CH143165A - Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte. - Google Patents

Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte.

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CH143165A
CH143165A CH143165DA CH143165A CH 143165 A CH143165 A CH 143165A CH 143165D A CH143165D A CH 143165DA CH 143165 A CH143165 A CH 143165A
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Alexander Dr Krause Georg
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Alexander Dr Krause Georg
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  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
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Description


  Verfahren zur     oligodynamisehen    Sterilisierung gasförmiger,     flüssiger,    halbflüssiger  und fester Produkte.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur       oligodynamischen    Sterilisierung von Produk  ten, insbesondere Wasser, durch Berührung  mit     oligodynamisch        wirksamen    Stoffen, wel  ches dadurch gekennzeichnet, ist, dass die zu  behandelnden Produkte in     Berührung    ge  bracht werden mit nicht kolloidalen,     oligo-          dynamisch        wirksamen    Stoffen, insbesondere  Metallen, wie Silber und Kupfer,

   oder     Metall-          legierungen,    welche feinschichtige Form, bei  spielsweise feinschuppige Form, besitzen.  



       Oligodynamisch    wirksame Metalle, beson  ders die     schwerstlöslichen,    haben im gewöhn  lichen kristallinischen Zustand wegen ihrer  geringen keimtötenden     Wirkung    bisher keine  dauernde Verwendung finden können. Man  hat an ihrer Stelle kolloidal gelöste oder in       Gelform    abgeschiedene     oligodynamisch        wirk-          sa.rne    Metalle empfohlen. Die kolloidale Zu  standsform     ist;    jedoch für die Anwendung  hinderlich.

   Kolloidale Metalle, wie Metall  gele, gehen bei der Sterilisation von Flüssig-         keiten,    mit. denen sie vermischt oder mit denen  sie sonst in Berührung gebracht werden  müssen, leicht verloren, ohne     da.ss    man ihren       Verlust    bemerkt. Dies gilt besonders für  Gele, die als feine Haut auf Trägern nieder  geschlagen sind.

   Es kann dann beispielsweise  bei     Trinkwasser-Sterilisatoren    nach einiger  Benutzung leicht der Zustand eintreten, dass  infolge von Metallverlusten die erforderliche  sterilisierende     Wirkung    nicht mehr erzielt  wird, so dass mit     pathogenen    Keimen infizier  tes Wasser im Vertrauen auf das     oligodyna-          mische        Entkeimungsverfahren    von einer grö  sseren Anzahl von Menschen getrunken wird,  wodurch ernste Epidemien     entstehen    können.  



  Alle diese Nachteile werden beseitigt beim  Verfahren zur Sterilisierung und     oligodyna-          mischen    Aktivierung von Produkten, insbe  sondere Wasser, gemäss der     Erfindung.        Oligo-          dynamisch    wirksame, feinschichtige Form be  sitzende Metalle können beispielsweise erhal  ten werden durch Erhitzen von Silberverbin-           dungen    oder durch Erhitzen von Metallgel.

    Aus anorganischen oder organischen Silber  verbindungen durch Erhitzen erzeugtes Sil  ber und aus Metallgelen durch Erhitzen er  zeugte Metalle besitzen nämlich eine gross  oberflächige, erst bei starker Vergrösserung  unter dem Mikroskop als feinschichtig, zum  Beispiel     lamellar    oder feinschuppig, erkenn  bare Form, die für die Ausnutzung der     oligo-          dynamischen    Wirkung ausserordentlich gün  stig ist, weil die Metalle oder Legierungen  von dieser Form stark     wirksam    sind, wie  Versuche ergaben, aber nicht die oben ge  schilderten Nachteile kolloidaler Metalle be  sitzen.

   Während beispielsweise 5     gr    Silber  draht 500 cm' Wasser mit 1000     Colibazillen     pro cm' erst nach einem Tag steril machen,       gelingt    es mit     -5        gr    aus organischen Silber  verbindungen durch Erhitzen hergestelltem  Silber 500 cm' des gleichen Wassers bereits  in zwei     Stunden    steril zu machen. Die Gegen  überstellung zeigt deutlich die erhöhte     Ste-          rilisierwirkung    des feinschichtige Form be  sitzenden Silbers, die sogar auch höher ist als  die der gleichen Menge Silbergel.

   Die eine       feinschichtige    Form aufweisenden Metalle  oder Legierungen werden     zweckmässig    auf  oder in den Poren von Trägern beliebiger Art  und Gestalt angeordnet zur Sterilisierung  und     Aktivierung    verwendet. Zur Erläuterung  der Herstellung von     Sterilisatoren    und Akti  vatoren, die     oligodynamisch    wirksame Metalle  in der hochwirksamen, feinschichtigen Form  enthalten, dienen folgende Beispiele:  1. Weinsaures Silber oder     AgNOs    wird  auf einem     Platinblech    oder in einer Schale  über einem Bunsenbrenner vorsichtig zersetzt  und     zuletzt    schwach geglüht.

   Es entsteht so  ein     feinschichtig        lamellares    oder feinschup  piges Silber von sehr grosser Oberfläche, das  als Pulver oder in     Stückform,    oder in der ihm  sonst gegebenen Form mit den zu behandeln  den Stoffen in Berührung gebracht     wird.     



  2. Asbest, Ton oder andere geeignete,     @e-          formte    oder ungeformte Träger werden mit       A,I\T0a-Lösung    getränkt. Hierauf werden  diese Körper geglüht. Man erhält so ein fein  schichtig     lamellares    oder feinschuppiges Sil-         ber    grosser Oberfläche und hoher Festigkeit.  Die erhaltenen Gebilde können direkt mit den  zu behandelnden     Körpern    in     Berührung    ge  bracht werden.  



  3. Auf Asbest,     'hon    oder andere geformte  oder ungeformte Träger werden Gele     oligo-          dynamisch    wirksamer Metalle, beispielsweise  des Silbers und Kupfers, niedergeschlagen.  Die so gewonnenen Gebilde werden ausge  glüht, wodurch der kolloidale Zustand zer  stört und das Metall in feinschichtig     lamel-          laren    oder feinschuppigen Zustand überge  führt wird.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung wird  beispielsweise wie folgt ausgeführt: Eine  Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, wird mit  einem zweckmässig auf Trägern beliebiger  Art und Gestalt, beispielsweise die Form von       (        T        ebrauchsgegenständen        -iiufweisenden        Trii-        I     gern. angeordnetem, feinschichtige Form be  sitzenden,     oligodynamisch    wirksamem Metall  in Berührung gebracht.

   Mit einem so erhal  tenen     Endprodukt    des Verfahrens     können     Gase und feste Stoffe indirekt sterilisiert  oder aktiviert werden, indem man sie mit den  gemäss dem Verfahren der Erfindung akti  vierten Flüssigkeiten, beispielsweise Wasser,  in Berührung bringt. Gemäss dem Verfahren  der Erfindung aktiviertes Wasser, das die  stark wirksamen, keimtötenden Eigenschaf  ten der     oligodvnamisch    wirksamen Metalle  angenommen hat, wird beispielsweise zur       Luftentkeimung    in     die    Luft hinein vernebelt  oder zerstäubt, oder die Luft     wird    in einem  Wäscher mit dem aktivierten Wasser in Be  rührung gebracht.

   Stoffe, die einer Zustands  änderung     durch    Bakterien unterworfen sind,  lassen sich     gemäss    dem Verfahren der Erfin  dung oder durch die erwähnte indirekte Be  handlung lange Zeit. schützen. So gelingt es       beispielsweise,        Nahrungsmittel,    wie Fleisch  oder Gemüse, durch Aufbewahrung in ge  mäss dem Verfahren der Erfindung sterili  siertem und aktiviertem Wasser lange Zeit  frisch zu     halten    und Pflanzenauszüge oder  andere Flüssigkeiten, die leicht durch Gärung  verderben. durch direkte Sterilisierung und       Aktivierung    lange Zeit zu schützen.

   Auch      kann man eine nach dem Verfahren der Erfin  dung sterilisierte und aktivierte Flüssigkeit  mit einer nicht aktivierten Flüssigkeit ver  mischen, um so eine Entkeimung oder     Kon-          ervierung    der nicht aktivierten Flüssigkeit  Herbeizuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur oligodynamischen Sterili- 4erung von Produkten durch Berührung mit )ligodynamisch wirksamen Stoffen, dadurch ;>ekennzeichnet, dass die zu behandelnden Produkte in Berührung gebracht werden mit iicht kolloidalen, feinschichtige Form be- ;itzenden, oligodynamisch wirksamen -,,tof- 'en. UNTERANSPRÜCHE:
    . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch "re kennzeiehnet, dass oligodynamische Stoffe von feinschuppiger Form verwendet werden. '. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamiscli wirksame Metalle verwendet werden. . Verfahren nach Patentanspruch und Unter spruch \?, dadurch gekennzeichnet, dass als oliaody namisch wirksames DZetall Silber verwendet wird. 1.
    Verfahren nach Patentanspruch und U-r- teranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass als olibodynamisch wirksames Metall Kupfer verwendet wird. i. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamisch wirksame Metallegie rungen verwendet werden.
    G. Verfahren nach Patentanspruch und C i ii- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die oligodynamisch wirksamen Stoffe auf Trägern angeordnet verwendet. @ver- den. i. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die oligodynamisch wirksamen Stoffe in den Poren von Trä- -gern angeordnet verwendet werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1. dadurch gek-:niizeichnct, dass die oligodynamiseh wirksamen Stoffe auf der Oberfläche und in den Poren von Trägern angeordnet verwendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un- lera.nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oligodynamisch wirksame Metallver bindungen verwendet werden.
CH143165D 1927-07-05 1928-06-20 Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte. CH143165A (de)

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CH143165D CH143165A (de) 1927-07-05 1928-06-20 Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung gasförmiger, flüssiger, halbflüssiger und fester Produkte.

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