CH140820A - Hydroelektrische Speicherkraftanlage. - Google Patents
Hydroelektrische Speicherkraftanlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
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- F03B13/06—Stations or aggregates of water-storage type, e.g. comprising a turbine and a pump
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Description
Hydroelektrische Speicherkraftanlage. Die Erfindung bezieht sich auf - eine bydroelektrischeSpeicherkraftanlage mit Turbine, Motorgenerator und mit .demselben durch eine Kupplung ein- und ausrücl#bar verbundener Kreiselpumpe und besteht darin, ,dass für plötzliche Umschaltung von Pumpen betrieb auf Turbinenbetrieb während,der Um schaltung mindestens solange, bis die -Wassersäule in der Druckleitung ihre Strö mungsrichtung geändert hat,
der Betrieb der Turbine durch einen Hilfsenergiespeicher"der gegenüber dem Wasser in der Druckleitung eine bedeutend geringere Massenträgheit zu überwinden hat, eingeleitet bezw. aufrecht erhalten wird.
Im Leitungsnetz. des Motor- generators kann ein Relais .angeordnet sein, das durch Spannungsabfall, Frequenzvermin- derung oder Belastungszunahme während ,dem Pumpenbetrieb selbsttätig ausgelöst wird und dabei einerseits das Abs,chlussorgan in der Pumpendruckleitung schliesst, sowie die Pumpenkupplung :
auslöst und .anderseits das Abschlussorgan in der Turbinendruckleitun,g, sowie den Leitapparat der Turbine öffnet, während zwischen dem Hilfsenergiespeicher und -der Turbine ein Abschluss,organ vor gesehen sein kann, dessen Öffnung nach Auslösung,des Relais selbsttätig erfolgt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandfes schema tischdargestellt.
Der Motorgenerator 1 ist einerseits mit der Turbine 2 gekuppelt, anderseits kann .er durch eine zum Beispiel ,als Magnetkupplung 4 ausgebildete, ein- und ausrückbare Kupp lung mit einer Pumpe 3 gekuppelt werden. Durch Leitungen 6 ist der Motorgenerator 1 mit einem nicht gezeichneten elektrischen Leitungsnetz verbunden.
Bei Pumpenbetrieb treibt der Motorgenerator 1 als Motor die Kreiselpumpe 8, welche aus dem Unter wasserkanal 7 durch die Saugleitung 8 Was ser ansaugt und dasselbe durch die Pum- pendruckleitung 9, in welcher ein Abschluss- organ 11 angeordnet ist,. in die Druckleitung 10 und in die zum Beispiel in der Form eines Stausees oder natürlichen Sees vorgesehene Wasserspeicheranlage fördert.
An die Druck- Leitung 10 ist die Turbinendruckleitung 12 angeschlossen, welche mit einem Abschluss- organ 13 versehen, einerseits mit einem Hilfsenergiespeicher 5 und anderseits mit der Turbine 2 in Verbindung steht. Das der Turbine entströmende Wasser wird durch ein Saugrohr 14 in den Unterwasserkanal 7 geführt.
Die Abschlussorgane <B>11</B> und 13, die Kupplung 4 zwischen Notorgenerator und Pumpe, und ein auf :den (nicht gezeichneten) Leitapparat der Turbine wirkender Servo motor 15 sind an eine gemeinsame elektrische Steuerleitung 16 angeschlossen, die ihrerseits von dem durch die Spannung oder Frequenz der Leitung 6 beeinflussten Relais 17 ge steuert wird.
Bei Pumpenbetrieb erhält der Motor generator Strom aus dem elektrischen Lei tungsnetz vermittelst der Leitungen 6. Das Abschlussorga.n 13 ist dabei geschlossen. währenddem das Abschluss'organ 11 geöffnet und die Kupplung 4 eingerückt ist. In dieser Stellung läuft das Turbinenlaufrad in .dem mit Luft gefüllten Turbinengehäuse leer mit, währenddem die Pumpe 3 aus dem Unter wasserkanal 7 das Wasser durch die Lei tungen 8, 9 und i 10 in die Speicheranlage pumpt.
Bei einer plötzlichen Belastungsvermeh rung des elektrischen Leitungsnetzes oder dem unmittelbaren Ausfallen eines Teils der Krafterzeugungsa.nla.ge fällt' die .Spannung und die Frequenz im Leitungsnetz und in der Leitung 6, wodurch das Relais 17 aus gelöst wird. Die Auslösung des Relais be wirkt vermittelst der Leitung 16 die sofor tige Entkupplung der Pumpe 3, ferner wird das Abschlussorgn 11 geschlossen, das Ab schlussorgan 13 geöffnet und der Leitapparat der Turbine 2 durch den Servomotor 15 in vollständig geöffnete Stellung gebracht.
Diese Umschaltung bremst die Wasserförde rung der Pumpe 3 augenblicklich auf Null ab, während die Wassersäule in der Druck Leitung 9, 10 infolge ihrer Massenträgheit sich noch einige Zeit aufwärtsbewegt, bis die kinetische Energie der Wassersäule ver nichtet ist. Es wird nun bei dieser Anlage erreicht, dass während der Abbremsung der Wasser säule die Turbine 2 bereits durch Wasser be- aufschlagt wird, indem die Einleitung des Turbinenbetriebes durch das dem nahe bei der Turbine angeordneten Hilfsenergie speicher 5 entnommene Wasser erfolgt.
Durch das Offnen des Schiebers. 13 ent steht in der Turbinendruckleitung 12 gegen über dem Speicher 5 ein Unterdruck, so dass die Rückschlagklappe 19 sich selbsttätig öffnet (gestrichelt gezeichnete Stellung) und das aufgespeicherte Wasser durch die im Speicher komprimierte Luft in die Turbine gedrückt wird.
Mittlerweile ist das Wasser in der Leitung 10 abgebremst und iii ab wärtsgehender Richtung beschleunigt wor den, so dass nach einer durch die emessunr, ,der Druckleitung bestimmten Zeit dieses Wasser für .den Betrieb .der Turbine zur Vcr- fügiing steht.
.Sobald .der Druck in der Lei tung 12 wieder grösser ist als der Druck im Hilfsspeicher 5, wird .die Rückschlagklappe 19 selbsttätig geschlossen und .der 'Speicher durch eine Umleitung 18 (deren Querschnitt nur einen Bruchteil des Querschnittes der Turbinendruckleitung beträgt) wieder la.ny- sam mit Wasser gefüllt.
Die Turbine 2 treibt nun den Motorgenerator als Genera tor, welcher das elektrische Leitungsnetz durch die KraItleitung 6 mit Energie be liefert. Die Belastung des Leitungsnetzes ist durch .die Abschaltung der Pumpe ge sunken, und ausserdem wird nach Einscha.lten der Turbine noch weitere Energie zugeführt, @o dass die Schwankung kompensiert wird, ohne .dass irgend ein Teil Schaden nimmt.
Sobald .die Belastungsverhältnisse im Netz wieder normal sind, kann das Aggregat 1, 2, 3 von Hand oder gegebenenfalls selbst tätig in. Abhängigkeit von der Netzspan nung. der Frequenz oder der Belastung der übrigen Generatoren. wieder auf Pumpen betrieb umgeschaltet werden.
An Stelle der elektrischen .Steuerung der Schieber 11 und 13, der Kupplung 4 und des Servomotors 15 kann auch eine @Steue- rung auf hydraulischem Wege vorgesehen sein, welche durch ein an die Leitung 6 an geschlossenes Relais heeinflusst wird. An Stelle eines Spannungs- oder eines Frequenz- C, kann auch ein Relais vorgesehen sein, das in Abhängigkeit von den Stromstärken der,das elektrische Leitungsnetz -beliefernden Generatoren beeinflusst wird.
Es können ebenfalls Leitungen 21 angeordnet werden, mittelst welcher die ganze Speicherkraff- anlage von einer Fernsteuerzentrale selbst tätig oder von Hand gesteuert werden kann. Die Anlage kann auch selbsttätig auf Spei cherbetrieb umgeschaltet werden. Dazu ist in .der Turbinenleitung 12 eine gestrichelt gezeichnete Leerschussvorrichtung 29 vor gesehen, welche ebenfalls in Abhängigkeit von Ader Spannung oder der Frequenz in der Leituxig 6, oder der Belastung im elektri schen Leitungsnetz durch ein Relais ge steuert wird.
Durch die Erfindung wird erreicht, da.ss die bisher zur Übernahme von Belastungs spitzen vorgesehenen elektrischen oder ther mischen Hilfsmaschinen, welche, um stets bereit .zu sein, -dauernd ohne Belastung mit dem Netz synchron mitlaufen müssen und nicht nur gewiss-ermassen totes Kapital dar stellen, sondern noch für den Leerlauf Energie benötigen, überflüssig werden.
Da ,durch die Erfindung eine plötzliche Umschal tung von Pumpenbetrieb auf Turbinenbetrieb möglich wird, kann die zum Ausgleich der Belastungsschwankungen dienende Anlage bei normaler Belastung als Antrieb für die Speicheranlage laufen, die überschüssige Energie also verwenden, während bei Über schreitung der Belastungsgrenze aber sofort auf volle Deckleistung zur ,Erzeugung und Abgabe von Kraft umgeschaltet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hydroelektrische ,Speicherkraftanlage mit Turbine, Motorgenerator und mit .demselben durch eine Kupplung ein- und ausrückbar verbundener Kreiselpumpe, dadurch gekenn- zeichnet, dass für plötzliche Umschaltung von Pumpenbetrieb .auf Turbinenbetrieb während der Umschaltung mindestens solange, bis,die Wassersäule in der Druckleitung ihre Strö mungsrichtung geändert hat, der Betieb der Turbine durch einen Hilfsenergiespeicher, der gegenüber dem Wasser in .der Druck leitung eine bedeutend geringere Massenträg heit zu überwinden hat, eingeleitet bezw. aufrechterhalten wird.UNTEHANSPRUCHE 1. HydroelektrLche @SpcicUerkraftanla:ge nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass durch Spannungsabfall, Frequenzverminderung oder Belastungs- zunahme im Leitungsnetz des Motor generators während .dem Pumpenbetrieb selbsttätig ein Relais ausgelöst wird, das einerseits das Abschlussorgan in der Pumpendruckleitung schliesst, sowie die Pumpenkupplung .auslöst und anderseits ,das A bschlussorgan in der Turbinen- ,druckleitung,sowie den Leitapparat der Turbine öffnet, während die Öffnung eines zwischen Hilfs.energiespeicher und Turbine vorgesehenen Abschlussorganes selbsttätig erfolgt. 2. Hydroelektrische Speicherkraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass -der Hilfsenergiespeicher in unmittelbarer Nähe der Turbine an geordnet ist.Hydroelektrische Speicherkraftanlage nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass zur Auffüllung des Hilfs- energiespeichers mit Wasser eine die Rückschlagklappe umgehende Leitung zwischen dem Hilfsenergiespeicher und ,der Turbinen,d@ruckleitun.g vorgesehen ist, ,deren Querschnitt nur einen Bruchteil .des Querschnittes der Turbinendrzek- leitung beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH140820T | 1929-06-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH140820A true CH140820A (de) | 1930-06-30 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH140820D CH140820A (de) | 1929-06-29 | 1929-06-29 | Hydroelektrische Speicherkraftanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH140820A (de) |
-
1929
- 1929-06-29 CH CH140820D patent/CH140820A/de unknown
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