CH140125A - Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mittelst Diazoverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mittelst Diazoverbindungen.

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CH140125A
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Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten  mittelst     Diazoverbindungen.       Es ist bekannt, dass sich     Diazoverbindun-          gen    zur Herstellung von negativen und po  sitiven Lichtbildern eignen. In Betracht  kommen hierfür besonders die     Diazoverbin-          dungen    der     Aminophenole    und     -naphtole,    da  sie sich durch grosse Beständigkeit und Licht  empfindlichkeit auszeichnen.

   Für den     Nega-          tivprozess    wurden besonders     Diazosa,licyl-          säuren    und die     Diazoverbindungen    der     Ami-          nonaphtole    (siehe Schweiz.     Patentschrift     103906) vorgeschlagen. In der Schweiz. Pa  tentschrift 103906 sind als solche die     Diazo-          verbindungen    der 1.2- oder     2.1-Aminooxy-          naphtaline    oder deren Derivate genannt. Als  Derivat ist die     1-Diazo-2-oxynaphtalin-4-sul-          fosä,ure    angegeben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man aus  gezeichnete kontrastreiche Bilder mit dunk  len Tönen erhält, wenn man die     Diazoverbin-          dungen    von     Aminonaphtolcarbonsäurexi    zur  Herstellung der lichtempfindlichen Schich-         ten    auf einer beliebigen Unterlage verwen  det.  



  Man kann die     Diazoverbindungen    der       Aminonaphtolcarbonsäuren    in saurer, neutra  ler oder alkalischer Lösung auf die Unter  lage, wie zum     Beispiel    Papier,     Cellulosefilm     aufbringen.  



  Will man besonders stabile Schichten er  halten, so bringt man die     Diazoverbindung     in saurer Lösung auf die Unterlage. In die  sem Fall ist es, wenn man negative Bil  der erhalten     will,    erforderlich, dieses Pa  pier vor der Belichtung kurz mit Ammoniak  dampf zu behandeln.

   Ein derart behandeltes  Papier gibt dann unter einer 'Vorlage ebenso  wie Papiere die mit     neutralen    oder alkali  schen Lösungen der     Diazonaphtolcarbon-          säuren    behandelt     worden    sind, .dunkle,     tief-          violette    bis blauschwarze Bilder, die sich  noch durch Zusätze von Metallsalzen zur  Schicht oder durch Nachbehandlung mit Me-           tallsalzlösungen    im Tone und in der Haltbar  keit beeinflussen lassen. Doch zeichnen sich  bereits die nur mit Wasser gewaschenen Bil  der durch eine gute Lichtechtheit aus.  



  Weiter kann man, wie bereits bekannt.  der lichtempfindlichen Schicht Kolloide, wie  zum Beispiel Gelatine oder die Haltbarkeit  erhöhende Stabilisatoren, wie zum Beispiel       Na,phtalintrisulfo[äure    und andere,     beifügen.          Beispiele:     1. Man bestreicht oder tränkt Papier oder  Film mit einer Lösung aus 1,6 Gewichtstei  len     1-Diazo-2-oxy-3-naphtoesäure    und 20  Raumteilen verdünnter Natronlauge und  trocknet. Hierauf     wird    unter einem Negativ  belichtet und, nachdem das positive Bild gut  sichtbar geworden ist, mit Wasser ausgewa  schen.

   Man erhält ein blauschwarzes Bild  auf     reinweissem    Grund, das durch Nachbe  handlung mit Metallsalzen in     mannigfaltiger     Weise getönt werden kann. Zum Beispiel  erhält man mit Kupferlösungen neutrale,  schwarze Töne.  



  2. Man bestreicht Papier mit einer Lö  sung von 4     Gewichtsteilen        1-Diazo-2-oxy-6-          naphthoesäure    in 50 Raumteilen verdünnter  Natronlauge und trocknet. Beim Belichten  unter einem Negativ entsteht ein positives  Bild, das nach dem Wässern olivgrün mit  rein weissem Grund erscheint.  



  3. Ein mit einer gehärteten Gelatine  schicht überzogenes Papier wird mit einer  Lösung von 2 Gewichtsteilen des Na-Salzes  der     1-Diazo-2-oxy-3-naphtoesäure    in 100  Raumteilen Wasser behandelt, getrocknet,  unter einem Negativ belichtet und nach dem  Wässern     nachgekupfert.    Man erhält ein  schwarzes Bild.    4. Mit einer Lösung von 2 Gewichtsteilen       Trinatriumphosphat,    4 Gewichtsteilen     1.-          Diazo--2-o:cy-3-naphtoesäure    und der zum  Erhalt einer klaren Lösung erforderlichen  Menge Natronlauge in 50     Raumteilen    Wasser  wird Papier bestrichen und getrocknet.

   Nach  dem Belichten unter einem     Negativ    und Aus  waschen werden Bilder mit blauschwarzen  Tönen und sehr guten Weissen erhalten.  



  5. 4 Gewichtsteile     1-Diazo-2-oxy-3-naph-          toesäure    und 2 Gewichtsteile     Trinatriumphos-          phat    werden in 25 Raumteilen verdünnter  Natronlauge gelöst und mit einer Lösung  von 1,2 Gewichtsteilen Borsäure und 0,3 Ge  wichtsteilen Weinsäure in 25 Raumteilen  Wasser vereinigt. Das mit dieser Lösung in  üblicher Weise hergestellte Papier liefert  Bilder mit blauschwarzen Tönen und sehr  guten Weissen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lichtemp findlichen Schichten, dadurch gekennzeich net, dass man Diazoverbindungen der Amino- naphtolcarbonsäuren auf eine Unterlage auf trägt. UNTERANSPRüCHE Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Herstel lung der lichtempfindlichen Schichten Stabilisatoren verwendet. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Herstel lung der lichtempfindlichen Schichten Kolloide verwendet.
CH140125D 1927-12-10 1928-11-30 Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mittelst Diazoverbindungen. CH140125A (de)

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