CH141240A - Bodenbelag für Kulturboden. - Google Patents

Bodenbelag für Kulturboden.

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CH141240A
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Weber Ottomar
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  Bodenbelag für Kulturboden.    Man kennt bereits Bodenbeläge für Kul  turboden aus den verschiedensten Stoffen.       In    der neueren Zeit hat man sich diesen  Gebiet mehr zugewendet und ganze Felder       niit        imprägnierten    Pappen- und     CTeR,ebebah-          nen    bedeckt.     Anderseits    hat man bereits       Strohmatten    vorgeschlagen.

   Diese     Mittel          steigern        zwar        hei    einigen     Gewächsen        derl     Wuchs und den Ertrag, weil sie in     a,ltbe-          l@annter    Weise die Pflanzen vor Sonnenbrand  und den Boden gegen Ausdörren schützen.  Aber sie haben den Nachteil, dass sie     ausser-          Ordentlich    teuer sind und den Arbeiter nicht  :in ,jeder beliebigen Stelle an die     einzelnen     Pflanzen, die eine     öftere    Düngung oder Auf  lockerung des Bodens erfordern, heranlassen.  ohne dass er die ganzen Bahnen aufrollt.

    Meist sind diese aber mit Löchern versehen.  durch welche die Pflanzen hindurchwachsen.  Dann ist das Aufrollen überhaupt nicht mög  lich, weil die     Pflanzenstengel    zerstört wer  den     müsstAn.    Abgesehen davon werden die  meist verwendeten imprägnierten Pappen, so-    genannten Dachpappen, nach einiger Zeit,  innerhalb der gleichen Wachstumsperiode, so  brüchig,     da.ss    sie ein     Aufröllen    gar nicht mehr  zulassen, sondern brechen.     Wenn    man auf  sie tritt, brechen sie ebenfalls oft durch.

   Der  grösste Nachteil dieser Bodenbeläge aber be  steht darin,     da.ss    sie     infolge    ihrer Dichtigkeit  dem Licht, der Luft und dem Tau völlig  den Zutritt verwehren, so dass dort Verhält  nisse entstehen, unter denen das Leben der  Bodenbakterien zur     Unmöglichkeit    -wird, de  ren ständige Fortentwicklung aber gerade für  den Wuchs und den     Erträgnisreichtum    von  allergrösster Bedeutung ist.  



  Auf dieser Erkenntnis aufbauend, wird  als Bodenbelag gemäss der Erfindung ein  lockeres Gewirr von Fasern vorgeschlagen,  als welches sich besonders Holzwolle eignet,  die zum     Sehutze    gegen Fäulnis und auch  zur Erzielung grösserer Geschmeidigkeit der  Fasern mit geeigneten     Imprägnierungsmit-          teln    getränkt ist. Um mit einer verhältnis  mässig dünnen     Schicht    auszukommen, ist es      zweckmässig, sie gleich bei der Imprägnie  rung mehr oder weniger dunkel zu färben,  je nachdem, ob viel- oder weniger Wärme  strahlen aufgenommen werden sollen.

   Diesen       Tränkungs-    und Färbemitteln werden zweck  mässigerweise dem Pflanzenwachstum un  schädliche, das Ungeziefer aber vertreibende  Mittel beigefügt. Unter anderem eignen sich  vorzüglich zum Beispiel bei der Teer- und  Asphaltbereitung gewonnene,     firnisähnliche,     wasserunlösliche     Tränkungsstoffe,    welche ge  gen Fäulnis schützen und dadurch die Le  bensdauer der Fasern erheblich erhöhen und  gleichzeitig auch die Geschmeidigkeit der  Fasern vergrössern.  



  Holzwolle lässt so viel Luft und Licht  Zutritt zur Bodenoberfläche, dass die     Abdek-          l:ung    bakterienbildend wirkt, also die  Fruchtbarkeit des Bodens steigert, und trotz  dem durch die Beschattung die     Unkrautbil-          dulig    auch sicher verhindert, weil das Un  kraut sich     iii    dem beschatteten Boden nicht  erst     entwickeln        kann.    Die Kulturpflanze  hingegen ist     bereits    durch die vorbereiteten       Offnungen    im Bodenbelag e hindurchgewach  sen. Aufgestreuter Dünger verteilt sich  gleichmässig über die Fläche.

   Die gesamte  Bodenfläche kann bewässert werden und  nimmt insbesondere den Tau auf.  



  Das Fasergewirr, zum Beispiel die Holz  wolle, wird auf den Boden gebreitet und       gleichmässig        verteilt.    Diese Deckschicht lässt  sich nach einiger Zeit wie ein Läufer zu  gewährt aber trotzdem dem  Pflanzer nach wie vor die Möglichkeit, an  jeder beliebigen Stelle ohne     Entfernen    der  übrigen Schicht an den Boden oder die  Pflanze heran zu können. Es hat sich ge  zeigt, dass solche     Holzwollenabdeckung    noch  nach reichlich einjähriger.

   Benutzung so  locker und gut erhalten war, dass zu er  wart-en steht,     da.ss    sie auch eine mehr-, bei  spielsweise wenigstens fünfjährige Benutzung  aushalten     wird.    Sie     kann    bei gewissen     Pfla.n-          jen    jahraus jahrein liegen bleiben.  



  Es .hat sich ferner bei praktischen Ver  suchen ergeben, dass man     mit    dunkelgefärb  ter, imprägnierter Holzwolle, in geeigneter    Schichthöhe um Bäume geschichtet, den Ra  senkranz entfernen kann. Das Gras darunter  stirbt sehr schnell ab. Die Bodenbakterien  aber bleiben im Gegensatz zur Verwendung  von Pappen erhalten.  



  Um den     Holzwollebelag,    was nur sehr  selten nötig sein wird, am Boden zu halten,  kann er mit     Krammen,    Klammern, Haken  oder dergleichen befestigt werden.  



  Man hat auch bereits zur Bedeckung des  Bodens Spreu, Geberlohe, kurzen Mist,     Säg.-,-          späne    und andere kurzfaserige Stoffe ver  wendet, die aber, da sie kein Gewirr bil  den, mangels jeglichen Zusammenhaltens  vom Boden nicht gut entfernt werden kön  nen, vielmehr bei der nächsten Bearbeitung  in den Boden gelangen und diesen durch ihre  Verrottung versauern. Ferner werden diese.  Stoffe durch Stürme weggetragen. Sie sind  also praktisch nur Notbehelfe, die mit dem  Erfindungsgegenstand keinen Vergleich aus  halten. Sie liegen auch überhaupt zu dicht  aufeinander auf und beeinträchtigen dadurch  das Bakterienleben darunter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bodenbelag für Kulturboden zugunsten seiner das Wachstum und die Fruchtbar keit auf ihm zu ziehender Bodenfrucht för dernden Nährkräfte, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem losen Fasergewirr besteht, welches gegen Fäulnis imprägniert ist. UNTERANSPE C CHE 1. Bodenbelag nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss das Fasergewirr durch geeignete Imprägnation geschmeidig ge macht ist. z. Bodenbelag nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass er dunkel gefärbt ist, damit er tiefe ren Schatten zu erzeugen vermag. 3.
    Bodenbelag nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Holzwolle besteht.
CH141240D 1940-12-14 1929-08-15 Bodenbelag für Kulturboden. CH141240A (de)

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