CH141009A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochprozentiger Salpetersäure durch katalytische Verbrennung von Ammoniak mit sauerstoffhaltigen Gasen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochprozentiger Salpetersäure durch katalytische Verbrennung von Ammoniak mit sauerstoffhaltigen Gasen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochprozentiger Salpetersäure durch katalytisehe Verbrennung von Ammoniah mit satterstoffhaltigen Gasen. Es ist bekannt, dass die katalytische Verbrennung von Ammoniak mit Sauerstoff oder sauerstoffreichen Gasen die Herstellung einer hochprozentigen Salpetersäure ohne be- sondern Konzentrationsprozess ermöglicht.
Die technische Ausführung dieses Verfahrens ist aber mit grossen Schwierigkeiten verbunden, da die Temperatur des Katalysators bei einem Aminoniakgehalt des Gasgemisches von über <B>10</B> Volumenprozent unzulässig steigt und ausserdem die untere Explosionsgrenze von Ammoniaksauerstoffgemischen. unter gewöhn- lichein Druck bereits bei<B>16</B> Volumenprozent Ammoniak erreicht ist.
Es wurde nun gefunden, das die Schwie rigkeit des zu hohen Temperaturaristiegs des Katalysators dadurch beseitigt werden kann, dass die katalytiselie Verbrennung des Am moniaks mit sauerstoffbaltigen Oasen in einer Kontaktzone stattfindet, die sich im Bewegungssinne der Gase vor einer Kühl- .flüssigkeitsschicht befindet, in welche die bei der Reaktion entstehenden Gase unmittelbar nach ihrem Austritt aus der Kontaktzone hineitiströmen. Als Kühlflüssigkeit dient zweckmässig Salpetersäure oder Wasser,
das sich im Verlauf des Prozesses durch<B>Ab-</B> sorption der bei der Verbrennung entstehenden Stickoxyde in Salpetersäure umwandelt. Ferner wurde gefunden, dass durch die Ausführung dieses Verfahrens in einer besonderen Vor richtung auch die Explosionsgefahr beseitigt werden kann. Dies wird bei der Vorrichtuno, gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Zuleitung des Gasgemisches zu der Kon taktzone aus einem System von Kapillar- räumen besteht, die in mindestens einer Dimension so geringe Abmessungen haben, dass das Fortschreiten einer explosiven Ver brennung verhindert wird.
Eine zur Ausführung des Verfahrens zweckdienliche Vorrichtung ist in der Zeich nung schematisch dargestellt. Sie besteht aus einem zylindrischen Reaktionsbehälter<B>1</B> aus säurefestein Chromnickelstahl, in dem eine Kontaktschicht angeordnet ist, zum Bei spiel in Form eines oder inehrerer den Quer schnitt des Behälters ausfüllenden Platin netze 2. Das Ammoniaksauerstoffgemisch bewegt sich voll unten nach oben durch diesen Behälter.
Die Zuleitung zu der Kon taktzone bestellt zum Beispiel aus einer Bündellplatte <B>3</B> aus zylindrischen Kapillar- rohren von etwa<B>5</B> bis<B>10</B> cm Länge, die unmittelbar unter der Kontaktzone angeordnet ist. Die Anordnung verhindert unter allen Umständen ein Zurücksoblagen einer Ex plosion. In dein Behälterrauin unmittelbar Über der Kontaktzone befindet sieh die. als Kühlflüssigkeit dienende Salpetersäure 4 in solcher Anordnung, dass sie bei Gasdurebgang nicht nach unten durch die Kontaktnetze und die Kapillarrohre zurücktreten kann.
Dies wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die Flüssigkeitssebiellt 4 auf einem genügend feinmaschigen Drahtgewebe steht, das ent weder selbst aus einem Platinnetz 2, oder aus einem nicht als Kontakt wirksamen, aber gegen Salpetersäure beständigen Metall- dralltnetz, zum Beispiel aus Chromnickelstahl, bestehen kann.
Nach Einleitung der katalytischen Ver brennung in der Kontaktzone mit Hilfe einer Wasserstoff-Sauerstofflamme treten die bei der Reaktion entstehenden Stickoxyde unter teilweiser Absorption durch die Salpeter säure 4 hindurch, die sich dabei schnell erhitzt. Die heisse Säure wird mit Hilfe einer Säurepumpe<B>5</B> durch ein System von Kühl- roliren <B>6</B> befördert und nach Abkühlung in solchen Mengen in den Behälter wieder ein gepumpt, dass der Flüssigkeitsstand in diesem konstant bleibt.
Der Rest wird in einem relativ kleinen Absorptionsturm<B>7</B> nach dem Gegenstromprinzip mit den voll dem Reak tionsbehälter oben abziehenden, noch Stick- oxyde enthaltenden Gasen behandelt.
Mit einer solchen Ausführungsform lassen sich Ammoniaksauerstoffgeinische mit 25 Vo lumenprozent und darüber Ammoniak gefahr los und mit besonders günstiger Ausbeute in hochprozentige Salpetersäure überführen. Besonders günstige Resultate werden natur gemäss dann erhalten, wenn das Verfahren unter einigen Atmosphären Überdruck aus geführt wird, da hierdurch bekanntlich so wohl der Verbrennungsvorgang als der Ab- sorptionsprozess günstig beeinflusst wird.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> I: Verfahren zur Herstellung hochprozentiger Salpetersäure durch katalytische Verbrennung von Ammoniak init sauerstoffhaltigen (I.isen, dadurch gekennw-ichnet, dass die katalytische Verbrennung in einer Kontaktzone zitattfindet, die sich im Bewegungssinne der Gase vor einer Kühlflüssigkeitsschicht befindet, in welche die bei der Reaktion entstehenden Gase unmittelbar nach ihrem Austritt aus der Kontaktzone hineinströmen.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Zuleitung des am- moniak- und sauerstoffhaltigen Gasgemisches zu der Kontaktzone aus einem System von Kapillarräumen besteht, die in mindestens einer Dimension so geringe Abmessungen haben, dass das Fortschreiten einer explosiven Verbrennung verhindert wird.
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