Wähler für Fernspreehanlagen. Die Erfindung bezieht sich auf Wähler nit in Gruppen geteilten Leitungskontakten ind mit einem in einer Bahnrichtung beweg- ichen Schaltglied, das eine den Leitungskon- aktgruppen entsprechende Anzahl parallel ;
eschalteter Bürstensätze trägt, von welchen eweils einer durch mechanische Beeinflus- ung zur Kontaktschliessung mit den Kontak- en seiner Leitungskontaktgruppe wirksam ,emacht wird. Solche Wähler sind unter dem Damen "Vielfachbürstenwähler mit mechani- cher Bürstenwahl" teils als Drehwähler, teils 1s Stangenwähler bekannt.
Diese Wähler ;eigen gegenüber anderen eine Mehrzahl von 3iirstensätzen; dafür vereinigen sie die im 'olgenden erwähnten ausschlaggebenden Vor eile. Das Schaltglied vollführt nur eine ein- 'ache Drehbewegung bezw. bei Stangenwäh- ern eine geradlinig hin- und hergehende Be- s7egung. Ferner sind alle Schaltschritte, auch liejenigen für die Gruppenwahl auf gleich- ange,
durch den Abstand zweier aufeinander- 'olgender Leitungskontakte bestimmte Schalt- Wege beschränkt. Als Folge der vorgenann ten beiden Eigenschaften ergibt sich für das Wählergetriebe eine entsprechende Verein- faehung. Endlich besteht eine günstige Ge legenheit für die Anwendung der wirtschaft lichen und besonders für grosse Leitungsgrup pen geeigneten Flachbankvielfache.
Die Erfindung bezweckt eine Verv ollkom- nung der vorgenannten Bürstenwähler durch eine besondere Ausbildung des Antriebes und der Bewegungssteuerung des Schaltglie des, die wesentliche Erleichterungen in bezug auf die Herstellung und den Gebrauch, sowie eine erweiterte Verwendungsmöglichkeit der Wähler erbringt.
Die Vielfachbürstenwähler wurden bisher ähnlich wie andere Wähler mit Maschinenan trieb oder elektromagnetisehem Schrittantrieb ausgerüstet. Die Eignung der beiden Antriebe wird bekanntlich verschieden beurteilt.
Im allgemeinen besteht bisher die Meinung, dass für Wähler mit schwerem Schaltglied, wie sie für Vielfachbürstenwähler und grosse Lei- tungsgruppen in Betracht kommen, der Ma- schinenantrieb sich besonders eignet, und dass hierbei auf die unmittelbar durch Nummern stromstösse stattfindende Wählereinstellung verzichtet werden müsse, wogegen Wähler mit Schrittbetrieb leicht gebaut sein müssen und sich nur für kleinere Leitungszahlen, zum Beispiel bis 100 Leitungen eignen.
Folge richtig wurde aus dieser verschiedenen Eig nung -der Wähler mit Maschinen- bezw. Schrittantrieb ein Rückschluss auf die Be rechtigung und Notwendigkeit der beiden Antriebe gezogen. Endlich wurden die bei Wählern mit Schrittbetrieb bisher bestehen den starken Abhängigkeiten bei der Strom- stossgebung von Fremdapparaten (Wahl scheiben, Relais und Stromunterbrechern) und die hieraus erwachsenden Justierschwie- rigkeiten als unvermeidlich angesehen.
Durch die Erfindung werden diese bisher massgeblichen Ansichten überholt. Es wird g Y e Zeigt werden, dass bei unmittelbar durch Nummernstromstösse schrittweise einstell baren Wählern das Gewicht des Schaltgliedes in weiten Grenzen belanglos ist, das heisst, dass- Schaltglieder- auch bei Schrittwählern jetzt ohne Zuhilfenahme von Maschinenan trieb und Nummernspeichern gross und schwer gebaut werden können.
Ferner wird sich erweisen, dass die bei den Schrittwählern bisher vorhandenen Abhängigkeiten von Fremdapparaten und die hiermit verknüpften Justierungen auf ein Mindestmass einge schränkt werden können. Durch diese auf Vielfachbürstenwähler gegründeten Verbes serungen wird eine Wählerausführung er zielt, welche die bisher vom elektromagneti schen Schrittantrieb und Maschinenantrieb hervorgerufenen Gegensätze nicht mehr kennt und einen vollwertigen Ausgleich für die bis her-ungleichen Wählerausführungen schafft.
Erfindungsgemäss wird das von einer gespeicherten Kraft angetriebene Schalt glied der Wähler durch eine als Klink werk ausgebildete Sperrvorrichtung in der Weise freigegeben, dass je nachdem,<B>ob</B> die Einstellung des Schaltgliedes über einen er sten Zugang zur Sperrvorrichtung durch Nummernstromstösse oder über einen zweite Zugang zur Durchführung einer selbsttätiger Sucherwahl hervorgerufen wird, das Schalt glied bei der durch Nummernstromstöss( stattfindenden Einstellung Schrittbewegun gen von durchweg einheitlicher Länge voll führt, nährend es bei der der selbsttätiger Sucherwahl dienenden Einstellung die zu rückzulegende Schaltstrecke ununterbrochen gleitend durchläuft.
Die Verwendung einer Speicherkraft zu Schaltgliedbewegung bei seiner Einstelluni ist an sich bekannt und desgleichen auch dic Benutzung einer als Klinkwerk ausgebildeter Sperrvorrichtung zur Freigabe des Schalt gliedes. Die bisherige Verwendung dieser Hit. tel bezieht sich jedoch auf Wähler mit nui einem Bürstensatz, wodurch eine der einlei tend vorausgesetzten Eigenschaften, nämliel gleiche Länge aller Schalschritte fehlt un(:
hierdurch das Eintreten des dargelegten Er findungserfolges verhindert. Um nämlich der störenden Einfluss des Gewichtes der Schalt glieder zu beseitigen, ist es unerlässlich, di( bei Wählern vorgeschriebenen Schaltge schwindigkeiten mit möglichst kleinen Lauf geschwindigkeiten des Schaltgliedes zu be streiten.
Zu dem Zweck sind erstens bei dei Gruppenwahl grosse Schaltwege unbedingt zu vermeiden, und zweitens ist bei den Sucherwahl eine schrittweise abgesetzte Be wegung, für die kein Bedarf besteht und die wegen der zwischen die einzelnen Schalt schritte entfallenden Bewegungsrasten nun unnötige Zeitverluste erbringt und zur Auf- holung derselben eine übermässige Geschwin- (ligkeitssteigerung des Schaltgliedes erfor dert, ebenfalls zu vermeiden.
Beim bereits er wähnten bekannten Wähler zwingt das Vor handensein nur eines Bürstensatzes bei gleich zeitig hintereinander angeordneten Kontakt gruppen zum Gebrauch grosser Gruppenv@ahl- schritte und nebenbei zu einer umständlicher elektrischen Steuerung des Schaltgliedes bei der Einstellung durch Nummernstromstösse. Um den Mangel der grossen Gruppenwahl schritte auszugleichen, müssen die Wähler, wie auch ihre Bezeichnung als "Schnelläufer- Wähler" besagt, bereits bei mässig grossen Lei tungsgruppen sehr schnell laufen, und das
EMI0003.0001
Abb. 18 eine besondere Ausführungsform- des Triebwerkes.
EMI0003.0005
<B><U>T..__</U></B> <SEP> n<B><U>T-#l=l-_____-#D <SEP> A7</U>-<U>L <SEP> 1 <SEP> ___</U>_7 <SEP> n</B> <SEP> -__'__1 Wähler nachträglich an Gestellen schaltungs gemäss verbunden werden.
Das in Abb. 3, 4 und 5 dargestellte Schaltglied ist aus zwei Teilen zusammen gesetzt, nämlich einem Bürstenträger oder Schlitten und einem Bürstenauswähler oder Schieber 106. Der Schlitten -10,5 ist an vier Bolzen 20 oben und unten auf dem Wählerrahmen 19 (Abb. 1) gelagert. Er weist gemäss Abb.. 3 und 4 zwei Winkelschienen 107 auf, zwischen welchen die Bürstensätze 104 in bestimmten Abständen auswechselbar- befestigt sind.
Der Schlitten enthält für jeden- Bankstreifen 1-10 einen eigenen Bürstensatz 104 mit je drei flach nebeneinander liegenden Bürsten a, b, c, die in Isoliermasse<B>108</B> eingebettet sind. Zuoberst sind am Schlitten (Abb. 2) noch drei Schleiffedern 109 zur Bestreichun. der- drei -Siromführungsschienen 15 vorge sehen. Sämtliche gleichnamigen Btirsten <I>a, b,</I> c der.
Bürstensätze 104 sind durch Drähte 110 miteinander und der entsprechenden Schleif feder 109 verbunden, wodurch die elektrische Verbindung sämtlicher Bürstensätze 104 mit den Siromführungsschienen 15 dauernd her gestellt ist. Wird der Wähler als Anruf sucher verwendet, dann trägt der Schlitten 105 an seinem untern Ende einen weiteren zweiteiligen Bürstensatz 111, dessen Bürsten d und 113 miteinander elektrisch verbunden sind.
Die Bürste d dieses Bürstensatzes 111 bestreicht die in der Reihe 1-7 (Abb. 1) des Bankstreifens 16 angeordneten Kontakte der Dekadenleitungen, während die Bürste 11:3 immer mit der Stromzuführungsschiene 18 in Verbindung steht.
Im Gegensatz zu dem Bürstensatz 111 sind die Bürstensätze 104 gewöhnlich un wirksam, das heisst die Bürsten<I>a, b,</I> c stehen gewöhnlich in einem gewissen Abstand von dem Kontaktfeld und legen sich gegen ein in ihrem Rücken angeordnetes dreiseitiges Pris ma 114 aus Isolierstoff an. Die in den Winkelschienen 107 drehbar gelagerten Prismen 114 sind dazu bestimmt, die Bürstensätze 104 einzeln für die Kontakt- gabe wirksam zii machen.
Dies geschieht durch Drehung eines Prismas um 60 , so dass sich eine gante gegen die Federn<I>a., b,</I> e stemmt und diese aus dem Raum der beiden Winkelschienen 107 heraushebt (siehe mitt lerer Bürstensatz der Abb. 3 und 4). Die Drehung der Prismen erfolgt -durch ein an jedem Prisma seitlich angebrachtes dreizäh- niges Rädchen 115 und durch an dem Bür- stenauswähler-Schieber 106 befestigte Stift 116.
Die Stifte<B>116</B> sind gegenüber den Pris men 114 so versetzt, dass die Zahnräder 115 der Prismen bei einer Verschiebung des Schlittens 105 gegenüber dem Schieber 106 nacheinander an die einzelnen Stifte<B>116</B> her ankommen, diese in die Zahnrädchen 115 der Prismen eingreifen und-die Prismen nachein ander einzeln drehen.
Bei dem Wähler der Zeichnung ist beispielsweise angenommen, dass sich der Schlitten 105 als der schwere Teil des ganzen Schaltgliedes bei beiden Wählern abwärts bewegt, der Schieber 106 als der leichte Teil hingegen bei der ersten Wahl festgehalten und nur bei der zweiten Wafil mitbewegt wird. Wenn der Schlitten 105 sich bei feststehendem Schieber 106 ab wärts bewegt, drehen sich die Prismen 11.1, von dem untersten Bürstensatz 104 ange fangen, der Reihe nach einzeln bei jedem Schaltschritt um 60 bezw. bei zwei Schalt schritten um 120 .
In Abb. 3 und 4 hat der Schlitten 105 sich um zwei Schaltschritte ge senkt, so dass das Prisma des zweiten Bürstensatzes um 60 gedreht ist, dieser Bür stensatz sich in wirksamer Stellung befindet. Das Prisma des ersten Bürstensatzes ist ins gesamt um 120 gedreht worden, der Bürsten satz war also beim ersten Schaltschritt um gelegt und beim zweiten Schaltschritt wieder aufgerichtet worden. Der dritte Bürstensatz würde umgelegt und der zweite wieder auf gerichtet werden, wenn der Schlitten 105 sich noch um einen weiteren Schaltschritt senkte.
Um dieses fortschreitende Umlegen der Bürstensätze hervorzubringen, sind die Stifte 116 der Sahieberstange 106 von den Zahn rädern 115 der Prismen 114 um eine von Bankstreifen zu Bankstreifen um je einen Schaltschritt wachsende Anzahl Schalt schritte entfernt. Die Entfernungen sind im Schema der Abb. 5 rechts mit den Bezugs zeichen x1, x2, .. . x10 angegeben, wobei der Ziffernindex die Schrittzahl bedeutet.
Die Umlegung eines Bürstensatzes 104, der durch die bei der Auswahl der Leitungs gruppe oder des Bankstreifens zurückgelegte Schrittzahl des Schlittens 105 bestimmt wird, muss stets in einer Stellung erfolgen, von der aus die betreffende Bürste die Einzelleitungs- wahl mit dem nächsten Schaltschritt begin nen kann, das heisst einen Schaltschritt vor dem ersten Kontakt dieses Bankstreifens. Aus diesem Grunde müssen die Bürstensätze 704 gegenüber den zugehörigen Kontakt gruppen oder Bankstreifen 1-10 ebenfalls in einer bestimmten Weise versetzt sein. Auch hier nimmt die Versetzung, von der ci:sten Bürste an gerechnet, bei jeder folgen den Gruppe um einen Schaltschritt zu.
Die in dem Schema der Abb. 5 links stehenden Be zugszeichen x2, :x3, ....x11 bezeichnen mit ihrem Zahlenindex die Entfernung in Schritt liingen der Bürstensätze von dem jeweils er sten Kontakt ihres Bankstreifens. Die vorbeschriebene Einrichtung für die mechanische Bürstenwahl arbeitet auch bei der Rückstellung des Wählers in seine An fangslage. da beim Hochgehen des Schlitten 107 am Schluss einer Verbindung die Stifte 116 des Schiebers 106 die Prismen 114 in umgekehrter Reihenfolge und Richtung drehen, wodurch wieder ein von Bürstensatz zu Bürstensatz fortschreitendes Umlegen und Wiederaufrichten der Bürsten stattfindet.
Damit die schräg gegen die Kontakte geneig- len Bürsten<I>a, b,</I> c sich hierbei nicht an den Kontakten der Bankstreifen 1-10 stauchen. erfolgt ihre Umlegung, wie später ersichtlich wird, wiederum ausserhalb ihres Kontakt feldes, und zwar diesmal unterhalb des letz ten Kontaktes jedes Bankstreifens.
Die gesamte Fallhöhe des Schlittens 10.5 beträgt 22 Schaltschritte, von denen zehn für die Auswahl der zehn Leitungsgruppen und weitere zehn für die Auswahl der zehn Einzelleitungen in den Leitungsgruppen ver wendet werden, während die beiden weiteren für die Einleitung der Rückstellung des \Vählers gebraucht werden. Die Fallhöhe des Schiebers 106 beträgt nur halb soviele Schall schritte, da der Schieber, wie erwähnt, erst bei der zweiten Wahl sich der Schlittenbewe gung anschliesst. Am Schluss einer Verbin dung setzen Schlitten und Schieber die Fall bewegung so lange fort, bis der Schieber seine Endstellung erreicht.
Dies ist der Fall, wenn der Schieber insgesamt elf Schritte zurück gelegt hat. In dieser Stellung beginnt regel mässig die Rückstellung der Teile in der Weise, dass zunächst der-Schlitten wiederum allein um dieselbe Strecke, die er anfangs bei der Gruppenwahl allein zurückgelegt hat, gehoben wird, worauf dann der Schieber mit genommen wird und beide Teile schliesslich zusammen in der Anfangsstellung wieder ankommen.
Bei dieser verschiedenen Bewegung des Schlittens 105 und des Schiebers 106 werden die in Abb. 1 dargestellten Kontaktfedersätzc <I>e,</I> f, g betätigt. Diese Kontaktfedersätze sind auf einem Gehäuse 21 befestigt, welches das obere Ende des Schaltgliedes 100 umgreift. Ihre Steuerung durch das Schaltglied ist in Abb. 17 dargestellt. Der Kontaktfedersatz c wird durch einen auf der einen Winkel schiene 107 des Schlittens befestigten isolier ten Stift 117 betätigt, der in der Ruhelage des Schlittens zwischen den beiden Federn 2 2 steht.
Senkt sich der Schlitten bei der ersten Wahl, dann verlässt der isolierte Stift<B>117</B> die gezeichnete Lage und die Kontakte des Federsatzes e werden umgelegt. Der Kontakt federsatz f wird in ähnlicher Weise durch einen an dem Schieber 106 befestigten isolier- Stift 118 betätigt, der in der Ruhelage des Schiebers zwischen den beiden Federn \?3 steht. Die Betätigung des Kontaktsatzes g er folgt durch einen Pimpel 24, der an dem rech ten Ende eines um die Achse 2.5 drehbar ge lagerten Hebels 26 befestigt ist.
Der Hebel 26 steht gewöhnlich in der gezeichneten Lage, so dass der isolierte Stift 24 die Federn 2 7 auseinanderdrückt. Erst wenn der Schieber 106 in. seine tiefste Stellung gebracht wird, was bei dem Weiterlauf des Wählers zwecks Rückstellung erfolgt, trifft der an dem Schie ber 106 befestigte Stift 112 von oben auf das linke Ende des Hebels 26 und legt diesen in die punktiert gezeichnete Stellung um,
wo bei der isolierte Stift 24 aus den Federn 2 7 heraustritt. Wird hierauf bei der Rückstel lung des Wählers der Schieber 106 wieder in . seine Ruhestellung gebracht, dann drückt bei der letzten Aufwärtsbewegung der isolierte Stift 11:
8 von unten gegen das linke Ende des Hebels 26 und dreht diesen in die Normallage zurück. Alle Kontaktsätze bleiben also nach ihrer erstmaligen -Betätigung unverändert, bis der Schlitten 105 und der Schieber 106 dusch Hochheben die Anfangsstellung wieder erreichen.
Das in Abb. 6 bis 9 dargestellte Trieb werk 200 ist derjenige Teil des Wählers, der die Bewegung des Schaltgliedes 100, also das Fallen und Wiederhochheben des Schlittens 105 und des Schiebers 106 steuert. Das Triebwerk ist ein selbständig auswechselbarer Apparatteil, der unterhalb des Schaltgliedes auf dem Wählerrahmen 19 befestigt wird.
Auf der Vorderseite einer viereckigen länglichen Grundplatte 201 ist mittelst Win kel 202 eine runde Führungsstange 203 be festigt. Hinter der Führungsstange 203 be findet sich in der obern Hälfte der Grund platte 201 eine längliche Öffnung 204. Zwi- schen der Öffnung 204 und der Führungs stange 2,03 ist eine flache Zahnstange- 205 verschiebbar angeordnet.
Die Zahnstange 205 ist an ihrem obern Ende mittelst eines Quer stückes 2,06 in der Öffnung 204 der Grund platte 201 und an ihrem untern Ende mittelst eines abgebogenen Schenkels 207 an der Füh rungsstange 203 geführt. Auf dem rückwär tigen Teil des Querstückes 2,06 der Zahn stange 20,5 legt sich der zwischen die Winkel schienen 107 des Schlittens 10,5 eingespannte Bügel 119 (Abb. 3). Die Bewegung des Schlittens 105 wird also durch die Zahn stange 205 beherrscht.
An der Führungsstange 208 wird ferner ein U-förmiger Bügel 208 geführt. Die untere Lagerstelle 2-09 dieses Bügels liegt in de: Ruhelage in einer Entfernung von elf Schalt schritten von dem Schenkel <B>2,07</B> der Zahn stange 205. Die obere Lagerstelle des Bügel: trägt nach rückwärts einen Ansatz 21( (Fig. 8), der in eine Nut 120 des Schieber: 106 eingreift. Der Bügel 208 beherrscht hier durch die Bewegung des Schiebers 106.
Die Zahnstange 205 weist an den beides Schmalseiten eine verschiedene Zahnung auf Die Zähne 211 haben die Form von Trieb zähnen und erstrecken sich über eine Läng( von 22 Schaltschritten, also der gesamter Fallhöhe des Wählers, die Zähne 212 sind a1; abwärts gerichtete Sperrzähne ausgebilde und erstrecken sich über eine Länge von zehr Schaltschritten.
Auf dem Bügel 208 ist an der Achse 2:1i eine als doppelseitiger Hebel 214 ausgebil dete Sperrklinke 215 drehbar gelagert, di( von einer Blattfeder 216 gegen die Sperr zähne 212 gedrückt wird. Im Ruhestand de:
Triebwerkes, den die Zeichnung darstellt, is- die Sperrklinke 215 von dem untersten Sperr zahn 212 um einen Schaltschritt entfernt unc liegt an der ungezahnten Schmalseite de:
Zahnstange 205 an. Ein auf der Grundplatt( ?O1 befestigter Elektromagnet N hält beire Anzug mit seinem Anker 217 (Abb. 8) der obern Arm des Sperrklinkenhebels 214 fes- und damit die Sperrklinke 215 entgegen de Wirkung der Feder 216 ausser Eingriff mi- rIen Sperrzähnen 212.
Die Zahnstange 201 kann in dieser Stellung der Sperrklinke 2.11 für sich allein eine Abwärtsbewegung ma eben, während der Bügel 208 durch eine un die Führungsstange 203 gewundene Sehrau benfeder 218 in seiner Anfangsstellung zu rückgehalten wird. Die Feder 218 ist in des Ruhestellung des Triebwerkes so stark zu sammengedrückt,
dass sie bei der Abwärts bewegun g der Zahnstange 205, ungeachte des Nachlassens der Spannung, stets genü gend stark gegen die obere Lagerstelle des Bügels 208 drüekt.
Sobald bei einer Aberregung des Elektro magnetes N der Anker<B>217</B> den Hebel 21_ freigibt, und die Sperrklinke 215 unter Wir. kung der Blattfeder 216 in die Sperrzähne 212 einfällt, wird die Wirkung der Feder 2,18 aufgehoben und der Bügel 208 von der Zahn- tange <B>290,5</B> zwangläufig mitgenommen.
Der auf dem Querstück 206 der Zahnstange 205 rufliegende Schlitten 105 bewegt sich dann gleichzeitig mit dem durch den Ansatz<B>910</B> des Bügels 208 gekuppelten Schieber<B>106.</B>
Falls infolge eines Versagens des Elektro magnetes N der-Einfall der Sperrklinke 215 in die Sperrzähne 212 nicht spätestens bei dem zehnten Schaltschritt erfolgt, wird zur Sicherstellung der Weiterbewegung und der Rückstellung des Schaltgliedes der Bügel 208 durch den Führungsschenkel 207 der Zahn stange \?05 ebenfalls mitgenommen, der bei dein elften Sehritt auf die untere Lagerstelle ?09 des Bügels auftritt.
Die Abwärtsbewegung der Zahnstange )05 wird durch eine von einem Auslösemag- neten i11 gesteuerte Sperrvorrichtung ge regelt. Diese Einrichtung ist als ein für sich auswechselbarer Bestandteil des Triebwerkes auf vier Säulen<B>219</B> vor der Führungsstange 203 auf der Grundplatte 2:0l befestigt. In einer besonderen Grundplatte 220 und einer darüberliegenden Brücke 2:21 ist eine Welle 222 mit einem Triebrad 223, einem Sperrad 22:
1 und einem Mitnehmerrad 2?'5 drehbar ge lagert. Das Triebrad 223 greift in die Trieb zähne 2.11 der Zahnstange 2(15 ein und über trägt das auf der Zahnstange ruhende Ge- wiclit des Schaltgliedes und den Druck der Schraubenfeder 218 auf das Sperrad 2:
2d-. Dieses fängt mit einer an dem Anker<B>226</B> des Auslösemagnetes M befestigten Doppelsperr- klinke (Echappement) den Druck auf und gestattet eine Abwärtsbewegung der Zahn stange 205 nur nach Massgabe der von dem Auslösemagneten <B>IU</B> bewirkten Pendelungen der Doppelsperrklinke 227.
Der Auslösemag- net 31 bringt beim Anzug und beim Abfall seines Ankers 2'216 die beiden Sperrklinken<B>22:217</B> abwechselnd in eine Auslöse- und eine Sperr stellung, so dass das Sperrad 2:24 bei jeder Er regung und Aberregung des Elektromagnetes 31 im ganzen eine Drehung um eine Zahntei lung macht.
Die Zahnteilung des Sperrades 224 und das Übersetzungsverhältnis des Triebrades 223 zu den Triebzähnen 211 der Zahnstange 205 sind so gewählt, dass jede Fortschaltung des Sperrades 2:24 um einen Zahn eine Fortschaltung der Zahnstange 20ä und des Schlittens 1(15 um einen Schaltschritt ergibt.
Jeder auf den Auslösemagneten M ein wirkende Stromstoss löst daher eine Fort- schaltung des Schlittens um einen Schalt- schritt aus.
Das Mitnehmerrad 224 überträgt seine Be wegung auf einen Trieb 2'2i8, auf dessen Welle 22.9 eine Unterbrecherscheibe 230 be festigt ist. Diese Unterbrecherscheibe 230 tritt bei ihrer Drehung zwischen die Lappen 232 der halbkreisförmigen Kontaktfedern i (siehe Fig. 6).
Das Übersetzungsverhältnis des Triebes 2,28 zu dem Mitnehmerrad 22.1 ist derart gewählt, dass die Unterbrecher scheibe 230 bei jeder Drehung der Welle 222 um einen Zahn des Sperrades 2'24, also bei je dem Schaltschritt eine Kontaktöffnung und eine Kontaktschliessung der Federn i bewirkt. Die Unterbrecherscheibe 230 ist auf der Welle 229 so eingestellt, dass in der Ruhelage des Triebwerkes der Kontakt i' geschlossen ist.
Der Kontakt i' wird jedoch geöffnet, so bald der Auslösemagnet M das Sperrad 224 freigegeben hat; er ist aber jeweils wieder ge schlossen, wenn das Sperrad die nächste Sperrstellung durchläuft.
Der Zweck des Unterbrecherkontaktes i' besteht in einer von der Bewebgung des Schalt gliedes abhängigen Regelung der den Aus lösemagneten M steuernden Stromstossreihe zur Erzielung einer gleichförmigen Bewe gung des Schaltgliedes. Wird nämlich der Magnet M in später näher erläuterter Weise in einen über den Kontakt i' verlaufenden Stromkreis geschaltet, dann wird der Magnet über den in der Ruhelage geschlossenen Kon takt erregt und zieht seinen Anker 22,6 an.
Der rechte Arm der Doppelsperrklinke 227 (Abb. 6) gibt hierbei das Sperrad 224, das sich unter dein Druck des Schaltgliedes in Drehung setzt, frei, während der linke Arm der Doppelsperrklinke 2.27 in den Eingriffs bereich der Sperradzähne kommt.
Noch bevor der nächste Sperrzahn gegen den linken Arm der Doppelsperrklinke 227 stösst, unterbricht die Scheibe '230 durch Öffnen des Kontaktes i' den Stromkreis, so dass der Anker 226 un ter Wirkung der Feder 250 abfällt, den lin ken Arm der Sperrklinke 227 aus dem Ein griffsbereich herausnimmt und den rechten Arm in die Bahn des nächsten Sperrzahnes legt. Bevor jedoch dieser auf den rechten Arm der Doppelsperrklinke auftritt, wird durch die weitere Drehung der Unterbrecherscheibe 230 der Kontakt i' wieder geschlossen, wo durch der Magnet M von neuem anspricht und die Vorgänge sich wiederholen.
Die durch das Schaltglied gesteuerte Stromstossgabe für den Auslösemagneten 31 bewirkt also ein derar- tiges_Pendeln der Doppelsperrklinke 227, dass diese der Begegnung mit den Zähnen des Sperrades 224 ständig ausweicht. Das Sperr- rad kann sich fortdauernd ungehindert drehe, so dass das Schauglied eine gleichför mige Bewegung vollzieht.
Zur Rückstelluug des Schaltgliedes dient eine auf der Rückseite der Grundplatte 201 angeordnete Luftantriebsvorrichtung (Abb. 8 und 9), die aus einem Zylinder 233 mit Kol ben 2.34 und einem Ventil 235 besteht.
Der Kolben 23.4 ist durch eine Stange 236 mit dem Führungsquerstück 2.06 der Zahnstange 205 verbunden, auf welchem der Bügel 119 des Schaltgliedes aufliegt. Das Ventil 285 verbindet den untern Z- ylinderraum entweder durch den Kanal 2.37 mit der Aussenluft oder durch den Kanal 238 mit einer Druckluftzu- leitung 239. Mittelst der Stange 240 wird der Ventilkörper 23.5 in der Ruhelage durch eine auf der Vorderseite der
Grundplatte 201 be festigte Blattfeder 241 nach links gedräckt, wodurch der Zylinderritum mit der Aussen luft verbunden ist. Die Umstellung des Ven tilkörpers erfolgt meotianisch durch den Bügel 208 des Triebwerkes. Dieser nimmt bei Annäherung an seine tiefste Stellung mit sei ner untern Lagerstelle 209 einen ebenfalls auf der Vorderseite der Grundplatte 201 an geordneten mit einem Ansatz 242 versehenen Schieber 243 nach abwärts mit.
Der Schieber lüftet mit einem Ansatz 244 die Blattfeder 241, worauf die Druckluft in der Zuleitung 239 den Ventilkörper 235 nach rechts schiebt und in den untern Zylinderraum einströmt. Da die Kolbenstange 236 und die Zahnstange 205 an ihren obern Enden miteinander ver bunden sind, hebt die einströmende Druck luft die Zahnstange 205 nebst dem Schlitten 105.
Der Bügel 208 und der mit ihm gekup- pelte Schieber 106 des Schaltgliedes bleiben jedoch zunächst in ihrer tiefsten Stellung, weil der Bügel 208 in dieser Stellung durch eine in seine Nut-245 einfallende Sperrklinke 246 festgehalten wird.
Wenn die Zahnstangi 205 so weit gehoben ist, dass sie dieselbe Re lativstellung zu dem Bügel 208 einnimmt wie in der Ruhelage, in der also der Füh rungsschenkel 207 der Zahnstange 205 gerade elf Schritte von der untern Lagerstelle 20@ des Bügels entfernt ist, drückt eine an den Schenkel 207 angebrachte Nase 247 gegen den Ansatz 2:
48 der Sperrklinke 246. DiE Sperrplinke wird hierdurch aus der Nut 24t9 herausgehoben, der Bügel 208 wird freige. geben und bei der weiteren Hubbewegung dei Zahnstange 205 bis in die Anfangslage mit genommen. Bei der Annäherung an die An fangsstellung stösst die untere Lagerstelle 20; des Bügels an den Ansatz 249 des Ventil sehiebers 243 und schiebt diesen nach oben Hierdurch wird die Blattfeder 241 freige geben, welche nunmehr das Ventil 235 wieder umstellt.
Die ir, dem Zylinder 2:33 einge schlossene Luft kann jetzt durch den geöff neten Kanal 237 ins Freie entweichen. Dic 'Zückstellung des Schaltgliedes und de: Triebwerkstelle ist damit beendigt.
Bei der Abwärtsbewegung der Zahn stange 205 bremst der Kclben 234 die Fall Bewegung, da er im obern Zylinderraun durch die kleine Öffnung 2:51 Luft ansaug und gleiehzeitig die im untern Zylinderraun vorhandene Luft durch den verhältnismässi! kleinen Ventilkanal 237 verdrängt.
Durel Anbringung einer nicht dargestellten Regel vorrichtung für die Einströmöffnung 2,5 kann die schrittweise und gleichförmige Fall Bewegung mehr oder weniger stark gedämpf werden. <I>Die</I> allgemeine <I>Betriebsweise des</I> Wählers: Zur Auswahl der gewünschten Leitungs gruppe erhält der Elektromagnet M Strom stösse, die die Doppelsperrklinke 227 veran lassen, das Sperrad 224 und damit die Zahn stange 205 freizugeben, auf welcher der Bür stenschlitten 105 aufliegt.
Die Bewegung dev Bürstenschlittens und der Zahnstange erfolgt unter dem Einfluss des Gewithtes des Schlit tens schrittweise oder gleichförmig, je nach dem die Stromstösse durch einen Nummern schalter den Unterbrecherkontakt i' und die von der Zahnstange bewegte Unter- brecherscheibe 2'30 erzeugt werden. So bald der Bürstenschlitten die Ruhelage verlä.sst, wird der Kontaktfedersatz e be tätigt.
Bei dieser ersten Bewegung des Wählers ist der Magnet N erregt, welcher die Sperrklinke 215 ausser Eingriff mit den Sperrzähnen 212 der Zahnstange 205 hält. Der Bügel 20,8 und der mit diesem durch den Ansatz 210 gekuppelte Dürstenauswahlschie- ber 106 bleiben daher unter dem Einfluss der Schraubenfeder 218 in der Ruhelage stehen. Infolgedessen bewegt sich der Schlitten 105 mit den an ihm befestigten Bürstensätzen 104 gegenüber dem Schieber 106. Die Zahnräd chen 115 der Prismen 108 der einzelnen Bür stensätze 104 stossen nacheinander an Stifte 116 des feststehenden Schiebers 106.
Bei je dem Schaltschritt wird ein Prisma nach dem andern, von dem ersten (untersten) Bürsten satz 104 angefangen, gedreht und der Dür- stensatz in die wirksame Stellung überführt, beim nächsten Schaltschritt jedoch kann er durch die weitere Drehung des Prismas wie der in die unwirksame Stellung zurückkeh ren.
Wenn die gewünschte Leitungsgruppe ausgewählt ist, das heisst wenn der entspre chende Bürstensatz wirksam gemacht ist, dann stehen die Bürsten<I>a, b,</I> c dieses Bürsten satzes einen Schaltschritt vor dem obersten Kontakt des entsprechenden Bankstreifens. Nunmehr wird der Magnet N stromlos und gibt die Sperrklinke 215 frei, die in die Zähne 212 einfällt und den Bügel 208 mit der Zahnstange 205 kuppelt. Bei der weiteren Bewegung des Schlittens 105 wird der Schie ber 106 mitgenommen und betätigt den Kon- taktfedersatz f.
Der wirksame Bürstensatz schleift über die Kontakte des Bankstreifens der ausgewählten Gruppe. Sobald die ge wünschte Einzelleitung erreicht ist, wird die Bewegung des Schlittens mittelst der Sperr- klinke 227 durch Ausschalten des Magnetes M aufgehalten.
Soll der Wähler in die Ruhelage zurück gestellt werden, dann erhält der Magnet 3I zunächst von neuem Stromstösse, so dass der Schlitten 10,5 und Schieber 106 weiter bewegt werden, bis der Schieber 1.06 seine tiefste Stel lung erreicht. In dieser Stellung wird durch Stift 112 und Hebel 26 der Kontaktfedersatz g betätigt und der Stromkreis für den Magne ten M unterbrochen. Die Lagerstelle 209 des Bügels 208 bewegt den Schieber 243, welcher durch Abheben der Feder 241 das Ventil 235 freigibt. In den Zylinder 233 strömt Druck luft, die den Kolben 234 mitsamt der Zahn stange 205 und dem Schlitten 105 nach oben bewegt.
Der Schieber 106 und Bügel 208 wer den zunächst durch die Sperrklinke 2:16 fest gehalten. Infolgedessen stossen die Zahnräd chen 115 der bei der Gruppenwahl umgeleg ten Prismen nacheinander an die Stifte 116 des Schiebers 106. Die bei der Gruppenwahl umgelegten Bürstensätze werden in umge kehrter Reihenfolge wieder betätigt.
Dies ge schieht, wenn sich die Bürstensätze dem letz ten (untersten) Kontakt ihres Bankstreifens nähern. Wenn der erste Bürstensatz, welcher zuletzt umgelegt wird, in Ruhe ist, nimmt der Schenkel 207 der Zahnstange 205 die Sperr klinke 246 aus dem Bügel 208, so dass der Schieber 106 und der Schlitten 10;5 gemein sam in die Anfangslage zurückkehren. Hier bei werden die Kontaktsätze e, f, g in die Ruhelage überführt. Ferner nimmt der Bügel 20-8 den Schieber 243 mit, wodurch die Blatt feder 241 das Ventil 235 schliesst.
Die Abb. 10-14 stellen verschiedene Dia gramme für das Schaltglied dar, welche die bei der Erfindung erstrebte Verringerung der Eigengeschwindigkeit des Schaltgliedes zei- gen, die zur Vergrösserung teils der Schalt leistung, teils des Gewichtes des Schaltgliedes verwendet wird. Auf der Abszisse ist die Zeit und auf der Ordinate die Eigengeschwindig keit des Schaltgliedes aufgetragen, während die schraffierten Flächen die von dem Schalt glied zurückgelegten Wege darstellen.
Abb. 10 gilt für einen Wähler bisheriger Bauart mit elektromagnetischem Schrittan trieb bei der Sucherwahl. Die praktisch er reichbare Schrittzahl beträgt etwa<B>50</B> Schritte in der Sekunde, da für jeden Ankeranzug und jeden Ankerabfall etwa 10 msek. benötigt werden. Hierbei wird nur die halbe Einstell zeit jedes Schaltschrittes für die Bewegung ausgenutzt, die andere Hälfte geht durch die zwischen die einzelnen Schaltbewegungen entfallenden Rasten verloren. Die Bewegun gen an sieh sind stark beschleunigt und die Geschwindigkeitskurve läuft daher nach oben spitz aus.
Abb. 11 zeigt die Verhältnisse für den Fall, dass das Schaltglied dieselbe Schalt strecke mit gleichförmiger Geschwindigkeit, beispielsweise in einer gleichförmig abge bremsten Fallbewegung, durchläuft. Der an fängliche Schräganstieg der Kurve entspricht dem Anlauf. Die unten beigefügten Ziffern geben, wie bei der Abb. 10, die Zeit an, in welcher die einzelnen Abschnitte der Schalt strecken durchlaufen werden. Die Gleichheit der Abschnitte und der ganzen Schaltstrecke geht aus der Gleichheit der entsprechenden Flächen der Abb. 10 und 11 hervor.
Ein Ver gleich zeigt, dass in Abb. 10 die End geschwindigkeit des Schaltgliedes bei jedem Schaltschritt 4i/2mal so gross ist wie in Abb. 11; obwohl die Einstellzeit in letzterem Fall noch um einen Zeitabschnitt kürzer ist.
Abb. 12 gilt für einen Wähler bisheriger Bauart mit elektromagnetischem Schrittan trieb bei der Nummernwahl. Die übliche Schrittzahl beträgt hierbei nur zehn Schritte in der Sekunde. Der Unterschied gegenüber Abb. 10 drückt sich lediglich durch die zwi schen die Schaltbewegungen fallenden Ra sten aus.
Diese sind hier neunmal so lang wie ss die Bewegungen. Die Bewegungen des Schalt gliedes dauern genau so lange wie in Abb. 10 weil bei Wählern mit ausschliesslichem elek tromagnetischem Schrittantrieb die Eigenge schwindigkeit des Schaltgliedes der schnell.
steh Schaltgeschwindigkeit (Abb. 10) ange passt werden muss und unveränderlich ist. Dic entwickelte Geschwindigkeit ist für dic Zwecke der Nummernwahl ersichtlich un. nötig gross.
Abb. 13 zeigt im Gegensatz hierzu dic Verhältnisse für den Fall, dass der den Gegen stand der vorliegenden Erfindung bildend( Wähler mit Nummernstromstossempfang ar. beitet. Die Endgeschwindigkeit des Schalt gliedes bei jedem Schaltschritt ist hierbei gegenüber dem vorigen Fall fünf- bis sechs mal kleiner, weil einmal das Echappemeni ,jeden Wahlschritt in zwei Halbschritte auf teilt und zweitens der Antrieb durch eine stetig wirkende Kraft (Schwerkraft) erfolgt, die eine gleichmässig beschleunigte Bewegung erzeugt.
Die schraffierten Flächen je zweier Halbschritte der Abb. 13 entsprechen je eines schraffierten Fläche der Abb. 12.
Die Bewegungen des Schaltgliedes 'sind bei einer Auslösung der Schaltschritte mit- telst eines Echappement von der Genauigkeil der Nummernwahlstromstösse weit wenigen abhängig als bei dem elektromagnetischen Schrittantrieb. Es genügen kurze Stromstösse. um die Bewegungen gemäss Abb. 13 auszu lösen. Selbst bei ganz kurzen Stromstössen tritt kein Versagen ein, da in diesem Fall dic beiden Halbschritte in einen Schritt gemäss Abb. 14 zusammenfliessen.
Hierbei bremst der Luftkolben die Geschwindigkeit gegen Ende. der Bewegung und hält sie auf dem ge wünschten Höchstmass konstant. Diese Brem sung ist bei der Nummernwahl bedenkenlos zulässig, da die Rastzeiten zwischen den ein zelnen Schaltbewegungen für einen sicheren Betrieb noch ausreichend lang sind.
Die Begrenzung der Eigengeschwindig keit des Schaltgliedes auf einen wesentlich kleineren Höchstwert als beim elelktromagne- tischen Schrittantrieb gestattet eine wesent- lieh schwerere Ausführung des Schaltgliedes und der sonstigen bewegten Teile, da die Ge schwindigkeit zu der bei der Stillsetzung des Schaltgliedes freiwerdenden Stossenergie in direktem, die Masse des Schaltgliedes jedoch in quadratischem Verhältnis steht. Das Schaltglied kann daher kräftig bemessen und in sich stabil ausgeführt werden, so dass keine besondere Sorgfalt auf die Führung des Schaltgliedes längs dem Kontaktfeld gelegt werden braucht.
Die Führung erfolgt bei der beispielsweisen Ausführungsform nach Abb. 1. lediglich in den Bolzen 2,0 am obern und un tern Ende des Kontaktfeldes. Etwaige wäh rend der Bewegung des Schaltgliedes auf tretende Reibungswiderstände können infolge des hohen Kraftüberschusses bei dem Antrieb des Schaltgliedes durch seine eigene Schwer kraft vernachlässigt werden. Diese Verein fachung der Führung und die Möglichkeit. das Schaltglied ohne die bisher notwendige Beschränkung des Gewichtes schwer auszu führen, verbilligt die Herstellung des Wäh lers.
Die Wirkungsweise des beschriebenen. Wählers als Anrufsucher, Gruppenwähler und Leitungswähler sei im folgenden an dem Schaltungsbeispiel der Abb. 15 und 16 für eine Zentrale für 1000 Teilnehmer erläutert. Je 1000 Teilnehmer bilden eine Gruppe mit ungefähr 10 Anrufsuchern, Gruppenwählern und Leitungswählern. In Abb. 15 stellt S1 einen Anrufsucher, S2 einen Gruppenwähler und in Abb. 16<B>83</B> einen Leitungswähler mit den zur Steuerung notwendigen Relais dar.
Wünscht ein Teilnehmer, zum Beispiel Nr. 123, eine Verbindung mit einem andern Teilnehmer, etwa Nr. 321, so gestaltet sich die Betriebsweise wie folgt: Der Anruf des Teilnehmers Nr. 123 wird in der Zentrale durch einen Verteiler V in Abb. 15 auf einen freien Anrufsucher der ersten Hundertergruppe übertragen. Der Schlitten dieses Anrufsuchers wird für eine gleichförmige Abwärtsbewegung freigegeben, während der Schieber zunächst festgehalten wird.
Hierbei findet in dem Anrufsucher ein Prüfen der Teilnehmerleitungen nach Zehner- gruppen statt. Beim Prüfen jeder Zehu.er- gruppe wird zugleich die entsprechende Gruppenbürste des Anrufsuchers vorüber gehend umgelegt. Beim Finden der anrufen den Zahnergruppe, das ist im vorliegenden Fall die zweite Gruppe, wird der Schieber zur Mitbew egung freigegeben.
Demzufolge bleibt der gerade umgelegte zweite Bürsten satz bei der ununterbrochen fortgesetzten gleichmässigen Abwärtsbewegung des Schlit tens für die Einzelprüfung der Leitungen der zweiten Zehnergruppe wirksam. Beim Be rühren der dritten Leitung in dieser Gruppe, welcher der anrufende Teilnehmer zugehört. wird die Bewegung beendet. Die Teilnehmer leitung wird auf den dem Anrufsucher zuge hörigen Gruppenwähler S2 durchgeschaltet und der bis dahin mit dem Anrufsucher ver bundene Verteiler V freigegeben.
Die Betriebsmeise des Gruppenwählers ge staltet sich insofern verschieden, als bei der Gruppenwahl der Schlitten diesmal schritt weise anstatt gleichförmig abwärts bewegt wird. Entsprechend den vom Teilnehmer aus gesandten drei Stromstössen bewegt sich der Schlitten, wiederum ohne den Schieber, drei Schaltschritte abwärts.
Indem dann der Schieber für die Mitbewegung freigegeben und zugleich der Auslösemagnet des Grup penwählers vom Stromstossrelais auf einen örtlichen Stromkreis des Selbstunterbrecher- kontaktes umgeschaltet wird, bewegt sich der Schlitten von jetzt ab mit dem Schieber mit gleichförmiger Geschwindigkeit weiter ab- v < äxts,
während der dritte Bürstensatz die zu den Leitungswählern der gewählten dritten Hundertergruppe hinführenden Leitungen be streicht. Beim Finden einer freien Leitung hört die Bewegung auf und der Teilnehmer wird auf den betreffenden Leitungswähler durchgeschaltet.
Die Betriebsweise des Leitungswählers unterscheidet sich von den vorausgegangenen Fällen dadurch, da.ss der Schlitten bei der Zehner- und Einerwahl entsprechend den vom Teilnehmer gesandten 2 bezw. 1 Stromstössen nur schrittweise bewegt wird. Indem der Schieber wiederum nur die Bewegung von der zweiten 'V#Tahl ab mitmacht, nachdem er vor her festgehalten war, ist bei der Einerwahl der zweite Bürstensatz wirksam.
Die Zurückstellung der Schlitten und Schieber am Schluss der Verbindung erfolgt übereinstimmend durch eine gleichförmige Weiterbewegung der Teile, bis der Schieber seine tiefste Stellung erreicht. Der Schieber macht dann die vorgesehene Druckluftvor- -ichtung wirksam, wodurch die Rückstellung in der bereits beschriebenen Weise erfolgt.
Die Schaltvorgänge sind im einzelnen fol gende: <I>1. Die Einstellung des Anrufsuchers</I> lJl. Beim Abnehmen des Hörers an der Teil nehmerstelle Nr.<B>123</B> fliesst über die Teilneh- merleitungsschleife ein Strom, auf den an der Zentrale das dem Teilnehmer zugeordnete Anrufrelais R anspricht. Relais R erregt Relais A: -f--, Relais A, rechter innerer Kontakt des Relais R, Widerstand W2, -.
Relais A erregt mit seinem inneren Kon takt ein Relais U, welches im Zusammen spiel mit dem -Drehmagneten D eines Ver teilers Y diesen auf einen freien Anrufsucher fortschaltet. Gleichzeitig schaltet Relais A mit seinem äussern Kontakt das Prüfrelais P des Verteilers Y an den +Pol. Sobald der-un- tere Schaltarm des Verteilers auf einen freien Anrufsucher trifft, kommt folgender Strom zustande: -f-, rechter äusserer Kontakt des Relais A, Relais P, Schaltarm des Verteilers V, Kontakt e12' des Anrufsuchers S1, Relais cl, -.
Auf diesen Strom sprechen die Relais P und Cl. an; Relais P setzt durch Öffnen seines äusseren Kontaktes den Verteiler V still und erregt durch Schliessen des innern Kontaktes den Magneten<B>NI</B> des Anrufsuchers, der den Schieber vom Bürstenschlitten entkuppelt.
Relais C1 schaltet den Magneten N1 ein und bereitet durch Schliessen des linken äu ssern und rechten Kontaktes den Prüfstrom kreis für die Gruppenwahlbürste d bezw. für das Prüfrelais P1 vor. Der Magnet<B>1111</B> sprieht an und löst die Fallbewegung des Schlittens aus. Stromkreis für<B>311:</B> -I-, linker mittlerer Kontakt des Relais Cl, Kontakt g1, linker äusserer Kontakt des Relais Pl, Unterbrecherkontakt i'1, Mag net NI, -.
Durch den Kontakt i'1 wird der Strom kreis für den Magneten 1111 derart unterbro chen, dass das von ihm bewegte Echappement den Sperradzähnen ständig ausweicht. So bald die Bürste d des Anrufsuchers auf die vom Relais R an den -1 -Pol gelegte Dekaden leitung (2) berührt, wird Relais Z erregt: -i-, Relais A, rechter innerer Kontakt des Relais R, Leitung (\?), Bürste d, linker äusserer Kontakt des Relais - Cl, Relais -.
Relais Z unterbricht durch Umlegen sei nes Kontaktes die Erregung des Magnete Ml, welcher abfällt und die Kupplung des Schiebers mit dem Bürstenschlitten bewirkt. Da der Bürstenschlitten bis zur Aberregun- des Magnetes Ni eine Schaltstrecke von zwei Schrittlängen zurückgelegt hat, ist der Bür stensatz der zweiten Zehnergruppe gerade umgelegt und für die nun folgende Einzel- leitungswahl in der zweiten Zehnergruppe wirksam gemacht.
In dem Augenblick nun, da die Bürste cl des zweiten Bürstensatzes auf den Kontakt des anrufenden Teilnehmers trifft, kommt ein Stromkreis für das Prüf relais PI zustande. +, rechter Kontakt des Relais Cl, beide Wicklungen von Relais P1, Bürste cl. Prüfleitung, rechter äusserer Kontakt des Relais R, Relais T, -.
In diesem Stromkreis sprechen die Relais T und P1 an. Relais T schaltet durch Öffnen der linken Kontakte das Relais R ab und legt sich durch Schliessen des rechten Kontak tes selbst an die Prüfleitung. Relais P1. unter bricht durch Öffnen seines linken äussern Kontaktes den Stromkreis für den Magneten 1111 und durch Öffnen seines linken innern Kontaktes den Stromkreis für die Relais Cl und P, nachdem der Kontakt e12 bereits bei Beginn der Fallbewegung des Anrufsuchers geöffnet worden ist. Die Ausschaltung des Magneten tU1 hat die sofortige Stillsetzung des Anrufsuchers auf der anrufenden Leitung zur Folge. Relais P fällt ab und gibt den Ver teiler für weitere Anrufe frei.
Das Relais Cl ist verzögert und fällt daher etwas später ab. Inzwischen hat das Relais PI durch Schliessen seiner rechten Kontakte die Sprechleitung a.uf das Relais A2 des Gruppenwählers S:? durchgeschaltet. Relais A2 spricht über die Teilnehmerleitung an und erregt mit seinem äussern linken Kontakt das Verzögerungs relais T'2. Relais I'2 schaltet durch seinen linken äussern Kontakt die rechte Wicklung des Prüfrelais P1 kurz, wodurch die Leitung des Teilnehmers<I>gegen</I> weitere Belegung<B>ge-</B> sperrt ist.
<I>2.</I> Einstellring <I>des</I> Gruppenwühlers <I>82.</I> Das vom Stromstossrelais 42 eingeschal tete Relais V2 erregt durch Schliessen seines innern Kontaktes ein weiteres Verzögerungs relais U2: -I-, innerer Kontakt des Relais V2, Kon takt e21, Relais U2, -.
Relais U2 erregt durch Schliessen des linken Bontaktes den Magneten N2, der die Ent- kupplung des Schiebers vom Schlitten be wirkt und bereitet durch Umlegen seines rechten Kontaktes den Magneten 312 für den N ummernstromstossempfang vor.
Da der Teilnehmer Nr.<B>321</B> gewünscht wird, unterbricht der rufende Teilnehmer dreimal kurz die Leitungsschleife, so dass Relais A2 dreimal abfällt. Bei jedem Abfall des Relais A2 wird der illagnet M2 einmal erregt: -i-, rechte innere Kontakte der Relais A2 und U2, Magnet M2, -.
Der Schlitten fällt drei Schaltschritte. Beim ersten Schritt werden die Kontakte e21 und e-4)-) umgelegt. e21 unterbricht den Erre gungsstromkreis für das Verzögerungsrelais L'2, welches jedoch bei dem dreimaligen Ab fall des Relais A2 über dessen linken innern Kontakt und seinen eigenen linken Kontakt erregt bleibt. Nach der Stomstossabgabe fällt Relais U2 langsam ab.
Relais U2 aberregt durch Öffnen seines linken Kontaktes den Magneten N2, wo durch der Schieber nach Wirksammaehung des dritten Bürstensatzes mit dem Schlitten gekuppelt wird.
Der rechte Kontakt des Relais<I>U2</I> schliesst für die Weiterwahl folgenden örtlichen Stromkreis des :4lagneten ?1T2: -f --, rechter Kontakt des Relais L.'2, Kon. takte g2 und e22, rechter Kontakt des Re lais P2, Unterbrecherkontakt i'2, Magnet 312 <I>, -.</I>
Der Magnet<B>JE),</B> spricht an, löst den Schlitten mit Schieber aus und wird jetzt durch den Kontakt i'2 derart erregt, dass das Echap- pement dem Sperrad ständig ausweicht und der Schlitten nebst Schieber die Abwärtsbe wegung jetzt mit gleichförmiger Bewegung fortsetzt.
Sobald die Bürste c2 des Gruppen wählers einen freien Leitungswähler findet, spreehen @ die Relais P? (Abb. 15) und C3 (Abb. 16) an: +, innerer Kontakt des Relais V2, beide Wicklungen des Relais P2, Bürste c:3, Prüfleitung, Kontakt e.34 des Leitungs- wählers S3, Relais C3, -.
Relais P2 unterbricht durch Öffnen seines rechten Kontaktes den Stromkreis des Mag neten 3T2. Der Gruppenwähler wird hier durch stillgesetzt. Relais P2 schliesst ferner mit dem linken innern Kontakt seine linke Wicklung kurz, so dass der Leitungswähler gesperrt wird. Gleichzeitig schaltet Relais P2 durch Schliessen der linken äussern Kontakte die Sprechleitung auf den Leitungswähler 83 durch.
,@. <I>Die</I> Einstellirrig <I>des</I> Leitungswählers S'3. Beim Durchschalten des Gruppenwählers S2 auf den Leitungswähler S3 spricht Relais A3 an: -t-, rechte Wicklung des Relais A3, b Zweig der Verbindungsleitung, Bürste b2 im Gruppenwähler S2, mittlerer linker Kontakt des Relais P2, äusserer rechter Kontakt des Relais<I>A2,</I> Drosselspule Dr, äusserer linker Kontakt des Relais P2, Bürste a2, a-Zweig der Verbindungsleitung, linke Wicklung des Relais A3, -.
Relais A3 und das bereits erwähnte Re lais C3 schliessen zusammen folgenden Strom kreis für das Verzögerungsrelais V3 -f-, äusserer Kontakt des Relais C3, Kon takt e31, rechter Kontakt des Relais A3, Relais V3, -.
Relais V3 spricht an und erregt den Kupp lungsmagneten N3 und ein weiteres Verzö gerungsrelais U3. Stromkreis für den Mag neten N3: -I-, äusserer Kontakt des Relais V3, Kon takt e32, Magnet N3, -.
Stromkreis für das Relais U3: -I-, äusserer Kontakt des Relais C3, innerer Kontakt des Relais I3, Relais U3, -. Relais U3 bereitet durch Schliessen seines äu sseren linken Kontaktes den Auslösemagneten M3 für den Nummernstromstossempfang vor.
Entsprechend der zu wählenden Nummer unterbricht der rufende Teilnehmer seine Leitungsschleife zweimal kurz hinterein ander. Bei jeder dieser Unterbrechungen fällt im Gruppenwähler- das Relais A2 und im Leitungswähler das Relais A3 kurz ab. Relais A3 schliesst zwei Stromkreise für den Auslösemagneten M3: -I-, linker Kontakt des Relais A3, äusserer linker Kontakt des Relais U3, Magnet M3, -.
Magnet M3 lässt den Schlitten zwei Schritte fallen. Nach dem zweiten Schritt ist der zweite Bürstensatz umgelegt.
Beim ersten Schaltschritt werden die Kontakte e31 bis e34 umgelegt. Kontakt e31 unterbricht den Erregungsstromkreis des Relais P3; jedoch wird das Relais bei der Stromstossgabe über den rechten Kontakt des Relais A3, den linken innern Kontakt des Relais U3 und den äussern Kontakt des Re lais C3 erregt gehalten, bis nach der Strom stossgabe Relais A3 den rechten Kontakt längere Zeit unterbricht.
Relais V3 unter bricht bei seiner Aberregung den Strom des Kupplungsmagneten N3, der sich nach Off- nung des Kontaktes e32 über einen eigenen Kontakt und den äussern Kontakt des Relais V3 gehalten hat.
Magnet N3 gibt bei seiner Aberregung den Schieber für die folgende Bewegung frei: Wenn jetzt der rufende Teilnehmer zwecks Weiterwahl seine Leitungsschleife nochmals kurz unterbricht, fallen die Relais A2 und A3 wiederum ab und übertragen, wie vorhin, nochmals einen Stromstoss auf den Auslösemagneten ?6l3. Der Bürstenschlitten macht jetzt zusammen mit dem Schieber ei nen weiteren Schaltschritt. Hierbei gelangt der wirksame zweite Bürstensatz auf die ge wünschte Teilnehmerleitung.
Relais A3 schaltet bei seiner letzten Ab erregung auch das Relais V3 wieder kurz ein: -I-, äusserer Kontakt des Relais C, linker innerer Kontakt des Relais U, rechter Kon takt des Relais A3, Relais V3, -.
Relais Y3 spricht daher beim letzten Schalt schritt nochmals vorübergehend an und hält mit seinem innern Kontakt das Relais U er regt, nachdem dessen Erregungsstromkreis durch den aus der Ruhestellung gebrachten Schieber bei Kontakt f 3 unterbrochen worden ist. Die Relais V3 und U3 fallen nach dem letzten Schaltschritt nacheinander verzögert ab.
Relais V3 schliesst beim Abfall, während U3 noch erregt ist, folgenden Prüfstromkreis über die ausgewählte Leitung: -i-, äusserer Kontakt des Relais C3, rechter Kontakt des Relais U3, mittlerer Kontakt des Relais V3, beide Wicklungen des Prüf relais P3, Kontakt des Relais Y, Bürste c3, Prüfleitung, Relais T' des angerufenen Teilnehmers, -.
Ist der Teilnehmer frei, dann sprechen die Relais P3 und<I>T'</I> an. Relais<I>T'</I> schaltet das Anrufrelais R' des Teilnehmers ab. Re lais P3 schaltet durch seinen linken Kontakt seine rechte Wicklung kurz und sperrt da durch die gewählte Teilnehmerleitung.
Relais P3 schaltet ausserdem mit den beiden reeh- :en innern Kontakten den selbständigen Weckruf an die Teilnehmerleitung an: -f-, Kontakt o einer nicht dargestellten, periodisch wirkenden Umschaltevorrich- tung, Rufstromquelle, rechter innerer Kontakt des Relais P3, Bürste a3, Lei tungsschleife des Teilnehmers Nr. 321, Bürste b3, mittlerer rechter Kontakt des Relais P3, linke Wicklung des Relais Q, -.
Über diesen Stromkreis wird selbsttätig in '@jestimmten Zeitabständen Wechselstrom zu lem Wecker der Teilnehmerstelle gesandt. Relais Q spricht auf den Wechselstrom nicht -tn, da seine rechte Wicklung kurz gescblos- en ist. Erst wenn der Teilnehmer sich mel- Jet, fliesst Gleichstrom in diesem Stromkreis, ,u± den Relais Q anspricht und mit seinen Linken Kontakten die Teilnehmerleitung zu dem Relais Y durchschaltet.
Relais Y hebt mit seinem Kontakt den Kurzschluss der rech ten Wicklung des Relais Q auf, so dass diese Wicklung ebenfalls wirksam wird. Relais Q schliesst mit seinem rechten innern Kontakt die bis dahin wirksame linke Wicklung des Relais P3 kurz und übernimmt hierdurch die eitere Sperrung der Teilnehmerleitung an Stelle des Relais P3, welches infolge der Kurzschliessung abfällt und den Weckstrom kreis unterbricht.
Die Herstellung der gewünschten Verbin dung ist damit beendet. <I>4. Die Rückstellung der Wähler:</I> Dieselbe erfolgt durch Einschaltung ihrer Auslösemagnete IU in den Stromkreis des Unterbrechers, wenn der anrufende Teilneh mer den Hörer anhängt und den Strom des Re lais A2 unterbricht, so dass dieses abfällt.
Re lais 12 unterbricht mit seinem linken äussern Kontakt den Stromkreis des Relais V2, wel- 2hes abfällt und den Stromkreis der Relais P1 und T einerseits mit seinem äussern Kon takt und den Stromkreis der Relais P2 und <B>03</B> anderseits mit seinem innern Kontakt unterbricht. Die genannten Relais fallen ab.
Relais PI des Anrufsuchers schliesst für den Auslösemagneten <B>311</B> den Stromkreis: -(-, Kontakte ell und g1, linker äusserer Kontakt des Relais PI, Unterbrecherkon- takt i'1, Magnet M1, -.
Der Magnet Ml wird durch Stromstösse er regt, so dass der Anrufsucher fällt, bis der Schieber beim Erreichen seiner Endstellung den Kontakt g1 öffnet und hierdurch den Stromkreis für den Magneten 1l11 unter bricht. Es folgt jetzt das bekannte Hochheben des Schlittens nebst Schieber, indem der letz tere die Druckluftvorriehtung auf mechani schem Wege wirksam macht.
Relais P2 des Gruppenwählers schliesst für den Auslöse.magneten 11Z2 den Strom: -I-, rechter Kontakt des Relais U2, Kon takte g2 und e22, rechter Kontakt des Re lais P2, Unterbrecherkontakt i2, Magnet 1t12, <I>-.</I>
Der Magnet M2, wirkt wie Ml, bis der Schie ber beim Erreichen seiner Endstellung durch Offnen des Kontaktes g2 den Stromkreis unterbricht und die Druckluftvorrichtung wirksam macht.
Relais C3 des Leitungswählers unter bricht mit seinem äussern Kontakt den Strom kreis der Relais V3, <I>U3</I> und P3, so dass diese abfallen, sofern sie noch erregt sind, und für den Auslösemagneten M3 folgenden Strom kreis schliessen bezw. vorbereiten: +, äusserer linker Kontakt des Relais U3, Kontakt g3 und e33, äusserer rechter Kon takt der Relais P3 und Q, Unterbrecher- kontakt i'3, Magnet M3, -.
Dieser Stromkreis wird nur wirksam, wenn Relais Q nicht erregt ist. Relais Q ist, wie angegeben, erregt, wenn der gerufene Teil nehmer am Apparat ist. Demzufolge ; nach einem Gespräch die Rückstellung des Leitungswählers gegebenenfalls verzögert, bis der Gerufene den Hörer ebenfalls auflegt und hierbei die Relais Y und Q aberregt. Der Stromkreis für den Magneten M3 wirkt wie bei M2 und M1. Wenn der Schieber seine Endstellung erreicht, unterbricht er den Stromkreis bei g3 und macht die Druekluft- vorrichtung wirksam.
Zum Schlusse sei darauf hingewiesen, dass die Erzeugung einer beliebigen, schrittweisen oder zusammenhängenden Einstellbewegung des Schaltgliedes an den Gebrauch eines dop pelt wirkenden Sperrgliedes (Echappement) nicht gebunden ist. Abb. 18 zeigt eine andere Ausführungsform mit nur einer einfachen Sperrklinke am Magneten 3T' in Verbindung mit einer Schaltung, die sich als Änderung gegenüber der Schaltung für den Gruppen wähler der Abb. 15 ergibt.
Für die Gruppen wahl, die durch Nummernstromstösse erfolgt, ist ein besonderes Relais X vorgesehen, wel ches während des Erregtseins der Relais U2 und A2 ebenfalls erregt ist und bei der Stromstossgabe über Relais A2 jeweils mit einer kleinen Verzögerung nach diesem ab fällt.
Hierdurch empfängt Magnet 1V1' zeitlich derart begrenzte Stromstösse, dass die Sperr klinke vor dem Erreichen der nächsten Schaltstellung bereits in die Sperrstellung wieder zurückkehrt. Wenn bei der Umschal tung auf die Einzelleitungswahl dann Relais L% 2 abfällt, wird der Magnet M' über den Ruhekontakt von Relais U2, den bereits beim ersten Schaltschritt geschlossenen Kontakt e22, den Kontakt g2 und den Ruhekontakt des Relais P2 dauernd erregt und gibt das Schaltglied vollständig solange frei, bis beim Finden einer freien Leitung Relais P2 den Stromkreis unterbricht. Das Schaltglied bleibt dann in dieser Stellung,
bis am Schluss der Verbindung Relais P2 abfällt und den Magneten 1L2' von neuem erregt. Der Wähler läuft dann weiter, bis in der Endstellung Kontakt g2 geöffnet wird.
Das genannte Relais X ist nur ein Beispiel dafür, um zu zeigen, dass bei der Verwendung einer einfachen Sperrklinke in dem beschrie benen Wähler die bei jedem einzelnen Schalt schritt des Wählers notwendige schnelle Zu iückwerfung der Sperrklinke in die Sperr lage durch ein unabhängig vom Wähler wir kendes Schaltmittel erreicht werden kann. Würde der Nummernstromstosssender selbst genügend kurze Stromstösse liefern, so würde sich das Relais X erübrigen.