CH142254A - Absorptionskühlanlage. - Google Patents

Absorptionskühlanlage.

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CH142254A
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Berzelius Normelli Wulff
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Berzelius Normelli Wulff
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Description


      Absorptionskühlanlage.       Die Erfindung betrifft eine mit festem  Absorptionsstoff arbeitende Absorptions  kühlanlage, bei welcher der Absorptionsstoff  mit dem Kältemittel eine chemische Verbin  dung eingeht. Die Neuerung besteht darin.,  dass die Kühlung des     Absorberaustreibers     während der Kühlperiode, sowie des     Ap-          paratelementes,    welches zur Verdichtung des  während der     Austreibperiode    aus dem Ab  sorberaustreiber ausgetriebenen Kältemittels  dient, durch Luft geschieht.  



  Dadurch wird eine grosse Vereinfachung  der Anlage erzielt und jede Explosionsgefahr  ausgeschlossen.  



  Die Zeichnungen veranschaulichen meh  rere beispielsweise Ausführungsformen des  Erfindungsgegenstandes.  



       Fig.    1 ist die Gesamtanordnung einer  Absorptionskühlanlage in einem Kühlschrank  für den Hausgebrauch;       Fig.    2 bis 7 zeigen mehrere Längs- und  Querschnitte von luftgekühlten Elementen,    die als     Absorberaustreiber    oder als Kälte  erzeuger dienen;       Fig.    8 zeigt in schematischer Darstellung  eine Absorptionskühlanlage, welche eine  durch Klappen     zwangläufig    gesteuerte Luft  kühlung besitzt;       Fig.    9 und 10 zeigen zwei Ausführungs  beispiele, die sich durch die besondere Art  der Übertragung des Kälteeffektes von dem  Kälteerzeuger zum Kühlraum     auszeichnen.     



  Gemäss     Fig.    2 und 6 besteht das als Ab  sorberaustreiber dienende Element in der       fnuptsache    aus dem Behälter 20, in welchem  ein sternförmig verlaufendes, wärmeleitendes  System 21 von Wellblechen     mittelst    eines  zentralen Rohres 22 bei gleichzeitiger Form  veränderung eingezwängt und solcherart un  ter inniger Berührung der Behälterwand  einerseits und der Rohrwand anderseits im  Behälter festgelegt ist.

   Durch dieses Well  blech werden axial gerichtete Zellen 23 und  24 gebildet, von denen die ersteren die Ab  sorptionsstoffe aufnehmen, während letztere      zur Führung der     Kältemittelgase    dienen und  daher     mit    einer gasdurchlässigen, jedoch für  feste Stoffe undurchlässigen Masse, beispiels  weise Eisenwolle, gefüllt sind. Polster aus  der gleichen Masse befinden sich auch im  Boden und im Deckengewölbe des Behälters  20. In die Zellen 23 ragen noch     Zungen    21',  die durch Einstanzen und seitliches Ausbie  gen an den radialen Wänden des Wellbleches  gebildet sind und welche den Wärme-     bezw.     Kälteeffekt bis ins Innere der Zellen 23 lei  ten.

   Der Behälter 20 ist seinerseits mit seit  lichem Spiel in einen konzentrischen, aussen  isolierten Mantel 25 eingeschlossen und in  dem zwischen beiden belassenen Spielraum  ist ein weiteres Wellblech 20     cingepresst,     durch welches in diesem Spielraum Kanäle  mit grosser Kühloberfläche gebildet werden.  Ebenso ist auch in dem zentralen Rohr 22  ein ähnliches Wellblechsystem 27 vorgesehen  und durch die Scheide eines elektrischen       Heizelementes    28 festgehalten. Ferner ist  das Rohr 22 auf seiner Innenwand mit einem  Isolationsüberzug versehen, damit die     Be-          heizung    des Behälters nur von aussen erfolgt.

    Unten in der Mantelisolierung 29     befinden     sieh zwei     unverschliessbare    Luftöffnungen 7  und oben eine verschliessbare Luftöffnung 6.       -Ein    an den Behälter 20 angeschlossenes Rohr  30 dient zur Ab- und Zufuhr des flüchtigen  Kältemediums.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3 und  7 ist das Rohr 22 nach     aussen    isoliert und  zwischen ihm und der eigentlichen Behälter  wand ist eine Ringkammer 31 für den Durch  gang von Kühlluft belassen. Ferner ist der  den Behälter 20 umschliessende Mantel     25     allseitig verschlossen und von dessen Boden  ragt eine Steigröhre 32 durch das Rohr 22  hindurch, um in der Decke des Mantels zu  endigen. Unterhalb der Steigröhre ist eine  Heizvorrichtung 28 mit Heizflamme so an  geordnet, dass zwischen der Heizvorrichtung  und dem äussern Isoliermantel eine Ring  öffnung für den Eintritt von Luft in den  äussern Ringkanal verbleibt. In der Steig  röhre sind ferner noch unten und oben Zug  öffnungen 33 eingebohrt.

   Bei dieser Aus-         führungsform    des     Absorberantreibers    ge  schieht demnach die     Beheizung    direkt durch       ilie    von der Heizquelle 28 erhitzte Luft,  welche in der Röhre 22 emporsteigt und sich  dann seitlich entfaltet, um den     Absorberaus-          treiber    ganz zu umspülen. Bei allen diesen  Ausführungsformen könnte das feste An  liegen der wärmeleitenden Wellblechelemente  auch durch Zwischenlager erfolgen, welche  zwischen die besagten Bleche und die Be  hälterwände eingetrieben werden oder auch  dadurch, dass die Absorptionsstoffe erst nach  ihrer Einfüllung mit.

   Kältemitteln gesättigt  werden, was bewirkt, dass dieselben aufquel  len und solcherart den nötigen     Anpressungs-          druck    für die Wellbleche liefern.  



  In     Fig.    4 und 5 treten an Stelle der innern  Wellbleche tellerförmige, elastische Loch  scheiben 21', die passend oder unter Ein  fügung von Zwischenlagen auf das zentrale  Rohr 22 aufgesetzt, beim Einschieben in den  Behälter 20 eine Verbiegung nach oben er  leiden, wodurch deren beiderseitige, feste Be  rührung mit wärmeleitenden Teilen gesichert  ist. In     Fig.    4 ist das den Behälter 20 um  gebende Wellblech und der äussere Mantel  weggelassen.  



  Sämtliche gezeigten Ausführungsformen  nach     Fig.    3 bis 7 können, unter Weglassung  der Heizvorrichtung auch als Kälteerzeuger.  das heisst als     Entgaserresorber    verwendet  werden, wenn dieselben ebenfalls mit Ab  sorptionsstoffen gefüllt werden.  



  Das Kältemittel wird dann nicht verflüs  sigt, sondern in diese Absorptionsstoffe ein  getragen und bei einer nachträglichen Druck  verminderung kälteerzeugend wieder ausge  trieben, um erneut in den     Absorberaustreibpr     zurückabsorbiert zu werden. Dieser Vorgang  setzt voraus, dass eine gewisse Abstufung  im     Absorptionsvermögen    der im Absorber  austreiber einerseits und im Kälteer  zeuger anderseits gelagerten Absorptions  stoffe besteht, welche Abstufung ent  weder durch Verwendung verschiedenartiger  oder gleichartiger Absorptionsstoffe, die im  letzteren Falle das Austauschmedium in ver  schiedenen Sättigungsgraden enthalten, oder           1n    sonstiger geeigneter Weise erreicht wer  den kann.  



  Dank der zur Anwendung gelangenden  hohen     Kondensations-    und Absorptionstem  peraturen, welche die Zersetzung der Ab  sorptionsverbindungen und deren Wiederher  stellung erforderlich macht,     genügt    die Luft  als Kühlmittel vollkommen.  



  In     Fig.    8 ist eine Ausführungsform der  vorliegenden Anlage mit Luftkühlung ge  zeigt, bei welcher die Luftströmungen durch  Klappen gesteuert werden.  



  In dieser Figur bezeichnet 1 einen mit  Kühlrippen versehenen, der Ausführung  nach     Fig.    4 und 5 ähnlichen     Absorberaus-          treiber    mit einem festen Absorptionsmittel,  2 einen mit Kühlrippen versehenen, als  Kälteerzeuger dienenden Verdampfer. Jedes  dieser beiden Elemente ist für sich in einer  Isolierkammer 3, 4 eingebaut und zwischen  beiden Kammern ist ein luftdurchströmter  Raum 34 vorgesehen.

   Die     Absorberaustrei-          berkammer    3 besitzt in der Decke und im  Boden je eine     Stellklappe    6, 7 und die     Ver-          dampferkammer    in ihrem an den Kühlraum  8 angeschlossenen Boden eine mittlere Klappe  35 und zwei seitliche Klappen 36. Ein ober  halb der Kammer 3 angeordneter luftgekühl  ter Kondensator 37 ist mittelst einer ventil  losen Leitung 38 an den     Absorberaustreiber     1 und     mittelst    einer ventillosen Leitung 39  an den Verdampfer 2 angeschlossen. Es be  steht somit eine ventillose Verbindung zwi  schen dem     Absorberaustreiber    und dem Ver  dampfer.

   Ein im     Absorberaustreiber    einge  bauter Thermostat 40 besorgt das     selbst-          tätige    An- und Abstellen des elektrischen       Heizelementes    17 und gleichzeitig wirkt der  selbe unter Vermittlung geeigneter Organe  so auf die     Stellklappen    6, 7 und 35, 36 ein,  dass dieselben automatisch bei Beginn der       Austreibperiode    geschlossen und bei Beginn  der Kühlperiode geöffnet werden.

   Während  der     Austreibperiode    wird der     Absorberaus-          treiber    erhitzt und das ausgetriebene flüch  tige Kältemittel durch Druckerhöhung und  gleichzeitige Kühlung im Kondensator 37  verdichtet     bezw.    verflüssigt, worauf es in    flüssigem Zustand in den Verdampfer 2 ge  langt. Mit zunehmender Erschöpfung des  Absorptionsstoffes an flüchtigen Bestandtei  len steigt die Temperatur im     Absorberaustrei-          ber    und in einem gewissen Zeitpunkt schaltet  der Thermostat 40 das Heizelement 17 selbst  tätig aus und öffnet dabei gleichzeitig die  Luftklappen 6, 7, 35, 36.

   Es findet nun eine  Luftströmung durch den Raum 34 und durch  die     ober-    und unterseits geöffnete Absorber  a.ustreiberkammer 3 und somit eine Kühlung  des     Absorberaustreibers    statt, wodurch eine  Druckverminderung im     Absorberaustreiber          und    Verdampfer hervorgerufen, und eine  Verdampfung des im Verdampfer aufgespei  cherten verflüssigten Kältemediums     einge:

       leitet     wird.    Die zur Verdampfung     benötigte     Wärme wird der in der Kammer 4 enthal  tenen Luft entzogen, und sobald die Tem  peratur der letzteren unter die im Kühlraum  8 herrschende Temperatur sinkt, so entsteht  eine selbsttätige Strömung von kalter Luft  durch die Klappe 35 in den Kühlraum und  von relativ weniger kalter Luft durch die  Klappen 36 aus dem Kühlraum.  



  Während bei dem beschriebenen Ausfüh  rungsbeispiel nach     Fig.    8 der kühlende Luft  strom durch Klappen     zwangläufig    gesteuert  ist, erfolgt bei dem in     Abb.    1 gezeigten Aus  führungsbeispiel die Führung des Luftstro  mes selbsttätig unter dem Einfluss der  Schwere.  



  In diesem Ausführungsbeispiel bezeichnet  1 einen mit einem festen Absorptionsmittel       versehenen        Absorberaustreiber,    2 einen mit  Kühlrippen versehenen     Entgaserresorber,     ähnlich wie in     Fig.    4 und 5 dargestellt, je  doch ohne     Ileizelement,    3 die     Absorberaus-          treiberkammer,    4 die     Entgaserresorberkam-          iner,    6, 7 die oben und unten in der Kammer  3 vorgesehenen Luftöffnungen, 8 den Kühl  raum und 8' einen Wärmeraum;

   9, 10, 11, 12  sind Öffnungen, die in zwei Seiten, sowie in  der Decke und im Boden des     Entgaserresor-          berraumes    4 vorgesehen sind und von     wel-          ehen    die obere Öffnung 9 direkt mit der  Aussenluft und die untere Öffnung 10 mit  einem über dem     Entgaserresorber    ebenfalls      in die Aussenluft ausmündenden Kanal I.  in Verbindung steht. Die Öffnung 11 ist  durch einen Kanal 14 an den untern Teil  des Kühlraumes 8 und die Öffnung 12 durch  einen     U-förmigen    Kanal 15 an den obern  Teil des Kühlraumes angeschlossen.

   Die  obere Öffnung 6 der     Absorberaustreiberkam-          mer    3 ihrerseits mündet in einen seitlich der  Kammer nach unten verlaufenden Kanal 16  und dieser seinerseits mündet unten in die  Wärmekammer 8', die durch den kaminarti  gen Kanal 17 mit der Aussenluft verbunden  ist.  



  Vor der untern Mündung des Kanals 7 6  ist eine schwache     Heizvorrichtung    18 ange  ordnet, die in Wechselwirkung mit der im       Kocheraustreiber    eingebauten arbeitet, und  zwar so, dass abwechselnd die eine oder die  andere durch geeignete elektrische Kontakt  vorrichtungen in Tätigkeit gesetzt wird.  Endlich sind noch im     Absorberaustreiber    wie  auch im     Entgaserresorber    Sicherungsvorrich  tungen 19 eingebaut, die beim Auftreten von  Betriebsstörungen die Anlage dadurch, dass  eine Metallpatrone bei     Übertreten    einer ge  wissen Temperatur durchschmilzt und sol  cherart den Stromkreis unterbricht, selbst  tätig ausser Wirkung setzen.  



  Für den Gebrauch sind     Absorberaustrei-          ber    und     Entgaserresorber    mit festen Absorp  tionsstoffen gefüllt und .es tritt dann wäh  rend der     Austreibperiode    dadurch, dass die       Absorberaustreiberkammer    3 nur indirekt  durch den Kanal 16 und die Kammer 8' mit  dem Zugkanal 17 in Verbindung steht, eine  Wärmestauung innerhalb des     Absorberaus-          treibers    auf, welche eine gleichmässige und in  tensive Erwärmung desselben bei bestmög  licher Vermeidung von Wärmeverlusten be  dingt.  



  Im     Entgaserresorber    hingegen     entstellt     während der     Austreibperiode    durch die aus  strahlende Absorptionswärme und die damit  verbundene Temperaturerhöhung eine Luft  strömung zur Aussenluft durch die Öffnung  9 und den Seitenkanal 13.

   In keinem Falle  aber wird die warme, spezifisch leichtere  Luft in den Kühlraum eindringe     können.       Eine Luftströmung nach dieser Richtung hin  setzt erst dann selbsttätig ein, wenn bei der       nachfolgenden        Absorptionsperiode    die im       Entgaserresorberraum    4 eingeschlossene     Luf    t  kälter wird, als die im Kühlraum befind  liche, in welchem Falle dann die kalte, spe  zifisch schwerere Luft durch den Kanal 14  in den Kühlraum sinkt,

   während die warme  Luft aus dem Kühlraum durch     len        U-förmi-          gen    Kanal     15    in den     Entgaserresorberraum     4 gelangt. Um die Absorptionsperiode ein  zuleiten, ist es erforderlich, in der Kälte  maschine eine Druckverminderung durch  Kühlung des     Absorberaustreibers    hervorzu  rufen.

   Diese Kühlung geschieht nun da  durch, dass beim Abstellen des     Heizelemente"     im     Absorberaustreiber    selbsttätig die     Hilfs-          heizvorrichtung    18 in Wirkung tritt,     was     eine Erwärmung der Wärmekammer 8' und  ein     Nachsaugen    von Frischluft durch die  Öffnung 7, die verschiedenen Kühlmäntel  des     Absorberaustreibers    und den Kanal 16  bewirkt. Die in der Wärmekammer 8' sich  ansammelnde Wärme kann für Wirtschafts  zwecke, beispielsweise zum Warmhalten von       Speisen,    Geschirr oder dergleichen verwendet  werden.  



  Das in     Fig.    9 teilweise gezeigte Ausfüh  rungsbeispiel ist nach Bau- und Wirkungs  weise mit dem in     Fig.    8 gezeigten verwandt.  Von diesem unterscheidet es sich zunächst  insofern, als zur Verhinderung von Störun  gen, verursacht durch immerhin mögliche       Zersetzungen    des Kältemediums während  des     Austreibvorganges,    eine zweite Leitung       38''     vom     Absorberaustreiber,    der in der  Zeichnung nicht dargestellt ist, zum Konden  sator 37 geführt ist, welche Leitung eine  Zirkulation solcher Zersetzungsprodukte  durch den     Absorberaustreiber    gestattet.

   So  dann geschieht hier die Übertragung des  Kälteeffektes vom     Verdampferraum    4 an     den     Kühlraum 8 während der     Absorptionsperiodo     durch ein flüssiges Medium.  



  Zu diesem Zweck ist in den Verdampfer  2 eine Rohrschlange 39 eingebaut, deren  beide Enden mittelst Rohrleitungen in einen  im Kühlraum 8 angeordneten, als Kältespei-      eher dienenden Flüssigkeitsbehälter 40 ein  münden. Der Behälter ist zum Teil mit einer  leicht verdampfenden Flüssigkeit, zum Bei  spiel mit flüssigem Ammoniak gefüllt. So  bald der Verdampfer kälter     wird    als die       Kühlraumatmosphäre,    verflüssigt sich der  in der Rohrschlange 39 befindliche     Ammo-          niakdampf    und fliesst in den Behälter 40.

   Da  durch     wird    eine Druckverminderung im     Zir-          kulationssystem    hervorgerufen, welche eine       kältererzeugende    Verdampfung im Behälter  40 im Gefolge hat.  



  Die     Fig.    10 zeigt eine Anlage mit     einer     Kältemaschine, bei welcher der, den Ver  dampfer durchströmende, den Kälteaus  tausch zum     Kühlraum    vermittelnde Kälte  träger in einer geschlossenen     Leitung    41  durch den im Kühlraum 8 eingebauten, mit  einem flüssigen Medium     gefüllten    Kältespei  cher 40 geführt ist.

   Diese     Kälteübertragungs-          vorrichtung    arbeitet dabei nach dem gleichen  Prinzip     wie    die in     Fig.    9 gezeigte und sie  tritt     blos    dann in Tätigkeit, wenn der Ver  dampfer kälter wird als der Kühlraum, so  dass also auch hier keine Wärmeübertragung  vom ersteren zum letzteren stattfinden kann.

    Es könnte die Übertragung des Kälteeffek  tes vom Verdampfer zum Kühlraum     bezw.     dem dort aufgestellten Kältespeicher auch  durch ein     in    der Leitung 41 eingeschlossenes  flüssiges oder gasförmiges Medium gesche  hen, das ohne Veränderung seines Aggregats  zustandes einfach durch die unterschiedliche  Dichte bei verschiedenen Temperaturen in  eine Kreislaufbewegung versetzt wird.  



  Die für die Kälteerzeugung in Betracht  kommenden Kälte--, und Absorptionsmittel  sind vorzugsweise: Ammoniak oder Amine.       zusammenwirkend    mit Halogenverbindungen  aus     Lithium,        Calcium,        Strontium,    Barium;  Magnesium, Zink, Nickel, Mangan, Kupfer.  Kobalt und Blei oder     Mischungen    dieser  Stoffe. Als Absorptionsmittel im Verdamp  fer haben sich     Magnesiumhalogenverbindun-          gen    und unter diesen auch die basischen Ver  bindungen als besonders zweckmässig er  wiesen.

      Ferner können als     Absorptionsmittel    auch  solche Salze verwendet werden, die sich ganz  oder teilweise verflüssigen und unter diesen  kommen hauptsächlich in Betracht: Nitrite,  Nitrate,     Cyanide,        Cyanade,        Rodanite,        Ro-          danate,    weil diese zum Teil die Eigenschaft  besitzen, bei ihrer Verflüssigung Wärme zu  absorbieren und     in    Form von latenter Ver  flüssigungswärme aufzuspeichern, was für  die Zu- und Abfuhr der Wärme beim     Kälte-          erzeug-ungsprozess    von grosser Wichtigkeit  ist.  



  An     Kältemittel    kommen noch in Frage:  Schwefeldioxyde, Alkohole,     Ketone,    Ester,       Ather,        Nitrile,    Wasser oder     Mischungen    die  ser Stoffe in Verbindung mit passenden Ab  sorptionsstoffen.  



  Bei allen gezeigten Ausführungsformen  geschieht die Luftkühlung durch direkte Be  rührung der Luft mit den zu kühlenden     Ap-          paratelementen.    Es versteht sich von selbst,  dass diese Luftkühlung auch dann stattfindet,  wenn die besagten     Apparatelemente    in ein  beliebiges Polster von wärmeübertragenden,  festen, flüssigen oder gasförmigen Medien  eingelagert     sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Mit festem Absorptionsstoff arbeitende Absorptionskühlanlage, bei welcher der Ab sorptionsstoff mit dem Kältemittel eine che mische Verbindung eingeht, dadurch ge kennzeichnet, dass der Absorberaustreiber während der Kühlperiode, sowie das Ap- haratelement, welches zur - Verdichtung der während der Austreibperiode aus dem Ab sorberaustreiber ausgetriebenen KältemittE:l- gase dient, durch Luft gekühlt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberaustreiber und das zur Verdich tung der Kältemittelgase dienende Ap- paratelement durch direkte Berührung der Luft gekühlt werden. 2. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine ventillose Verbindung zwischen dem Ab sorberaustreiber und dem Verdampfer besteht. 3.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Kälteerzeuger ein Absorptionsstoff eingefüllt ist, welcher das von dem Ab sorberaustreiber ausgetriebene Kältemit tel absorbiert und bei Druckvermin derung unter Kälteerzeugung wieder an den Absorptionsstoff im Absorberaustrei- ber abgibt.
    4. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass nahe der untern Mündung eines von der Absorberaustreiberkammer nach unten geführten Kanales in den letzteren eine Hilfsheizvorrichtung eingebaut ist, wel che bei Abstellung der Heizvorrichtung des Absorberaustreibers selbsttätig in Wirkung tritt und eine künstliche Luft bewegung verursacht, welche die Küh lung des Absorberaustreibers einleitet. 5.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, däss der Kälteerzeuger innerhalb einer wärmeiso lierenden Kammer des zu kühlenden Raumes angeordnet ist, und dass ein selbsttätiger Wärmeaustausch zwischen dieser Kammer und dem besagten Raum einsetzt, welcher den Kälteeffekt zu letzterem bringt, sobald der Kälteerzeu ger kälter ist als die Raumatmosphäre., dass umgekehrt aber dieser Wärmeaus tausch aufhört, sobald der Kälteerzeuger wärmer ist, als der zu kühlende Raum. 6. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil der Kälteerzeugerkammer mit dem Freien durch einen Kanal in Verbindung steht.
    dessen in das Freie mündende Ende höher als der Kälteerzeuger liegt. 7. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil der Kälteerzengerkammer m1+ Aem zu küh- lenden Raum durch einen ab- und an steigenden Kanal verbunden ist. B. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zu kühlen den Raum ein Kältespeicher eingebaut ist, welcher mit dem Kälteerzeuger in Verbindung steht. 9.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Kälteeffekt vom Kälteerzeuger zum Kältespeicher übertragende vollkommen geschlossene Kreislaufleitung durch den Kältespeicher hindurchführt. 10. Absorptionskühlanlage nach Patentan. spi uch und Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälte speicher einen Teil einer den Kälteeffekt übertragenden Kreislaufleitung bildet. 11.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälte- efekt vom Kälteerzeuger zum zu küh lenden Raum bezw. zum Kältespeicher durch ein flüssiges Medium übertragen wird. 12. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälte effekt vom Kälteerzeuger zum zu küh lenden Raum bezw. zum Kältespeicher durch ein gasförmiges Medium übertra gen wird. 13. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 6 und 9.
    dadurch gekennzeichnet, dass der Kälte effekt vom Kälteerzeuger zum zu küh lenden Raum bezw. zum Kältespeicher durch ein Medium übertragen wird, das im Kältespeicher verdampft und im Kälteerzeuger verflüssigt wird. 14. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberaustreiber bezw. der Kälteer zeuger durch wärmeleitende Elemente achsial unterteilt ist, wodurch durch gehende Kammern zur Aufnahme des festen Absorptionsstoffes und solche zur Führung der Kältemittelgase gebildet werden. 15.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern zur Führung der Kältemittelgase mit gas durchlässigem Material ausgefüllt sind. <B>16.</B> Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die achsialen Un terteilungswände mit seitlich ausge bogenen, durch Ausstanzung gebildeten Teilen versehen sind.
    l7. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeleitenden Elemente durch Zwischenlager inner halb des Absorberaustreibers bezw. Kälteerzeugers befestigt sind. 18. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeleitenden Elemente durch eigene Formveränderung im Absorberaustreiber bezw.- Kälteer zeuger befestigt sind.
    <B>19.</B> Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeleitenden Elemente durch Eintreiben eines Kör pers gegen die Aussenwandungen des Absorberaustreibers bezw. Kälteerzeu gers gepresst werden. ?0. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, da.ss die wä.rmeleitsnden Elemente durch Quellung des Absorp tionsstoffes an die Aussenwandungen des Absorberaustreibers bezw. Kälteerzeu gers gepresst werden. 21.
    Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberaustreiber bezw. Kälteerzeu ger von Kanälen mit grosser Kühlober fläche für den Durchgang der Luft durchzogen ist. ?3. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberaustreiber bezw. Kälteerzeuger durch elastische Lochscheiben im Quer sinne unterteilt ist. 23. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung einer Flamme zum Erhit zen des Absorptionsstoffes im Absorber austreiber die Übertragung der Wärme indirekt durch die von der Flamme er hitzte Luft geschieht.
    2.1-. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Entgaserresorber mit Kühlrippen ver sehen ist. 25. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Absorberaustreiber kommende, er wärmte Kühlluft zu Wirtschaftszwecken nutzbar gemacht wird. 2ö. Absorptionskühlanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberaustreiber mit andern Teilen der Kältemaschine durch eine Leitung verbunden ist, in welcher die entstehen den Zersetzungsprodukte in denselben zurückgeführt werden.
CH142254D 1927-02-18 1928-02-16 Absorptionskühlanlage. CH142254A (de)

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DE142254X 1927-02-18

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