CH140819A - Vorrichtung zum Fördern heisser Flüssigkeit. - Google Patents

Vorrichtung zum Fördern heisser Flüssigkeit.

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CH140819A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Vorrichtung    zum Fördern heisser Flüssigkeit.    Speicher für Flüssigkeiten, die auf dem  Siedepunkt stehen, werden stets so hoch ge  stellt,     dass    die Flüssigkeit der Entleerungs  pumpe mit .der     erforderlichen        Zulaufhöhe    zu  fliesst. Der statische Druck in der Flüssig  keit muss an der Eintrittsstelle einer Pumpe  stets um einige     yleter    Flüssigkeitssäule  grösser sein als die Dampfspannung der  Flüssigkeit. Durch besondere bauliche  .Schwierigkeiten oder die Verwendung von  vorhandenen Kesseln zu Speisezwecken kann  jedoch diese verlangte     Zulaufhöhe    unter Um  ständen nicht geboten werden.

   Es ist     be-          kaunt,    in solchen Fällen der auf der Höhe  ,des     Speisebehältersoder    noch höher stehenden       Pumpe    die Flüssigkeit mittelst eines Strahl  appa.rates zuzubringen. Ein     solcher    bedarf  zwar ebenfalls einer bestimmten     Zulaufhöhe,     die jedoch meistens durch Versenken des       Strahlapparates    in ein billiges Bohrloch ge  schaffen werden kann.

   Sofern :es sich jedoch       iun    eine Hochdruckpumpe, zum Beispiel       Kesselspeisepumpe,    handelt, wo gewöhnlich    kein     geringerer    Druck, als der     volle    Gegen  druck dieser Pumpe für die     Beaufschlagung     des     @Strahlapparates    zur Verfügung steht, so  stellt sich .der Energiebedarf .des     Strahlappa-          rates    unwirtschaftlich hoch und, falls Spei  cher- und Pumpenhaus örtlich weit     vonein-          a.n.der        entfernt    liegen,

   fällt auch die lange     Be-          aufs.chla,gungsleitung    für den     Zubringer    sehr       kostspielig        aus,.     



  Bedeutend einfacher und sicherer, aber  mindestens ebenso sparsam arbeitet zu .diesem  Zweck .der Erfindungsgegenstand. Hiernach       wird,die        ab.zufördernde    Flüssigkeit durch den  eigenen     Speicherdruck    in einen höher liegen  den Hilfsbehälter gehoben,     in        welchem    selbst  tätig ein derart     niedrigerer    Druck unterhalten  wird,     dass,die    Flüssigkeit ohne     Ü,berschuss    an       Druckgefälle    gerade in erforderlicher     11Ienge     nachfliesst.

       Sofern    die Flüssigkeit im Spei  cher     Verdampfungstemperatur    besitzt,     kommt     sie natürlich beim     Übergang    auf ,den niedri  geren Druck     unerwünschterweise    zum 'Sieden,  wobei der entwickelte Dampf zum Beispiel an      eine kältere Stelle des Flüssigkeitssystems  eingeführt oder anderswie nützlich     verwertet     wenden kann, falls Wärmeverluste ganz aus  geschlossen bleiben     sollen.    Von diesem höher  gelegenen     Hilfs'behälteraus        lastet,

  die    Flüssig  keit mit dem erforderlichen     Zulaufdruck    stets  auf dem Pumpeneintritt und sichert ein     k.avi-          tationsloses    Arbeiten der Pumpe. Die Rege  lung     .des    Zuflusses zum Hilfsbehälter erfolgt  durch Ablassen des Druckes aus demselben,  wobei weniger Druck stärkeres Nachströmen  und höherer Druck geringeres Nachströmen  von Flüssigkeit     bewirkt.     



       Fig.    1 zeigt ein     Ausführungsbeispiel.    In  einem Warmwasserspeicher 1 tritt ,das Warm  wasser bei 2 ein. Ein     Dampfanschluss    8 führe  beispielsweise fünf Atmosphären     Heizdampf     zu, um dem Speicher einen konstanten Druck  aufzulegen und den Wasserinhalt auf     eine     konstante Temperatur von 152   C weiter zu  erwärmen. Im Hochbehälter 4 wird bei sin  kendem     Spiegel    durch     Schwimmer    5 das       Dampfauslassventvl    6 geöffnet,     -was    sogleich  eine Druckverminderung nach sich zieht, die  ein stärkeres Nachströmen von Wasser vom  Speicher 1 nachdem Hilfsbehälter 4 .bewirkt.

    Steigt der     Schssimmer    mit dem Spiegel, so       sperrt    das Ventil 6 :die     Dampfentweichung,     wodurch ,der Druck im Hilfsbehälter durch  -die vorläufig noch andauernde Dampf  entwicklung steigt und die weitere Wasser  zufuhr verhindert.

   Auf .diese Weise wird für  die     Kesselspeisepumpe    7 stets das Vorhanden  sein von     absaugbarem    Wasser unter der un  bedingt erforderlichen     Zul.aufhöhe    gewähr  leistet.     Falls    die     Durchflussverluste    in der       Zulaufleitung    8     vernachlässigt    werden kön  nen, stellt sich im Behälter 4 ein um .den  Höhenunterschied 9 geringerer Druck. ein als  im     Speicher    1. Das     152grädige    Wasser muss  sich also auf 147,5   C     rückverdampfen,    so  fern der Spiegelunterschied 5 m ,beträgt.

   Diese  Rückverdampfung ist physikalisch nicht zu  umgehen, und es ist sehr     wichtig,        dass    bei  jeder Fördermenge selbsttätig jeweilen nur  soviel Wärme in Dampfform aus dem Wasser  entweicht, als zur Hebung .des Wassers .auf  diese äusserst notwendige Höhe gerade nötig    ist. Der frei werdende Dampf wird durch Lei  tung 10 in ein     Kaltwasserbaasin    11 einge  führt.  



  Falls der Druck     im    Speicher nicht     ge-          uügen    würde, das Ablassen des Dampfes in  ein unter atmosphärischem Druck stehendes  Bassin zu ermöglichen, so müsste die     Leitung     10 nach einer Stelle niedrigeren Druckes, wie  zum Beispiel einem     3peisewasservorwärmer     oder nach einem Kondensator geführt wer  den. Ventil 12, da.s .auch .durch ein Rück  sohl.agorgan ersetzt werden kann, sowie Ven  tile 13 und 14 dienen zur     .ausnahmsweisen,     unmittelbaren Verbindung der Pumpe mit  dem Speicher.  



       Fig.    2 zeigt den Hilfsbehälter,     ausgerüstet     mit einem aussenliegenden, leicht zugäng  lichen. durch kommunizierende     Federrohre    15  verbundenen     Gewiclhtsgefäss    1-6, welches das  Dampfventil 6 betätigt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Vorrichtung zum Fördern heisser Flüssig keit .aus einem nicht hochliegenden Druck behälter in Anlagen, in denen die für .eine Pumpe erforderliche Zulaufhöhe nicht vor- handen ist, gekennzeichnet durch einen höher ails Druckbehälter (1) und Pumpe (7) ange ordneten Hilfsbehälter (4), der einerseits mit ,dem Druckbehälter, anderseits mit,
    der Pumpe durch Leitungen verbunden und mit einer durch Ablassen des Druckes selbsttätig wir kenden Regelvorrichtung zur Unterhaltung eines gegenüber .dem Druck im Druckbehälter niedrigeren Druckes versehen ist, :
    derart, dass die Flüssigkeit durch den eigenen Speicher- druck, möglichst ohne hberschuss .an Druck gefälle, in erforderlicher Menge vom Druck behälter zum höher fliegenden Hilfsbehälter gelangt, um von da dem Pumpeneintritt mit dem erforderlichen Zulaufdruck zuzufliessen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zufluss,aus dem Druckbehälter (1) zu dem Hilfs behälter (4) indirekt durch Abflussrege- lung des .aus .der Flüssigkeit entwickelten Dampfes bewerkstelligt wird. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, :d.ass,der Abfluss,des aus der Flüssigkeit entwickelten Dampfes nach Massgabe des ,Spiegelstandes im HilfsheUälter (4) geregelt wird. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspfuch 2, da durch gekennzeichnet, @dass der Flüssig keitsspiegel im Hilfsbehälter (4) gerade nur so hoch über der Pumpe (7) gehalten wird, als für :das kavitationsfreie Arbeiten der Pumpe erforderlich ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Dampf ab- flussventil (6) mittelst Schwimmer (5) be tätigt wird.
    5. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Dampf abflussventil (6) .mittelst elastisch gehal tenem Gewichtsgefäss (1,6) betätigt wird.
CH140819D 1928-06-01 1929-03-15 Vorrichtung zum Fördern heisser Flüssigkeit. CH140819A (de)

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