        zu-          rückgewinnt    und die     Extraktstoffverluste     hierbei auf das     Mindestmass    beschränkt. Auch  läuft man nicht Gefahr, dass die Bohnen ein       missfarbiges    Aussehen erhalten oder beim  Rösten oberflächlich leicht schwarz werden.

    Auch wird das feine Aroma des Kaffees,  worauf es ganz besonders ankommt, derart  gut erhalten, dass sich derselbe von     einem     koffeinhaltigen Kaffee nicht mehr unter  scheiden lässt.  



  Es hat sich weiter gezeigt, dass beim Röst  verfahren auch ohne besondere     Vorbehand-          lung    der Kaffeebohnen die Entziehung des       Koffeins    und anderer     geschmackstörender     Stoffe möglich ist, wenn beim Röstverfah  ren, das zweckmässig in einer rotierenden  Trommel oder Kugel ausgeführt wird., unter  Vakuum gearbeitet wird, da das Koffein sich  bereits bei<B>100'</B> C zu verflüchtigen anfängt  und bei 180   C in farblosen Nadeln subli  miert.

   Dass bei dem     Röstprozess    ohne Va  kuum der Kaffee, trotzdem er einige Mi  nuten einer Temperatur von     150-200'    C  ausgesetzt ist, nur ganz     unbedeutete        Quan-          ten    Koffein     verliert,    hat seinen     Grund    zum  Teil darin, dass das Koffein im wesentlichen  an Mineralsubstanz zum Beispiel vorwiegend  als     Koffein-Kalium    gebunden ist und unter  dem gewöhnlichen Luftdruck nicht nur nicht  durch die ungemein feste Struktur der Boh  nen, sondern auch nicht durch deren hornartig  beschaffene Oberhaut     hindur.chzudringen    ver  mag.  



  Versuche haben ergeben, dass beim Rö  sten unter Vakuum die Verflüchtigung des    Koffeins je nach der Höhe des angewendeten  Vakuums und der Temperatur, sowie des  mehr oder weniger längeren     Verbleibens    des  gerösteten Kaffees im     Vakuum    nach dem  Abflauen der höchsten Temperatur .gefördert  werden kann.

   Man kann beim Rösten zweck  mässig .so verfahren,     !dass    man erst den     Kafee     ohne Vakuum bis etwa     8,0-90'    C erwärmt,  alsdann evakuiert, wobei man die Temperatur  je nach der Höhe des Vakuums steigert, und  zwar nur so lange, bis man unter Einfluss  des Vakuums alsdann ohne Anwendung von  Wärmezufuhr, das heisst durch die mittelst  Eigenwärme nun folgende     Nachröstung    den  jeweils     gewünschten    Grad der Bräune des  Kaffees erhält.

   Man kann bei Ausübung des  Verfahrens den gerösteten Kaffee sich im  Vakuum soweit abkühlen lassen,     ,d.ass    .die  Temperatur einer Temperatur von 180 bis  <B>100'</B> C unter Normalluftdruck entspricht,  da bei dieser Temperaturgrenze erfahrungs  gemäss das Koffein sich noch     verflüchtet.     Man gibt also durch diese lange     Anwendung     des Vakuums dem Koffein     möglichst    genü  gend Zeit, sich während des     Röstprozesses     von den     Kaffeebohnen    trennend zu verflüch  tigen.

   Durch     Abschleifen    der mehr oder weni  ger     hornartigen    Oberfläche der     Rohk.affee-          bohnen    hat man es in der Hand, das Aus  treten des Koffeins zu erleichtern und so in  der begrenzten Röstzeit eine     grössere    Aus  beute an Koffein zu erhalten.

   (Schliesslich  lässt sich das Verfahren auch da     verwenden,     wo Kaffeebohnen mittelst organischer Säu  ren zwecks Verflüchtigung des Koffeins vor  behandelt wurden, sowie in Fällen, in denen       nach    einer solchen     Vorbehandlung    eine Ex  traktion     mittelst    organischer     Lösungsmittel     folg     te:

          D'ass    im letzteren Falle     @durch,das    Rösten  unter     Vakuum    sich die letzten Spuren derar  tiger organischer Lösungsmittel sowie die  des Koffeins austreiben lassen, bildet einen  grossen     Vorteil,    weil dadurch die mehr oder  weniger zeitraubende und die     Qualität    nicht  günstig beeinflussende     Vortrocknun.g    und       Abdestillierung    der     Lösungsmittel   <B>je</B> nach  der leichteren oder schwereren Verflüchti  gung derselben eingeschränkt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gerösteten Kaffees unter Entziehung von Kaffein und geschmackstörenden Stoffen, dadurch ge kennzeichnet, .dass die rohen Kaffeebohnen unter Vakuum gebrauchsfähig geröstet wer den. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zu röstende Roh kaffee durch Abschleifen der hornartigen Oberfläche vorbehandelt ist.
    2. Verf ahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass die Kaffeebohnen mit nicht neutral reagierenden Stoffen unter Vakuum so be- hanJelt werden, dass die Feuchtigkeitsauf- nähme der Kaffeebohnen nur $ bis 13% ihres Gewichtes beträgt und darauf ge röstet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, idadurch gekennzeichnet, daB die Kaffeebohnen mittelst nicht neutral reagierenden Gasen .oder Flüssigkeiten zwecks leichterer Lö sung des Koffeins vorbehandelt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch .gekennzeichnet, .dass die :mittelst nicht neutral reagieren den Stoffen vorbehandelten Kaffeebohnen mit einem organischen Lösungsmittel zwecks teilweiser Entziehung des Kof feins behandelt werden.
CH140081D 1927-10-06 1928-09-28 Verfahren zur Herstellung gerösteten Kaffees unter Entziehung von Koffein und geschmackstörenden Stoffen aus Kaffeebohnen. CH140081A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116249452A (zh) * 2020-07-27 2023-06-09 商密巧克力公司 用于复原咖啡豆和冲煮的咖啡的系统和方法

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