CH143165A - Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte. - Google Patents
Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte.Info
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Description
Verfahren zur oligodynamisehen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung von Produk ten, insbesondere Wasser, durch Berührung mit oligodynamisch wirksamen Stoffen, wel ches dadurch gekennzeichnet, ist, dass die zu behandelnden Produkte in Berührung ge bracht werden mit nicht kolloidalen, oligo- dynamisch wirksamen Stoffen, insbesondere Metallen, wie Silber und Kupfer,
oder Metall- legierungen, welche feinschichtige Form, bei spielsweise feinschuppige Form, besitzen.
Oligodynamisch wirksame Metalle, beson ders die schwerstlöslichen, haben im gewöhn lichen kristallinischen Zustand wegen ihrer geringen keimtötenden Wirkung bisher keine dauernde Verwendung finden können. Man hat an ihrer Stelle kolloidal gelöste oder in Gelform abgeschiedene oligodynamisch wirk- sa.rne Metalle empfohlen. Die kolloidale Zu standsform ist; jedoch für die Anwendung hinderlich.
Kolloidale Metalle, wie Metall gele, gehen bei der Sterilisation von Flüssig- keiten, mit. denen sie vermischt oder mit denen sie sonst in Berührung gebracht werden müssen, leicht verloren, ohne da.ss man ihren Verlust bemerkt. Dies gilt besonders für Gele, die als feine Haut auf Trägern nieder geschlagen sind.
Es kann dann beispielsweise bei Trinkwasser-Sterilisatoren nach einiger Benutzung leicht der Zustand eintreten, dass infolge von Metallverlusten die erforderliche sterilisierende Wirkung nicht mehr erzielt wird, so dass mit pathogenen Keimen infizier tes Wasser im Vertrauen auf das oligodyna- mische Entkeimungsverfahren von einer grö sseren Anzahl von Menschen getrunken wird, wodurch ernste Epidemien entstehen können.
Alle diese Nachteile werden beseitigt beim Verfahren zur Sterilisierung und oligodyna- mischen Aktivierung von Produkten, insbe sondere Wasser, gemäss der Erfindung. Oligo- dynamisch wirksame, feinschichtige Form be sitzende Metalle können beispielsweise erhal ten werden durch Erhitzen von Silberverbin- dungen oder durch Erhitzen von Metallgel.
Aus anorganischen oder organischen Silber verbindungen durch Erhitzen erzeugtes Sil ber und aus Metallgelen durch Erhitzen er zeugte Metalle besitzen nämlich eine gross oberflächige, erst bei starker Vergrösserung unter dem Mikroskop als feinschichtig, zum Beispiel lamellar oder feinschuppig, erkenn bare Form, die für die Ausnutzung der oligo- dynamischen Wirkung ausserordentlich gün stig ist, weil die Metalle oder Legierungen von dieser Form stark wirksam sind, wie Versuche ergaben, aber nicht die oben ge schilderten Nachteile kolloidaler Metalle be sitzen.
Während beispielsweise 5 gr Silber draht 500 cm' Wasser mit 1000 Colibazillen pro cm' erst nach einem Tag steril machen, gelingt es mit -5 gr aus organischen Silber verbindungen durch Erhitzen hergestelltem Silber 500 cm' des gleichen Wassers bereits in zwei Stunden steril zu machen. Die Gegen überstellung zeigt deutlich die erhöhte Ste- rilisierwirkung des feinschichtige Form be sitzenden Silbers, die sogar auch höher ist als die der gleichen Menge Silbergel.
Die eine feinschichtige Form aufweisenden Metalle oder Legierungen werden zweckmässig auf oder in den Poren von Trägern beliebiger Art und Gestalt angeordnet zur Sterilisierung und Aktivierung verwendet. Zur Erläuterung der Herstellung von Sterilisatoren und Akti vatoren, die oligodynamisch wirksame Metalle in der hochwirksamen, feinschichtigen Form enthalten, dienen folgende Beispiele: 1. Weinsaures Silber oder AgNOs wird auf einem Platinblech oder in einer Schale über einem Bunsenbrenner vorsichtig zersetzt und zuletzt schwach geglüht.
Es entsteht so ein feinschichtig lamellares oder feinschup piges Silber von sehr grosser Oberfläche, das als Pulver oder in Stückform, oder in der ihm sonst gegebenen Form mit den zu behandeln den Stoffen in Berührung gebracht wird.
2. Asbest, Ton oder andere geeignete, @e- formte oder ungeformte Träger werden mit A,I\T0a-Lösung getränkt. Hierauf werden diese Körper geglüht. Man erhält so ein fein schichtig lamellares oder feinschuppiges Sil- ber grosser Oberfläche und hoher Festigkeit. Die erhaltenen Gebilde können direkt mit den zu behandelnden Körpern in Berührung ge bracht werden.
3. Auf Asbest, 'hon oder andere geformte oder ungeformte Träger werden Gele oligo- dynamisch wirksamer Metalle, beispielsweise des Silbers und Kupfers, niedergeschlagen. Die so gewonnenen Gebilde werden ausge glüht, wodurch der kolloidale Zustand zer stört und das Metall in feinschichtig lamel- laren oder feinschuppigen Zustand überge führt wird.
Das Verfahren gemäss der Erfindung wird beispielsweise wie folgt ausgeführt: Eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, wird mit einem zweckmässig auf Trägern beliebiger Art und Gestalt, beispielsweise die Form von ( T ebrauchsgegenständen -iiufweisenden Trii- I gern. angeordnetem, feinschichtige Form be sitzenden, oligodynamisch wirksamem Metall in Berührung gebracht.
Mit einem so erhal tenen Endprodukt des Verfahrens können Gase und feste Stoffe indirekt sterilisiert oder aktiviert werden, indem man sie mit den gemäss dem Verfahren der Erfindung akti vierten Flüssigkeiten, beispielsweise Wasser, in Berührung bringt. Gemäss dem Verfahren der Erfindung aktiviertes Wasser, das die stark wirksamen, keimtötenden Eigenschaf ten der oligodvnamisch wirksamen Metalle angenommen hat, wird beispielsweise zur Luftentkeimung in die Luft hinein vernebelt oder zerstäubt, oder die Luft wird in einem Wäscher mit dem aktivierten Wasser in Be rührung gebracht.
Stoffe, die einer Zustands änderung durch Bakterien unterworfen sind, lassen sich gemäss dem Verfahren der Erfin dung oder durch die erwähnte indirekte Be handlung lange Zeit. schützen. So gelingt es beispielsweise, Nahrungsmittel, wie Fleisch oder Gemüse, durch Aufbewahrung in ge mäss dem Verfahren der Erfindung sterili siertem und aktiviertem Wasser lange Zeit frisch zu halten und Pflanzenauszüge oder andere Flüssigkeiten, die leicht durch Gärung verderben. durch direkte Sterilisierung und Aktivierung lange Zeit zu schützen.
Auch kann man eine nach dem Verfahren der Erfin dung sterilisierte und aktivierte Flüssigkeit mit einer nicht aktivierten Flüssigkeit ver mischen, um so eine Entkeimung oder Kon- ervierung der nicht aktivierten Flüssigkeit Herbeizuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur oligodynamischen Sterili- 4erung von Produkten durch Berührung mit )ligodynamisch wirksamen Stoffen, dadurch ;>ekennzeichnet, dass die zu behandelnden Produkte in Berührung gebracht werden mit iicht kolloidalen, feinschichtige Form be- ;itzenden, oligodynamisch wirksamen -,,tof- 'en. UNTERANSPRÜCHE:. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch "re kennzeiehnet, dass oligodynamische Stoffe von feinschuppiger Form verwendet werden. '. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamiscli wirksame Metalle verwendet werden. . Verfahren nach Patentanspruch und Unter spruch \?, dadurch gekennzeichnet, dass als oliaody namisch wirksames DZetall Silber verwendet wird. 1.Verfahren nach Patentanspruch und U-r- teranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass als olibodynamisch wirksames Metall Kupfer verwendet wird. i. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamisch wirksame Metallegie rungen verwendet werden.G. Verfahren nach Patentanspruch und C i ii- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die oligodynamisch wirksamen Stoffe auf Trägern angeordnet verwendet. @ver- den. i. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die oligodynamisch wirksamen Stoffe in den Poren von Trä- -gern angeordnet verwendet werden. B.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1. dadurch gek-:niizeichnct, dass die oligodynamiseh wirksamen Stoffe auf der Oberfläche und in den Poren von Trägern angeordnet verwendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un- lera.nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamisch wirksame Metallver bindungen verwendet werden.
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