Tankautomat. Gegenstand der Erfindung ist ein Tank automat, dessen Zweck es ist, Benzin, 01 oder irgendwelche andern Flüssigkeiten ge- .en Geldeinwurf selbsttätig abzugeben. Ein solcher Automat ist, da er keines ständigen Bedienungspersonals bedarf, besonders an einsamen Orten oder zur Nacht.zeit von Vor teil. Der Erfindungsgegenstand lässt auf ein fache und sichere Weise diesen Zweck er reichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführun(;äbei- spiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 bis 5 die Inneneinrichtung in ver- ,schiedenen Arbeitsstellungen in Ansicht und Draufsicht, Fig. 6 bis 8 einen Teil der Inneneinrich tung in verschiedenen Arbeitsstellungen in Vorderansicht und .Seitenansicht, Fig. 9 einen Einzelteil in Draufsicht, Fi.g. 10 eine Aussenansicht des Automaten. Es ist 1, 2 ein zweiarmiger Hebel, der in dem Bock 3 drehbar gelagert ist..
Auf dem Arm 1 des Hebels ist ein Gegengewicht 4 vorgesehen. Auf dem Arm. 2 des Hebels ist ein Messgefäss 5 angebracht, das sich durch eine Pumpe 9, die einen nach aussen heraus ragenden Bedienungsgriff 7 besitzt, voin un terirdischen Tank 8 .aus durch das Steigrohr und den biegsamen Schlauch 10 auffüllen lässt. Es ist 11 eine mit Rückschlagventil versehene Einfülleinrichtung für den unter irdischen Tank B.
Um durch .den Apparat bei Einwurf ver- schiedenwerti:ger Geldstücke entsprechende Mengen der Flüssigkeit verabfolgen zu kön nen, ist das das Messgefäss 5 ausbalancierende Gegengewicht 4 verschiehbar angeordnet. Die Verschiebung kann durch eine von der Leiste 12 unterstütze Gabel 13 bewirkt werden, die sich unter gewissen Voraussetzungen von :au ssen her durch einen Griff 6 verstellen lä,sst. Der Griff 6 gleitet in einem Schlitz 14 der Aussenwand ,des Automatengehäuses 15.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind beispielsweise drei für verschiedenwer- tzge Geldstücke passende Einwurfschlitze 16, 17 und 18 (Fig. 10) vürgesehen. Dementspre chend ist der Schlitz 14 mit drei Rasten ver sehen, um das Gewicht 4 sicher und genau auf die drei verschiedenen Stellungen einstel- len zu können, wie sie in Fig. 6 und 7 durch volle bezw. gestrichelte Linien verans-chau- lncht sind.
Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn bei der in Fig. 1, 6 und 8 gezeichneten Grundstellung ein Geldstück beispielsweise in den Einwurfschlitz 16 .gesteckt wird, so gelangt es nach dem Passieren üblicher Prüf einrichtungen in den Geldkanal 19. Dieser Kanal 19 besitzt, ebenso wie die Kanäle 20 und 21, an einer .geeigneten Stelle seiner Un terseite eine Öffnung.
Wenn nun, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, das Gewicht 4 nicht diejenige Stellung innehat, die dem benutzten Einwurfschlitz entspricht., so fällt das Geldstück durch die vorerwähnte Öff nung des Kanals in den darunter befindlichen Trichter 22, von wo es durch einen Kanal 23 in. eine an der Aussenwand .des Automa tengehäuses vorgesehene Schale 24 zurück gleitet. Das Gleiche würde auch geschehen, wenn man die andern Einwurfschlitze 17 und 18 dann benutzt, wenn das Gewicht 4 nicht die entsprechende Stellung einnimmt.
Das Geldstück würde dann ebenfalls durch Öffnungen der Kanäle 20 und 21 in die Trichter 25 bezw. 26 fallen und von dort in die Schale 24 geleitet werden.
Wenn man aber einen bestimmten Geld einwurfschlitz, also zum Beispiel den Schlitz 16, benutzt, nachdem man vorher den Griff 6 und damit das Gewicht 4 auf die diesem Einwurfschlitz entsprechende Stellung ein gestellt hat, so kann das Geldstück über die vorerwähnte Öffnung des Kanals 21 hinweg rollen, weil dann diese Öffnung durch eine mittelst der Stange 27 an dem Gewicht 4 angebrachte Platte 28 verschlossen ist.
Das Geldstiick rollt dann also weiter und schlägt auf die Schiene 29 auf. Beim Auf schlagen wird die Schiene 29, die durch das Verbindungsstück 30 gelenkig an einer Wand des Automatengehäuses angebracht ist und durch eine schwache Feder 31 hori zontal gehalten wurde, nach unten gedrückt. (Fig. 2, 4 und 7). Dabei rollt das Geld stück in den Sammelbehälter 32 und gleich zeitig verliert das gewichtsbelastete Ende 33 eines im Bock 35 drehbar gelagerten zwei armigen Hebels 33, 34, das auf einer Raste 37 auflag, seinen Halt und fällt bis zum An schlag 36 herab.
Dabei hebt sich das andere Ende 34 des Hebels hoch, und indem es auf einer schrägen Fläche des Riegels 38 entlang gleitet, drückt es diesen Riegel 38 weg, der federnd gelenkig auf einem Träger 39 vorgesehen ist (Fig. 2). Der Riegel 38 ar retierte vorher (Fig. 1) den zweiarmigen He bel 1, 2 und er sperrte ferner, indem seine obere Schneide in einen mit dem Pumpen griff 7 in Verbindung stehenden Zahnkranz 40 eingriff, die Benutzung der Pumpe 9, 7.
Nachdem nun der Riegel 38 durch den Geldeinwurf ausgelöst wurde, gelangt das auf dem Hebelarm 2 angebrachte Messgefäss 5 in seine Höhenstellung und kann durch Benutzung des Griffes 7 mit der aus dem Tank 8 herausgeholten Flüssigkeit gefüllt werden.
Der Grad dieser Auffüllung richtet sich nach der jeweiligen Stellung des Gegenge wichtes 4. Wenn das Gewicht 4 auf dem äussersten Ende des Hebelarmes 1 sitzt, so wird eine grössere Menge der Flüssigkeit in das Messgefäss 5 eingefüllt, als wenn das Gewicht 4 näher dem Lagerbock 3 steht. In dem Augenblick nämlich, in dem das Ge wicht des Inhaltes des Messgefässes 5 die zu rückhaltende Kraft des Gegengewichtes 4 übersteigt, beginnt (das Messgefäss 5 zu sin ken. Das Messgefäss 5 ist einseitig überhän gend und nach unten schwenkbar auf dem Hebelarm 2 des Hebels 1, 2 angebracht, so dass es, wenn es aufgefüllt wird, das Bestreben hat, sich seitlich zu neigen.
Dieses seitliche Nei gen kann aber erst dann stattfinden, wenn das Messgefäss 5 beim Herabsinken eine Anschlagleiste 41 verlässt, an der vorher eine Innenfläche des Messgefässes entlangglitt.
Wenn nun das Messgerät 5 sich sowohl heruntergesenkt, als auch sich geneigt hat (Fig. 3 und 5), so drückt es auf den Hebel arm 34, so dass nun einerseits der Riegel 38 wieder in die Stellung zurückgelangt (Fig. 3 und 5), in der er den Hebel 1, 2 und den Pumpengriff 7 festhält, während anderseits der Hebelarm 33 den Anschlag 36 verlässt, an der zurückfedernden Raste 37 vorbei streicht und sich dann mit seinem Ende auf diese Raste 37 auflegt.
Aus dem gemäss Fig. 3 und 5 seitwärts geneigten Messgefäss 5 fliesst die darin be findliche Flüssigkeit durch den Trichter 42 in das Sammelgefäss 43 und von hier aus zur Mündung des Schlauches 44, sobald der Ab sperrhahn 45 geöffnet wird.
Ist das Messgefäss 5 auf diese Weise leer gelaufen, so schwenkt es in seine Aufrecht stellung zurück, da an ihm einseitig ein kleines Gegengewicht 46 angebracht ist, das so bemesssen ist, dass es das Gewicht des leeren Messgefässes 5 ausbalancieren kann. Hierdurch ist nun wieder die in Fig. 1 dar gestellte Bereitschaftsstellung erreicht.
Damit es nicht möglich ist, die Stellung des Gegengewichtes 4 noch nach dem Geld einwurf zu Gunsten des Benutzers zu än dern, sind für die drei in Frage kommenden Gewichtsstellungen Anschläge 47 vorgese hen. Zwischen diese Anschläge 47, die sonst die Verschiebung des Gewichtes 4 nicht be einträchtigen, gleitet das Gewicht 4 hinein, sobald der Einwurf des Geldstückes ein Ab wärtsneigen des Hebelarmes 1 zur Folge hat (Fig. 7).
Es könnte auch eine Einrichtung getrof fen werden, durch die diejenigen Einwurf schlitze, die nicht der jeweiligen Stellung des Gewichtes 4 entsprechen, von innen her ab gedeckt werden.
Damit das Gewicht 4 zwischen deii Ar men der Gabel 13 möglichst reibungslos auf- und abgleiten kann, werden zweckmässig an den Innenf iächen der Arme Rollen 48 vor gesehen, wie sie in Fig. 9 beispielsweise ver anschaulicht sind.
Da infolge von Preisschwankungen dem Wert eines bestimmten Geldstückes nicht immer eine bestimmte Menge der zu verab folgenden Flüssigkeit entspricht, kann, wie Fig. 9 zeigt, auf dem Gewicht 4 beispiels weise ein kastenartiger Behälter 49 vorge sehen werden, der zur Aufnahme kleiner Differenzgewichte bestimmt ist.
Der an der Aussenseite des Automaten gehäuses 15 vorgesehene Abfüllschlauch 44 wird zweckmässig, wie Fig. 10 zeigt, an einem Seil oder an einer Kette 50 aufge hängt, die über eine im Innern des Auto matengehäuses 15 vorgesehene Rolle geführt und durch ein Gegengewicht belastet ist, so dass der Schlauch 44, sobald er losgelassen wird, selbsttätig in seine Aufhängestellung zurückkehrt.