Schaltanlage mit Druckgasschaltern. Bei elektrischen Schaltern mit Druckg.as- löschung ist, nachdem der Lichtbogen einmal abgerissen ist, unbedingt die Rückzündung zu verhindern. Es ist also dafür zu sorgen, dass die Entfernung der Kontakte schneller wächst als die nach dem Verschwinden .des Stromes wiederkehrende Spannung. Durch Beschleunigung .der Kontakte kann man die ses Ziel nicht sicher erreichen, da zum Bei spiel bei 90 Phasenverschiebung zwischen Strom und 'Spannung und beim Abreissendes Lichtbogens im Augenblick, in dem der .Strom durch Null geht, .die Spannung mo mentan auf ihren Höchstwert hinaufschnellt.
Die Erfindung besteht darin, dass man Ein richtungen vorsieht, durch die .der Anstieg der Spannung verzögert wird. Das kann in der Weise geschehen, dass man :die Anlage mit zwei in 'Serie .liegenden :Schaltern ver sieht, die nacheinander geöffnet werden, und von denen .der zuerst zu öffnende mit einem Parallelwiderstand versehen ist. Die Grösse >zeiner ohmschen und induktiven Komponente richtet sich nach,den Verhältnissen im Netz. Am zweckmässigsten ist er so zu bemessen, dass bei der' zu erwartenden höchsten Ab- schal'tleistung beide Schalter ungefähr gleich beansprucht werden.
Man erreicht durch diese Massnahme, .dass im Augenblick der Unterbrechung des ersten Schalters durch :den hierbei eingeschalteten Widerstand die Phasenverschiebung auf einen kleineren Wert als 90 gebracht wird, und die 'Spannung sicher nicht auf ihren Höchstwert ansteigen kann.
Man kann auch, bei Benutzung nur eines Schalters, zu dessen Kontakten einen Kon densator parallel schalten. Da seine Auf ladung eine gewisse Zeit dauert, steigt die Spannung nur langsam. Um unbequeme Ab messungen -des Kondensators zu vermeiden, kann man ihn über einen Transformator an schliessen.
Die Kapazität des Kondensators ist vor teilhaft so zu bemessen, dass die Eigen schwingungszahlen des zum Beispiel zwi- sehen dem Schalter und Generator liegenden Stromkreises unterhalb 15000 Hertz liegt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei höherer Eigenfrequenz des Stromkreises die Gefahr von Rückzündungen vorliegt.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Anlage dadurch vereinfacht werden, .dass man für mehrere Schalter einen gemein samen Kondensator vorsieht. Der Konden sator wird zu .diesem Zweck direkt an die Sammelschienen angeschlossen, so da.ss er gleichzeitig mehrere Druckgasschalter schützt. Hierbei muss dann für jeden ein zelnen Schalter die oben angegebene Bedin gung erfüllt sein, dass die Eigenschwingung des zwischen .dem Schalter und Generator liegenden, vom Kurzschluss betroffenen Stromkreises kleiner als 15000 Hertz ist.
Diese Bedingung wird jedoch nicht erfüllt, wenn zwischen dem Kondensator und den Druckgasschaltern Reaktanzen liegen, viel mehr ist alsdann der Anstieg der wieder kehrenden Spannung .durch die Selbstinduk tion und die Kapazität der vorgeschalteten Reaktanz bedingt. Ein an die Sammel schienen angeschlossener Kondensator würde also bei zwischengeschalteter Reaktanz kei nen Schutz für den Druckgasschalter .dar stellen.
Es ist daher erforderlich, dass zwi schen dem Kondensator und dem Druekgas- scha.lter keine Reaktanzen vorhanden sind.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Er findung zeigt das 'Schaltungsschema gemäss Abbildung, in welcher der Einfachheit Hal- ber die Darstellung einphasig erfolgt ist. Es bedeutet a einen Drehstromgenerator, b ein Sainmelschienensystem, von welchem meh rere Leitungen<I>c, d</I> und e abgehen.
In die Leitungen sind die Reaktanzen <I>f,</I> g, 1i, zur Begrenzung des Kurzschlussstrames einge schaltet. An die Sammelschienen ist ein Kon densator i angeschlossen. Dieser schützt die beiden Druckga.sschalter 1e und m., welche un mittelbar an die Sammelschienen angeschlos sen sind, während die zugehörigen Reaktan- zen <I>f</I> und g hinter den Druckgasschaltern liegen.
Bei der abgehenden Leitung e mag, es aus irgend einem Grunde erforderlich sein. den Druchgasschalter fr, hinter .der Drossel<I>lt.</I> an die Sammelschienen anzuschliessen. In diesem Fall ist. hinter der Reaktanz lt noch ein Kondensator o zum Schutze des Druck- gasächaIters n vorgesehen.
Switchgear with compressed gas switches. In the case of electrical switches with compressed gas extinguishing, it is essential to prevent reignition after the arc has broken off. It is therefore necessary to ensure that the distance between the contacts increases faster than the voltage that returns after the current has disappeared. This goal cannot be achieved safely by accelerating the contacts, since, for example, with a phase shift of 90 between current and voltage and when the arc breaks at the moment the current passes through zero, the voltage is currently at its maximum value shoots up.
The invention consists in providing means by which the rise in voltage is delayed. This can be done by: providing the system with two switches in series, which are opened one after the other, and of which the first to be opened is provided with a parallel resistor. The size of each ohmic and inductive component depends on the conditions in the network. Most expediently, it is to be dimensioned in such a way that both switches are subjected to approximately the same load at the “highest disconnection power to be expected”.
This measure ensures that at the moment the first switch is interrupted by: the resistor that is switched on, the phase shift is brought to a value less than 90, and the voltage certainly cannot rise to its maximum value.
You can also, when using only one switch, connect a capacitor in parallel to its contacts. Since it takes a certain amount of time to charge, the voltage increases only slowly. In order to avoid inconvenient dimensions of the capacitor, it can be connected to a transformer.
The capacitance of the capacitor is to be dimensioned in such a way that the natural frequency of the circuit, for example between the switch and the generator, is below 15,000 Hertz. It has been shown that with a higher natural frequency of the circuit there is a risk of re-ignition.
In a further embodiment, the system can be simplified by providing a common capacitor for several switches. For this purpose, the capacitor is connected directly to the busbars so that it protects several compressed gas switches at the same time. In this case, the above-mentioned condition must be met for each individual switch that the natural oscillation of the circuit between the switch and the generator and affected by the short circuit is less than 15,000 Hertz.
This condition is not met, however, if there are reactances between the capacitor and the gas pressure switch, much more than the rise in the returning voltage. Due to the self-induction and the capacitance of the reactance connected upstream. A capacitor connected to the busbars would therefore not provide any protection for the compressed gas switch if reactance were interposed.
It is therefore necessary that there are no reactances between the condenser and the pressure gas switch.
Another exemplary embodiment of the invention shows the circuit diagram in accordance with the figure, in which, for the sake of simplicity, the representation is single-phase. It means a three-phase generator, b a sine rail system, from which several lines <I> c, d </I> and e branch off.
The reactances <I> f, </I> g, 1i, are switched on in the lines to limit the short-circuit current. A capacitor i is connected to the busbars. This protects the two pressure gas switches 1e and m., Which are directly connected to the busbars, while the associated reactances <I> f </I> and g are behind the pressure gas switches.
The outgoing line e may need it for some reason. the flow switch fr, behind .the choke <I> lt. </I> to the busbars. In this case it is. behind the reactance a condenser o is provided to protect the pressurized gas compartment n.