CH141428A - Tastschaltung für Röhrensender. - Google Patents

Tastschaltung für Röhrensender.

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CH141428A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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      Tastschaltung    für Röhrensender.    Bei Sendern mittlerer und grösserer Lei  stungen ist die vom     Tastrelais    zu bewältigende  Leistung schon so gross, dass mit normalen  Telegraphenrelais meist nicht mehr gearbeitet  werden kann. Da es im Interesse grosser  Wortgeschwindigkeiten, sowie wegen der Preis  frage nicht wünschenswert ist, mit grossen  Relais und grossem Hub zu arbeiten, wurde  bisher eine     Tastschaltung    über Röhren an  gewandt, bei der Röhren in Gittergleichstrom  Modulationsschaltung verwendet wurden. Das  Gitter dieser Röhren war durch eine über  einen hohen Widerstand angelegte     EMK.,    zum  Beispiel mittelst eines Gleichrichters, so stark  negativ gemacht, dass die Röhre sperrte.

   Die       Tastvorrichtung    lag hierbei zwischen Gitter  und Kathode des     Modulationsrohres.    Bei die  ser Schaltung hatte erstens das Relais die volle  Gittergleichspannung gegen Erde (Scheitel  wert der Gitterwechselspannung des Steuer  senders beziehungsweise bei Anwendung einer  Sperrspannung noch beträchtlich mehr), zwei-         tens    ist der Gleichstromwiderstand der Mo  dulationsröhren bei Verbindung von Gitter  und Kathode ziemlich hoch, so dass man zur  Erzielung des gewünschten Gittergleichstrom  widerstandes meist eine grössere Anzahl paral  lel geschalteter Röhren benötigte.  



  Auf der beigefügten Zeichnung sind zwei  Ausführungsbeispiele der Erfindung veran  schaulicht.  



  In beiden Figuren bezeichnet H die zu  tastende Senderöhre, der über den Transfor  mator<B>8</B> die steuernden,     hochfrequenten     Schwingungen zugeführt werden. 31 bezeich  net die     Modulationsröhre,    die vom Gitter  gleichstrom der Senderöhre H durchflossen  wird. B ist eine     Vorspannungsbatterie,    die  über     einen    Widerstand der Gitterelektrode  der Röhre     M    eine negative Spannung erteilt.  T ist die     Tastvorrichtung.    .  



  Die zu beschreibenden Schaltungen unter  scheiden sich von den bisher gebräuchlichen  dadurch, dass die     Tastvorrichtung    T, statt      wie bisher zwischen Gitter und Kathode des       Modulationsrohres        M,    zwischen Gitter und  Anode dieses Rohres gelegt wird, und zwar  entweder direkt oder über einen Widerstand R.  Im geöffneten Zustand der Taste stellt das       Modulationsrohr    infolge der     Vorspannungs-          batterie    B einen hohen Gleichstromwiderstand  für den das     Modulationsrohr        durchfliessenden     Gittergleichstrom der Röhre H dar.

   Infolge  dessen wird der Gittergleichstrom der Röhre H  einen grossen Spannungsabfall an der Röhre M  erzeugen und somit das Gitter der Röhre H  auf negatives Potential bringen, wodurch der  Schwingungsvorgang an der Röhre     H    ge  sperrt wird. Im getasteten Zustand nimmt  das Gitter der     Modulationsröhre    je nach der  Grösse des Widerstandes     R    (Fix. 1) in dem       Tastkreis    eine mehr oder minder -positive       Vorspannung    gegenüber seiner Kathode an,  die maximal gleich der Anodenspannung selbst  sein kann.

   Die Röhre hat in diesem Zustande  naturgemäss einen viel kleineren innern Wi  derstand, wodurch sich das Spannungsgefälle  des Gittergleichstromes verringert und dadurch  die negative     Vorspannung    des Gitters der  Hauptröhre H aufgehoben wird. Auf diese  Weise kommt man mit einer geringeren An  zahl von     Taströhren    aus. Ausserdem liegt das       Tastrelais    an Erde, was wegen Nachstellung  im Betrieb besonders wünschenswert ist. Selbst  bei direktem Kurzschluss von Gitter und Anode  fliesst nur ein geringer Betrag des gesamten  zu tastenden Gittergleichstromes über die Taste,  so dass auch grosse Leistungen mit kleinen  Relais getastet werden können.

      Dieselbe     Tastschaltung    ist auch bei Ton  sendern, das heisst bei Sendeschaltungen, die  durch einen konstanten     Modulationston    ge  steuert werden, möglich. Eine solche Schal  tung ist in     Fig.    2 beispielsweise dargestellt.  Zur Erzeugung des konstanten     lliodulations-          tones    sind Anoden und Gitterkreis der Röhre     31     so rückgekoppelt, dass bei geschlossener  Taste<I>T</I> die Röhre     M    als Schwingungsgene  rator wirkt, dessen Frequenz durch die Ab  stimmung des in der Abbildung im Anoden  kreis vorgesehenen Schwingungskreises ge  geben ist.

   Parallel zur     Gittervorspannungs-          batterie    B der     Modulationsröhre    ist zweck  mässigerweise ein Kondensator geschaltet. In  dem angegebenen Falle ist der zwischen Gitter  und Anode des     Modulationsrohres    liegende  Widerstand     R    so gross gewählt, dass der an  ihm entstehende Spannungsabfall infolge des  durchfliessenden Gittergleichstromes die Ano  denspannung kompensiert, damit das Gitter  während des Betriebes keine positive Vor  spannung erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tastschaltung für Röhrensender, bei der zum Tasten eine vom Gittergleichstrom der zu tastenden Röhre durchflossene Modulations- röhre verwendet wird, dadurch gekennzeich net, dass die Tastvorrichtung zwischen Anode und Gitter der Modulationsröhre liegt.
CH141428D 1928-06-30 1929-06-15 Tastschaltung für Röhrensender. CH141428A (de)

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