CH141518A - Verfahren zur Herstellung von Kakao und nach dem Verfahren hergestelltes Produkt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kakao und nach dem Verfahren hergestelltes Produkt.

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CH141518A
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  Verfahren zur Herstellung von     Kakao    und nach dem Verfahren hergestelltes Produkt.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von Kakao und ein nach dem  Verfahren hergestelltes Produkt.  



  Bis jetzt war es gebräuchlich zur Her  stellung von     'Sch.okoladeflüssigkeit    die im  Handel befindlichen Kakaobohnen bei einer  hohen Temperatur zu rösten. In Anbetracht,       dass    die sich im Handel befindlichen Kakao  bohnen nicht von gleichförmiger Beschaffen  heit sind, was sich aus der     Vorbehandlung     bei ihrer Reinigung und Gärung ergibt, und  dass ihr     Feuchtigkeitsgehalt    (8 bis<B>13%)</B>  sehr verschieden ist, werden beim Rösten,die  ser Bohnen bei hoher Temperatur die     vola-          tilen    oder aromatischen Bestandteile ausge  trieben und die -Fette,     Proteiden    oder En  zyme zersetzt.

       Man    erhielt deshalb oft ein  Produkt mit einem widerlichen Geruch und  einem bitteren ranzigen Geschmack. Ausser  dem ergeben Bohnen mit einem verschie  denen Feuchtigkeitsgehalt beim Rösten ein       ungleichmässiges    Produkt. Bis jetzt war es  erforderlich, die Bohnen nach ihrer Grösse    zu sortieren und sie in bezug auf ihre Her  kunft zu     erlesen,        uin    ein gleichförmiges Pro  dukt zu erhalten;

   dieses Erlesen und Sortie  ren, das eine teure und zeitraubende Arbeit  ist, verbessert das erhaltene Produkt, aber  der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Bohnen und  die Temperaturen, ,bei welchen sie geröstet  werden, ergeben doch     .oft    die erwähnten un  angenehmen und unerwünschten Eigenschäf  ten des schliesslich erhaltenen Produktes. Da  her müssen der     jSchokoladeflüssigkeit        Ge-          s.chrnaekstoffe,    Fette und andere Verbindun  gen; welche einen höhen Schmelzpunkt haben  oder hohe 'Schmelzpunkte erzeugen, zugege  ben werden, damit sie als Handelsprodukt  verwendet werden kann.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung     -von    Kakao, bei       welchem-:die    oben erwähnten Nachteile ver  mieden werden.  



  Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet,     da.ss    Kakaobohnen in .der Wärme  befeuchtet werden, um die Bohnen gleich-           förmig    wärmeleitend zu machen, darauf der       Feuchtigkeitsgrad    der Bohnen .auf ungefähr  zwei Prozent     reduzier;

      wird, die Bohnen  dann zur Entfernung     ,der    noch in ihnen ver  bliebenen Feuchtigkeit und zur Bildung des       Armoas,    wobei     chemische    Veränderungen des       Zellinhaltes    vor sieh gellen, geröstet werden  bei einer Temperatur, die unterhalb der Zer  setzungstemperatur der die Fette enthalten  den     Zell-#vandungen    liegt, darauf die Bohnen  auf Zimmertemperatur abgekühlt und nach  Entkeimung und     Enthülsung    die Kerne un  ter Erwärmen in eine flüssige Masse über  geführt werden.  



  Ein nach diesem Verfahren hergestelltes  Produkt ist gemäss der Erfindung dadurch  gekennzeichnet,     d.ass    in demselben die     Zell-          wandungen    der Kakaobohnen teilweise in  unzerstörtem Zustand vorhanden sind, so dass  sie unter dem Mikroskop mit Hilfe von iden  tifizierenden Farben erkannt werden können  Vorzugsweise wird das Verfahren     mit-          telst    aktiver Enzyme enthaltender Kakao  bohnen durchgeführt, wobei alsdann die  Temperatur, bei welcher :die Bohnen befeuch  tet werden,     zweelimässig    unterhalb der Zer  störungstemperatur der Enzyme liegt.  



  In einer beispielsweisen     Ausführungsform     des Verfahrens wird folgenderweise vorge  gangen:  Die im Handel erhältlichen Kakaobohnen  werden zuerst gründlich gereinigt, aber nicht  erlesen und sortiert, und werden dann in  einen rotierenden Zylinder gebracht, der mit  Mitteln zum Erhitzen und zur Erzeugung  eines Vakuums versehen ist. Zu einer     Ina.          dung    von ungefähr 500 Kilogramm Bohnen  werden     ungefahr    25 % siedendes Wasser zu  gefügt. Die Bohnen werden durch Drehen  des Zylinders bewegt, während sie für un  gefähr 20 Minuten auf einer Temperatur von  ungefähr 50 bis 55   C gehalten werden.

   Der  Zweck dieser ersten Behandlung ist die  gleichförmige Befeuchtung ,der Bohnen und  .die Einleitung der Wirkung der Enzyme auf  den Zelleninhalt.  



  Nach dieser ersten Erwärmung werden  die Bohnen einer zweiten     Erwärmung    auf    ungefähr 75   C unterworfen, vorzugsweise  im gleichen rotierenden Zylinder,     während     einer halben Stunde und bei reduziertem  Druck (660 bis 690 mm). Der     Zweck    dieser  zweiten Erwärmung ist die     Reduzierung,des     Feuchtigkeitsgehaltes der Bohnen auf unge  fähr 2%, während sich die Bohnen in     einer          -wenig    Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre  befinden,     .damit    .die Oxydation auf dieser  (Stufe vermieden wird.

   Die noch vorhandene  Feuchtigkeit befindet sich nach dieser Be  handlung zum grössten Teil in der Schale der  Bohne, nur Spuren     von    Feuchtigkeit können  im Kern gefunden werden.    Diese beiden Erwärmungen und die En  zymewirkung erteilen den Bohnen eine  gleichförmige Beschaffenheit und bereiten sie  besonders zum Rösten vor, so dass das Rö  sten gleichförmig durchgeführt     werden        kann,     und zwar bei     viel    niedrigerer Temperatur  und in weniger Zeit als es bisher der Fall  war. Durch die der     Röstung    vorausgehende  Behandlung kann das Erlesen und Sortieren  der Bohnen vermieden werden.  



  Die Bohnen werden dann einer weiteren  Erhitzung unterworfen, um das Aroma und  den Geschmack zu entwickeln und um die  letzten Spuren von     Feuchtigkeit    zu entfernen.  Diese Erhitzung geschieht bei einer Tem  peratur von ungefähr 45 bis     115      C, vor  zugsweise bei atmosphärischem Druck.

   Die       Bohnen        werden        bei        dieser        Behandlung     Infolge der ersten Befeuchtung und       Troeknung,der    Bohnen wird die Hitze gleich  förmig     @duroh    die Schalenwandungen hin  durchgeführt und wirkt gleichförmig auf .den  Zelleninhalt der Bohnen, um chemische Ver  änderungen zu erzeugen, mit welchen das       Aroma    entwickelt wird, und die in der Ent  wicklung der Färbung, im     Gelatinisieren     eines     Teils,der    Stärke und im     Löslichma.chen     .der     All)nminbesta,udteile    bestehen,

   was bei  einer viel niedrigeren Temperatur geschieht  als es bis jetzt der Fall war, wodurch die       Zusammensetzung,der    Fette bewahrt und da  durch ein höherer Schmelzpunkt und grössere  Beständigkeit des Produktes gegenüber höhe-           ren    atmosphärischen Temperaturen erhalten  wird. Infolge der niederen Temperatur in  Verbindung mit dem vorteilhaft normalen  atmosphärischen     Druck    beim Rösten     sind     das     Aroma    und der Geschmack angenehm  und frei von bitterem und verbranntem Ge  ruch.

   Die angegebene Temperatur ist unter  den erwähnten Bedingungen genügend, um  das Aroma und die notwendigen     .chemischen          Veränderungen    hervorzubringen, ohne die  Zellenwände des Bohnenkernes zu zerstören.  



  Nach dieser Erhitzung werden die Boh  nen rasch abgekühlt bis auf Zimmertempera  tur, zum Beispiel .auf ungefähr 20' C. ES  wurde gefunden.     dass    Kühlung unter     @Saug-          wirkung    die rasche Abkühlung     beschleunigt     und Wiederaufnahme von Feuchtigkeit ver  hindert.  



  Die Bohnen werden .dann zerbrochen, um       .die        .Schalen    zu     entfernen    und nachher .ent  keimt und     entsehält.    Nachher werden die  Kerne in eine Zerkleinerungsvorrichtung ge  bracht, in welcher sie auf den erforderlichen       li        einheitsgrad    zermahlen und unter     Erwär-          mung    verflüssigt werden.

   Die Masse wird in  dieser Vorrichtung in einem geschlossenen  Raum gehalten, wodurch die     volatilen        Be-          standfeile    zurückbehalten werden und die  Aufnahme der Feuchtigkeit aus der Atmo  sphäre verhindert wird, während gleichzeitig  die Temperatur in dieser Vorrichtung genü  gend tief gehalten wird, damit die trotz des       Uahlvorganges    teilweise intakt gebliebenen       Zellw        ,andungen    vieler Zellen nicht zerstört  werden und die Oxydation der Fette und die  Zersetzung gewisser     Glucociden,    sowie da-,  Entweichen der aromatischen oder     volatilen     Verbindungen verhindert wird.

   Es wird dar  auf hingewiesen,     da.ss    infolge teilweiser  Nichtzerstörung der Wände vieler Zellen in  der ganzen Kakaomasse die     Fettpartikeln    in  diesen Zellwänden in Suspension gehalten  werden.. Der Zweck der Behandlung - der  Masse in der Zerkleinerungsvorrichtung ist  die feine Aufteilung der Masse zur Er  langung eines gleichförmigen Produktes.  Die Zerkleinerung wird vorzugsweise auf  24.000.000 bis 27.000.000 Partikeln per    Gramm     durchgeführt.    Die Arbeitstempera  tur in ,dieser Vorrichtung ist ein     wenig-    über  dem Verflüssigungspunkt der Masse, das  heisst ungefähr<B>35</B>   C.

   Diese Temperatur ist  viel tiefer als diejenige, die nötig ist, um die  Zersetzung oder Zerstörung der Zellen und       die    Befreiung ihres Fettgehaltes und deren  Übergang in die Masse zu erzeugen. Die  flüssige Masse, wenn sie aus der Vorrich  tung austritt, hat 20 bis<B>38'</B> C, ist prak  tisch frei von Feuchtigkeit und wird in flüs  sigem Zustand     weggeführt.     



  Wenn die so erhaltene Kakaomasse zu  Konfekt gebraucht wird, wird sie zweck  mässig unverzüglich ohne weitere     Beba.nd-          lung,    wie zum Beispiel Härtung, in einen  Behälter, in     dem    sie in flüssiger Form ge  halten wird, gebracht. 'Sie kann dann mit;  Zucker und Milch vermischt werden, wo  durch     Überzugssichok.olade    oder Speise  schokolade erzeugt wird.

      Der so hergestellte Kakao kann     ohne     weiteres erkannt werden, weil die     Zellwände     vieler Zellen noch' intakt sind und in ihrem  unzerstörten Zustand mit Hilfe eines Mi  kroskops gesehen werden können, wenn ge  eignete Färbungsmittel, wie     Pikrinsäure,          Rosölsäure    und     Osmiumsäure    verwendet  werden. Dieses     Nichtzerstören    eines Teils  der Zellen rührt von den verwendeten, nie  deren Temperaturen her.

   Mit diesem Ver  fahren kann auch die     Alkalibehandlung    der  Bohnen umgangen werden, und ferner kön  nen die gerösteten Bohnen, weil keine  Feuchtigkeit vorhanden ist, in Mischern     und     Behältern, deren Wandungen aus     abscheuer-          barem    Eisen bestehen, behandelt werden,  ohne dass ihnen ein metallischer Geruch er  teilt wird.

   Wenn     .das        Ergebnis    des     soge-          na.nnten    holländischen Verfahrens gewünscht  wird, kann die     Verseifung    des     Fettes    in der  Verflüssigungsvorrichtung ohne Zugabe von  Alkalien erzielt werden, wodurch der oft in  Gegenwart von Alkalien entstehende unan  genehme Geschmack vermieden     wird.    Die       Verseifung    kann erzielt werden, wenn der  Flüssigkeit Dampf unter Druck (ungefähr      7     Atm.)    zugeführt wird oder durch Bei  fügung von Kakaofett, das mit Dampf unter  Druck behandelt wurde.

   Durch diesen     Ver-          seifungsprozess    wird der sogenannte "lös  liche" Kakao, der eine feine Suspension er  gibt, wenn der Kakao gekocht wird, er  halten.  



  Die Abwesenheit von Feuchtigkeit in  dem nach dem     Verfahren    hergestellten     Xa-          kao    verhindert die Zersetzung, welche     clie     Zeit und Temperatur hervorrufen, wenn  Feuchtigkeit vorhanden ist, und     bedingt     einen verhältnismässig hohen     !Schmelzpunkt,     weil die Fette nicht durch den Einfluss     (Lern     Atmosphäre zersetzt oder oxydiert wurden.

    Die Fettkügelchen sind in einem derartigen  Produkt grösstenteils in     mikroskopisch    fei  nem Zustand in ihren     natürlichen        Zellbehäl-          tern    über die Masse verteilt und geben ,dem  Kakao eine bemerkenswerte Beständigkeit.  



  Es wird darauf hingewiesen,     dass    die  Temperatur von der     Behandlung    in der     Zer-          kleinerungs-    und Verflüssigungsvorrichtung  bis zum fertiggestellten Kakao zweckmässig  ungefähr gleichförmig gehalten und eine Er  starrung :der Masse bis zur     Fertigstellung     des     Kakaos    verhindert wird. Ausserdem lässt  sich durch die Behandlung in der     Zerkleinr.-          rungsvorrichtung    eine nachträgliche Verfei  nerung, wie es in den .bis jetzt bestehenden  Verfahre n notwendig war, vermeiden.  



  Dieses     Verfahren    ergibt ein Kakaopro  dukt, welches zur Herstellung von für alle  Zwecke brauchbarer Schokolade geeignet ist.  Es wurde gefunden, dass der nach dem Ver  fahren hergestellte Kakao besonders geeignet  zur Mischung mit     Kleieflocken    ist, die bei  erhöhter Temperatur geröstet wurden und  frei von Feuchtigkeit sind. Solche - Kleie  floeken zeigen grosse Oberflächen und sind       bi-iichig    und porös und besonders geeignet  zur Absorption von     Fetten    mit niederen  Schmelzpunkten, wie die     Oleine,    welche in  der     Schokala@demasse    vorhanden sind.

   Diese       Kleieflocken    können nach Zerkleinerung und  Verflüssigung der Kerne der flüssigen     Ka-          haomasse        zugefügt    werden. In     dem    .nach dem  beschriebenen Verfahren erhaltenen feuchtig-         keitsfreien    Produkt können diese Flocken in  einem brüchigen und spröden Zustand für  eine unbestimmte Zeitdauer erhalten werden,

    so     dass    die Anwesenheit dieser Flocken die       Beständigkeit    und den     Wärmewiderstand     einer Schokolade infolge ihrer schwammigen  Natur und differentieller Affinität     züi    den  Fetten mit niederen Schmelzpunkten erhöht  und das so behandelte Produkt fest und hart  bleibt, auch .bei Temperaturen, welche an  dere Kakaoerzeugnisse weich machen oder  zum 'Schmelzen bringen.  



  Wenn der nach diesem Verfahren herge  stellte Kakao zu 'Schokolade weiter verarbei  tet wird, so ist deren Farbe, wie Versuche  ergaben, eben so dunkel wie diejenige, der  nach dem bekannten holländischen Verfah  ren hergestellten     Sahok        olade,    ohne den Ge  brauch von künstlichen     Färbmitteln.    In  folge ihrer dunklen Farbe kann die Schoko  lade dünn aufgetragen werden und gleich  zeitig infolge der Anwesenheit der     aromati-          s.ehen    Substanzen, welche nicht durch Ver  flüchtigung verloren gegangen sind,

   hat sie       einen    vollen     'Schokoladegeschmack.    Aus die  sem Grunde -ergibt eine bestimmte     Quantität     von     Schokolade,    welche aus dem gemäss die  sem Verfahren erhaltenen Kakao hergestellt  wurde, 15 bis 20 ö mehr Überzug für     Kn-          eher)    und Konfekt als     gewöhnliche    Schoko  lade.  



       Produkte    des erfindungsgemässen Verfah  rens können auch zur Herstellung eines Ge  tränkes verwendet werden, in welchem Fall  ein Teil des Kakaofettes entfernt wird, wie  es wohl bekannt ist.  



  Wenn zur Herstellung von Kakao so vor  gegangen wird, wie in diesem Verfahren     be-          schrh,ben    ist, so kann ein absolut gleichför  miges Produkt erhalten werden, ohne Rück  sieh .auf die geographische Herkunft der  Kakaobohnen oder ihrem ursprünglichen       Feuchtigkeitsgehal    t.  



  Wenn während der     Zermahlung    und Ver  flüssigung der Masse diese in einem ge  schlossenen Raum gehalten wird, so ergibt  sich kein Verlust von irgend welchen aro-      =tischen,     volatilen    Bestandteilen, so     .dass     die Zugabe von besonderen     Geschmackstuf-          fen,    wie es bei den bekannten Verfahren der       Fall    ist, umgangen werden kann. Ferner ist  auch eine Zugabe von Fetten mit hohem  Schmelzpunkt und andern Verbindungen, so  genannten Härtemitteln, um das Produkt  hart zu machen und das Erweichen unter  dem Einfluss der Sommertemperaturen zu  verhindern, nicht notwendig, wie Versuche  ergaben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Kakao, dadurch gekennzeichnet, dass Kakaobohnen in der Wärme befeuchtet werden, um die Boh nenschalen gleichförmig wärmeleitend zu machen, darauf der Feuchtigkeitsgehalt der Bohnen auf ungefähr zwei Prozent reduziert wird, die Bohnen dann zur Entfernung der noch in ihnen verbliebenen Feuchtigkeit und zur Entwicklung des Aromas, wobei .chemi- sche Veränderungen des Zellinhaltes vor sich.
    gehen, geröstet werden bei einer Temperatur, die unterhalb der Zersetzungstemperatur der die Fette enthaltenden Zellwandungen liegt, darauf die Bohnen auf Zimmertemperatur abgekühlt und nach Entkeimung und Ent hülsung die Kerne unter Erwärmung in eine flüssige Masse übergeführt werden.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, bei wel- ehem aktive Enzyme enthaltende Kakao bohnen zur Verwendung gelangen, da- durch gekennzeichnet, dass die Tempera tur, bei welcher die Bohnen befeuchtet werden, unterhalb der Zerstörungstempe ratur der Enzyme liegt. \). Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion des Feuchtigkeitsgehal tes der Kakaobohnen auf ungefähr zwei Prozent unter Vakuum stattfindet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerne unter huftaIschluss zerklei nert und verflüssigt werden. 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur flüssigen Masse geröstete Kleie- flocken zugefügt werden, um die Fette mit niederem .Schmelzpunkt zu absorbie ren und die Widerstandsfähigkeit des Pro duktes gegen hohe atmosphärische Tem peratur zu vermehren. 5, Verfahren nach Patentanspruch I und [Tnteranspruch 1, d@a.durch gekennzeichnet, dass in der flüssigen Masse die Fette ver seift werden, indem die flüssige Masse mit Dampf unter Druck behandelt wird.
    <B>PATENTANSPRUCH</B> II Kakao, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, .dass in demselben die Zellwandun. gen der Kakaobohnen teilweise in unzerstör tem Zustand vorhanden sind, so dass sie un ter dem Mikroskop mit Hilfe von identifi zierenden Farben erkannt werden können.
CH141518D 1927-02-15 1928-02-15 Verfahren zur Herstellung von Kakao und nach dem Verfahren hergestelltes Produkt. CH141518A (de)

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