CH140390A - Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH140390A
CH140390A CH140390DA CH140390A CH 140390 A CH140390 A CH 140390A CH 140390D A CH140390D A CH 140390DA CH 140390 A CH140390 A CH 140390A
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Brandwood Joseph
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Brandwood Joseph
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  Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks     natliheriger        Behandlung'mit     Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.         Da4    Färben von     kunstseidenen    Zwirnen,  Fäden     etc.    mit Flüssigkeiten oder eine ana  loge Behandlung derselben, und zwar dadurch,  dass die Flüssigkeiten durch grosse Stränge       hindurchgepresst    oder gesaugt werden, ist sehr  schwer durchführbar, denn kunstseidene Zwirne  und Fäden     etc.    bilden in gewundenen     Stran-          gen    eine mehr oder weniger stark plastische  Masse, wenn sie nass sind,

   wie dies durch  die Natur der Kunstseide gegeben ist. Diese  Masse quillt bekanntlich auf und wird prak  tisch für Flüssigkeiten undurchlässig, ausge  nommen dann, wenn letztere unter hohem  Druck durch die Masse     hindurchgepresst    oder  gesaugt werden, wobei aber- die behandelte  Ware sehr leicht Schaden nimmt. Wenn auf  diese Weise eine Färbung der Zwirne, Fäden       etc.    durchgeführt werden soll, so wird wegen  der genannten Eigenschaften der Kunstseide  keine gleichmässige Färbung der Ware erzielt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  nun ist ein Verfahren zum Vorbereiten von    Fäden zwecks     nachheriger    Behandlung mit  Flüssigkeiten, um diese Nachteile vermeiden  zu können, und eine Einrichtung zur Durch  führung dieses Verfahrens.  



  Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeich  net; dass die Fäden gleichzeitig mit einer  Flüssigkeiten durchlassenden Gewebebahn auf  einer Trommel aufgewickelt werden und die  Aufwicklung dieser Teile derart erfolgt, dass  zwischen zwei Lagen Fäden stets eine Lage  der Gewebebahn vorhanden ist, so dass sich  die Fäden der einzelnen Lagen auf der Trom  mel nicht berühren können.  



  Eine Einrichtung zur Ausführung dieses  Verfahrens ist durch eine perforierte hohle  Trommel und eine Flüssigkeiten durchlassende  Gewebebahn gekennzeichnet, welch letztere  auf die Trommel gleichzeitig mit den Fäden  aufgewickelt wird.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein       Ausfübrungsbeispiel    der Einrichtung darge  stellt, und zwar zeigt     Fig.    1 eine Seitenan-      sieht und     Fig.    2 eine Draufsicht auf einen  Teil der Einrichtung in grösserem     Massstäbe.     



  Wie aus     Fig.    1 ersichtlich ist, besitzt die  Einrichtung zwei     Gestellrahmen    3 und 6.  Der erstere trägt an seinem obern Ende zwei  nach oben offene Traglager 4; welche zur  Aufnahme der beiden Enden der Achse einer  Trommel 5 dienen. Vor Einsetzen dieser  Trommel 5 in die Lager 4 ist auf sie die  erforderliche Menge eines Flüssigkeiten leicht  durchlassenden Gewebes, wie dünner, leichter  Kattun oder Musselin x aufgewickelt worden.  



  Der     Gestellrahmen    6 ist an einer Seite  mit oben offenen Traglagern 7 versehen, in  welche eine Trommel 9 eingesetzt wird, nach  dem diese in     bekannnter    Weise mit den zu  behandelnden kunstseidenen Fäden oder Zwir  nen bewickelt worden ist. Auf diesem Gestell  rahmen 6 sind ausserdem zwei Führungsrollen  10 und 11 in Lagern 12 drehbar angeordnet.  Ferner sind zwei drehbare Trag- oder Schwing  arme 15 vorgesehen, die zur Aufnahme einer  perforierten Trommel 13 dienen, deren Achsen  enden 14 in entsprechend ausgesparte     Öffnun-          gen    der Schwingarme 15 eingelegt werden  können. Endlich ist eine     Friktionstrommel     16 in Lagern 17 des     Gestellrahinens    6 dreh  bar gelagert.

   Die Anordnung der     Friktions-          trommel    16 und der perforierten Trommel  13 ist derart, dass letztere auf der ersteren  aufliegt. Um die Einrichtung betätigen zu  können, das heisst um die kunstseidenen Zwirne  oder Fäden<I>y</I> und die Gewebebahn<I>x</I> auf  die perforierte Trommel 13 aufwinden zu  können, wird die     Friktionstrommel    16 in be  kannter Weise, beispielsweise vermittelst  der     Transmission    oder eines Motors ange  trieben.  



  Die beschriebene Einrichtung wird in fol  gender Weise verwendet: Das Ende der Ge  webebahn x wird unter der Trommel 9 durch  gezogen und mit den Enden der auf der  letzteren aufgewickelten kunstseidenen Zwirne  oder Fäden y über die Führungsrollen 10  und 11 -geführt und an der perforierten Trom  mel 13 in bekannter Weise festgemacht. Durch  diese Anordnung wird erreicht, dass die zu  behandelnde Ware y stets auf dem Gewebe    x aufliegt, also nicht mit den Führungsrollen  10 und 11 und mit der     Friktionstrommel    16  in Berührung kommt.

   Durch die Drehung  der     Friktioustrommel    16 wird bewirkt, dass  ausschliesslich ein     Zugauf    die     C        ewebebahn        xaus-          geübt    wird und bei der Aufwicklung der     Gewe-          bebahnx    und der Fäden     oderZwirn        ey    auf die per  forierte Trommel die letzteren ebenfalls     unbe-          ansprucht    bleiben.

   Auf diese Weise wird das  Material vollständig geschont, und es wird  erreicht, dass sowohl die kunstseidenen Zwirne  oder Fäden y, als auch das Gewebe x die  während der Aufwicklung auf der Trommel  13 einnehmende Lage dauernd beibehalten.  



  Wenn die Aufwicklung auf die perforierte  Trommel 13 beendigt ist, trägt sie eine kom  pakte Ladung von kunstseidenen     Zwirnen     oder Fäden und die Gewebebahn in abwech  selnden Lagen, worauf die Ware weiter be  handelt werden kann. Die Ware kann also  in bekannter Weise gebleicht oder gefärbt  werden und die Eigenschaft der Kunstseide,  beire Zusammentreffen mit einer Flüssigkeit  aufzuquellen und eine kompakte, undurch  lässige Masse zu bilden, kann sich nicht aus  wirken, weil zwischen den einzelnen Lagen  der Ware stets eine Lage der Gewebebahn  liegt, welche diese Eigenschaft nicht besitzt,  also stets Flüssigkeiten durchlässt, so dass  also die ganze Beschickung der perforierten  Trommel eine Flüssigkeiten durchlässige  Masse bildet.  



  Bei der Behandlung der kunstseidenen  Zwirne und Fäden auf der perforierten Trom  mel 13 wird naturgemäss auch die Gewebe  bahn in gleicher Weise behandelt. Wenn also  letztere beispielsweise gleich wie die Ware  gefärbt werden soll, so ist nur ein einziger       Arbeitsgang    erforderlich. Da jedoch eine  gleichzeitige Färbung der Gewebebahn und  der kunstseidenen Zwirne     ii:    der Praxis sel  ten gefordert wird, und das Gewebe selbst  wiederholt als trennendes Medium verwendet  werden soll, kann es, bevor es das     erstemal     in Gebrauch genommen " wird, in bekannter  Weise derart vorbehandelt werden, dass es  gegen bestimmte     Farbstoffe    mehr oder weni  ger unempfindlich wird.

   Auf diese Weise      kann ein     Unbrauchbarwerden    der Gewebe  bahn hinausgeschoben werden..  



  Für die Führung der kunstseidenen Zwirne  oder Fäden während des     Aufwindens    auf die  perforierte     Trommel    13 können auch Vorrich  tungen, wie Zähne, Rechen     etc.,    die auf der  Zeichnung nicht dargestellt sind, zur An  wendung gelangen. Die Zwirne können auch  von Spulen, Spindeln     etc.        abgewunden    und  auf die perforierte Trommel 13 aufgewickelt  werden, wobei letztere solche Abmessungen  erhält, die den Abmessungen der Spulen und  Spindeln entsprechen. Das Aufwickeln der  Zwirne oder Fäden und der Gewebebahn auf die  perforierte Trommel kann in beliebig vielen  Lagen erfolgen.  



  Nach der erfolgten Behandlung der Ware auf  der perforierten Trommel 13 kann eine Nach  behandlung derselben mit Luft oder Gasen  erfolgen. Nach dieser Nachbehandlung werden  die Zwirne oder Fäden und die Gewebebahn       abgewunden,    die ersteren in die gewünschte  Verpackungsform gebracht und die letztere       wieder    auf die Trommel 5 für die Wieder  verwendung aufgewickelt

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüs sigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden gleichzeitig mit einer Flüssigkeiten durchlassenden Gewebebahn auf einer Trommel aufgewickelt werden und die Aufwicklung dieser beiden Teile derart erfolgt, dass zwischen zwei Lagen Fäden stets eine Grewebebahn vorhanden ist, so dass sich die Fäden der einzelnen Lagen nicht berühren können. II. Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine hohle perforierte Trommel und eine Flüssigkeiten durchlassende Ge webebahn, welch letztere auf die Trom mel gleichzeitig mit den Fäden aufgewickelt wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebebahn und die zu behandelnden Fäden auf die Trom mel derart aufgewickelt werden, dass die letzteren auf der ersteren aufliegen und von ihr mitgenommen werden und die Gewebebahn allein auf Zug beansprucht wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine Trommel zur Aufnahme des Vorrates an Gewebe bahn und eine Trommel zur Aufnahme des Vorrates an Fäden vorgesehen sind, welche beiden Trommeln derart angeord net sind, dass beim Allwinden der Gewebe bahn letztere unter der die Fäden tragen den Trommel durchgeführt wird und diese dadurch in Umdrehung versetzt' und die Fäden mitnimmt. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte hohle Trommel in dreh bar an einem Gestellrahmen angeordnete Träger eingesetzt werden kann und mit einer Antriebsvorrichtung (16) in Verbin dung steht, welch letztere derart am ge nannten Gestellrahmen angeordnet ist, dass sie auf die aufzuwickelnde Gewebebahn einwirkt und dadurch die perforierte Trom mel in Umdrehung versetzt, ferner dass die die Fäden tragende Trommel ebenfalls am Gestellrahmen drehbar gelagert ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Führung der Gewebe bahn mit den auf ihr aufliegenden Fäden nach der perforierten Trommel am Gestell rahmen angeordnete Führungsrollen dienen, die derart angeordnet sind, dass auf ihnen ausschliesslich die Gewebebahn aufzuliegen kommt.
CH140390D 1928-07-06 1929-07-05 Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. CH140390A (de)

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CH140390D CH140390A (de) 1928-07-06 1929-07-05 Verfahren zum Vorbereiten von Fäden zwecks nachheriger Behandlung mit Flüssigkeiten und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851793C (de) * 1950-06-05 1952-10-09 Solvay Verfahren und Anordnung zur Behandlung von Textilien mit Reaktionsmittelloesungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE851793C (de) * 1950-06-05 1952-10-09 Solvay Verfahren und Anordnung zur Behandlung von Textilien mit Reaktionsmittelloesungen

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