CH143171A - An Fernsprechanlagen und dergleichen anzuschliessende Einrichtung zur lautstarken gegenseitigen Verständigung. - Google Patents
An Fernsprechanlagen und dergleichen anzuschliessende Einrichtung zur lautstarken gegenseitigen Verständigung.Info
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- H—ELECTRICITY
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Description
An Fernsprechanlagen und dergleichen anzuschliessende Einrichtung zur lautstarken gegenseitigen Verständigung. Es sind bereits Einrichtungen bekannt geworden, bei welchen ein ortsveränderliches Mikrophon und ein Lautsprecher verwendet werden, um bei Fernsprechanlagen einen Ap parat zu ergänzen oder zu ersetzen, damit die sprechende Person nicht an den Standort des ortsfesten Mikrophons und des Telephons gebunden sei. Bei solchen Einrichtungen müssen sowohl Mikrophon als Lautsprecher an dieselbe Sprechleitung des Netzes ange schlossen werden, wie dies überhaupt beim gewöhnlichen Telephonhörer der Fall ist.
Diese Anschlussweise bedingt aber eine Kop pelung des Mikrophonkreises mit dem Laut sprecherkreis über die gemeinsame Sprech leitung des Netzes, was sehr oft die Ursache von unangenehmen Störungen im Betriebe ist. Die vom Mikrophon abgehenden Sprech ströme gelangen über die gemeinsame Sprech leitung in den Lautsprecherkreis und werden im Lautsprecher in akustische Schwingungen umgewandelt, welche ihrerseits das Mikro phon beeinflussen usw. Es tritt meistens Selbsterregung der Schaltung .ein, was be sonders der Fall ist, wenn vor dem Laut sprecher noch ein Verstärker angeordnet ist. Die Folge dieser Selbsterregung ist ein un angenehmes Pfeifen oder Rasseln der Appa ratur, die dadurch unbrauchbar wird.
Man hat schon versucht, das Mikrophon akustisch wenig empfindlich züi machen. Je doch kann ein solches Mikrophon nur aus nächster Nähe besprochen werden, was doch nicht erwünscht ist. Das Ausschalten des Mikrophons während der Sprechpausen ist auch umständlich, besonders im Gegensprech verkehr.
Bei der Einrichtung gemäss der Erfin dung werden diese Nachteile dadurch beho ben, dass Mikrophonkreis und Lautsprecher kreis miteinander über Übertrager verbunden sind, deren gegenseitige Schaltung die Über tragung der Mikrophonströme auf den Laut sprecherkreis verhindert.
Diese Vorkehrung erlaubt Lautsprecher und Mikrophon in nächster Nähe voneinan- der aufzustellen, ohne dass zum Beispiel die Empfindlichkeit des Mikrophons verkleinert werden müsste. Dadurch kann man das Mi krophon aus einer grösseren Entfernung, so zum Beispiel aus einer solchen von 4 bis $ Metern und mehr besprechen und in dem selben Raum die Antwort des Gegenspre chenden lautstark hören, ohne an einen be stimmten Standort gebunden zu sein, das heisst ein Telephongespräch kann sich genau so bequem wie eine persönliche Unterhaltung abwickeln.
Der Anschluss dieser neuen Einrichtung kann mit derselben Leichtigkeit an ein ge wöhnliches Telephonnetz mit Draht wie an eine Anlage ohne Draht oder an eine Hoch- frequenztelephonieanlage vorgenommen wer den.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Schaltungsschema eines Ausführungsbeispiels einer Einrichtung gemäss der Erfindung dar gestellt.
Die Fernleitung a, b für die ankommen den und abgehenden Gespräche mündet auf einen zweipoligen Ausschalter 1, mit den beiden Kontaktpaaren la und 1b. Dieser Schalter dient zum Ein- bezw. Ausschalten der Einrichtung. Mit dem Ausschalter 1 ist ein weiteres Kontaktpaar 1c verbunden, das Ein- bezw. Ausschalten der schematisch an gedeuteten Stromquellen 2 für die Einrich tung bewirkt. Eine kleine Signallampe 12 dient zur Kontrolle des Schaltzustandes der Stromquellen 2.
Die Fernleitung a, b ist über zwei Kondensatoren 1.3 mit den beiden Wick lungen 14a, bezw 14b der Übertrager, Ta, bezw. Tb verbunden, welche Wicklungen hintereinander geschaltet sind und so die Schleife der Leitung a, b schliessen. Jeder der Übertrager Ta und Tb weist noch zwei weitere Wicklungen auf, die Wicklungen 15a und 16a, bezw. 15b und 16b. Die- Wicklung 15a ist mit dem Verstärker 4 verbunden, welcher dem Lautsprecher 7 zugeordnet ist.
Die Wicklung 15b ist über den Verstärker 3 mit dem Mikrophon 6 verbunden. 5 sind die Zuleitungen von den Stromquellen 2 zu den Verstärkern 3 und 4. Die dritten Wicklun- gen 16a und 16b der Übertrager Ta und<I>Tb</I> sind hintereinander geschaltet und mit einem Dämpfungskreis verbunden, welcher verän derliche Impedanzen 17 und 17' enthält.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Die vom Mikrophon 6 ausgehenden, durch den Verstärker 3 verstärkten Ströme gehen durch die Wicklung 15b und induzieren ähn liche Ströme in den Wicklungen 14b und 16b. Die Ströme der Wicklung 14b gehen einerseits durch den Leiter b' und anderseits durch die Wicklung 14a des Übertragers Ta und den Leiter a' zu den Kondensatoren 13 und zur gemeinsamen Sprechleitung a, b. Die Ströme der Wicklung 16b fliessen auch in die Wicklung 16a und von da zu den Im pedanzen 17 und 17'.
Die vom Netz ankommenden Ströme ge hen durch die Wicklungen 14a und 14b und bewirken durch die induktive Kopplung das Fliessen von Strömen in den andern Wick lungen. Die Ströme der Wicklung 15a ge langen über den Verstärker 4 zum Laut sprecher 7, während. die Ströme von der Wicklung 15b vom Verstärker 3 gesperrt sind und nicht zum Mikrophon 6 gelangen können.
Nun würden aber die in Reihe geschal teten Wicklungen 14a und 14b, bezw. 16a und 16b eine Übertragung der verstärkten Mikrophonströme auf den Lautsprecher 7 über Wicklung 15a und Verstärker 4 bewir ken, welche zweifellos Selbsterregung der Schaltung verursachen würde.
Um diesen Fehler zu beheben, hat man nun die Wick lungen 16a und 16b so gebaut, dass sie den Wicklungen 14a und 14b gerade entgegen wirken, das heisst die Verbindungen sind so getroffen, dass bei gleicher Richtung des magnetischen Flusses in den Wicklungen 14b und 16b, die Flüsse der Wicklungen 14ä und 16a einander entgegengerichtet sind und umgekehrt. Es tritt also eine Kompensation der Übertragung mittelst der Wicklungen 1.4a und 14b durch die Gegenwirkung der Wicklungen 16a und 16b ein.
Nun ist die Kompensation nur dann eine vollständige, wenn in beiden Kreisen die Impedanzwerte gleich sind, mit andern Worten, wenn die Phasenverschiebungen in beiden Kreisen die selben sind. Um diesen vollständigen Aus gleich herbeiführen zu können, sind noch die veränderlichen Impedanzen 17 und 17' ange bracht, damit der Impedanzwert des Kreises 16a, 16b, 17, 17' auf dem Impedanzwert der Anschlussleitung a, b mit den Kondensatoren 13 und den Wicklungen 14a und 14b ge bracht werden kann.
Man sieht also, dass zum Beispiel, obschon von der Wicklung 15b Ströme in der Wick lung 14b induziert werden, welche durch die Sprechleitung a, b abgehen, keine Übertra gung auf den Lautsprecherkreis stattfindet. Die lästige Koppelung zwischen Mikrophon kreis und Lautsprecherkreis ist aufgehoben. Das Mikrophon kann noch so empfindlich sein und die Verstärkung der Mikrophon ströme kann noch so hoch sein, ohne dass Selbsterregung auftritt, wenn auch das Mi krophon unmittelbar vor dem Lautspre3her angebracht wird.
Dank dik-ser Eigenschaft kann man also kochempfindliche Mikrophone verwenden und die Mikrophonströme so weit notwendig verstärken. Selbstverständlich könnte man auch den zum Mikrophon zugeordneten Ver stärker weglassen, ohne etwas am Priazip der Einrichtung zu ändern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: An Fernsprechanlagen und dergleichen anzuschliessende Einrichtung zur lautstarken gegenseitigen Verständigung, welche minde stens ein Mikrophon und einen Lautsprecher aufweist, die auf eine und dieselbe Sprech leitung geschaltet sind, dadurch gekennzeich net, dass Mikrophonkreis und Lautsprecher- kreis miteinander und mit der Sprechleitung durch einen oder mehrere Übertrager mit mehreren Wicklungen verbunden sind, derer. gegenseitige Schaltung die Übertragung der Mikrophonströme auf den Lautsprecherkreis verhindert. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Mikro phon und dem Lautsprecher je ein Über trager mit drei Wicklungen zugeordnet sind, wovon die eine mit dem Mikrophon, bezw. dem Lautsprecherkreis verbunden ist, während von jedem Übertrager eine weitere Wicklung miteinander in Reihe geschaltet sind, um so die Schleife der Sprechleitung zu schliessen, und die drit ten Wicklungen einen Teil eines geson derten Stromkreises bilden, der so beschaf fen ist, dass er der durch die in Reihen geschalteten und an die Sprechleitung an zuschliessenden Wicklungen verursachten Kopplung zwischen Mikrophon- und Laut sprecherkreis entgegenwirkt. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der gesonderte Stromkreis ausser den dritten Übertrager wicklungen veränderbare Impedanzen auf weist, welche dazu bestimmt sind, die Im pedanz des Stromkreises auf diejenige der Sprechleitung abzugleichen und dadurch die Kopplung zwischen Mikrophon- und Lautsprecherkreis vollständig aufzuheben. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Mikro phonströme vor Erreichung der Sprech leitung mittelst eines Verstärkers ver stärkt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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- 1930-03-22 CH CH143171D patent/CH143171A/de unknown
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