CH141576A - Vorrichtung zum Ausbreiten einer Flüssigkeit in dünner, gleichmässiger Schicht auf Materialbahnen. - Google Patents

Vorrichtung zum Ausbreiten einer Flüssigkeit in dünner, gleichmässiger Schicht auf Materialbahnen.

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CH141576A
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Grinten Frans Van Der
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Grinten Frans V D
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  Vorrichtung zum Ausbreiten einer Flüssigkeit in dünner, gleichmässiger Schicht  auf Materialbahnen.    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung  zum Ausbreiten einer Flüssigkeit in dünner  gleichmässiger Schicht auf Materialbahnen.  insbesondere zum     Entwickeln    und Fixieren  von Lichtbildern.  



  Beim Ausbreiten von     Entwicklerflüssig-          keiten    auf     Lichtbildpapierbahnen    ist es von  grosser Wichtigkeit, dass die Flüssigkeits  schicht gleichmässig und ausserordentlich  dünn ist und dass sie, ohne die Bildschicht  des Papiers zu reiben, aufgebracht wird. Da  bei soll die     Entwicklerflüssigkeit    nur auf die  zu entwickelnde Seite der Papierbahn ge  langen. Es sind verschiedene Vorrichtungen  zu diesem Zweck bekannt. Dabei wird meist  die Übertragung der     Entwicklerflüssigkeit     auf die Bildschicht mittelst einer in einen  zur Aufnahme der Flüssigkeit     dienenden     Trog tauchenden Übertragungswalze vorge  nommen.

   Die Vorrichtung gemäss der Er  findung benutzt auch eine Übertragungs  walze und sie     kennzeichnet    sich dadurch, dass    die Walze, welche allein die Übertragung der  Flüssigkeit zu besorgen hat, einen 15 cm  nicht überschreitenden Durchmesser hat und  dass Mittel zur Beschickung der Walze mit  der auszubreitenden Flüssigkeit vorgesehen  sind und. ein bewegliches Anlegeorgan vor  handen ist, welches mit der Walze derart       zusammenwirkt,    dass es die Materialbahn ge  gen die Walze drückt.  



  Das Anlegeorgan besteht zweckmässig in  einem Kamm, der auf der Übertragungs  walze schleifend angeordnet ist.  



  Wenn ein zu entwickelnder Lichtbild  bogen aus Papier oder sonstigem Material in  die Vorrichtung geschoben werden soll,     wird     das Anlegeorgan vorübergehend von der  Walze abgehoben, um sofort nach Auflegen  des Bogens wieder in Arbeitsstellung über  geführt zu werden, in der es einen geringen  Druck auf den Bogen ausübt, der genügt,  um den Bogen mit der Walze in Berührung  zu halten.      Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung  gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung  schematisch dargestellt.     Fig.    1 ist ein Längs  schnitt     desse_ben    und     Fig.    2 eine Stirnan  sicht der Walze mit Anlegekamm.  



  a ist die     Flüssigkeitsübertragungswalze,     b eine     Lichtbildpapierbahn,    c ein Kamm,  zweckmässig aus Zelluloid, der mittelst der  Arme     e    um eine Achse d schwingbar und mit  der Papierbahn in und ausser Berührung       bringbar    ist. Das Gewicht des Kammes c ist  derart, dass er einen genügenden Druck auf  die Papierbahn ausübt, um ein Anlegen der  selben gegen die Walze zu gewährleisten.

    f ist ein Tisch, über den die Papierbahn ge  führt wird, g ist ein     Abstreiforgan    zum Ab  streifen der Papierbahn von der Walze, das  beispielsweise aus einem     Zelluloidkamm    be  stehen kann und ein eventuelles Mitnehmen  der Papierbahn rund um die Walze verhin  dern soll, wobei es bei kammartiger Ausbil  dung nur an schmalen Stellen mit der betref  fenden Seite der Papierbahn in     Berührung;     kommt.     la    ist ein Trog, in dem die Walze a  drehbar ist und der zur Aufnahme einer  Entwicklungsflüssigkeit dient, deren Ober  fläche im Trog auf einer bestimmten Höhe  gehalten wird.

   Der Trog ist durch einen  Hahn     k    mit einer geschlossenen     Flüssigkeits-          vorratflasche    1 verbunden. Wenn die     Ent-          wicklerflüssigkeit    aufgebraucht ist, wird der  Hahn<I>7c</I> geschlossen, die Flasche 1 geöffnet,  wieder gefüllt, geschlossen und der Hahn     IL:     geöffnet.  



  Die Materialbahn folgt der Walze auf  einem Teil, zum Beispiel     1/A    bis ihres  Umfanges, so     da.ss    beim Verlassen der Wal  zenoberfläche eine sehr dünne und vollkom  men ebene und gleichmässige Flüssigkeits  schicht auf der Materialbahn verbleibt.

   Beim  Trennen der Materialbahn von der Walze  bildet sich ein     Meniscus,    der bestrebt. ist, sieh  in den V-förmigen Raum zwischen Material  bahn und Walze zurückzuziehen, wobei die  diesen     Meniscus    bildende Flüssigkeit auf der  sich fortbewegenden Oberfläche der     Materia'.-          bahn    eine nur sehr dünne und völlig gleich-    mässige Flüssigkeitsschicht zurücklässt, so  dass die Flüssigkeit nicht in Tropfen oder  Streifen aufgetragen wird.

   Es ist bemerkens  wert, dass in der verhältnismässig kurzen Be  rührungszeit die Flüssigkeit gut von der  zu entwickelnden Oberfläche aufgenommen  wird, und zwar ohne dass ein wesentlicher  Druck auf dieselbe ausgeübt wird; der  Kamm c verursacht nur dort Druck, wo  seine Spitzen anliegen, nicht, aber zwischen  denselben, und dennoch wird die Papierbahn  überall gleichmässig befeuchtet. Der Druck  des Kammes dient also nur zum Anlegen  der Papierbahn an die Walze. Die Flüssig  keit ist begreiflicherweise derart beschaffen;  dass sie genügend leicht aufgenommen wird,  sie darf keine zu grosse Viskosität haben.  



  Die Oberflächenbeschaffenheit der Walze  spielt eine gewisse Rolle. Man wählt vor  zugsweise eine Walze aus mässig hartem  Stoff, jedoch arbeitet eine Walze aus einem  Metallkern mit einem dünnen Überzug von  Weichgummi besser als eine harte Metall  oberfläche oder Hartgummi oder Glas. Die  Oberfläche der Walze ist vorzugsweise rauh  und nicht schlüpfrig und nicht -fettig.  



  Vorzugsweise benutzt man eine Walze  von etwa 3 bis 4 cm Durchmesser, besonders  bei dünnem Papier. Bei gröberem Material  kann die Walze einen grösseren Durchmesser  haben, jedoch darf dieser in keinem Falle  15 cm überschreiten. Bei den gewöhnlichen       Lichtdruckpapieren    mit einem Gewicht von  40 bis 150     gr    pro m\ .gibt eine Walze von  3 bis 4 cm Durchmesser gute Ergebnisse.  



  Es kann auch -eine Trockeneinrichtung  vorgesehen sein, die aus einem elektrischen  Rost, einer geheizten Walze, einem geheizten  Haspel oder dergleichen bestehen kann, so  dass die Vorrichtung vollkommen     trockene     Drucke ergibt. Die Trockeneinrichtung kann  mit oder ohne Transportmittel versehen sein.  Die Bewegung kann beispielsweise von der  Walze a ausgehen, indem man diese von  Hand oder mittelst eines kleinen Elektro  motors antreibt. Sie kann aber auch von der  zu entwickelnden Materialbahn ausgehen, die      dann von Hand oder in anderer Weise über  die Walze geführt wird und bei ihrer Be  wegung die Walze infolge der Adhäsion ohne       ;Reiben    mitnimmt.  



  Durch Anwendung des Tisches     f    vor und  hinter der Walze a wird die Arbeit ge  fördert. Hat man dünne schlaffe Blätter,  so wird das Blatt vorzugsweise quer über  die     stillstehende    Walze und ein kurzes  Stück über das     Abstreiforgan    gelegt. Zu  diesem Zweck ist der Kamm so eingerichtet,  dass er hochgeklappt werden kann. Nach  dem man das Blatt eingelegt hat, wird  der Kamm heruntergeklappt und die Vor  richtung in einer der erwähnten Weisen  in Bewegung gesetzt. Hierdurch verhindert       rnan,    dass dünne schlaffe Blätter an der  Walze     anhaften    und mit. ihr unter dem     Ab-          streiforgan    hindurch gehen.

   Ein schmaler  Streifen am Anfang des Blattes, der dann  unentwickelt bleibt, wird dabei geopfert.  Die zur Einwirkung gebrachte Flüssigkeits  menge hängt. von der Bewegungsgeschwin  digkeit der Vorrichtung ab. Wenn diese       klein    ist, so ist die Flüssigkeitsmenge gering,  oder mit andern Worten, die aufgebrachte  Schicht ist dünn. Wenn die Geschwindigkeit.  gross     ist,    so ist die Flüssigkeitsmenge grösser.  die Schicht somit dicker. Sie ist indessen  stets gleichmässig ausser bei     fibermässig    oder  unzulässig hoher Geschwindigkeit. Umfangs  geschwindigkeiten der Walze von 1/c bis 6 m  in der Minute können     vorbehaltslos    benutzt  werden.  



  Die Vorrichtung kann in jeder praktisch  verlangten Breite (Walzenlänge), zum Bei  spiel 120 cm hergestellt werden. Die Länge  der zu verarbeitenden Bögen ist grundsätz  lich unbegrenzt. doch beträgt sie in der  Praxis im allgemeinen 0,5 bis 1 m.  



  Zum Gebrauch der beschriebenen Vorrich  tung wird beispielsweise eine     Papierbahn,    die  mit einer Lösung einer lichtempfindlichen       Diazoverbindung    behandelt und unter einer  durchsichtigen Zeichnung belichtet worden  ist, zum Entwickeln der Bildschicht mit einer  Geschwindigkeit von     11/s    m in der Minute    mit der Schichtseite nach unten durch die  beschriebene Vorrichtung geführt. In dem  Trog befindet sich als Entwickler eine  alkalische Lösung einer geeigneten     Azokom-          ponente.    Beim Austritt aus der     Vorrichtung     erhält man ein vollkommen gleichmässiges  positives Bild, das kaum feucht und in weni  gen Minuten vollkommen     trecken    ist.

   Wenn  die Vorrichtung mit einer besonderen     Trok-          kenvorrichtung    ausgestattet ist, so ist die  Kopie sofort vollkommen trocken. Die Ge  schwindigkeit der Walzenbewegung kann  von 1 bis 6 m Umfangsgeschwindigkeit pro  Minute variieren. Infolge der grösseren  Menge von Entwickler, die bei hoher Ge  schwindigkeit aufgetragen wird, benutzt  man im Falle höherer Geschwindigkeit vor  zugsweise einen     verdünnteren    Entwickler.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Ausbreiten einer Flüs sigkeit in dünner gleichmässiger Schicht auf Materialbahnen, insbesondere zum Entwik- keln und Fixieren von Lichtbi'.dern, bei der die Flüssigkeit mittelst einer Walze auf die Materialbahn übertragen wird, dadurch ge kennzeichnet, dass die Walze, welche die Übertragung der Flüssigkeit auf die Ma terialbahn zu besorgen hat, einen 15 cm nicht überschreitendem Durchmesser aufweist und dass Mittel zur Beschickung der Walze mit der auszubreitenden Flüssigkeit vorgesehen sind und ein bewegliches Anlegeorgan vor handen ist, welches mit. der Walze derart zu sammenwirkt, dass es die Materialbahn gegen die Walze drückt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das An:egeorgan die Form eines Kammes hat. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamm durch sein eigenes Ge wicht auf der Walze ruht und von Armen getragen wird, die um eine Achse derart schwingbar sind, dass der Kamm aufge klappt werden kann. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass hinter der Walze ein Abstreiforgan angebracht ist, das die Materialbahn vor der Walze ab hebt und so ausgebildet ist, dass es nur an schmalen Stellen mit der betreffenden Seite der Materialbahn in Berührung kommt. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Walze aus einem harten Kern mit einem elastischen Überzug besteht.
CH141576D 1928-12-08 1929-06-21 Vorrichtung zum Ausbreiten einer Flüssigkeit in dünner, gleichmässiger Schicht auf Materialbahnen. CH141576A (de)

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