CH142533A - Anordnung zur Steuerung von Regelorganen. - Google Patents
Anordnung zur Steuerung von Regelorganen.Info
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Description
Anordnung 7,11r Steuel'ung \'oll Re-etol'-a17er1. Es ist bekannt, Regelorgane, zum Beispiel Ventile, durch einen Elektromotor oder durch einen Elektromagneten zu steuern. Hierbei muss der elektrische Strom in der Steuer leitung einen bestimmten Absolutbetrag er reichen, um die erforderliche Leistung zu be wältigen.
In vielen Fällen ergibt es verhält- nismlissig hohe Steuerströme, deren Schal tung wegen des hierbei auftretenden Licht bogens schwierig wird. In Anlagen mit selbst tätiger Steuerung wird ausserdem der Motor oder der Elelztromagnet auch bei ganz kurz zeitigen Änderungen der- Betriebszustände zum Ansprechen gPbi,aclit, und die Regelung findet unerwünscht schnell und unnötig oft statt.
Die Steuerung von Regelorganen, Zunl Beispiel Ventilen, hatte bisher unter diesen Schwierigkeiten zii leiden. Erfindungsgemäss wird nun eine thermische Stellvorrichtung durch elektrischen Strom beheizt und ilir Hub zur Steuerung des Regelorganes benutzt.
Soll zurn Beispiel ein Ventil gesteuert werden, so wird hierbei die thermische Stellvorrich tung zum Zwecke der Öffnung des Ventils beheizt und die hierdurch erzielte Ofl'en- stellung des Ventils dadurch aufrecht er halten, dass der Heizstrom bis zum Zeit- punkte des Schliessens eingeschaltet bleibt.
Die beiliegende Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes.
In Fig. 1 bedeutet 1 einen i,olir-fürmigeri Behälter,. der in eine ebenfalls rohrförmige Meinbi-P.rr 2 ausläuft und durch einen Deckel 3 abgeschlossen wird. An diesem ist eine Ventilspindel 4 befestigt, die den Ventil teller 5 trägt. Das Ventilgehäuse G hat seine Eirrtritts@@ffnun ; bei 7 und seine Austritts- öffnung bei B.
In der gezeichneten Stellung sitzt der Ventilteller 5 auf dem Ventilsitz 9 auf und schliesst somit das Ventil ab. 10 bedeutet einen elektrischen Heizkörper, der mantelförmig rrrn das Rohr 1 herumgelegt ist und über einen Schalter 11 von der Strom quelle 12 gespeist wird.
Diese Vorrichtung wirkt wie folgt: Soll das Ventil geöffnet werden, so wird Schalter 11 geschlossen. Der Heizkörper 10 erwärmt sich, das im .Innern des Behälters 1 befind liche Gas dehnt sich aus und presst die Mem- bran 2 zusammen.
Hierdurch bewegt sich die Ventilspindel 4 nach rechts und öffnet das Ventil. Nach be endetem Schaltvorgang bleibt der Schalter 11 geschlossen; eine rückläufige Schaltbewegung, etwa infolge der Spannung der, zusammen gedrückten Membran 2, ist nicht möglich, weil die Entspannung dieser Membran durch den Gegendruck des noch weiterhin beheizter Gases innerhalb des Behälters 1 gehindert wird.
Zum Schliessen des Ventil; wird der Schalter 11 geöffnet und die Membran ent spannt sich, entsprechend dem abnehmenden Druck des sich abkühlenden Gases.
Besondere Festhaltevorrichtungen für die Uffenstellung der Ventilspindel, wie sie zum Beispiel bei Abschalten des Heizstromes am Ende der Öffnungsbewegung nötig wären, sind hier nicht vorhanden. Besonders günstig wirkt aber der Umstand, dass die Membran 2 gleichzeitig auch eine Abdichtungsfläche für das Ventil bildet.
Die Ventilspindel 1 ist nämlich durch dein Arischlussflansch 13 des Ventilgehäuses mit Spiel hirndurchgeführt. Das bei 7 eintretende \Iediuni könnte somit durch den Spielraum zwischen Spindel 4 und Arischlrn(.)flanscli 13 entweichen., wenn es daran nicht durch die dicht absehlief.;
ende 1lembrarn 2 gehindert wäre. Eine Stol)fbücl)se für die Spindel 4 ist vermieden, und die Bewegung des Ventils vollzieht sieb daher ohne zrns:itzliche Reibungswiderstände.
Inn Fig. 1 wird, falls das Ventil 13 denn Zufluss vorn kaltem Nasser schaltet, dieses durch den schon erwähnten Spielraum zwi schen Ventilspindel 4 und Abschhrssflansch 13 in der) Raum eindringen, der durch die Membran 2 und den Abschlussdeckel 3 ge bildet wird.
Hierdurch wird dem Gas des elastischen Behälters 1 ein Teil der Heizwärme ent zogen. Dic vom kalten Wasser bespülten Flächen können so groll gewählt werden, dalli nach erfolgtem Öffnungsvorgang eine Temperatursteigerung des Gases durch fort gesetzte Beheizung nicht mehr eintritt, wäh rend anderseits beim Ausschalten des Heiz stromes der Abkühlungsvorgang durch das Kühlwasser und daher auch der Ventilschluss beschleunigt wird.
Immerhin entsteht dadurch, dass die Be- heizung zwischen dem hin- und rückläufigen Schaltvorgang irrdatiert, ein Energieverlust, der gemäss Fig. 2 gemindert werden kann. 1. bis 4 und 10 bedeuten hier dasselbe wie in Fig. 1.
Das obere Ende der Heizwicklung 10 ist jedoch mit einem Bimetallstreifen 17 verbunden, der über eineu Kontakt 18 zu einer der beiden Anschlussklemmen 19 ge führt ist. Die Heizwicklung 10 dient gleich z e itig zur Beheizung C des Bimetallstreifens.
Sobald die Temperatur der Heizwicklung einen vorbestimmten Grad überschritten hat, hebt sich der Bimetallstreifen von dem Kon takt 18 ab und unterbricht dninit den Heiz stromkreis. Die darauf folgende Abkühlung bewirkt, dass der Korntakt 18 wieder ge schlossen wird.
Das fortgesetzte Offnen und Sclilief')eri des Kontaktes IS erfolgt demnach zwischen einem Schaltirin- und -rückgang, ähnlich wie bei selbstt:itig geregelten Heiz- und hochapparater). Hierdurch wird nicht nur der- Energieverlust zwischen den beiden Schaltvorg:
mgen gemindert, sondern auch eine L\berliitzririg des Behälters 1 vermieden und deniriacli eine rasche Abschaltung nach dem endgültigen Ausschalten des Heizstromkreises (Schalter 11 der Fig. 1) erreicht.
Ferner besteht, wie übrigens auch gemäss h],. 1, der Vorteil, die gleiche Heizwicklung, innerhalb gewisser Grenzen, für verschiedene Spannungen verwenden zu l:öniien.
Zweckmässig wird das obere Ende der Wicklung 10 als Bandage '?0 um den Bi metallstreifen gelegt. wodurch dieser starr mit dem Rohr verbunden ist. Da der Streifen 17 selbst die Verbindungsleitung vom obern Ende zu einer Anscblussklemme bildet, so wird hierdurch eine besondere Verbindungs- leitung gespart. Der Kontakt 18 kann auch drarcla einen zweiten Thermostaten gesteuert erden, der ähnlich wie der Thermostat 17 ausgebildet ist.
Die Dauer jedes Schaltvorganges hängt nicht nur von der Anfangstemperatur des Gehäuses, sondern auch von den übrigen Zustandsgrössen, zum Beispiel von dem Volu men, ab. Die Schaltzeit lässt sich gemäss Fig. 3 dadurch ändern, dass das Gasvolumen zu Beginn der Schaltzeit geändert wird. Zu diesem Zwecke ist in Fig. 3 das Rohr 1 am linken Ende ebenfalls mit einer mem- branartigen Verlängerung 14 versehen, die durch eine Schraubkappe 15 zusammengepresst werden kann.
Die Schraubkappe bildet die Mutt3r zu dem mit Schraubgewinde verselae- ern Teil 16, der zwischen Rohr 1 und Mem bran 12 eingefügt ist.
Durch Verstellen des Schraubkopfes 15 lässt sich das Anfangs volumen des Gases (das heisst das Volumen zu Beginn der Schaltzeit) in gewissen Grenzern und damit. die Schaltdauer entsprechend ändern.
Din-ch Beifiigirrng einer auf Zeit und Temperatur geeichten Skala ist die i irnstel- lrang der Schaltdauer jedem Laien möglich. Art Stelle eines Ventils kann ein anderes Schalt- oder Regelorgan treten;
auch kann der Schalter 11., statt von Hand, selbstt.:itig, und zwar in Abhängigkeit von charakteri- stischem Betriebszuständen, bewegt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Steuerrang von Regel organen, dadurch gekennzeichnet, dass eine thermische Stellvorrichtung durch elektri schen Strom beheizt und ihr Hub zur Steue rung des Regelorganes benutzt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Anordnung nach dem Patentanspruch bei Ventilen, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Stellvorrichtung zum Zwecke der Ventilöffnung beheizt wird und die Offenstellung des Ventils dadurch aufrecht erhalten wird, dass der Heizstrom bis zum Zeitpunkte des Schliessens eingeschaltet bleibt. 2. Anordnung nach Unteranspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung zwi schen dem Öffnungs- und Schliessungs vorgang selbsttätig geregelt wird. 3.Anordnung nach Unteranspruch 2, gekenn- zeichnet .durch einen in den Heizstrom kreis eingeschalteten, von der Temperatur der thermischen Stellvorrichtung beein- flussten Kontakt. 4. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ,gekennzeichnet, dass ein den Kontakt steuernder Birnetallstreifen eine der beiden Zuleitungen zum Heizkörper bildet.Anordnung nach dem Patentanspruch an Ventilen, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Stellvorrichturng einen Behälter mit elastischer Wandung aufweist, die eine dehnbares Medium einschliesst und gleich zeitig als Abdichtungswand für (las zu steuernde Ventil dient.6. Anordnung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen am elasti>chen Beinälter vorgesehen sind, die, ausser der Temperaturänderung des delnrn- baren Mittels, auch eine Änderung anderer Zustandsgrössen zum Zwecke der Einstel lung der Schaltdauer ermöglichen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH142533D CH142533A (de) | 1928-08-30 | 1929-04-10 | Anordnung zur Steuerung von Regelorganen. |
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| CH (1) | CH142533A (de) |
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1929
- 1929-04-10 CH CH142533D patent/CH142533A/de unknown
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