CH140390A - Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
- Publication number
- CH140390A CH140390A CH140390DA CH140390A CH 140390 A CH140390 A CH 140390A CH 140390D A CH140390D A CH 140390DA CH 140390 A CH140390 A CH 140390A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- threads
- drum
- web
- fabric
- wound
- Prior art date
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 22
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 description 9
- 239000002964 rayon Substances 0.000 description 9
- 229920002955 Art silk Polymers 0.000 description 3
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 241000322338 Loeseliastrum Species 0.000 description 1
- 101100383903 Mus musculus Cisd3 gene Proteins 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 239000000975 dye Substances 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000004806 packaging method and process Methods 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks natliheriger Behandlung'mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Da4 Färben von kunstseidenen Zwirnen, Fäden etc. mit Flüssigkeiten oder eine ana loge Behandlung derselben, und zwar dadurch, dass die Flüssigkeiten durch grosse Stränge hindurchgepresst oder gesaugt werden, ist sehr schwer durchführbar, denn kunstseidene Zwirne und Fäden etc. bilden in gewundenen Stran- gen eine mehr oder weniger stark plastische Masse, wenn sie nass sind, wie dies durch die Natur der Kunstseide gegeben ist. Diese Masse quillt bekanntlich auf und wird prak tisch für Flüssigkeiten undurchlässig, ausge nommen dann, wenn letztere unter hohem Druck durch die Masse hindurchgepresst oder gesaugt werden, wobei aber- die behandelte Ware sehr leicht Schaden nimmt. Wenn auf diese Weise eine Färbung der Zwirne, Fäden etc. durchgeführt werden soll, so wird wegen der genannten Eigenschaften der Kunstseide keine gleichmässige Färbung der Ware erzielt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung nun ist ein Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten, um diese Nachteile vermeiden zu können, und eine Einrichtung zur Durch führung dieses Verfahrens. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeich net; dass die Fäden gleichzeitig mit einer Flüssigkeiten durchlassenden Gewebebahn auf einer Trommel aufgewickelt werden und die Aufwicklung dieser Teile derart erfolgt, dass zwischen zwei Lagen Fäden stets eine Lage der Gewebebahn vorhanden ist, so dass sich die Fäden der einzelnen Lagen auf der Trom mel nicht berühren können. Eine Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens ist durch eine perforierte hohle Trommel und eine Flüssigkeiten durchlassende Gewebebahn gekennzeichnet, welch letztere auf die Trommel gleichzeitig mit den Fäden aufgewickelt wird. Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfübrungsbeispiel der Einrichtung darge stellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenan- sieht und Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil der Einrichtung in grösserem Massstäbe. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besitzt die Einrichtung zwei Gestellrahmen 3 und 6. Der erstere trägt an seinem obern Ende zwei nach oben offene Traglager 4; welche zur Aufnahme der beiden Enden der Achse einer Trommel 5 dienen. Vor Einsetzen dieser Trommel 5 in die Lager 4 ist auf sie die erforderliche Menge eines Flüssigkeiten leicht durchlassenden Gewebes, wie dünner, leichter Kattun oder Musselin x aufgewickelt worden. Der Gestellrahmen 6 ist an einer Seite mit oben offenen Traglagern 7 versehen, in welche eine Trommel 9 eingesetzt wird, nach dem diese in bekannnter Weise mit den zu behandelnden kunstseidenen Fäden oder Zwir nen bewickelt worden ist. Auf diesem Gestell rahmen 6 sind ausserdem zwei Führungsrollen 10 und 11 in Lagern 12 drehbar angeordnet. Ferner sind zwei drehbare Trag- oder Schwing arme 15 vorgesehen, die zur Aufnahme einer perforierten Trommel 13 dienen, deren Achsen enden 14 in entsprechend ausgesparte Öffnun- gen der Schwingarme 15 eingelegt werden können. Endlich ist eine Friktionstrommel 16 in Lagern 17 des Gestellrahinens 6 dreh bar gelagert. Die Anordnung der Friktions- trommel 16 und der perforierten Trommel 13 ist derart, dass letztere auf der ersteren aufliegt. Um die Einrichtung betätigen zu können, das heisst um die kunstseidenen Zwirne oder Fäden<I>y</I> und die Gewebebahn<I>x</I> auf die perforierte Trommel 13 aufwinden zu können, wird die Friktionstrommel 16 in be kannter Weise, beispielsweise vermittelst der Transmission oder eines Motors ange trieben. Die beschriebene Einrichtung wird in fol gender Weise verwendet: Das Ende der Ge webebahn x wird unter der Trommel 9 durch gezogen und mit den Enden der auf der letzteren aufgewickelten kunstseidenen Zwirne oder Fäden y über die Führungsrollen 10 und 11 -geführt und an der perforierten Trom mel 13 in bekannter Weise festgemacht. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die zu behandelnde Ware y stets auf dem Gewebe x aufliegt, also nicht mit den Führungsrollen 10 und 11 und mit der Friktionstrommel 16 in Berührung kommt. Durch die Drehung der Friktioustrommel 16 wird bewirkt, dass ausschliesslich ein Zugauf die C ewebebahn xaus- geübt wird und bei der Aufwicklung der Gewe- bebahnx und der Fäden oderZwirn ey auf die per forierte Trommel die letzteren ebenfalls unbe- ansprucht bleiben. Auf diese Weise wird das Material vollständig geschont, und es wird erreicht, dass sowohl die kunstseidenen Zwirne oder Fäden y, als auch das Gewebe x die während der Aufwicklung auf der Trommel 13 einnehmende Lage dauernd beibehalten. Wenn die Aufwicklung auf die perforierte Trommel 13 beendigt ist, trägt sie eine kom pakte Ladung von kunstseidenen Zwirnen oder Fäden und die Gewebebahn in abwech selnden Lagen, worauf die Ware weiter be handelt werden kann. Die Ware kann also in bekannter Weise gebleicht oder gefärbt werden und die Eigenschaft der Kunstseide, beire Zusammentreffen mit einer Flüssigkeit aufzuquellen und eine kompakte, undurch lässige Masse zu bilden, kann sich nicht aus wirken, weil zwischen den einzelnen Lagen der Ware stets eine Lage der Gewebebahn liegt, welche diese Eigenschaft nicht besitzt, also stets Flüssigkeiten durchlässt, so dass also die ganze Beschickung der perforierten Trommel eine Flüssigkeiten durchlässige Masse bildet. Bei der Behandlung der kunstseidenen Zwirne und Fäden auf der perforierten Trom mel 13 wird naturgemäss auch die Gewebe bahn in gleicher Weise behandelt. Wenn also letztere beispielsweise gleich wie die Ware gefärbt werden soll, so ist nur ein einziger Arbeitsgang erforderlich. Da jedoch eine gleichzeitige Färbung der Gewebebahn und der kunstseidenen Zwirne ii: der Praxis sel ten gefordert wird, und das Gewebe selbst wiederholt als trennendes Medium verwendet werden soll, kann es, bevor es das erstemal in Gebrauch genommen " wird, in bekannter Weise derart vorbehandelt werden, dass es gegen bestimmte Farbstoffe mehr oder weni ger unempfindlich wird. Auf diese Weise kann ein Unbrauchbarwerden der Gewebe bahn hinausgeschoben werden.. Für die Führung der kunstseidenen Zwirne oder Fäden während des Aufwindens auf die perforierte Trommel 13 können auch Vorrich tungen, wie Zähne, Rechen etc., die auf der Zeichnung nicht dargestellt sind, zur An wendung gelangen. Die Zwirne können auch von Spulen, Spindeln etc. abgewunden und auf die perforierte Trommel 13 aufgewickelt werden, wobei letztere solche Abmessungen erhält, die den Abmessungen der Spulen und Spindeln entsprechen. Das Aufwickeln der Zwirne oder Fäden und der Gewebebahn auf die perforierte Trommel kann in beliebig vielen Lagen erfolgen. Nach der erfolgten Behandlung der Ware auf der perforierten Trommel 13 kann eine Nach behandlung derselben mit Luft oder Gasen erfolgen. Nach dieser Nachbehandlung werden die Zwirne oder Fäden und die Gewebebahn abgewunden, die ersteren in die gewünschte Verpackungsform gebracht und die letztere wieder auf die Trommel 5 für die Wieder verwendung aufgewickelt
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüs sigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden gleichzeitig mit einer Flüssigkeiten durchlassenden Gewebebahn auf einer Trommel aufgewickelt werden und die Aufwicklung dieser beiden Teile derart erfolgt, dass zwischen zwei Lagen Fäden stets eine Grewebebahn vorhanden ist, so dass sich die Fäden der einzelnen Lagen nicht berühren können. II. Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine hohle perforierte Trommel und eine Flüssigkeiten durchlassende Ge webebahn, welch letztere auf die Trom mel gleichzeitig mit den Fäden aufgewickelt wird.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebebahn und die zu behandelnden Fäden auf die Trom mel derart aufgewickelt werden, dass die letzteren auf der ersteren aufliegen und von ihr mitgenommen werden und die Gewebebahn allein auf Zug beansprucht wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine Trommel zur Aufnahme des Vorrates an Gewebe bahn und eine Trommel zur Aufnahme des Vorrates an Fäden vorgesehen sind, welche beiden Trommeln derart angeord net sind, dass beim Allwinden der Gewebe bahn letztere unter der die Fäden tragen den Trommel durchgeführt wird und diese dadurch in Umdrehung versetzt' und die Fäden mitnimmt. 3.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte hohle Trommel in dreh bar an einem Gestellrahmen angeordnete Träger eingesetzt werden kann und mit einer Antriebsvorrichtung (16) in Verbin dung steht, welch letztere derart am ge nannten Gestellrahmen angeordnet ist, dass sie auf die aufzuwickelnde Gewebebahn einwirkt und dadurch die perforierte Trom mel in Umdrehung versetzt, ferner dass die die Fäden tragende Trommel ebenfalls am Gestellrahmen drehbar gelagert ist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Führung der Gewebe bahn mit den auf ihr aufliegenden Fäden nach der perforierten Trommel am Gestell rahmen angeordnete Führungsrollen dienen, die derart angeordnet sind, dass auf ihnen ausschliesslich die Gewebebahn aufzuliegen kommt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB140390X | 1928-07-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH140390A true CH140390A (de) | 1930-06-15 |
Family
ID=10033882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH140390D CH140390A (de) | 1928-07-06 | 1929-07-05 | Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH140390A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851793C (de) * | 1950-06-05 | 1952-10-09 | Solvay | Verfahren und Anordnung zur Behandlung von Textilien mit Reaktionsmittelloesungen |
-
1929
- 1929-07-05 CH CH140390D patent/CH140390A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851793C (de) * | 1950-06-05 | 1952-10-09 | Solvay | Verfahren und Anordnung zur Behandlung von Textilien mit Reaktionsmittelloesungen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2613798A1 (de) | Verfahren zum schlichten und trocknen von kettenfaeden und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| CH437075A (de) | Stationäre Haspelvorrichtung | |
| DE1510376C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines verzugsfahigen Stapelfaserbandes | |
| DE1610932A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von Garn | |
| CH140390A (de) | Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. | |
| DE1957969A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen eines spannungsfreien Garnkoerpers,insbesondere eines zu faerbenden Garnkoerpers aus bauschfaehigem Garn | |
| AT119738B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Flüssigbehandeln von Kunstseidezwirnen oder Kunstseidefäden. | |
| DE665733C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Traenken von parallel nebeneinanderliegenden schussfreien Cordfaeden mit einer waesserigen Kautschukdispersion | |
| DE2556487C3 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Imprägnieren von Textilien in Strangform | |
| DE536573C (de) | Verfahren zum Nassbehandeln von Straehngarn oder flach zusammengelegten Garnwickelkoerpern | |
| DE3423942A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum behandeln von faeden | |
| DE528983C (de) | Breitfaerbemaschine | |
| DE585193C (de) | Verfahren zur Nachbehandlung von Kunstseide | |
| DE598877C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mehrlagiger Textilstoffe aus Pflanzenfasern | |
| DE316004C (de) | ||
| AT104892B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide. | |
| DE262890C (de) | ||
| DE1510722A1 (de) | Vorrichtung zum Bearbeiten von Garn | |
| DE1091520B (de) | Verfahren zum Vorbereiten einer endlosen Fadenkabel-Partie aus synthetischen Faeden fuer das Faerben od. dgl. | |
| DE3232087C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen faserverstärkter rotationssymmetrischer Wickelkörper | |
| AT49312B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von künstlicher Seide und zum Überziehen von natürlicher Seide und Textilfasern überhaupt, bei welchen der Faden in die Luft austritt. | |
| DE1635092A1 (de) | Geraet und Verfahren zum Faerben und/oder Appretieren einer Gewebebahn | |
| DE855303C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen nicht gewebter Ware | |
| AT217922B (de) | Für die Vor- sowie Nachspinnbehandlung bestimmter Fadenkörper und Vorrichtung zu seiner Herstellung | |
| DE1492332C (de) | Herstellung von chirurgischem Nahtmaterial |