Gekühltes Ventil für Brennkraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf ein ge kühltes Ventil für Brennkraftmaschinen und bezweckt eine intensive Kühlung :die:s Ventils, um :zu verhindern, dass :dieses etwa hüggen- bleibt oder sich infolge von Alblagerungen auf der Ventilspindel und ihrer Führung festfrisst. Ferner soll,die Abnutzung der Ven- tilspindel vermindert werden.
Es sind bereits gekühlte Ventile für Brennikraftm@aschinen bekannt, bei welchen die Ventilstange in einer Hülse geführt wird, welche mit einem oder mehreren axialen Ka- nälen für die Zufuhr @d-es ver sehen ist, da:s ian der rückwärtigen :
Fläche ödes Ventiflkegels entlangströmt. Die Erfin- düng bezieht sich aufdiese Ventilgattung.
Bei den jetzt üblichen Ventilkonstruktio- nen, besonders bei den Ausl:assventilen von Viertaktmotoren, macht sich :der Übelstand merkbar, dass zufolge,der hohen Temperatur, -der der Ventilkegel ausgesetzt ist, trotz der Kühlung ein Festbrennen eintritt. Die Folge ist häufig, dass die normale Verdichtung nicht mehr erreicht wird, so :
dass zufolge unvoll kommener Verbrennung @dias. Absetzen von festen Bestandteilen auf dem Ventilkegel noch gefördert wird, wodurch das scgenannte "Kleben" des Ventils herbeigeführt werden kann. In diesem Falle steigt -die Temperatur des Ventilkörpers noch höher.
Gemäss der Erfindung isst :der Ventilkegel des gekühlten Ventils der dibenbezeichneten Gattung auf Ader rüdkwärtigen iSeite inner halb des Ventilsitzes mit einem aufstehenden Kragen versehen, der wie ein Rohrstutzen ausgebildet oder aus cin:zelnen Zähnen oder Zungen bestehen kann.
Der Kragen kann wie ein konischer Rohrstutzen ausgebildet sein und einen vorstehenden Kopf :der Führungs- #büchse der Ventilstange mit möglicrhst gerin gem Zwischenraum umfassen.
Es wird idlann nicht nur sdie Wirkung :des Kühlmittels ver bessert, sondern dieses wird auch an der Fiihrungsbücbse :der Ventilstange entlang ge führt und verhindert hier Ablagerungen vo@. festen Teilen aus dem Brennstoff. In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung im Längsschnitt dar gestellt.
Gemäss Fig. 1 ist der Ventilteller 1 mit seiner Stange 2 in einer Hülse 3 ge führt, die innen vorsteht und mit axialen Bahruntgen 4 versehen ist. Diese Bohrungen münden oben unter dem Ventilteller und un ten in :eine Kammer"die von der Hülse 2 und einem auf sie mittelst des Gewindes 7 auf geschraubten Aufsatzes 6 gebildet wird und mit einem. Zylinder 5 im Aufsatz 6 mittelst Bohrungen 14 in Verbindung steht..
Diese Bohrungen 14 werden von einem Druckventil 15 'beherrscht, das zweckmässig aus einem Lederring besteht und unter der Wirkung einer Feder 16 steht. Im Zylinder 5 ist ein mit der Ventilstange 2 mittelst eines Splin tes 9 verbundener Kolben 8 geführt. Der Auf satz 6 ist mit radialen Bohrungen 10 ver sehen, die den Zylinder 5 mit dem Freien verbinden.
Die Ventilfeder 12, welche den Ventil teller 1 auf seinen Sitz 11 zieht, greift an ,einem auf (der Veutilstange 2' befestigen Pederteller 13 .an.
Der Ventilteller 1 ist .auf ;der untern rück- wärti,gen Seite mit einem aufstehenden Kra gen 17 versehen, Ader wie ein korzäscher Rohr stutzen ausgebildet ist und den. vorstehenden Teil der Führungshülse 3 so eng umfasst, .dass zwischen ihnen nur ein möglichst geringer Zwischenraum 18 verbleibt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Heben des Ventiltellers 1 mittelst Ventilstange ? wird auch der Kolben $ im Zylinder 5 aufwärts bewegt, so dass hier eine Verdichtung der Luft im Zylinder 5 statt findet. Diese entweicht durch die Öffnungen 14 nach oben, wobei das Druckventil 15 ge hoben wird, und fliesst durch die Bohrungen 4 in der Hülse 3 bis unter den Ventilteller 1, von wo sie unter Umkehrung der Bewegungs richtung mit verhältnismässig grosser Ge schwindigkeit durch den Zwischenraum 18 entweicht. Die Kühlluft verhindert so jede Ablagerung von festen Bestandteilen auf der Führungshülse bezw. auf der Ventilstange: Dem Hängenbleiben des Ventils wird daher vorgebeugt.
Bei der Zurückbewegung der Ventilstange in die ursprüngliche Lage strömt frische Luft in den Zylinder 5.
Bei dem Ventil nach Füg. 2 stehen die axialen Kanäle 4 der Führungshülse 3 in Verbindung mit einem ringförmigen Raum 19, der seinerseits mittelst einer Leitung 22 zwecks Zufuhr des Kühlmittels, mit einem Behälter oder einer Pumpe in Verbindung steht. Die Zufuhr des Kühlmittels ist nicht vom Ventilhub abhängig, sondern erfolgt un unterbrochen. Ein Filzring 23 dient einer seits zur Abdichtung des Kühlmittels im Raum 19 und anderseits zur Schmierung der Ventilstange 2.
Weitere Vorteile der Erfindung liegen in der grösseren Lebensdauer der Ventile zu folge der niedrigeren Temperatur, in der ge ringen Wartung, sowie in der grösseren Be triebssicherheit. Auch kann bei Anwendung der Erfindung oft der Verdichtungsgrad er höht und so der 'Wirkungsgrad der Maschine gesteigert werden.