CH141666A - Geschlossene kurzschlusssichere Schmelzsicherungspatrone. - Google Patents

Geschlossene kurzschlusssichere Schmelzsicherungspatrone.

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Publication number
CH141666A
CH141666A CH141666DA CH141666A CH 141666 A CH141666 A CH 141666A CH 141666D A CH141666D A CH 141666DA CH 141666 A CH141666 A CH 141666A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
silver
circuit
short
fuse cartridge
fuse
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Application number
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English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH141666A publication Critical patent/CH141666A/de

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • H01H85/06Fusible members characterised by the fusible material

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  • Fuses (AREA)

Description


  Geschlossene     kurzschlusssichere        Schmelzsicherungspatrone.       Schmelzdrähte für Sicherungen haben in       bezug    auf die Geschwindigkeit des     Schmelz-          ,%,organges    eine andere Wirkungsweise, ,je  nachdem sie aus einem Metall mit hohem  Schmelzpunkt, etwa aus Silber, oder aus  Einem Metall mit     niedrigem    Schmelzpunkt,  etwa aus Zinn bestehen. Ein Schmelzleiter  aus Silber ist verhältnismässig dünn.

   Er bat  daher ein kleines Wärmefassungsvermögen       lind    erhitzt sich beim Auftreten der zum Ab  schmelzen notwendigen Stromstärke     prak-          lisch    augenblicklich bis zur Schmelztempera  tur.  



  Ein entsprechender Draht, zum Beispiel  aus Zinn hingegen hat ein erheblich     grösseres          Wärmefassungsvermögen.    Bei einer Strom  stärke, die an sich gross genug ist, den Draht  zum Schmelzen zu bringen, dauert es daher  geraume Zeit, bis die     Abschmelztemperatur          erreicht    ist.  



  Anderseits entwickeln Schmelzdrähte aus  Zinn oder dergleichen insbesondere beim ex  plosiven Abschmelzen durch     Kurzschluss    so    viel Dämpfe, dass sie nicht in geschlossenen,       kurzschlusssicheren        Patronen    untergebracht  werden konnten. Man verwendet daher all  gemein nur     Schmelzdrähfe    aus Silber.  



  Mit der steigenden Anwendung von  Kleinmotoren, die ohne     Anlassvorrichtung    un  mittelbar in den Stromkreis eingeschaltet  werden, macht sich der Mangel an Über  lastungsträgheit der üblichen Silbersicherun  gen immer unangenehmer bemerkbar.  



  Aus den bereits zahlreich vorliegenden  Versuchen, Sicherungen zu schaffen, die       kurzschlusssicher    und zugleich überlastungs  träge sind, sind die     Überstromschalter,    wie  sie in     Schraubstöpselform    oder als     soge-          nannte        Sockelautomaten    in den Handel kom  men, ferner die Sicherungen mit Silberdraht  und zusätzlicher     Weichlotstelle    hervorgegan  gen. Diese     Vorrichtungen    sind aber wesent  lich verwickelter und teurer als die normalen  Schmelzsicherungen.  



  Zudem ist eine so erhebliche Über  lastungsträgheit, wie sie bisher bei den      Selbstschaltern und Sicherungen mit Löt  stelle erstrebt wurde, für viele Zwecke nicht  erforderlich, so dass bereits dann eine we  sentliche Verbesserung erzielt ist, wenn die  Trägheit der Sicherung ausreicht, um bei  spielsweise beim Einschalten von Klein  motoren das unerwünscht häufige Durch  schlagen der Sicherungen zu vermeiden. Das  Bestreben der Erfindung geht dementspre  chend lediglich dahin, die üblichen Silber  drahtsicherungen in dieser Weise zu verbes  sern, ohne an ihrem grundsätzlichen Aufbau  etwas zu ändern.  



  Nach der Erfindung besteht der Schmelz  leiter der geschlossenen     kurzschlusssicheren          Schmelzsicherungspatrone    aus einer Legie  rung von Silber mit einem andern Metall,  mit niedrigerem Schmelzpunkt.  



  Als zweites Metall kommt zum Beispiel  Zinn in Frage, in welchem Falle durch die  Wahl des Mischungsverhältnisses des Silber  und Zinnanteils eine Legierung mit jeder be  liebigen Überlastungsträgheit zwischen der  vom Silber und Zinn erzielt werden kann.  Dabei ist jedoch zu beachten, dass mit stei  gendem Zinngehalt auch die Menge der     bei     Kurzschluss entstehenden Dämpfe wächst,  und dass es daher, wenn man sonst nichts als  den Schmelzdraht anders ausführt als bisher,  bei einigen üblichen Patronen eine Grenze  des Zinngehaltes gibt, bei deren Überschrei  ten die Patrone nicht mehr     kurzschlusssicher     arbeitet.  



  Im folgenden werden einige Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes erläu  tert.  



  Versuche haben ergeben, dass bei Patro  nen für 6     Amp.    eine solche Grenze prak  tisch nicht besteht, dass man vielmehr bei  diesen     Sicherungen        legierte        Silber-Zinn-          Drähte    beliebiger Zusammensetzung verwen  den kann. Man muss dabei insbesondere bei  hohem Zinngehalt nur darauf achten, dass die       Abschlusskappen    des Patronenkörpers durch  Asbestscheiben oder dergleichen vor dem  Verbrennen geschützt und die     Verlö    Lungen  des Schmelzleiters mit den Kappen sorgfältig  ausgeführt sind.

   Dabei empfiehlt es sieh, den    Abstand zwischen Schmelzdraht und Kenn  draht so gross zu machen, dass ein Berühren  beider mit Sicherheit vermieden ist.  



  Bei Patronen für 10     Amp.    lässt sich eben  falls noch eine genügende Überlastungsträg  heit     bei,    gleichzeitiger     Kurzschlusssicherheit     erzielen, ohne die Ausbildung der Patrone  zu ändern. Bei höheren Stromstärken     jedoeli     sind die Forderungen nach Überlastungs  trägheit und     Kurzschlusssicherheit    nicht mehr  in dem erforderlichen Masse miteinander ver  einbar, ohne den Schutz der Kappen vor dem  Verbrennen zu verbessern und die Abmes  sungen des Schmelzraumes und der ganzen  Patrone zu vergrössern.  



  Innerhalb': der Schmelzkammer kann ein       Raumabschnitt    von der gewöhnlich vorhan  denen     lichtbogenlöschenden    Füllung freige  lassen werden. Dadurch wird die Sicherheit  des     Abschmelzvorganges    noch erhöht. An       dieseil    Stelle kann nämlich der durch einen  Überstrom zum Schmelzen gebrachte Draht  ungehindert     auseinanderfliessen.     



  Die beschriebenen Patronen haben vor  den bekannten überlastungsträge arbeitenden       Schutzvorrichtungen    den Vorteil, dass ihre  Herstellung genau so einfach ist wie die der  formalen Sicherungspatronen mit Silber  draht. Sie ergeben ferner bei kleineren Strom  stärken den Vorteil, dass die überlastungs  trägen Sicherungen mit den gleichen Abmes  sungen wie die üblichen     Silberdrahtpatronen     hergestellt werden können. Man kann daher  eine bestehende Anlage lediglich dadurch  überlastungsträge sichern, dass man an Stelle  der normalen Einsatzpatrone eine Patrone  nach der Erfindung verwendet.  



  In manchen Fällen kann schon dadurch  eine ausreichende Verbesserung der bisher  üblichen     Silberdrahtpa.tronen    erzielt werden,       class    man dem verwendeten Silber nur einen  Zinnanteil zusetzt, der geringer ist als der  Gewichtsanteil des Silbers. Man erhält auf  diese Weise eine Sicherungspatrone, deren  Eigenschaften im wesentlichen denen der  normalen     Silberdrahtpatronen    entsprechen.

    Die     Abschmelzträgheit    dieser Patronen bei           L,        berstrom    ist jedoch um einen geringen  Wert erhöht, derart, dass die Sicherungen  nicht mehr so häufig ansprechen, wie es bei  den normalen     Silberdrahtpatronen    der Fall  ist, wenn man Geräte, zum Beispiel Bügel  eisen, Kochgefässe und dergleichen mit ver  hältnismässig hohem Stromverbrauch oder  motorisch betriebene Geräte, zum Beispiel  Staubsauger, ohne Anlasser einschaltet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Geschlossene, kurzschlusssichere Schmelz sicherungspatrone, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter aus einer Legierung von Silber mit einem ändern Metall von niedrigerem Schmelzpunkt besteht. UNTERANSPRüCHE: 1. Schmelzsicherungspatrone nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter aus einer Legierung von Silber mit Zinn besteht. 2. Schmelzsicherungspatrone nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil des Silbers überwiegt.
    3. Schmelzsicherungspatrone nach Patent anspruch mit lichtbogenlöschender Fül lung, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schmelzkammer ein Raumabschnitt von dem lichtbogenlöschenden Stoff freigelas sen ist.
CH141666D 1929-10-10 1929-10-10 Geschlossene kurzschlusssichere Schmelzsicherungspatrone. CH141666A (de)

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CH141666D CH141666A (de) 1929-10-10 1929-10-10 Geschlossene kurzschlusssichere Schmelzsicherungspatrone.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3638561A1 (de) * 1986-11-13 1988-06-01 Sicherungen Bau Gmbh Ganzbereichs-hochspannungssicherungseinsatz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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