CH141330A - Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen aus dem Wasser. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen aus dem Wasser.

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CH141330A
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  Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen aus dem Wasser.    Eine wichtige Aufgabe in der     Wasser-          und    Abwasserreinigungstechnik bildet die  Beseitigung von Algen und Pilzen, die viel  fach     Störungen        und        Belästigungen        verurs,a-          ehen,    die teils, wie bei Trinkwasser, in einem  unangenehmen Geruch, teils, wie bei Bade  wasser, darin bestehen, dass durch die Algen  das Wasser ein unansehnliches und schmut  ziges Aussehen erhält, teils, wie in Konden  sationsanlagen, zu Verengungen und Ver  stopfungen von Rohrleitungen und     Termin-          derung    der Kühlwirkung, teils,

   wie in Fil  teranlagen, zu Verstopfungen der Filter und  damit der Notwendigkeit zu deren häufiger  Reinigung, teils, wie in     Vorflutern,    in wel  che Industrieabwässer, etwa von Zellulose-,  Zuckerfabriken usw. gelangen, zu schweren  Pilzwucherungen, die die Fischerei beein  trächtigen,     Mühlenbetriebe    und sonstige  Kraftanlagen schädigen usw. führen kann.  



  Zur Bekämpfung dieser Übelstände wer-    den zur Zeit entweder Chlor in Gestalt von  freiem oder aktivem Chlor, oder Kupfer  sulfat     saugewendet,    mit denen man wohl in  den leichteren Fällen der Algenbekämpfung,  nicht aber in schwereren, vor allen Dingen  aber nicht in den letztgenannten Fällen, Er  folge gehabt hat.  



  Auch in verschiedenen der letzteren Fälle  sind die Chlor-     bezw.    Kupfermengen so hoch,  dass sich andere unangenehme Begleiterschei  nungen zeigen, wie etwa Chlorgeruch oder  ein dauernder     unerwünscht    hoher Kupfer  gehalt des für     Genusszwecke    bestimmten  Wassers usw.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren, bei welchem Chlor und  Kupfer gemeinsam zugeführt werden. Es hat  sich nämlich die nicht vorauszusehende Tat  sache herausgestellt, dass die gleichzeitige  Einwirkung beider Substanzen eine erheb-           lich    grössere Wirksamkeit entfaltet als jede,  selbst in grösserer Menge, für sich allein.  



  So wurden beispielsweise in einem Was  ser,     :das        ein        Ch        :larbindungsvermägen    von  etwa 20 mg pro Liter besass und das trotz  der hierdurch     gekennzeichneten        ungewöhnlich     hohen Verschmutzung als Gebrauchswasser  für eine Papierfabrik     verwandt    werden  musste, die Algen mit Mengen von zirka  2';5 mg Chlor     ,u;rrid:    zirka 0,18 mg     Knipfer     pro Liter beseitigt, während alle früheren  Versuche zur Beseitigung der Algen fehl  geschlagen haben.  



  In einem andern Falle gelang es, eine  schwere     Verpilzung    des     Vorfluters    mit       Sphaerotilus-    und     Leptomituspilzen    mit  einem Zusatz von etwa 1 mg Chlor und etwa  0,1 mg Kupfer pro Liter zu beseitigen und  danach mit nur etwa     il"    bis     %    der vorge  nannten Mengen den     Vorfluter    dauernd pilz  frei zu halten.  



  Die Anwendung des Verfahrens kann in  beliebiger Weise geschehen. Eine zweckmä  ssige Vorrichtung zur Ausführung des Ver  fahrens ist anhand der     Abb.    1 beiliegender  Zeichnung nachstehend beschrieben.  



  Ein von einer Vorratsflasche 1 kommen  der     Chlorgasstrom        wird    in einer Apparatur  2 abgemessen, einreguliert und in dem zur  Apparatur gehörigen, mit einem kleinen     flie-          l,)enden    Wasserstrom gespeisten Absorptions  gefäss 3 zu     Chlorwasser    gelöst. Von diesem       Absorptionsgefäss    führen zwei Leitungen zu  dem in der Leitung 8 fliessenden zu behan  delnden Wasser, und zwar Leitung 4 unmit  telbar, Leitung 5 zunächst zu einem mit dem  anzuwendenden Kupfer in zerkleinerter Form  gefüllten Gefäss 6. Eine Reguliervorrichtung  7 gestattet die Verteilung des Chlorwasser  stromes auf die beiden Leitungen 4 und 5  in beliebiger Weise.

   In dem Gefäss 6 verbin  det sich das Chlor mit dem darin vorhan  denen Metall. so dass die abfliessende Lösung  eine dem zugeführten Chlor etwa entspre  chende     Kupferchloridmenge    enthält.  



  Will man an Stelle von Chlorgas aktives  Chlor in Form von freier     unterchloriger       Säure oder     Hypochloritlösung    anwenden, so  verfährt man in der Weise, dass eine solche  Lösung, beispielsweise     Natrium-Hypochlorit-          lösung,    mittelst     einer    geeigneten Dosierungs  vorrichtung dem zu behandelnden Wasser  oder Abwasser in einstellbarer Menge zuge  führt wird, während man gleichzeitig eine  Lösung eines Kupfersalzes, beispielsweise  Kupferchlorid, ebenfalls in einstellbarer  Weise zuführt, und zwar ist es zweckmä  ssig, die Vereinigung der beiden Mittel erst  in dem zu behandelnden Medium vorzuneh  men,

   um durch die hierbei eintretende     Ver-          dünn@ung        :unerwünschten        Z@cnisehenreaktionen,     die bei höherer Konzentration eintreten kön  nen, vorzubeugen.  



  Zur Vereinfachung der praktischen Aus  übung des Verfahrens wird zweckmässig eine  Dosierungseinrichtung benutzt, mit welcher  beide Flüssigkeiten, nämlich die Kupfer-.  und die     Ghlorlösung        @gleihzeitig        vio@n    nur  einer Regelvorrichtung aus dosiert werden  können, so dass bei Änderung der Einstellung  der Regelvorrichtung die Menge beider Lö  sungen gleichzeitig zwangsläufig im gleichen  Verhältnis geändert wird.  



  Nachstehend ist eine solche Vorrichtung  anhand der     Abb.    2 beschrieben.  



  Die Vorrichtung besteht aus einer Was  serzuführung 1a, einem einen Heber enthal  tendes Gefäss     2a,    dessen Ableitungsrohr sich  in zwei Teile teilt und das abfliessende Was  ser zu etwa gleichen Teilen zwei Auffang  gefässen.3a und     @3b    zuführt, zwei anschliessen  den, von dem abfliessenden Wasser     durch-          flossenen        Injektoren    4a und 44, mit deren  Saugstutzen durch die Leitungen 5a und     5b     die Dosierungsheber 6a und     6b    verbunden  sind,

   die aus mit Niveauflaschen 10a und       10b    versehenen Vorratsbehältern 7a und     7b     die entsprechenden Lösungen in bestimmten  Mengen ansaugen, sowie fernerhin den Auf  fanggefässen 8a und     8b    und den Ablauflei  tungen zu dem zu behandelnden Wasser 9a  und     9b,    welch letzteres in der Leitung 17  fliesst.  



  Der Dosierungsvorgang gestaltet sich  folgendermassen:      Durch das Rohr la fliesst ein Wasser  strom, dessen Stärke durch das Regelventil  13 eingestellt werden kann, dem     Hebergefäss          2a        zu.    Ein     iS@elimutzfänger    16 verhütet     @dais     Eindringen von Schmutzteilen in die Leitung.  Je nach der Stärke des zulaufenden Wasser  stromes füllt     sich        Idas        Hebergefäss    in verschie  denen Zeiträumen und schlägt dementspre  chend verschieden oft in der Zeiteinheit über.  Das abfliessende Wasser läuft beim Über  schlagen zu etwa gleichen Teilen den.

   Ge  fässen 3a und     3b    zu und erzeugt beim Pas  sieren der     Injektoren    4a und     4b    in den Roh  ren 5a und     5b    eine     Saugung,    die sich, da  die anschliessenden Ablaufrohre in den Ab  laufgefässen 8a und     8b    unter Flüssigkeits  niveau enden, auf die beiden Heber 6a und       6b    auswirkt und diese somit ebenfalls zum  Überschlagen bringt.  



  Diese beiden Heber besitzen an ihrem  tiefsten in den Vorratsbehältern 7a und     7b     liegenden Punkt eine kleine Öffnung, durch       welche    sie sich in der     zwischen    zwei Über  schlägen des Hebers 2a vergehenden Zeit wie  der füllen. Hierdurch sinkt allmählich das  Flüssigkeitsniveau in den Behältern 7a und       7b    um ein geringes, bis die Öffnungen der  Niveauflaschen     loa    und     lob    frei werden,  worauf dann unter Eindringen von Luft in  dieselben neue Flüssigkeit in die Vorrats  behälter 7a und     7b    einströmt, bis die Fla  schenöffnungen wieder von der Flüssigkeit  bedeckt sind.  



  Aus den Auslaufgefässen 8a und     8b    laufen  die beiden Flüssigkeiten durch die Leitungen  9a und     9b    in das zu behandelnde Wasser  ab, während das aus der Leitung la kom  mende Triebwasser nach Passieren des He  bergefässes 2a und der     Injektoren    4a und     4b     durch das Gefäss 14 und die anschliessenden  Leitungen 15 in beliebiger Weise, beispiels  weise in die Leitung 17 ebenfalls, zur Ab  leitung gebracht wird.

      Auf diese Weise erreicht man, wenn für  die Speisung des Hebers 6a eine Kupfersalz  lösung und des Hebers     6b    eine     Hypochlorit-          lösung    benutzt wird, eine zwangsweise pro-         portionale    Regelung der beiden Lösungen zu  einander, unabhängig von der jeweils einge  stellten     Zulaufmenge.     



       Dias        61eiche    Ergebnis lässt     sich        fauch    mit  andern Dosierungseinrichtungen erreichen,  beispielsweise     mit    einer nach Art     eines     Schöpfrades arbeitenden Vorrichtung, bei  welcher auf der     Triebradachse    zwei Schöpf  räder befestigt sind, deren eines aus einem  Vorratsbehälter     Natrium-Hypochloritlösung,     das andere aus     einem        andern    Vorratsbehäl  ter     Kupferchloridlösung    schöpft.

   Ändert man  durch Änderung des     Triebwasserstromes    die  Umdrehungsgeschwindigkeit des Schöpfra  des, so ändert sich auch zwangsläufig im  gleichen Verhältnis die von den beiden  Schöpfrädern geschöpfte Menge von     Hypo-          ehlorit-        bezw.    Kupferlösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beseitigung von Algen und ,Pilzen aus dem Wasser, idaidurch ge kennzeichnet, dass man auf das von diesen zu befreiende Wasser Chlor und Kupfer ge meinsam einwirken lässt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Chlor strom in Form von Gas oder Lösung durch eine Regelvorrichtung zu einem Teil dem zu behandelnden Wasser oder Abwasser direkt, zum andern Teil einem Kupfer enthaltenden Behälter zuführt und die in diesem entstandene Kupferchloridlösung ebenfalls dem zu behandelnden Wasser zuleitet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das von einem Absorptionsge fäss (3) und der Chlorgasapparatur (2) kommende Chlorwasser durch eine Regu liervorrichtung (7), zwei Zweiwegleitun- igen (4) und (5) in beliebigem, feist be stimmbaren Verteilungsverhältnis zuführt, so dass das die Leitung (4) durchfliessende Chlorwasser dem in Leitung (8) fliessen-- den, zu behandelnden Wasser unmittelbar, das durch Leitung (5) fliessende Chlor wasser diesem aber erst nach Passieren des mit Kupfer gefüllten Gefässes (6),
    in welchem sich durch das Zusammenwirken des in dem Chlorwasser enthaltenen Chlors und dem Kupfer eine der zuge- führten Chlormenge etwa entsprechende Menge Kupferchlorid bildet, als Kupfer chloridlösung zugeführt wird.
CH141330D 1928-12-14 1929-09-16 Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen aus dem Wasser. CH141330A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2622065A (en) * 1946-07-01 1952-12-16 Wallace & Tiernan Ltd Liquid and gas feeding
WO1997003926A3 (en) * 1995-07-19 1997-09-18 Edward Emyr Williams Biofouling reduction

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