CH141611A - Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus homogenen Legierungen von grosser Härte. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus homogenen Legierungen von grosser Härte.

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CH141611A
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/04Making non-ferrous alloys by powder metallurgy
    • C22C1/05Mixtures of metal powder with non-metallic powder
    • C22C1/051Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus homogenen Legierungen  von grosser Härte.    Es sind bereits Verfahren bekannt, die die  Herstellung mechanisch widerstandsfähiger  Körper von solcher Härte, zum Ziele haben,       dass    sie an Stelle von     Diamantwerkzeugen    ver  wendet werden können. Es handelt sich da  bei zum Beispiel um die praktische Verwer  tung hochschmelzender     Metall-Karbide,        -Sili-          eide    und     -Boride.     



  Der technischen Verarbeitung dieser Stoffe  stellen sich jedoch erhebliche Schwierigkei  ten entgegen. Will man aus diesen Stoffen  Werkzeuge durch Giessen herstellen, so sind  zu der Verflüssigung verhältnismässig hohe  Temperaturen nötig; ausserdem aber haben  diese Stoffe den noch weit schwerer wiegen  den Nachteil,     dass    ihre Schmelze in verhält  nismässig grossen     Kristalliten    erstarrt, die nur  lose miteinander zusammenhängen, so     dass     die so hergestellten Körper keine oder eine  nur sehr geringe Widerstandsfähigkeit gegen  mechanische Beanspruchung besitzen.

   Diese  nachteilige Eigenschaft wird noch dadurch ver  stärkt,     dass    die Schmelzen dieser Stoffe in    besonders hohem Masse die Neigung haben,  heterogene Bestandteile beim Erstarren     aus-          seigern    zu lassen.  



  Diese Schwierigkeiten hat man dadurch  zu vermeiden gesucht,     dass    man zum Bei  spiel gepulverten     Metall-Karbiden,        -Silicideri     oder     -Boriden    metallische     Bindemittel,    wie  zum Beispiel Eisen, Kobalt oder Nickel zu  setzte, aus diesen Mischungen durch Pressen  Formstücke herstellte und diese einem     Sin-          terungsprozess    unterwarf.  



  Auf diese Weise lassen sich allerdings       Fornistücke    bei ganz wesentlich niedrigerer  Temperatur herstellen als bei der Erzeugung  durch Giessen. Jedoch hat dieses Verfahren  den grossen Nachteil,     dass    durch die als  Bindemittel zugesetzten Metalle die Härte  des     Ausgangsstoffes    erheblich herabgesetzt  wird.  



  Ein anderer Weg zur Vermeidung der  dargetanen Schwierigkeiten besteht darin,       dass    man die zu Werkzeugen zu verarbeiten  den Stoffe nicht über ihren Schmelzpunkt      hinaus, sondern nur in die Nähe desselben  erhitzt. Durch diese Massnahme ist dann<B>-</B>  wenigstens bei der Verarbeitung von     Wolf-          ramkarbid    und     Molybdänkarbid   <B>-</B> die<B>Mög-</B>  lichkeit gegeben, Werkzeuge herzustellen, die  sowohl die Härte der Grundstoffe, wie auch  eine beträchtliche     niechanischeFestigkeit    be  sitzen.  



  Aber selbst wenn man bei diesem Ver  fahren den     Ausgangsstoffen    zur Verbreiterung  des günstigsten Temperaturgebiets, das un  ter der Phase des vollständig Flüssigen liegt,  kleine Mengen anderer Metalle zusetzt, so  stösst die praktische Ausführung auf erheb  liche Schwierigkeiten. Werden die günstig  sten Temperaturbedingungen nicht sehr ge  nau     iiinegehalten,    so ist es unvermeidlich,       dass    ein erheblicher Prozentsatz der Erzeug  nisse minderwertig wird.

   Bei geringer Über  schreitung des günstigsten     Temperaturinter-          walls    tritt ein     Ausseigern    von Legierungsbe  standteilen beim Erstarren ein, in erster  Linie von Kohlenstoff, ein Vorgang, der  sich auch durch noch so schnelle Abkühlung  nicht unterdrücken     lässt    und die Güte der  Werkzeuge beeinträchtigt. Bleibt man mit  der Erwärmung unterhalb der günstigsten  Temperaturbedingungen, so wird ein Gefüge  erzielt, das von Poren und     Lunkern    durch  setzt ist und das die praktische Verwendung  der Werkzeuge unmöglich macht. Diese  Schwierigkeiten treten bei der Herstellung  von Werkzeugen grösserer Abmessungen in  ganz besonders hohem Masse auf.

   Fast un  möglich ist es jedoch, nach diesem Verfah  ren solche Werkstücke herzustellen, die ans       Kohlenstofflegierungen    der Metalle von hoher  Schmelztemperatur bestellen, welche bei dem  Optimum der Verarbeitungstemperatur an  Kohlenstoff nicht gesättigt sind, und die für  viele Zwecke besonders wertvolle Eigenschaf  ten besitzen. Das Auftreten grosser     Lunker     und Poren ist bei solchen Werkstücken un  vermeidlich.  



  Diese Schwierigkeiten werden durch das  vorliegende Verfahren vollständig vermieden.  Es besteht in folgendem: Zunächst wird  durch Schmelzen und anschliessender Wärme-         behandlung    eine homogene Legierung von  feinem Gefüge hergestellt. Dieses in den  kleinsten Teilen durchaus gleichartige Aus  gangsmaterial wird feingepulvert, durch ho  hen Druck in die Form der gewünschten  Werkzeuge gebracht und einem     Erwärmungs-          prozess        unter%vorfen.    Diese Erwärmung kann  an sich in beliebiger Weise     ei-folgen,    es kann  sowohl äussere Wärmezufuhr,

   wie auch Wi  derstandserhitzung des     Formkörper8    angewen  det werden.<B>Ob</B> die Anwendung des Druckes  und der Erwärmung zeitlich hintereinander  oder gleichzeitig     ei-folgt,    ist<B>für</B> die Erfin  dung ohne Bedeutung. Man     muss    bei der Er  wärmung lediglich darauf achten,     dass    nicht  solche     Umwandlungspunkte    der betreffenden  Legierung erreicht oder überschritten wer  den, die eine nachteilige Umbildung des  Kleingefüges zur Folge haben.

   Überraschen  derweise gelingt es auf diesem Wege<B>-</B> sehr  wahrscheinlich infolge der völlig homogenen  Zusammensetzung der verarbeiteten Legierun  gen<B>-,</B> Werkzeuge herzustellen, die unter  Aufrechterhaltung der vollen Härte des Aus  gangsmaterials ganz frei von     Lunkern    und  Poren sind und eine grosse mechanische Wi  derstandsfähigkeit besitzen.  



  Die Eigenschaften der so hergestellten  Werkzeuge sind am besten, wenn sowohl  das Erschmelzen des Ausgangsmaterials, wie  auch die Erwärmung der durch Pressen her  gestellten Formkörper unter Anwendung von  indifferenten Gasen sowie unter Unterdruck  vor sich geht. Sehr vorteilhaft ist es ferner,  die Formstücke unmittelbar nach der Erwär  mung einer solchen Wärmebehandlung zu  unterwerfen, die eine Verbesserung des Klein  gefüges der Werkzeuge herbeiführt. Diese  Massnahme ist insbesondere dann wertvoll,  wenn durch Überschreiten von     Umwandlungs-          punkten    während der Ausübung des zweiten  Prozesses eine Verschlechterung des Klein  gefüges bewirkt worden ist.  



  Das Verfahren kann mit Vorteil auch  zur Herstellung solcher Werkzeuge Anwen  dung finden, deren Struktur durch mechani  sche Bearbeitung verbessert werden kann.  Besonders vorteilhaft ist es, wenn die nie-           chanische    Bearbeitung bei erhöhter Tempera  tur vorgenommen wird. An den Werkzeugen  können direkt durch die Pressung die ge  wünschten Formen angebracht werden.  



  Die den schwer schmelzenden Metallen       zuzufügenden        Zusailzstoffe    können auch erst  im Verlauf des     Schinelzprozesses    der Mischung  zugeführt werden. Dabei können die Zusatz  stoffe aus dem     Tiegelmaterial    entnommen  werden. Die Zusatzstoffe können ganz, aber  auch nur zum Teil aus     Metalloiden    bestehen.

    Besonders vorteilhafte Eigenschaften haben       Wolfram-Kohlenstoff-Legierungen,    in denen  der an Wolfram gebundene Kohlenstoff     un-          terhalb        3%        liegt.        Man        verfährt        zur        Herstel-          lung    der Werkzeuge     bezw.    Werkzeugteile  beispielsweise in folgender Weise:  400     gr        Wolframpulver    werden mit<I>46</I>     gr          Titan-Carbid    gemischt.

   Das     Gemi,3ch    wird  in einen), zwischen Klemmen aus     Kohfen-          stoff        gefassten        Kohletiegel    gefüllt und durch  elektrische     Beheizung    unter einer Wasser  stoffatmosphäre bis zum Schmelzen erwärmt.  Der für die Legierung erforderliche Kohlen  stoff wird ausser aus dein     Titan-Carbid    auch  aus dem     Kohletigel    von der Schmelze aufge  nommen. Sofort nach Erreichen des Schmelz  flusses wird, das geschmolzene Gemisch in  eine durch Wasser gekühlte Form aus  Kupfer gegossen.

   Dadurch wird ein sehr fein  körniges, von     Ausseigerungen        vollig    freies  Gefüge     ei-zielt.    Die Schmelze wird dann fein  gepulvert und unter einem Druck von etwa  4000<B>kg</B> pro cm' in Matrize     gepresst,    deren  Profil der Form der gewünschten Werkzeuge  entsprechen kann. Die so hergestellten Form  stücke werden im Wasserstoffstrom während  etwa 12 Minuten bei rund<B>1750'</B> einer     Sin-          terung    unterworfen, innerhalb 46 Sekunden  auf<B>15001</B> abgekühlt und darauf in etwa  45 Minuten auf Zimmertemperatur gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH- Verfahren zur Herstellung von Werkzeu gen aus homogenen Legierungen von grosser Härte, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst aus schwerschmelzenden Metallen, Metalloi- den und Zusatzstoffen durch Schmelzen und Wärmebehandlung eine Legierung mit fei- nein Gefüge hergestellt wird, alsdann das so gewonnene Material fein gepulvert, unter Druck zu Formkörpern gepresst wird und diese so gesintert werden, dass die ange wandten Wärmegrade unterhalb der Tem peratur bleiben,
    bei der die beim ersten Pro- zess ei-zielte Struktur des Feingefüges nach teilig beeinflusst werden könnte. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach demPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe erst im Verlauf des Schmelzprozesses zugeführt werden. <B>2.</B> Verfahren nach demPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Metalloide erst im Verlauf des Schinelzprozesses zugeführt werden.
    <B>3.</B> Verfahren nach demPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nebenZusatz- metallen mehrere Metalloide zugesetzt werden. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gek ennzeichnet, dass die Zusatz stoffe aus Metalloiden bestehen.
    <B>5.</B> Verfahren nach demPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass solche Wolf- ram-Kohlenstoff-Legierungen verarbeitet werden, in denen der am Wolfram ge bundene Kohlenstoff unterhalb3('/o liegt. <B>6.</B> Verfahren nach demPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Einschmel zen der Legierungen sowie die Erwär mung der Formstücke in indifferenter Atmosphäre und unter vermindertem Druck vorgenommen wird.
    <B>7.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge nach Durchführung der Erwärmung ei ner Wärmebehandlung zur Verbesserung ihrer Eigenschaften unterworfen werden. <B>8.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Form stücke zur Verbesserung ihrer Eigen schaften einer mechanischen Bearbeitung unterworfen werden. <B>9.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Form stücke zur Verbesserung ihrer Eigen schaften einer mechanischen Bearbeitung unter Anwendung erhöhter Temperatur unterworfen werden.
    <B>10.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet,dass Presswerkzeuge angewendet werden, um den herzustellen den Werkzeugen die gewünschte Form zugeben.
CH141611D 1929-07-24 1929-07-24 Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus homogenen Legierungen von grosser Härte. CH141611A (de)

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