Verfahren und Maschine zum Bewegen von Garnsträhnen in Farbilotten und dergleichen. Die Erfindung betrifft den Arbeitsgang mirl den Aufbau solcher Garnfä.rbemaschinen, t,ei denen die Garnstränge an oberhalb des die Farbflotte oder dergleichen enthaltenden Fliissigkeitsbades befindlichen Haspeln auf- rehängt sind und mit.
ihren untern Teilen durch senkrechte und seitliche Bewegungen <B>des</B> Haspels in die Flüssigkeit eingetaucht, aufwärts und abwärts, sowie seitlich hin- und herbewegt und zugleich in der Faden richtung einer Umzugbewegung unterworfen werden.
um die Einwirkung des Flüssigkeits bades durch ständigen Wechsel der jeweilig Feingetauchten Teile auf die ganzen Garn strähnen gleichmässig zu erstrecken. Bei den zur Zeit hauptsächlich in Gebrauch befind lichen derartigen Maschinen sind die die C-rarnsträhnen tragenden Haspel an dem Zap fen je einer während des Betriebes dauernd innlaufenden Kurbel mit diesem Zapfen un- drehbar verbunden angebracht.
Durch die Ii urbeldrehung werden hierbei einerseits die senkrechten Ein- und Austauchbewegungen und die seitlichen Schwenkbewegungen der Garnsträhne hervorgebracht, zugleich aber ergibt sich dabei durch das Abwälzen der Garnsträhne auf dem Umfang des Haspels eine Umzugsbewegung, deren Grössenweit während jeder Umdrehung von dem Durch messer des Haspels .abhängt.
Beim Betrieb derartiger Maschinen hat sich nun besonders beim Verarbeiten sehr feiner Seidengarne und dergleichen eine ge wisse Tendenz zur Verwirrung der Fäden innerhalb der Garnsträhne ergeben, welche mit der Umlaufgeschwindigkeit der Haspel kurbeln verhältnismässig schnell anwächst und daher die zulässige Arbeitsgeschwindig keit und Leistung der Maschine für feinere beziehungsweise dafür sonst empfindlichere Garnsorten stark beschränkt.
Diese Verwir rungstendenz ist auf das eigentümliche Zu sammenwirken der gleichförmigen Umzug- bewegung mit den Bewegungen der Garn- fäden zurückzuführen, die sich bei den durch die Kurbel abwechselnd hervorgebrachten Ein- und Austauchbewegungen der Garn strähne unter Mitwirkung des auf die ein zelnen Fäden wirkenden Flüssigl@eitswider- standes ergeben.
Beim Eingäuchen der Garnsträhne in die Flüssigkeit wird nämlich das Gewicht der mit Flüssigkeit durchtränkten Garnfäden durch die Auftriebswirkung auf einen kleinen Bruchteil vermindert, so dass die eingetauch ten Fadenteile in der Flüssigkeit nur ver hältnismässig langsam sinken. Der Abwärts- bewegung setzt sich ausserdem der verhält nismässig grosse Verdrängungswiderstand des Wassers entgegen. Durch beide Wirkungen werden daher die Fäden des eintauchenden Garnstrangteils in der Flotte auseinander getrieben.
Diese Bewegungen führen an sich, da sie die einzelnen Fäden von einander zu entfernen streben, noch nicht zu einer Verwirrungstendenz, vielmehr schliessen sich die Fäden der Garnstränge, wenn sie nach dem Eintauchen ohne weitere Zwischenbewegung wieder senkrecht aus der Flüssigkeit herausgezogen werden, unter der Wirkung des Flüssigkeitswiderstandes wieder in gleichmässig gestreckter Lage zu- einem dichten Garnstrang zusammen.
Wenn jedoch während der Eintauchbewegungen zugleich Eine gleichmässige Umzugsbewegung der Garnsträhne stattfindet, so wird hierdurch die Eintauchgeschwindi,gkeit in ,dem senk rechten Strang des Strähnes, in dem diese Umzugsbewegung aufwärts gerichtet ist, ver mindert, während sie in dem andern Strang vergrössert wird.
An der untersten Übergangsstelle zwi schen diesen beiden Strängen ergibt sich im allgemeinen oder mindestens zeitweilig ein der Umzugsgeschwindigkeit entsprechender Wechsel der Bewegungsrichtung, welcher mit Seitenbewegungen verbunden ist. Der Flüs sigkeitswiderstand setzt sich hierbei der Be wegung der einzelnen Fäden in ungleich- mässiger Weise entgegen, und zwar natürlich um so mehr, je grösser die Umzugsgeschwin digkeit und die dabei ebenfalls zur Geltung kommenden, von der Kurbeldrehung herrüh renden, seitlichen Bewegungen der Strälnie in. der Flüssigkeit sind.
Bei der nachfolgenden Austauchbewegung können sich die Fäden wegen der inzwischen eingetretenen Verlagerung nicht wieder auf denselben Bahnen einander nähern, auf denen sie sich beim Eintauchen voneinander ent fernt haben. Sie werden daher durch den Flüssigkeitswiderstand mehr oder weniger unregelmässig durcheinander geschoben, und zwar um so mehr, je stärker mit der Arbeits geschwindigkeit der Maschine der Bewe- aungswiderstand der Flüssigkeit sich-vergrö- ssert. _ Um diese für die Leistungsfähigkeit so:
l- eher Färbemaschinen nachteiligen Wirkun gen zu vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung -deren Arbeitsverfahren so ausge staltet. da.ss die Umzugsbewegung der Garn- strähne in der, Fadenrichtung während der abwärts gerichteten Eintauchbewegung ver- rnehrt., während des Austauchvorganges da gegen vergrössert beziehungsweise ganz un terbrochen wird.
Die hierbei auf die einzelnen Fäden der beiden parallelen Stränge jeder Strähne un ter dem Wasserwiderstand sich ergebenden Wirhun-en sollen anhand der Fig. 1 bis 5 der Zeichnungen erläutert werden, in welchen.dieser Bewegungsvorgang schema- tisch in fünf verschiedenen Stellungen dar-. gestellt ist.
Hierbei trägt der mit der 11ur- belwelle 1 umlaufende Kurbelarm 2 auf dem Kurbelzapfen 3 drehbar den Haspel d, über welchen die Garnsträhne 5 aufgehängt ist, >o dass die untern, an der Umkehrstelle G miteinander verbundenen Stränge 7 und nach Massgabe der Kurbelstellung in das Flüssigkeitsbad 9 mehr oder weniger einge taucht werden. Die Kurbel wird in der R.ich- tutig" des Pfeils 10 gedreht. Ausserdem fin det die nach dem Verfahren zeitweilig ver änderte Umzugsbewegung in der Richtung des Pfeils 11 statt.
Bei der in Fig. 1 gezeichneten Stellung befindet sieh der Kurbelzapfen 3 mit, dem ll,i@pel .1 in der obern Grenzstellung. Die in das Flüssigkeitsbad 9 eingetauchten un tern Teile der beiden Stränge 7 und 8 sind unter der Nachwirkung des vorausgegange nen Austauchvorganges nur wenig ausge- ireitef. Bei dem gedachten Vorgang ist der 1Iaaicl 4 während der abwärts "gerichteten Halbdrehung der Kurbel mit.
dieser undreli- bar verbunden, wie dies durch die Umlauf. bewegung des Umfangspunhtes 12 dieses Haspel; ersichtlich. Der Durchmesser des Haspels ist beispielsweise so bestimmt, dass sein halber Umfang gleich dem Durchmesser des Kurbelkreises ist.
Beim Übergang des Haspels aus der Stel lung nach Fig. 1 in die um einen rechten Winkel versetzte Stellung nach Fig. 2 wik- kelt sich daher auf den Haspel ein Stück des .Stra.ngteils 8 auf, welches eben so gross ist. wie der halbe Kurbelhub, um welchen die Alitte des Haspels sich bei der gleichen Bewegung abwärts gedreht hat.
Während dieses Vorganges bleibt also der rechte Strang 8 der Strähne in Ruhe, während der links seitige ,Strang 7 um eine Weglänge abwärts bewegt und in die Flüssigkeit eingesenkt wird, welche sieh aus dem halben Kurbel hub und der ebenso grossen Abw-Ii.rtsbewe- gUng es Stranges 7 vom Umfang des Has- pels zusammensetzt. also ebenso gross ist wie der Kurbelhub.
Unter der Wirkung des Wa.s- serwiderstandes breiten sich die Fäden des eintauchenden Stranges in der Flüssigkeit mehr oder weniger aus, während sie verhält- nismässig langsam in dieser abwärts sinken.
Während des Überganges des Haspels in ;eine in F'ig. 3 dargestellte untere Grenz- lage setzt sich (von der Seitenbewegung -der Kurbel abgesehen) der geschilderte Vorgang weiter fort. Auch hierbei bleibt die Höhen stellung .des Stranges 8 unverändert, wäh rend der Sitrang 7 um den Kurbeldurchmesser in die Flüssigkeit eingesenkt wird.
Da. w5h- rPnd der ersten Halbdrehung,der in die Flüs sigkeit eingetauchte Teil des Stranges 8 .seine Höhenlage nicht ändert, so kann auch in Ujieem kein auf Ausbreitung der Fäden ge richteter Wasserwiderstand zur Wirkung kommen:
Die-durch den Auftrieb werringerf8 Schwerkraft wirkt vielmehr auf Streckurig und gleichmässige Annäherung .der Fäden. ' Während der Fortsetzung,der Drehbewe gung wird nun die vorher gedachte feste Verbindung des-Haspels mit dem Kurbelariri 2 gelöst und dieser durch eine geeignete Vor-' richtung im Raum. .so festgehalten, dass er während des aufwärts gerichteten Kurbel= hub-es keine Drehbewegung macht. Infolge dessen findet auch keine Umzugsbewegung "statt.
Während des Überganges aus der Stel lung nach Fig: 3, in diejenige nach Fig. 4 werden daher beide Stränge 7 und 8 gleich mässig im Sinne der Pfeile 13 aus dem Flüs- sigkeitsbad ausgehoben.
Hierbei werden 'die Fäden des Strangteils unter der Wirkung des Flüssigkeitswiderstandes gestreckt und auf 'ähnlichen Wegen, wie sie vorher voneinan der entfernt wurden, einander wieder genä-" hert, bis sie sich mit gestreckter Fadenlage zu dem dichten Strang zusammenschliessen.
Wenn nach Durchlaufen .des letzten Vier tels der Kurbeldrehung der Haspel wieder iri die in Fig. 5 dargestellte oberste Grenz- stellung gelangt, hat, wie aus der Lage de, Umfangspunktes 12 ersichtlich, -der Haspel eine halbe Umdrehung zurückgelegt. Dem entsprechend ist während einer Kurbeldre- hunc der Garnsträhne eine Umzugsbewegung .vermittelt worden.
welche ebenso gross ist-wie die halbe Umfangslänge des Haspels bezie= hungsw eise der doppelte Kurbelradius. - .
Wie leicht ersichtlich, brauchen die im vorstehenden beschriebenen Bewe"-ungsver- hältnisse praktisch nicht mit mathematisch vollkommener Genauigkeit, sondern nur mit genügender Annäherung eingehalten zu 'wer-' .den, um den schädlichen Einfluss,der auf Fa denverwirrung gerichteten Wirkungen des Flüssigkeitswiderstandes zu vermeiden.
In' allen Fällen macht .die Durchführung des Verfahrens bei den in Betracht kommenden Färbemaschinen eine von der Kurbeldrehung' unabhängige, zeitweilig veränderliche Dreh bewegung des Haspels um den Kurbelzap-- fen notwendig, erfordert also eine besondere- Steuerungsbewegung, zu deren Herbeifüh- rung eine zweckentsprechend von den An triebsorganen der Maschine betriebene Steue rung notwendig ist.
Der Wechsel der Drehbewegung des Has- pels kann dabei entweder durch eine Ein- riehtung erreicht werden, welche .den Haspel zeitweilig (während des Eintauchhubes) mit dem Kurbelzapfen kuppelt, wobei während des Austa.uchhubes der Kurbel diese Kupp lungsverbindung gelöst ist.
Auf den Zeichnungen ist in Fig. 6 eine zur Ausführung des Verfah rens eingerichtete Strangfärbernaschine irn senkrechten Schnitt dargestellt; Fig. 7 zeigt eine zugehörige, teilweise Seitena-nsie,ht; Fig. 8 zeigt in grösserem Massstab eine teilweise im Längsschnitt dargestellte Teilan sicht der Kupplungsverbindung für den den Haspel tragenden Teil eines Kurbelzapfens der in Fig. 6 und. 7 dargestellten Maschine;
Fig. 9 stellt einen Schnitt nach Linie IX-IX der Fig. 8 dar; Fib. 10 zeigt in einem Längsschnitt durch den der Fig. 8 entsprechenden Teileine an dere Ausführungsform der Kupplungsein richtung für den Haspel, Fig. 11 einen zugehörigen Schnitt nach Linie XI-XI der Fig. 10.
Der. Gestellkörper 14 -der Maschine ruht. auf einem Betonblock 15, welcher längs der Mitte einer Fundamentgrube 16, wie bei den bekannten derartigen Maschinen üblich, pa rallel zu den beiderseits dieser Grube ange ordneten Farbflottentrögen 17 angebracht ist.
Auf dem Gestellkörper 14 sind beiderseits dessen Mittelebene in gleichmässigen Abstän den .die Hubzylinder 18 angebracht, deren auf der Zeichnung nicht ersichtliche Kol ben am obern Ende je ein Querhaupt 19 tra gen, das mittelst Hubstangen 20 mit je einem Kurbellagerbock 211 verbunden ist,
.der längs des Hubzylinders 18 geführt ist und @dureh Betätigung des zugehörigen Hubzylinders zwecks Aushebens der Garnsträhne aus der Farbflotte in bekannter Weise aus seiner un tern Arbeitsstellung gehoben werden kann.
In den Kurhellagerböcken sind die Kurbel- wellen 22 mit waagrechten Achsen gelagert; sie tragen an ihren innern, der Mittelebene der Maschine näheren Enden Schraubenräder 23, welche, wenn die Kurbel sich in Arbeit.:,- :;tellung befindet, mit je einer Schnecke ?4 in Eingriff stehen. Diese Schnecken sitzen auf beiderseits der Mitte der Maschine an geordneten Triebwellen 25, durch welche sie -%#@,ä.hrend -des Betriebes in ununterbrochener Bewegung gehalten werden.
Ausserdem ist auf jeder Kurbelwelle ein Zahnrad 26 ange ordnet, welches mit dem Zahnrad der benach barten Kurbelwelle in Eingriff steht.
Auf dem äussern Ende trägt jede der Kurbelwellen eine Kurbel 27, auf deren in entsprechender Länge ausgebildetem Kurbel zapfen 28 der zugehörige, beispielsweise rohrförmige Haspel<B>2,9</B> so angeordnet ist, dass er sich quer über die Breite des darunter be findlichen Fa.rbtroges 17 erstreckt.
Das äu ssere, in zweckentsprechendem Durchmesser ausgebildete Haspelrohr wird von einem auf dem Kurbelzapfen drehbar. aber in der Längsrichtung unv erschiehbar angeordneten Lagerungsrohr '30 mittelst an den Haspel- enden angebrachter Zwisehenringe 31 getra gen.
Zwischen dem äussern Ende des Haspels 29 und dem Kurbelarm 27 ist auf demKurbelza.p- fen 28 eine Kupplungsbüchse 32. drehbar und in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet, auf denen innerem, dem Kurbelarm benachbar tem Ende ein ;
Sohuibnutenring 33 mittelst des Gewindes 34 und des nach Art einer Gegenmutter auf dieses aufgeschraubten Ringflansches 35 befestigt, ist, -der mit einem etwa über den halben Umfang sich erstrek- kenden Rand'aussehnitt 36 versehen ist, in den ein Mitnehmerzapfen 37 eingreift, der an der anliegenden Fläche des Kurbelarrnez 27 befestigt ist.
Auf dem äussern Ende der Kupplungs büchse. ist eine Ringbüchse 3,8 drehbar und längsverschiebbar angebracht, welche auf ihrer Innenseite mit einer zylindrischen Aus sparung versehen ist, in welcher eine Schrau benfeder 39 untergebracht ist, die sich mit dem innern Ende auf den Boden dieser A'us- parung mit dem äussern auf einen diese nach aussen abschliessenden Ring 40 stützt, wel cher durch eine in einen Längsschlitz 41' der Ringbüchse hineintretenden Mitnehmer- stift 42 mit ,dieser Büchse undrehbar,
aber in ,_e wissen Umfange längsbeweglich verbun den ist.
Die Ringbüchse 38 wird von der zylin drischen Bohrung eines Schubkopfes 43 um fasst, der mit dem obern Ende einer Schub a:ange 44 fest verbunden ist. Das untere Ende der letzteren ist mittelst ihres .Schwing- koPfes 45 mit einem an einem Führungs- liarmt 46 angebrachten, wagrechten Zapfen schwingbar verbunden, welches Führungs haupt auf einer senkrechten Leitstange 47 längsbeweglich angebracht ist,
deren @aberes Ende mit dem Gestellkörper 14, deren un teres Ende mit einer in der Fundamentgrube 1f, fest angebrachte Gestellschiene 48 fest z-Prhnnden ist. Bei der Drehung der Kurbel wird infolge dieser Verbindung der Schubkopf 43 im Raum undrelib.ar gehalten, indem das untere Ende der damit verbun denen Schubstange 4 längs der Leitstange 47 senkrecht auf und ab bewegt wird.
An der Oberseite des Schubkopfes 43 ist Pine kurze Tragschiene 49 mittelst der Srhranbe 50 befestigt, welche an ihrem über clen Schubnutenring 33 vorspringenden Ende den Schubnutenzapfen 51 trägt, welcher in rlie an .der Aussenseite des 8cliubnutenringes <B>33</B> zwischen mit gleichmässigem Abstand passend ausgebogenen Leisten ausgebildete Schubnut 52 eingreift.
Der Schubkopf 43 ist zwischen einem am Kurbelarm 2.7 angebrach tem Anlaufring 53 und einem mit einwärts vorspringenden Winkelflausch vers.elienen Kupplungsring 54 in achsialer Richtung un- verschiebba.r eingelagert, welcher Kupplungs ring auf .dem Zwischenring 31 des Haspel körpers befestigt ist. Die Kupplungsbüchse 32 trägt an ihrem in die Höhlung dieses Kupp lungsringes eingreifenden Ende eine 'r a.ud.leiste 55. .
Wenn der Schubnockenzagfen 51 sich in der in Fig. 8 dargestellten Stellung, das heisst in rler rechtsseitigen Ausbiegung der Schuh- nut 52 befindet, so legt sich diese Randleiste gegen den Innenrand des Kupplungsringes 54 und diückt unter Zwischenwirkung der Schraubenfeder 39 dessen Aussenseite gegen die benachbarte Stirnfläche des Schubkopfes 43.
Infolgedessen wird der Kupplungsring und der damit verbundene Körper des Has peln durch die Reibung an dem durch seine Schubstangenführung im Raum undreh!ba.r gehaltenen .Schubkopf während .desjenigen Teils der Umlaufbewegung der Kurbel ebenso undrehbar festgehalten, in welchem der Schulmockenzapfen 51 den nach rechts aus gebogenen Teil :der Schubnut 52 durchläuft.
Wenn dieser Zapfen in den nach links aus gebogenen Teil dieser Schubnut übergebt, so wird die mit,dem Sehubnutenring 33 fest ver bundene Kupplungsbüchse 33 entsprechend nach rechts verschoben, -so dass ihre Eirdflä- chen gegen die .gegenüberliegende Stirnend- fläche des Lagerungsrohres 30 beziehungs weise des Zwischenringes 31 des Haspels ge drückt wird.
Der Haspel wird dann durch Vermittlung der mit der Kurbel undrehbär verbundenen Kupplungsbüchse von der Kur beldrehung mitgenommen, so. dass er im Rauin eine Drehungsbewegung ausführt, die, wie eingangs angegeben, während dieser Zeit vermöge -der Abwä.lzung der über das Haspel.rohr übergehängten Garnstriihne auf .diese eine entsprechende Umzugsbewegung überträgt.
Bei der beschriebenen Einrichtung wird durch die Farm der die Kupplungseinrich tung des Haspels betätigenden Schubnrit die Zeit, während welcher die Umzugsbewegung stattfindet und diejenige, in welcher sie un terbrochen wird, in bestimmter, unveränder licher Weise festgelegt. Bei manchen, we niger empfindlichen Garnsorten kommt es ,jedoch auf die Beschränkung der Umlaufzeit auf die Umlaufbewegung weniger genau an.
Die Umzugsbewegung kann dabei auch ohne Schaden auf die beiderseits des obern und untern Vorsprunges liegenden Teile der Kurbelhuhbewegung in mehr oder weniger grosser Wink elerstreckung ausgedehirt wer den, weil während dieser Zeit die Höhen- bewegurigen düs Garnes in der Flüssigkeit noch verhältnismässig gering sind.
Um zu ermöglichen, dass mit der Färbemaschine auch, für solche, weniger empfindliche Garn sorten. das Maximum. der Arbeitsleistung in der Zeiteinheit.. erreicht werden kann, kann man die Steuervorrichtung. gemäss .der in Fig. 10 und 11 dargestellten Ausführungs form so ausgestalten, da.ss die.
Dauer tler Kupplung des Haspels einerseits mit dem im l;.aum uridrehbar geführten .Schubkopf, an- derseits mit dem Kurbelarm geändert wer den kann.
Bei dieser Ausführungsform trägt die auf dem Kürbelzap@fen 28 angeordnete Kupp lungsbüchse 82 eine an ihrem einen Ende in senkrechter Ebene entwickelte Steuerscheibe 56, die durch einen an der Kurbel ange- bra@chten, in eine Aussparung dieser Steuer scheibe eingreifendenKupplungsstift 5 7 von der Drehbewegung der Kurbel mitgenom men wird.
Am andern äussern Ende trägt die --Kupplungsbüchse eine Reibli.egelfläehe 58, die mit dem Reibhohlkegel 60 einer Zwischenmuffe 59 zum Eingriff gebracht werden kann, welche mit dem Körper des Haspels 2e9 uridrehbar verbunden ist.
Die Zwischenmuffe trägt .all ihrem dem Kurbel arm näheren Ende ausserdem eine Reibring- leiste 61 von den Reibh ohlkegel 60 über treffendem Durchmesser, der gegenüber einer ringförmigen Gegenleiste 62 am Körper des Schubhopfes 43 vorgesehen ist, welch letz terer, wie bei der vorbeschriebenen Ausfüh rungsform durch seine senkrecht geführte Schubstange 44 während des Kurbelumlau- fes im Raum undrehba.r gehalten wird.
Der Schubkopf ist an der Oberseite mit einem Tragarm 63 versehen, in welchen der Zäpfen 64 einer Nockenrolle 65 mit senk rechter Achsenrichtung drehbar und ,lä.ngs- verschiehbar angeordnet ist.
Die der Nochen- rolle 65 zugewendete und von ihr berührte ebene Fläche der Steuerscheibe 56 ist auf einem Teil ihres Umfanges mit einer Aus sparung 66 versehen, die in verschiedenem Radia@labsta.nd mit je einem Paar von in ver schiedenem Winkelabstand angeordneten, schrägen Hub-flächenpaaren 6 7 in die von der Nockenrolle berührte ebene Fläche der Steuerscheibe 5,
t> übergeht. Der Zapfen 64 der Nockenrolle ruht in einer mit ihr zu- sa.minen 1ä ngsverschiebba.ren Lagerbüchse 68, auf deren obern Ende eine Stellennok- kentrommel 69 befestigt ist, die mit ihrem untern, mit zweckentsprechenden Ausschnit ten. versehenen Rande sich auf einen Vor sprung 70 des Tragarmes 63 stützt.
In einem über die Stell.nockentroammel hinaus sich aufwä.rt@ erstreckenden Seitenarrri 71 ist im Bereich des obern Randes dieser Trommel ein Gegen:t.ützzapfen 72 einstellbar ange bracht.
Die am untern und obern Rand der Stellnockentrommel angebrachten Aus schnitte sind stufenförmig einander entspre chend so ausgebildet, dass in jeder mittelst des Handgriffes der Stellnockentrommel ein zustellenden Winkelstellung dieser Trommel eine bestimmte Höhenlage der von dieser Trommel, getragenen Nockenrolle 65 gegen über der ,Steuerscheibe 56 eingestellt werden kann.
Hierdurch kann die: Nochenrolle je nach Bedarf in den Bereich eines der beispiels weise drei an der Steuerscheibe 56 vorge- ,.ehenen Hub.flächenpaare 67 gebracht und hierin festgehalten werden. Die Steuerscheibe steht mit .der mit ihr verbundenen Kupp lungsbüchse unter der Einwirkung der in der innern zylindrischen Aussparung der letz teren angebrachten Kupplungsfeder 39, welche sich mittelst des Federstützringes. 40 gegen die ihr zugewendete Fläche der Kur bel. 27 stützt.
Solange während der Umdre hung.der Kurbel die Nockeiirolle 65 von der ebenen Fläche der Steuerscheibe 56 berührt wird, stützt sich diese gegen die Wirkung der Feder auf die Nockenrolle ab, so dass ,durch deren Vermittlung die Ringleiste 62 des Schubkopfes 43 gegen die Reibringleiste 61 der Zwischenmuffe 69 gedrücktund dadurch der Haspel. mit dem Schubkopf im Raum uri drehbar festgehalten wird.
Während jedoch beim Kurbelumlauf die zwischen den ent sprechenden Hubflächenpa.aren 67 lieenden. ausgesparten Teile der Steuerscheibe in den Bereich der N ockenrolle 65 gelangen, ver liert diese und dadurch auch die mit ihr verbundene Kupplungsbüchse 32 ihre Ab Aiitzung an der Nockenrolle und die letztere %vird durch die Wirkung der Kupplungsfeder :;J mit ihrer Reibkegelfläch:
e 58 in den l@ilthohllegel GU eingedrückt und dadurch die Kurbel mit dem Haspel gekuppelt. Ent- =hreehend dem verschiedenen Winkelabstand rlur Hubflächenpaa.re 6 7 kann die Zeitdauer der durch diene Kupplung hervorgebrachten I_'mzugs,beweg-ung verschieden bemessen wer- rCen.