CH140247A - Installationsselbstschalter mit Mehrfachunterbrechung. - Google Patents
Installationsselbstschalter mit Mehrfachunterbrechung.Info
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Description
Installationsselbstschalter mit 14iehrfachunterbrechung. Die Erfindung bezieht sich auf einen In- stallationsselbstschailter mit Mehrfachunter brechung. Bei bekannten Schaltern dieser Art sind wegen der Verwendung gewickelter Spulen für,die elektromagnetische Auslösung mehr .als zwei Unterbrechungsstellen räum lich nicht unterzubringen, wenn nicht die Abmessungen des Schalters praktisch unzu lässige Grössen annehmen sollen.
Diese Un zulänglichkeit wird gemäss .der vorliegenden Erfindung dadurch aufgehoben, @dass bei durch ein Schaltgetriebe geschlossenem Schal ter stromleitende Kontaktorgane mit ihren direkten Verbindungen die Windungen einer Magnetspule bilden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge- stt? lt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Schal ters, das Gehäuse geschnitten; Fig. 2 ist eine untere Stirnansicht eines die Kontaktorgane tragenden Iso@l;aticnskör- pers; Fig. 3 und 4 sind, .bei weggelassenem Gehäuse, achsiale Längsschnitte, die um<B>90'</B> gegeneinander versetzt sind; Fig. 5 zeigt eine Einzelheit.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel sind sechs Unterbrecherkontakte vorgesehen, die hintereinander geschaltet sind.
Die feststehenden Kontaktorgane sind als Bolzen 1 bis 6, die beweglichen Kontakt organe Ja bis 6a ,als Brücken (Fig. 1, 3 und 4) ausgebildet. Die Kontaktbolzen 1 bis 6 sitzen in einen Isolierkörper 9; die Bol zen 2 bis 5 sind durch Schienen 7 und 8 mit einander verbunden (Fig. 2). Die Kontakte bilden daher in Schliesslage mit ihren Ver bindungen geschlossene Windungen einer Spule.
Zur Verstärkung des magnetischen Feldes ÜerSpule dient ein Eisenrahmen 10, der aus zwei parallelen, im innern der Spule durch ein Querjoch verbundenen Blechen oder Blechpaketen besteht (Fig. 4). Letztere dienen .als Lagerschilde für die Drehbolzen des mechanischen, später erläuterten Schalt- getriebes und des Auslöseunkers 14. Der Auslöseanker hat die Form eines Doppel hebels, der um einen Zapfen 15 .drehbar ge lagert ist.
Der Eisenrahmen 10 ist .an dem Isolierkörper 9 mittelst der Schrauben 12, 13 befestigt. Die Schraube 12 dient zur Stromführung und ist aus diesem Grunde gegenüber dem Eisenrahmen isoliert und mit dem Kontaktbolzen 1 durch ein(; Schiene 24 verbunden.
Die festen Kontakte 1 bis 6 sitzen paar weise zu beiden Seiten !des Joches des Eisen rahmens 10. Der untere Teil des Eisenrah mens 10 ist von dem obern Teil des Isolier körpers 9 auf den Längsseiten umfasst, so da.ss -die Bildung von Kammern 11 für die Kontakte möglich ist (Fig. 1<B>)</B>. Diese Kam mern sind in der Schaltrichtung offen, quer zur Schaltrichtung, also in der Blasrichtung der Lichtbögen, durch das Gehäuse 25 :aus Isoliermaterial, zum Beispiel Porzellan, ge geneinander isoliert abgeschlossen..
Die beweglichen Kontaktbrücken la bis 6a sitzen nebeneinander in einem Isolierkör per 29 und sind durch Fenster 30 des Rah mens 10 geführt. Der Isolierkörper 29 ist mittelst einer Büchse 32 mit dem Sbhalt:- getriebe verbunden, das wie folgt ausgebil det ist: In der Büchse 32 ist ein Bolzen 34 ver schiebbar geführt, -der mit dem nicht ange zogenen, bis in die Mittelachse des Schal ters reichenden Schenkel des Auslöseankers 14 in Berührung steht.
An der Büchse 32 greift ferner eine Blattfeder 33 an, die an den Enden eingerollt und durch Querstifte 35 in. Schlitzen 36 ,des Eisenrahmens 10 ge führt ist. Die eingerollten Enden der Feder liegen in offenen Lagern 38 von S,chiebern 39, die an den Enden an je einem Knie hebel 40 angelenkt sind. Die Gelenkbolzen 41 sind in Schlitzen 42 ,des Eisenrahmens 10 geführt. Die Kniehebel 40 sind mit of fenen Augen an einem Bolzen 43 .aasgelenkt, der mittelst eines Druckknopfes oder Kne bels 44 in Schlitzen 45 des Eisenrahmens <B>10</B> verschoben werden kann.
Diese Schlitze 45 sind so tief geführt, dass die Kniehebel 40 um einen geringen Betrag über die ge- streckte Mittellage hinausgeführt werden können, so d.ass dann Selbstsperrung eintritt. Der Druckknopf oder Knebel 44 ist an dem Deckel 48 des Gehäuses 25 geführt.
Das Gehäuse 25 hat unten den üblichen Anschlussstutzen mit dem Gewindering 26, der durch eine ,Schiene 27 an den Kontakt bolzen 6 gelegt ist, und den üblichen Fuss kontakt 28, der mit .der Schraube 12 in lei tender Verbindung steht.
Diese Verbindung zwischen Fusskontakt 28 und Schraube 12 ist im Ausführungs beispiel durch ein thermisches Auslöseglied 17 hergestellt. Zu diesem Zweck ist der Iso lierkörper 9 mit-einem zentralen, hohlzylin drischen Ansatz 16 versehen, der -das Aus löseglied 17 aufnimmt. Es hat die Form eines Drahtes oder Bandes, das mit einem Gewindebolzen 18 fest verbunden ist. Der Bolzen 1,8 sitzt in einer Gewindebüchse 19, .die mittelst einer Mutter 20 ,am Isolierkör- per 16 festgehalten ist.
Dadurch ist eine Einstellung des Gliedes 17 in @a@chsialer Richtung möglich. Das obere Ende des ther-A mischen Auslösegliedes 17 ist mit einer Fe dpr 21 verbunden, die mit einer Unterlage 22 ,aus Isoliermasse @am Eisenrahmen 10 be festigt ist. Zur Befestigung dient die früher erwähnte .Schraube 12 und eine Mutter 23. Das Ende der Feder<B>21</B> liegt an einer Isolier scheibe 14a an, die .an dem freien Ende des den Auslöseanker bildenden Doppelhebels 14 befestigt ist.
Das thermische Auslöseglied wirkt ,also unmittelbar auf den Anker 14 ein.
Der @H@ohlzylindler 16 kann mit eineiu Stoff ausgefüllt sein, der eine Regelung der Wärmeableitung gestattet.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist ausserdem noch eine Handauslösung vorgese hen. Sie besteht aus einer Stange 46, die durch den Deckel 4.8 des Gehäuses 25- hin durohtritt und am obern Ende einen Druck knopf 47 trägt. Die Stange 46 greift unmit telbar am Anzugsarm des Auslöseankers 14 an.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Sehalters ist folgende: Beim Niederdrücken des Druckknopfes oder Knebels 44 bewegen sich die Kniehebel 40 .auswärts und -die Schieber 39 einwärts. Infolgedessen wird die Blattfeder 33 gespannt und der Isolierkörper 29 mit den eingelagerten Bügeln der Kon takte ja bis 6a abwärts bewegt, bis diese letzteren mit den Kontaktbolzen 1 bis 6 in Berührung kommen. Infolge der Aufhängung der beweglichen Kontakte an der Feder 33 lässt sich dabei auch bei gewissen Höhen unterschieden ,der einzelnen Kontakte ein gleichmässiger Kontaktdruck einstellen.
Die Sperrung erfolgt infolge der erwähnten Aus bildung der Kniehebel 40 selbsttätig.
Der Strom fliesst über -den Fusskontakt 28, die Büchse 19, den Regelbolzen 1.8, das thermische Auslöseglied 17, die Feder 21, die S=hraube 12, die Brücke 24, die Kontakte 1 bis 6, -die Schiene 27 zum äussern Gewinde ring 26 des Gehäuses.
Bei Kurzsehluss wird ,das im Eisenrah men 10 erzeugte elektrom.a;netische Feld so gross, dass der Anker 14 angezogen wird. Der Bolzen 34 hebt sieh dann und drückt -die Kniehebel 40 über .die gestreckte Lage zurück. Die Feder 33 wird dadurch frei und reisst .mit grosser Geschwindigkeit die Kon takte ja bis 6a von -den Kontakten 1 .bis 6 ab, so dass der Strom unterbrochen wird.
Die Sichaltbewegung erfolgt senkrecht zur Spu- lenaehse und zu dem nach der Unterbre chungsstelle gerichteten Spulenra@dius, so dass die bei der Öffnung entstehenden Lichtbögen längs des 8pulenradius,also senkrecht zur Schaltbewegung, weggeblasen werden. Die Lichtbögen werden dabei -durch -die Kammern 11 geführt, und da diese nach aussen hin durch -d.as umgebende Porzellangehäuse ab geschlossen sind, ist ein Kurzschluss über die Lichtbögen ausgeschlossen.
Bei Überlastung wird das thermische Auslöseglied 17 wirksam; es dehnt sich dabei aus und :drückt mittelst .der Feder 21 sauf den Isolierbelag, 14a des Doppelhebels 14, der den Auslösebolzen 34 anhebt, und wie vor- her die Trennung der Kontakte bewirkt. Die Unterbrechung durch das thermische Aus löseglied kann in Abhängigkeit von der -Stromstärke .durch Einstellen des Bolzens 18 geregelt werden.
In demselben -Sinne wirkt .die Füllung des das Auslöseglied umschlie ssenden Hohlzylinders 16 mit einem wärme ableitenden Stoff. Durch,den Anker 14 wird erreicht, dass bei Kurzschluss die el.ektromiag- netische Auslösung sehr rasch erfolgt, so .dass eine Gefährdung des thermischen Aus- löseorganes nicht eintritt.
Der Vorschrift, eine Freiauslösung zu er möglichen, kann dadurch genügt werden, dass die Verbindung der Kniehebel 40 mit dem Zapfen 43 des Druckknopfes oder Knebels 44 keine feste ist, sondern eine lösbare. Die Lageraugen sind zu diesem Zweck (Fig. 5) nach unten hinoffen gelassen, so d.ass selbst beim Festhalten des Druckknopfes oder He- bels 44 bei --einer Überlastungoder bei Kurz schluss die Kniehebel 40 durch den Auslöse bolzen 34 angehoben werden können.
Sobald dann die gestreckte Mittellage überschritten ist, wird die Feder 33 wirksam und sehleu- ,dert die Kniehebel 40 um ihre Zapfen 41 nach aussen.
Die Ausschaltung von Hand erfolgt durch Niederdrücken des Knopfes 47 der aussen :am Anker 14 angreifenden Stange 46. Die durch die bei geschlossenem Sehalter stromleitenden Kontaktorgane und deren di rekte Verbindung gebildete Magnetspule be sitzt so grosse Leitungsquerschnitte, dass sie für 'Stromstärken innerhalb weiter Grenzen, zum Beispiel bis 25 Amp., unverändert blei ben kann.
Sie gestattet eine Schaltbewegung senkrecht zur @Spulenaxe und zu dem nach ,den Unterbrechungsstellen gerichteten Spu- lenradius, so dass beim Ausschalten die Flam menbogen längs des :Spulenradius weggebla sen werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Installationsselbstschialter mit Mehrfach unterbrechung, .dadurch gekennzeichnet, .dass bei durch ein Schaltergetriebe geschlossenem Schalter die stromleitenden Kontaktorgane mit ihren direkten Verbindungen die Win dungen einer Magnetspule bilden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Installationsselbstschalter nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine von aussen her betätigbüre mechanische Auslösevorrichtung vorgesehen ist.?. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein geschlossener Eisenrahmen den Träger des ,Schaltgetriebes und zugleich den Mag neten einer elektromagnetischen Auslöse vorrichtung bildet. 3. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenrahmen aus zwei parallelen, im Innern der durch die Kontaktorgane und deren Verbindungen gebildeten Magnetspule durch ein Quer joch verbundenen Blechkörpern besteht, die als Lagerschilder für die Drehzapfen des Schaltgetriebes und des Ankers der elektromagnetischen Auslösevorrichtung dienen.4. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass von den stromleitenden Kontaktorganen die fest stehenden paarweise zu beiden Seiten des Querjoches des Eisenrahmens angeordnet sind, während die beweglichen Kontakt organe als .Schaltbrücken ausgebildet und in Fenster des Eisenrahmens eingesetzt sind.5. InstaIlationsselbstschalter nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Paar der feststehenden und der beweglichen Kontaktorgane in einer in der Schalt richtung offenen Kammer (11) eines am Eisenrahmen befestigten und den Träger der feststehenden Kontaktorgane bilden den Isolierkörpers sitzen, und dass jene Kammern durch das @Schaltergehäuse in der quer zur Schaltrichtung verlaufen den Blasrichtung der Lichtbogen gegen einander isoliert abgeschlossen sind.6. Installationsselbstsohalter nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Auslöseanker der elektromagnetischen Auslösevorrich- tung als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, dessen einer Arm bis in die Mittel- are des Schalters reicht, wo ihm der Kopf eines axial verschiebbaren Auslöse bolzens gegenübersteht.7. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Kontaktorgane an einem Isolierkörper (29) angebracht sind, den eine Plattfeder (33) trägt, an deren freien Enden Schubhebel (39) angreifen, welche durch über die gestreckte Mittel lage hinaus versetzbare Kniehebel an ein zur Betätigung des Schaltgetriebes von aussen her vorgesehenes Organ ange schlossen sind. B. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kniehebel mit dem Betätigungsorgan durch einen Zap fen gelenkig verbunden sind, den sie mit einem offenen Auge erfassen.9. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch und den Unteransprüchen \?, 3; 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss in einem hohlen Ansatz des die festste henden Kontaktorgane tragenden Isolier- körpers ein thermisches Auslöseglied un tergebracht ist, dessen Kopf an den Aus löseanker der elektromagnetischen Aus lösevorrichtung heranreicht.10. Installationsselbstschalter nach Patentan- spruch und den Unteransprüchen 2, 3, 5, 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass ,der das thermische Auslöseglied um schliessende hohle Ansatz des Isolier- körpers mit einem Stoff ausgefüllt ist, ,der eine 'Regulierung der "##@T@ärmeablei- tung gestattet. 11.Installationsselbstschalter nach P'atentan- spruch und den Unteransprüchen \?, 3, 5, 6, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, d:ass das thermische Auslöseorgan ,an einem von aussen her zugänglichen Ende mit einer Vorrichtung zum axialen Ein stellen versehen ist, während ain innern Ende desselben eine Feder (?1) angreift, die sich gegen den Anker der elektro magnetischen Auslösevorrichtung anlegt.12. Installationsselbstschalter nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Arm des Ankers der elektr.omagneti-chen Auslösevorrichtung sich im Bereich der von aussen her betätigbaren mechanischen Auslösevorrichtung befindet.
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