CH141342A - Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken einer laufenden Druckgrundbahn. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken einer laufenden Druckgrundbahn.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken einer laufenden Druekgrundbahn. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und eine Vorrichtung zum Bedrucken einer laufenden Druckgrundbahn durch stel lenweises Fortquetschen einer auf den Druck grund gleichmässig verteilt aufgetragenen dickflüssigen Farbmasse mittelst einer die Druckgrundbahn auf eine elastische Gegen walze aufdrückenden plastischen, harten Klischeewalze.
Die bisher bekannten Verfahren dieser Art ermöglichten nur das Bedrucken mit einer einzigen Farbe, so dass sich ziemlich tote, eintönige Dessins ergaben, welche ge rade noch als -v#rohlfeile Tapeten, nicht aber für geschmackvolle dekorative Zwecke, als V orsetzpapiere und dergleichen zu gebrau chen waren.
Diesem Mangel soll das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung dadurch abhelfen, dass auf die Oberfläche der Klischeewalze eine Farbmasse von anderer Lösungscharak- teristik als die auf den Druckgrund aufge brachte Farbmasse aufgetragen wird, so dass der Druckgrund an Stelle der fortgequetsch- ten ersten Farbe mit dieser zweiten Farbe be druckt wird. Mit dem der Kürze halber ge- uählten Ausdruck "andere Lösungscharak teristik" soll der Umstand bezeichnet werden, dass ein Farbstoff sich nicht im gleichen Lö sungsmittel,
sondern nur in einem andern Lösungsmittel als ein gleichzeitig verwende ter zweiter Farbstoff löst, so dass also die beiden Farben beim Druck sich nicht mischen oder ineinanderfliessen.
Dank diesem Verfahren lassen sich in einem einzigen Arbeitsgang mit einem einzi gen Druckzylinder in Form der Klischee walze effektvolle Zweifarbendrucke erzielen, welche an künstlerischer Wirkung den bis herigen Erzeugnissen dieser Art in jeder Be ziehung überlegen sind.
Nebstdem kann im gleichen Arbeits gang eine dritte Farbe aufgedruckt werden, wenn auf die Klischeewalze vor dem Ein färben mit der zweiten Farbe eine dritte Farbe aufgebracht und wieder mittelst einer Wischwalze oder Rakel von der Oberfläche der Klischeewalze weggewischt wird, so dass sie nur an den Rändern der Vertiefungen des Klischees und etwa in schmalen, einge ritzten Strichen desselben stehen bleibt. Es können auf diese Weise Konturen der Farbflächen des Druckbildes, sowie Striche in demselben erzeugt werden.
Eine Ausführungsweise sei nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestell ten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens beschrieben.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt einen sche matischen Aufriss einer Druckmaschine; Fig. 2 zeigt in grösserem Massstabe einen Teilquerschnitt der Klischeewa.lzenober- fläche, sowie ein Stück -des @diamit erzeugten Druckbildes, und Fig. 3 einen Längsschnitt der bedruckten Bahn.
Bei der Ausübung des Verfahrens wird die Druckgrundbahn, auf welche eine dick flüssige Farbmasse gleichmässig verteilt auf getragen worden ist, zwischen der mecha nisch in Drehung versetzten Klischeewalze und einer elastischen Gegendruckwalze. zum Beispiel einer Gummiwalze, hindurch bewegt, wobei die aufgetragene Farbmasse an allen Stellen, wo die Klischeeoberfläche den Druckgrund berührt, weggequetscht wird. Dieser Vorgang kann auf der in Fig. 1 dargestellten Maschine, von welcher nur die unbedingt zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Teile gezeichnet sind, ver wirklicht werden.
Es ist 1 die Vorratsrolle mit der Druckgrundbahn D; 2 sind Füh- rungs- und Förderwalzen für letztere. 3 ist ein Farbwerk, welches mittelst einer Pinsel walze Farbmasse auf den Druckgrund auf trägt, wobei im Überschuss aufgetragene Fiarbm@a.sse idurch einen Pinsel oder Abstrei- cher 4 abgenommen wird und in den Trog 3 zurückfliesst. 5 ist eine Umlenkwalze, von welcher aus die Druckgrundbahn nach der Gummigegendruckwalze 7 läuft.
Auf dieser Strecke ist eine Pinselvorrichtung 6 ange ordnet, durch welche die Farbmasse gleich mässig auf dem Druckgrund verteilt und ver- trieben wird. Von der Gegendruckwalze 7 aus läuft die Druckgrundbahn abwärts und über eine Umlenkwalze 14 nach einer nicht gezeichneten Trockenvorrichtung. Neben der Gegendruckwalze ist die Klischeewalze 8 ge lagert, welche das Klischee trägt. Diese Klischeewalze taucht mit dem untern Teil ihres Umfanges in einen Waschtrog 12 ein, der mit einem Lösungsmittel gefüllt ist und eine Putzwalze enthält.
Nebstdem sind radial um die Klischeewalze noch verschiedeneWerke angeordnet, nämlich das Farbwerk von be kannter Bauart 9, eine \Tischwalze 11, das Fia,fwerk 10, sowie eine Trockenvorrich- tung 13.
Der Druckvorgang spielt sich auf dieser Maschine nun folgendermassen ab: .Die Druckbgrunübahn B, sowie die Klischee- walze 8 bewegen isich durch meeh:
a.ni- sehen Antrieb in Pichtun!g Ader Pfeile. Der in die Lösungsflüssigkeit im Trog 12 ein- tauchende Teil id-es Umfanges der Klischee- walze 8 wird darin unter Beihilfe der Putz walze von noch anhaftenden Farbresten ge reinigt und durch die Trockenvorrichtung 13 wird die ganze Klischeefläche getrocknet.
Hierauf wird durch das Farbwerk 10 flüs siger Farbstoff II auf die Klischeefläche aufgewischt, so dass er nur an den Rändern der Vertiefungen und in eingegrabenen Strichen stehen bleibt. Durch die fest ange ordnete Wischwalze 11 (es könnte an Stelle derselben auch eine Rakel verwendet wer den) werden an der Klischeeoberfläche etwa noch anhaftende Reste dieser Farbe vollends weggewischt. Auf die Klischeeumfangs fläche wird nun durch das Farbwerk 9 eine Farbmasse III aufgetragen, welche eine an dere Lösungscharakteristik als die Farbmas- sen I und II hat und ausschliesslich die äussersten Oberflächenstellen bedeckt.
Kom men diese Stellen nun beim Durchgang an der Gegendruckwalze 7 mit dem Druck grund D, auf dem bereits durch das Farb- werk 3 die dickflüssige Farbmasse I auf getragen worden ist, in Berührung, so quet schen sie diese Farbmasse an den betreffen den Stellen weg und bedrucken diese Stel- len mit der Farbmase III. Etwas vertiefte Stellen des Klischees, die zum Beispiel 0,5 mm unter dessen Oberfläche liegen, quetschen natürlich infolge der Nachgiebig keit der Gegendruckwalze die Farbmasse I ebenfalls weg,
da jedoch auf denselben vor her nicht die Farbmasse III aufgetragen worden ist, kommt an diesen Stellen auf der Druckgrundbahn die Farbe des Druckgrun des wieder zum Vorschein. Die wegge quetschte Farbmasse geht zum Teil in die Vertiefungen des Klischees, grösstenteils aber wird sie nahe den Rändern der Farbfelder zusammengedrängt, so dass an diesen Rän dern durch die Farbanhäufungen Verdunke lungen entstehen, welche den betreffenden Farbflächen ein plastisches, reliefartiges Aussehen verleihen.
Gleichzeitig wird der durch das Farbwerk 10 aufgewischte Farb stoff, vorzugsweise eine dunkle Farbe, auf den Druckgrund übertragen, wobei sie die Ränder der Farbmassenflächen I entspre chend dunkel färbt, so dass dunkle Konturen der plastisch wirkenden Pa:rbflächen, sowie Striche auf der aufgetragenen Druckfarbe D gebildet werden, falls entsprechende ver tiefte Rillen auf dein Klischee vorgesehen waren.
Die weiterlaufende Druckgrundbahn geht nun über die Walze 14 zur Trocken vorrichtung. während der in die Waschvor- richtrzng eintauchende Teil der Klischee walze wieder von den anhaftenden Resten der Farben gereinigt und dann von neuem mit Farbauftrag versehen wird.
Zum besseren Verständnis des Zustande kommens des Druckvorganges ist in Fig. 2 in grösserem Massstabe ein Teil des Klischee walzenquerschnittes, sowie des damit erzeug ten Druckbildes dargestellt. Der Einfach heit der Darstellung und Erklärung halber wurde ein Muster mit einfachen Querstreifen gewählt, es kann aber natürlich jedes belie bige Dessin oder Bild auf diese Weise ge druckt werden, einschliesslich Schriftbilder. Fig. 3 zeigt in übertrieben gezeichneter Schichtstärke den Farbenauftrag auf dem Druckgrund unmittelbar nach dem Druck im Längsschnitt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Bedrucken einer laufen den Druckgrundbahn durch stellenweises Fortquetschen einer auf den Druck grund gleichmässig verteilt aufgetrage nen dickflüssigen Farbmasse mittelst einer die Druckgrundbahn auf eine elastische Gegenwalze aufdrückenden.plastischen harten Klischeewalze, da durch gekennzeichnet, dass auf die Er höhungen der Klischeewalze eine Farb- masse von anderer Lösungscharakteri- stik als die auf den Druckgrund auf gebrachte Farbmasse aufgetragen wird, so dass der Druckgrund an Stelle der fortgequetschten ersten Farbe mit dieser zweiten Farbe bedruckt wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass neben der zentral angeordneten, mechanisch in Drehung versetzten Klischeewalze eine Gummi gegendruckwalze und radial um erstere verschiedene Farbwerke nebst einer Wasch- und einer Trockenvorrichtung angeordnet sind, während ein weiteres Farbwerk zum Auftragen und gleich mässigen Verteilen der dickflüssigen Farbmasse auf der Druckgrundbahn vor gesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf die Klischeewalze eine weitere Farbmasse aufgewischt wird, derart, da.ss dieselbe an die Ränder der Vertiefungen des Klischees ansteht und beim Drucken Umrisslinien der Druckbildfläche bildet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Klischeewalze nach jeder Umdrehung vor dem erneuten Farbauf- trag von anhaftenden Farbstoffresten gereinigt wird, indem der untere Teil derselben durch eine Waschvorrichtung mit einer Lösungsflüssigkeit und einer Putzwalze läuft.3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor richtungen zum Waschen und Trocknen und dieBarbwerke;clerartum,die angeoMtet sind, dass die Walzen- " oberflIche, nachdem sie die unterhalb ,dler glischeawalze angeordnete Wasch vorrichtung, gereinigt verlassen hat,.erst durch die Trockenvorrichtung getrock net, dann mittelst eines Wischfarb- werkes an den Rändern der Vertiefungen mit einer Farbmasse für die Erzeugung von Umrisslinien des Druckbildes ver- sehen und sodann an den erhöhten Stel len mit einer weiteren Farbmasse ein gefärbt wird, worauf die Klischeewalze mit dem mit Farbmasse versehenen Druckgrund in Berührung kommt, wo bei sich der Druckvorgang in einer Phase abspielt,indem die Druckgrundbahn zwischen der Klischeewalze und der Gegendruckwalze hindurchbewegt wird.
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