Elekrische Schaltuhr mit Aufzugszwang. Es gibt Elektrizitätswerke, die zur automatischen Schaltung von Heizstrom kreisen und dergleichen Schaltuhren mit Aufzugszwang durch den Abonnenten be nützen. Zu diesem Zwecke werden Schalt uhren gebaut, bei denen das Uhrwerk mit einem Schlüssel von aussen aufgezogen wer den kann und das eine Sperrvorrichtung ent hält, welche den elektrischen Schalter dauernd ausschaltet, wenn die Uhr nach einer bestimmten Gangdauer nicht wieder aufgezogen wird.
Bei Versäumnis des Aufziehens wird dann der Abonnent durch Ausbleiben des elek trischen Stromes darauf aufmerksam ge macht, und er hat dann Gelegenheit, die Uhr aufzuziehen, wodurch der Zeitschalter seine normalen Funktionen wieder erfüllt.
Wenn der Abonnent aber auf unerlaubte Benützung des elektrischen Stromes ausgeht, so ist es ihm möglich, nach Ablauf und Stillstand des Uhrwerkes durch Wiederauf ziehen eine Verschiebung der Sperrzeiten her beizuführen, so dass zum Beispiel der Strom- bezug am Tage statt während der Nacht erfolgen kann.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine elektrische Schaltuhr mit Aufzugs zwang, bei der nach einer bestimmten Gang zeit der elektrische Schalter ebenfalls dauernd ausgeschaltet, aber, wenn nicht auf gezogen, nach einer weiteren bestimmten Gangzeit die Wiedereinschaltung desselben hintangehalten wird, so dass eine Beeinflus sung des Schalters durch keinerlei unerlaubie Kunstgriffe möglich ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes sche matisch durch Fig. 1 bis 6 dargestellt.
Es bedeutet 1 den Aufzugzapfen, an dem die Triebfeder des Uhrwerkes auf gezogen wird; 2 ist ein mit diesem fest verbundenes Zahnrad, das zugleich als Sperr- rad dient und in das die Sperrklinke 3 ein greift; 5 ist ein an der Platine 4 (Fig. 2 und 5) festsitzender Zapfen, um den eine mit Links-Schraubengewinde versehene Büchse 6 mit dem auf ihr festsitzenden Zahnrad 7, das mit dem Zahnrad 2 in Eingriff steht, drehbar ist.
Auf dem Gewinde der Büchse 6 ist ein mit Muttergewinde versehenes Zahn rad 8 beweglich aufgesetzt, das mit dem trommelförmigen Zahnrad 9 in Eingriff steht; an letzterem sitzt das Zahnrad 10 fest, und beide sind um den in der Platine 4 fest sitzenden Zapfen 11 drehbar.
In den Platinen 4, 4' ist eine Achse 12 drehbar gelagert, welche in 24 Stunden eine Umdrehung ausführt und auf dem vorste henden Teil die Stundenscheibe 14 trägt. Auf der Achse 12 sitzt ferner ein Zahnrad 13 fest, welches mit demjenigen 10 in Eingriff stellt.
Das beschriebene Zahngetriebe wirkt folgendermassen: Die sich kontinuierlich in der Pfeil richtung (Fig. 1 und 4) drehende Stunden achse 12 treibt mittelst des Zahnrades 13 das Zahnradpaar 9, 10 an und letzteres das mit ihm kämmende Zahnrad 8, welches in folgedessen auf der stillstehenden links gängigen Gewindebüchse 6 nach vorne, be ziehungsweise nach rechts (Fig. 2 und 5) wandert.
Sobald nun die Triebfeder des Uhrwer kes am Aufzugzapfen 1 in der Pfeilrichtung (Fig. 1) gedreht wird, treibt das Zahnrad 2 dasjenige 7 an. Dadurch wird die Gewinde büchse 6 in der eingezeichneten Pfeilrichtung (Fig. 1 und 4) in Drehung versetzt und das Zahnrad 8 wird dadurch auf ihr nach hinten; beziehungsweise nach links (Fig. 2 und 5) geschraubt.
Durch das Wechselspiel: Drehung der Stundenachse 12 und: Drehung des Aufzug zapfens 1 wird somit das mit Mutter gewinde versehene Zahnrad 8 wechselseitig in der Richtung seiner Achse verschoben.
Zwischen den Platinen 4, 4' ist ferner ael)sial verschiebbar die Achse 16 gelagert, auf der ein Zylinder 17 festsitzt, welcher an einem Ende, bei 17', konisch ausgebildet ist. An dem einen, vorstehenden Ende der Achse 16 ist ein dem Zahnrad 8 vorgelager tes Segment 15 befestigt. Auf dem andern Ende der Achse 16 sitzt eine-Druckfeder <B>18,</B> welche dazu bestimmt ist, das Segment 1:') an das Zahnrad 8 anzupressen, so dass es samt der Achse 16 die wechselseitige Ver schiebung des Zahnrades 8 in der Achsial- richtung mitmacht (vergleiche Fig 2 und 5).
Im weiteren ist zwischen den Platinen 4, 4' eine drehbare Achse 19 gelagert, an der ein zweiarmiger Hebel 20, 20' befestigt ist. Der längere Arm 20 desselben ist an seinem freien Ende mit einer Nase 20" ver sehen; der kürzere, 20', liegt an der Achse 1.6, beziehungsweise an dem Zylinder 17 an.
Die Wirkung dieser Teile ist so, dass bei Verschiebung des mit Muttergewinde ver- sehenen Zahnrades 8 und damit der Achse 16 nach vorne, beziehungsweise nach rechts der Zylinderkonus 1.7' den Hebel 20, 20', der um die Achse 19 schwenkt, beiseite schiebt und dieser schliesslich an dem zy lindrischen Umfang des Zylinders 17 an zuliegen kommt (vergleiche Fig. 1, 2 und 4, 5).
Der Hebelarm 20. der die erwähnte Schwenkung ebenfalls ausführt, beeinflusst mittelst der Nase 20" einen Kupplungshebel 21 eines Wippschalters, der. folgende Bau art aufweist: Die Schaltwippe desselben be steht aus zwei getrennten Teilen, dem Seg ment 22, das auf der Achse 22"' festsitzt, und dem Arm 22', der auf dieser Achse lose steckt. Auf der Achse 22"' ist ein Finger stück 23 angebracht, mittelst dessen die er wähnte Schaltwippe in bekannter Weise durch die Schaltstifte 24', 24" der um die Achse 12 sich drehenden Stundenscheibe 11 wechselweise in die Ein- und Ausschaltstel lung bewegt wird.
Unter Wirkung der Wipp feder 22" führt die Schaltwippe nach Über schreiten der Totpunktstellung die Schal tungen sprungweise aus. 2 & ', 28" sind zwei Mitnehmerstifte, der erstere an dem auf der Achse 22"' lose sitzenden Wippenarm 22' befestigt, der letztere an dem Wippensegment 22 angebracht.
Der bei 27 am Wippenseg- ment 22 angelenkte Kupplungshebel 21 kup pelt normalerweise den Wippenarm 22' mit- telst des an ihm sitzenden Stiftes 25 mit dem Wippensegment 22 zusammen, wobei er infolge Eigengewichtes die Kuppelstellung einnimmt und in dieser die Wippenteile zu sammen als Ganzes wie eine gewöhnliche Schaltwippe sich bewegen lässt. 26 ist ein Anschlagstift für den Flebel 21, um dessen Weg nach innen im Kupplungssinne zu be grenzen.
30 ist ein um die Achse 29 drehbarer Hebel, an den die Stifte 28', 28" wechsel weise anschlagen können, um ihn wechsel weise in die Aus- und Einschaltstellung (Fig. 1 und 3) zu bringen. Am Hebel 30 ist ein mit diesem eine Art Kniehebel bil dendes, aus elektrisch isolierendem Material bestehendes Verbindungsglied 31 a-ngelenkt, das anderseits an einer um 33 drehbaren Kon taktzunge 32 angelenkt ist. 34 ist der feste Gegenkontakt und 35 eine flexible Kabel verbindung der Kontaktzunge 32 mit der Klemme 36.
Solange der Kupplungshebel 21 durch den Hebelarm 20 nicht ausgelöst wird, führt die zweiteilige Schaltwippe als Ganzes die Schalterteile 30, 31, 32 abwechslungsweise in die Ein- und Ausschaltstellung gemäss den Fig. 1 und 3. Sobald er aber den Wippen arm 22' entkuppelt, bleibt dieser samt den Schalterteilen 30, 31, 32 in der Ruhestel lung, indem die Schaltwippe in ihren Tei len entkuppelt ist, während das Wippen segment 22 seine Kippbewegung unverändert ausführt, wie dies in Fig. 4 und 6 veran schaulicht ist.
Die beschriebene Vorrichtung entkuppelt somit den elektrischen Schalter 32, 34 in der Ausschaltstellung, sofern die Triebfeder des Uhrwerkes nach einer bestimmten Lauf dauer nicht aufgezogen wird, indem durch die Wirkung des Zylinders 17 auf den He bel 20, 20' der Kupplungshebel 21 ausgerückt wird. Der Abonnent wird dadurch auf das Aufzugbedürfnis aufmerksam gemacht, und er kann durch Aufziehen der Uhr die nor malen Schaltfunktionen wieder herbeiführen. Unterlässt er aber dies, so kommt eine Sperr vorrichtung zur Wirkung, welche nach einer weiteren bestimmten Laufdauer den Aufzug des Uhrwerkes sperrt, wonach der Apparat nur durch Organe des zuständigen Elektri zitätswerkes wieder in Gang gebracht wer den kann.
Diese Sperrvorrichtung besitzt nun eine Sperrklinke 37, die um den Zapfen 38 dreh bar ist und an einem Vorsprung einen Stift 39 trägt, welcher unter Wirkung der Fe der 40 gegen das Segment 15 anliegt. Letzteres hält die Sperrklinke 37 an dem Stift 39 normalerweise ausser Eingriff mit dem Zahn- und Sperrad 2 gemäss Fig. 1 und 2.
Sobald aber beim Ablauf des Uhrwerkes (las Segment 15 von dem Zahnrad 8 so weit nach vorne, beziehungsweise in Fig. 2 und 5 nach rechts geführt worden ist, dass es von dem Stift 39 abgleitet, so fällt die Klinke 39 in das Rad 2 ein und verhindert nun das Aufziehen der Uhr (gestrichelte Stel lung der Klinke in Fig. 4).
Um die Uhr wieder in Gang zu setzen, ist es erforderlich, den Apparat zu öffnen, die Klinke 37 mit dem Finger an dem Knopf 41 aus dem Rad 2 auszurücken und den Aufzug wieder aufzuziehen.
Die zuletzt beschriebene Sperrvorrichtung, die am Aufzug ansetzt, könnte auch noch anders gelöst werden, zum Beispiel derart, dass ein vom Segment 15 oder vom Zylinder 17 gesteuertes Organ den Kupplungshebel 21 dauernd ausgerückt hält, das heisst ihn nicht die Kuppelstellung einnehmen lässt, trotz dem die Uhrtriebfeder wieder aufgezogen worden ist.