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1Viechaniseher Zeitzünder mit Ehrjverk. Aus dem Patent Nr. 128025 ist ein mechanischer Zeitzünder mit Uhrwerk bekannt. geworden, bei dem ein die Zündvorrichtung mittelst eines federbelasteten, verschiebbaren Stiftes gewöhnlich sichernder Zeiger mit. einem einstellbaren Zeitbestimmungsorgan derart zusammenwirkt, da.ss er gegebenenfalls erst mehrmals um seine Achse kreisen muss. ehe er von dem Zeitbestimmungsorgan freigegeben wird und nunmehr seinerseits die Zündvorrichtung f reigibt.
Es ist bereits bekannt, den federnden Stift des Uhrwerkzeigers gegen ein ihn gewöhnlich in der Sicherungslage sperrendes Zwischenglied wirken zu lassen, das mittelst eines Stiftes in die Spiralnut einer oberhalb des Uhrwerkzeigers angeordneten, einstellbaren Scheibe greift. Je nach der Einstellung dieser Scheibe muss der Zeiger und das mit ihm schwenkbar verbundene Zwischenglied erst eine ein- oder mehrmalige Drehung ausführen, bis der Stift des Zwischengliedes den am Ende der Spiralnut angeordneten Ausschnitt erreicht, um nunmehr von der Spiralnut freigegeben zu werden und damit auch den federbelasteten. Sicherungsstift des Uhrwerkzeigers freizugeben.
Dieser kann infolgedessen seine Freigabestellung einnehmen und hierdurch die Auslösung der Zündvorrichtung herbeiführen. Die Anordnung einer wagrechten, mit einer Spiralnut ver- sehenen Einstellscheibe hat jedoch den Nachteil, dass der federbelastete Stift des Uhr- w erkzeigers mit ihr nur mittelst eines Zwischengliedes zusammenarbeiten kann, das naturgemäss eine weitere Fehlerquelle darstellt. Da schliesslich auch aus konstruktiven Gründen der Durchmesser dieser einstellbaren Scheibe selbst verhältnismässig klein gewählt werden muss, so erweist sich jener ältere Zeitzünder nur in begrenztem -Masse als brauchbar.
Durch die vorliegende Erfindung, die eine weitere Ausbildung des im Patentanspruch des Flauptpatentes gekennzeichneten Zeitzünders betrifft, soll demgegenüber die Möglichkeit geschaffen werden, die Zahl der möglichen Umdrehungen des Uhrwerkzeigers
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zu erhöhen und damit die Voraussetzung zu schaffen, die erforderlich ist, um die Teilung der Einstellskala ganz erheblich zu vergrössern. Eine Einstellskala, bei der der Abstand der einzelnen Striche nicht übermässig eng ist, schafft aber erst die Möglichkeit genauerer, irrtumfreier Einstellung.
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, dass der Uhrwerkzeiger unmittelbar mit dem als Ring ausgebildeten Zeitbestim- mungsorgan zusammenwirkt, das auf seiner Innenfläche mit einer schraubenlinien- förmigen Führungsnut versehen ist, in die nach dem Abschuss der federnde Stift des Zeigers einfällt, um in ihr bis zu dem am Ende der Schraubennut vorgesehenen Freigabeausschnitt einen je nach der vorherigen Einstellung des Ringes mehr oder weniger langen, schraubenlinienförmigen Weg zurückzulegen.
Es kann hierbei der Uhrwerkzeiger durch eine Feder oder ein Gelenk nachgiebig mit der Zeigerachse verbunden sein, damit die Zeigerspitze ohne Verschiebung der Zeigerachse den Schraubennutwindungen des Zeitbestimmungsorganes allmählich folgen kann.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise. Ausführungsform dar, und zwei zeigt: Abb. 1 einen Schnitt nach der Linie < 4-B der Abb.2, jedoch mit in Ansicht gezeichnetem Uhrwerkzeiger, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie C-D der Abb.1.
Für die bereits im Hauptpatent vorkommenden Teile des mechanischen Zeitzünders mit Uhrwerk sind nach Möglichkeit dieselben Bezugszeichen verwendet. In dem Umfang des Uhrwerkgestelles 5 ist ein Gewinde geschnitten, auf welchem der Zeitbestimmungs- ring 6, der entsprechendes Gegengewinde 17 besitzt, auf- und abschraubbar ist. Das Profil des Gewindes kann irgend ein geeignetes sein. Am Aussenumfang des Zeitbestim- mungsringes 6 ist ein Führungsstreifen 22 von beliebigem, beispielsweise rechteckigem Querschnitt fest angeordnet, welcher in einer Längsnut 23 der Einstellkappe 24 führt.
In der Achslinie der Längsnut 23 ist in der Einstellkappe 24 ein Fenster \?5 vorgesehen. durch welches die Zahlen der auf dem Führungsstreifen vorgesehenen Einstellskala abgelesen werden können. Das Zeigerteil 2a ist am Uhrwerkzeiger 2 gelenkig befestigt, beispielsweise durch eine federharte Platte 26 oder auch durch ein Scharnier und trägt in sich den unter der Wirkung einer Feder stehenden Zeigerstift 4, dessen Schaft 4a dauernd auf der Federkappe 11 aufliegt. Auf der Oberseite des Uhrwerkgestelles ist eine sogenannte Rohrsicherung 19 vorgesehen, deren zweckmässige Form aus Abb. 1 und 2 zu ersehen ist.
Der Kopf 4b des Zeigerstiftes 4 liegt dauernd unter der Wirkung der Stiftfeder an der hochstehenden Sicherungsbahn 19 der Rohrsicherung an und wird in dieser Stellung durch den schräg nach innen stehenden, messerartigen Führungsstreifen 20, der in einem entsprechenden Schlitz 21 des Zeigerteils 2a führt, gehalten. Der messerartige Führungsstreifen 20 kann mit der Rohrsicherung 19 aus einem Stück bestehen oder besonders an ihr befestigt :werden oder auch aus einem besonderen, in den Winkel der Rohrsicherung eingelegten und gemeinsam mit ihr befestigten Winkel bestehen.
Da die Befestigungsstelle des Zeigers 2 an der Uhrwerkhauptwelle 1 wesentlich höher liegt als die Befestigung der Rohrsicherung 19 und des messerartigen Führungsstreifens 20 und das Zeigerteil 2a gelenkig am Zeiger 2 befestigt ist, so erhält das Zeigerteil 2a, wie aus der Abb.1 gut zu ersehen ist, eine dauernde Schräglage zur Achse der Uhrwerkhauptwelle 1. Die Oberfläche der in bekannter Weise den Zündstift auslösenden Federkappe kann -flach, halbrund oder beliebig abgeschrägt sein, wie in Abb. 1 gezeigt ist.
Der Zeitbestimmungsring 6 besitzt, ebenso wie der Zeitbestimmungsring des Hauptpatentes einen Ausschnitt 7, durch den der Kopf 4b des Federstiftes 4 unter der Wirkung der Stiftfeder 3 im geeigneten Augenblick hindurchtritt.
Nachdem der Zeitbestimmungsring 6 auf das Uhrwerkgestell 5 völlig aufgeschraubt
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ist, wird die Einstellkappe 24 mit ihrer Nut 23 über den Führungsstreifen 22 und den Zeitbestimmungsring 6 in die Zünderkappe 27 eingeschoben, und durch Überschrauben der Zündermutter 28 gehalten. Durch Verdrehen der Einstellkappe 24 wird infolge der Führung des Führungsstreifens 22 in der Nut 23 der Zeitbestimmungsring 6 mit verdreht, so dass er sich mit seinen Gewindegängen 17 im Gewinde des Uhrwerksgestelles auf- und abschieben kann.
Da auf dem Führungsstreifen 22 die Skala für den Zeit- bestimmungsring vorgesehen ist, diese sich also ebenfalls mit dem Zeitbestimmungsring 6 auf- und abbewegt, und das Fenster 25 in der Einstellkappe 24 vorgesehen ist, so kann die gewünschte einzustellende Zahl der Einstellskala durch das Fenster 25 abgelesen werden. Ist die gewünschte Zahl durch das Fenster 25 hindurch festgestellt, so ist der Zeitzünder auf den beabsichigten Zünd- moment eingestellt, und der zum Einstellen des Zünders vorgesehene Stellschlüssel zeigt ebenfalls die gewünschte Einstellung.
Beim gezeichneten Zeitzünder mit Uhrwerk besteht die Transportsicherung in einem die Unruhe gegen Bewegung sichernden Federstift, der beim Abschuss infolge des Beharrungsvermögens die Unruhe freigibt und das Uhrwerk in Gang setzen lässt. Im Augenblick des Abschusses erfolgt die Ent- sicherung der Unruhe und, ebenfalls in bekannter Weise infolge des Beharrungsvermögens die Entsicherung eines in Achsrichtung des Uhrwerkgestelles eingelegten, mit Schneiden 29 versehenen Bremsstückes 30, wodurch die Schneiden 29 gegen das Gewinde 17 des Zeitbestimmungsringes 6 andrücken und diesen festhalten.
Infolge der Freigabe der Unruhe beginnt der Zeiger 2, 2a seinen Lauf und bewegt sich infolge seiner Führung auf dem messerartigen Führungsstreifen 20, wie bisher, in der Ebene der Uhrwerksgestelloberseite, so lange, bis der Schlitz 21 aus dem messerartigen Führungsstreifen 20 heraustritt. So lange liegt auch der Kopf 4b am hochstehenden Führungsstreifen 19 der Rohrsicherung an. Wenn also versehentlich der Zeitbestimmungsring 6 falsch eingestellt sein sollte, so kann infolge des vor dem Ausschnitt 7 liegenden Sicherungsstreifens 19 der Kopf 4b nicht sofort durch den Ausschnitt 7 durchtreten, wodurch das -Krepieren im Rohr oder kurz nach Verlassen desselben verhindert wird.
Noch beim Passieren des Endstückes des Sicherungsstreifens 19 schnellt der Zeigerstift 4 unter der Wirkung seiner Feder 3 aus dem Zeigerteil 2a vor und tritt in den entsprechenden Gang des Gewindes 17 ein, in welchem er je nach Einstellung des Ausschnittes 7 einen oder mehrere Umläufe-macht, bis er beim Erreichen des Ausschnittes 7 durch diesen hindurchtritt, wobei der Schaft 4a die Federkappe 11 freigibt, so dass diese unter der Wirkung ihrer Feder 12 nach oben schnellt, wodurch wiederum der den Zündstift sichernde Arm 10 freigegeben wird. Durch die gelenkige Befestigung des Zeigerteils 2a am Zeiger 2 wird das Sichindiehöheschrauben des Zeigerteils 2a mit dem Zeigerstift 4 ermöglicht.
Durch das nach und nach erfolgende Höherschrauben des Zeigerstiftes 4 in den Gängen 18 des Zeitbestimmungsringes 6 wird somit gegenüber den Einrichtungen bekannter Zeitzünder, die nur einen einmaligen Umgang des Zeigers erlauben, ein vielfach längerer Einstellweg und somit eine vielfach genauere Einstellmöglichkeit erreicht.