CH141842A - Verfahren zur Herstellung von Künstlichen Textilprodukten von mattem Glanz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Künstlichen Textilprodukten von mattem Glanz.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von künstlichen Textilprodukten von mattem Glanz. Es hat sich als wünschenswert gezeigt, den harten, der Viskoseseide eigentümlichen Glanz durch geeignete Mittel herabzumin- el dern und ihn zu einem matten, der Natur seide ähnlichen Glanz zu gestalten.
Man hat dieses auf verschiedene Art und Weise zu erreichen versucht, zum Beispiel durch Zusatz von Petroleum oder Weich paraffin zur Viskose; auch Fette und Öle, Kohlenwasserstoffe und ähnliche Verbindun gen sind zum gleichen Z-wecke verwandt worden.
Ferner ist vorgeschlagen worden, Stoffe in die Viskose zu emuigieren, die während der Fadenerzeugung kein Gas ab geben, sondern erst während des Trocken vorganges verdunsten und einen Faden von mattem Glanz hinunterlassen.
Den genaiiii- fen Verfahren ist gemeinsam, dass sie sieh mit chemischen Stof fen befassen, die wäh rend des Spinnvorganges in keine wesent- liehe Reaktion mit dem Spinnbade treten, und die dann später entweder grösstenteils in den Fäden erhalten bleiben oder durch Abdunsten aus ihnen entfernt werden, um eine Kunstseide von lierabgemindertem Glanze zu erhalten.
Dem vorliegenden Verfahren liegt der Gedanke zu Grunde, das in der Viskose emulgierte Mittel während des Spinnens mehr oder weniger vollständig aus den künstliehen Textilprodukten lierauszulösen. Dieses geschieht durch die Bildung t#iiier mehr oder weniger wasserlöslichen Verbill- dung während des Spinnvorganges, die sich in der überschüssigen Spinnsäure löst und durch diesen Vorgang Gebilde entstehen lässt, die nach.
der Fertigstellung einen inat- ten seidenartigen Glanz aufweisen können- Zur Emulgierung in der Viskose verwen det man mehr oder weniger wasserunlösliche organische Basen, wie zum Beispiel Chino- lin, Äthylanilin, Dimethylanilin, Toluidine, usw., wobei aber nicht nur die reinen orga nischen Basen verwendbar sind, sondern auch Gemische,
wie zum Beispiel Rolifrak- tionen usw. Der Zusatz der organischen Ba sen erfolgt an einer geeigneten Stelle der Herstellung der Vishose. So kann man sie zum Beispiel zum Schwefelkoldenstoff zu setzen oder in das Zellulosexanthogenat ein führen, oder sie mit der Viskose vor dem, Spinnen mischen.
Es ist für eine gute und Olleichmässige Verteilung des Zusatzes durch <B>Ä</B> nwendung geeigneter Mittel Sorge zu tra- ,gen, unter anderem können auch emulsions- fördernde Mittel benutzt werden. Die Menge des Zusatzes hängt von dem Grade ab, in dem man den Glanz des Produktes herab mindern will. Zur Koagulation der Viskose- lösung können die in der Technik gebräueli- liehen Spinnbäder benutzt werden.
Die in feineren Tropfen in der Vishose emulgierten organischen Basen werden beim Eintreten in das saure Spinnbad in mehr oder weniger wasserlösliche Verbindungen umgewandelt, und diese werden durch' das im grossen Überschuss vorhandene Spinnbad entfernt. Es findet gewissermassen eine Ätzung de## Fadens während des Spinnens statt. Nach dem die Textilprodukte in der übliehen Weise nachbeh:andelt worden sind, erhält man Erzeugnisse, deren Glanz in dem -e t' wünsehten Masse herabcemindert worden ist.
CI Nachstehende Beispiele verdeutlichen das Verfahren. Die Zusatzmengen der organi- sehen Basen können in weiten Grenzen ab geändert werden.
<B>1.</B> Der Viskose, die nach einem der üb- liehen Verfahren hergestellt -wird, werden au ,geeigneter Stelle Jer Herstellung etwa 1,-5% Cliinolin zugesetzt.
2. Die Viskose, Dieb nach üblichen Ver fahren hergestellt ist, erhält einen Zusatz von<B>1</B> bis 2 % technischem Äthylanilin. Nach der Fertigstellung haben die Fäden einen erheblich geringeren Glanz als gewöhnliche unstseide aus Viskose.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von künst- liehen Textilgebilden mit mattem seiden ähnlichen bis zu völlig vermindertem Glanze, dadurch gekennzeichnet, dass eine #Iiskose zur Verarbeitung gelangt, die einen Zusatz von mehr oder weniger wasserunlöslielieii organischen Basen oder deren Gemischen enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE141842X | 1928-05-31 |
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| CH141842A true CH141842A (de) | 1930-08-31 |
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|---|---|---|---|
| CH141842D CH141842A (de) | 1928-05-31 | 1929-02-06 | Verfahren zur Herstellung von Künstlichen Textilprodukten von mattem Glanz. |
Country Status (1)
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|---|---|
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1929
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