CH143197A - Bremseinrichtung für elektrisch betriebene Fahrzeuge. - Google Patents

Bremseinrichtung für elektrisch betriebene Fahrzeuge.

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CH143197A
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Spaengler Ludwig
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  Bremseinrichtung für elektrisch betriebene Fahrzeuge.    Die Erfindung betrifft eine     Bremsein-          richtun-,    für elektrisch betriebene Fahrzeuge,  welche Einrichtung zwei Motoren oder Mo  torgruppen aufweist, die zwei Radsätze  (Triebachsen) treiben.  



  Soll bei solchen elektrisch -betriebenen       Fahrzeuuen    in der Weise gebremst werden,       dass    jede der beiden Motorgruppen mittelst       (-ines    Fahrschalters über einen Bremsstrom  kreis geschlossen wird, so kann es geschehen,       dass    der Bremsstrom in einem der beiden  Bremsstromkreise weit, schwächer wird als  im andern oder bei zufälliger Unterbrechung  eines der beiden Bremsstromkreise in diesem  völlig verschwindet-. Die sonst-, sehr kräftige       Brenisuno,    des Fahrzeuges wird dann unzu  länglich, was leicht-     züi.    Unfällen führen kann.  



  Bei solchen elektrisch betriebenen Fahr  zeugen ist auch eine Handbremse oder eine       pneumatisehe    Bremse vorgesehen, welche  beiden im     folo-enden    unter der Bezeichnung       z#     .,mechanische Bremse"     zusammengefasst    wer  den sollen.

      Die Erfindung bezweckt, dem erwähnten  Mangel zu begegnen, und besteht darin,     dass     in jeden der     Bremsstrom-kreise    mindestens  eine Spule mit Eisenkern eingeschaltet ist-,  wobei<B>je</B> eine Spule des einen Bremsstrom  kreises zusammen     mil-        einer#analogen    Spule  des zweiten Bremsstromkreises<B>in</B> entgegen  gesetztem Sinne ein     Anstellorgan    der me  chanischen Bremse     beeinflusst,    das Ganze  derart,

       dass    beim Überwiegen der Stromstärke  in einem der Bremsstromkreise gegenüber  der Stromstärke im andern Bremsstrom  kreis ein dem Bremsstromkreis mit dem       soliwäeheren    Bremsstrom zugeordneter Teil  der mechanischen Bremse angestellt wird  und den Radsatz, dessen Motorgruppe den  schwächeren Bremsstrom erzeugt, bremst.

    Es kann dadurch erreicht werden,     dass    die  durch     Sellwächung    oder zum Beispiel Unter  brechung des Stromes in. einem der Brems  stromkreise hervor     erufene        Sehwächun-    der  <B>9 kn</B>  elektrischen Bremswirkung auf den die  Motorgruppe in letzterem Stromkreise an-      treibenden Radsatz durch mechanische     Brein-          sung    jenes Radsatzes mindestens teilweise  kompensiert wird.  



  In den Zeichnungen sind beispielsweise       Ausfijhrungsformen    der vorliegenden Brems  einrichtung schematisch dargestellt.  



       el          Fig.   <B>1</B> zeigt     scheinatiseli    eine einfache       Ausführungsform-,        Fig.    2 zeigt eine<B>Ab-</B>  änderung hiervon;     Fig.   <B>3</B> zeigt eine weitere  Abänderung der vorliegenden     Breinseinrich-          tung;        Fig.    4 zeigt Abänderungen der Brems  vorrichtung nach     Fig.   <B>3.</B>  



  In     Fig.        1,    sind<B>1,</B> 2 die beiden als     Reihen-          el          schlussmotoren    angenommenen Motoren des  Wagens, die in der durch einen nicht  dargestellten Fahrschalter herbeigeführten  Bremsschaltung in zwei Stromkreisen liegen,  -welche die die Bremswirkung regelnden  üblichen Bremswiderstände<B>3,</B> 4 enthalten.  Der Einfachheit     we-en    sind     oetrennte        Brems-          tD   <B>en</B>       stromkreise    gezeichnet, obwohl diese auch     in     bekannter Weise miteinander in Zusammen  hang stehen können.

   Ausserdem enthält jeder  dieser Stromkreise die Spule<B>5</B>     bezw.   <B>6</B>  eines Zugmagnetes. Die zwei Zugmagnete  wirken auf ein gemeinsames     Anstell-          organ   <B>7,</B> so     dass    ihre Kraftäusserungen  auf dasselbe einander entgegenwirken, zum  Beispiel auf den Bremshebel einer mecha  nischen     Bremsvorriehtung    mit dem Brems  gestänge<B>8.</B> Wird der Bremsstrom einer der  beiden Motoren, zum Beispiel des Motors<B>1,</B>  stärker als der des andern Motors 2, oder  wird letzterer durch irgend einen Umstand  unterbrochen, so dreht der Zugmagnet<B>5</B> im  Bremsstromkreis des Motors<B>1</B> den Hebel<B>7</B>  in einer solchen Richtung,

       dass    dann das  Bremsgestänge<B>8</B> die Bremsung der vom  Motor     '-)    getriebenen Achse bewirkt. Ist da  gegen der Bremsstrom des Motors 2 stärker  als der des Motors<B>1.,</B> so wird der Brems  hebel<B>7</B> in der entgegengesetzten Richtung  gedreht und das Bremsgestänge<B>8</B> bremst  die vom Motor<B>1</B>     oetriebene    Achse. Im Nor  malzustand haben die Bremsströme beider  Motorstromkreise mindestens     näherungsweise     gleiche Stärke und der Hebel<B>7</B> bleibt in    Ruhe, die mechanischen Bremsen bleiben  ausser Tätigkeit.  



  Dadurch,     dass    bei Schwächung oder Un  terbrechung des Bremsstromkreises des einen  Motors durch den andern Motor die     meeha-          nische    Bremsung der vom ersten Motor ge  triebenen Achse herbeigeführt wird, kann  die Einrichtung ohne Schwierigkeit so ge  troffen werden,     dass    trotz Versagens des einen  Motors beide Achsen mit gleicher Kraft, ge  bremst werden.  



  Die Zugmagnete<B>5, 6</B> können, anstatt  den Bremshebel<B>7</B> unmittelbar zu betätigen.  dazu verwendet werden, den Hebel<B>7</B> oder  das Bremsgestänge betätigende äussere Kraft  quellen beliebiger Art zu steuern. Solche  Steuervorrichtungen an sieh sind dem Fach  mann geläufig und bedürfen keiner näheren  Erörterung.  



  Der Vorteil der vorliegenden     Einriehtung     liegt in der ausserordentlichen Einfachheit  der Anordnung und der Unmöglichkeit,     dass     diese in Unordnung geraten kann. Man     baul     einfach für jede der Achsen oder     Achsen-          gruppen    ein mechanisches Bremsgestänge  und     lässt    darauf die Zugmagnete einwirken,  wodurch die erforderliche Achse     ryebremst     wird. Auf solche mechanische     Breinsgestänge     kann dann die Handbremse oder auch eine  unabhängige     pneumatisehe    Bremse einwir  ken, die entsprechend gebaut werden     muss.     



  Wenn man die     Wirk:ung    der Einrichtung  nicht schon bei kleinen Unterschieden in  der Bremsstromstärke der beiden Motoren  eintreten lassen will, so kann man die     Zug-          mac,nete    in ihrer Wirkung auf den Hebel  <B>en</B>     bl     oder den letzteren selbst im gewünschten  Masse, etwa durch     Anordnuno-    von Federn,       träo,e    machen.  



  Es empfiehlt sich, optische oder     akListischt-          Anzeigevorrichtungen    anzubringen, welche       #lem    Wagenführer anzeigen, welche Achsen  eine mechanische     Breinsung,-    in der angegebe  nen Weise erfahren. Die baulichen Einzel  heiten solcher Anzeigevorrichtungen, von<B>de-</B>  nen eine bei<B>63</B> in     Fig.   <B>1</B> angedeutet ist-.  bedürfen keiner Erörterung.

        Bei dem eben beschriebenen Beispiel der       Einrielitung    besteht nun die Möglichkeit,  insbesondere, wenn in dem einen Brems  stromkreis ein zwar geringerer, aber doch  nicht     vernatehlässigbarer    Bremsstrom vor  handen ist,     dass    die Summe der elektrischen  und mechanischen Bremsung der Achse so  gross ist,     dass    ein Gleiten der Achse eintritt,  wodurch die Bremswirkung bedeutend herab  gesetzt wird.

   Dieser Nachteil kann durch  die Anordnung einer Einrichtung vermieden  werden, die bei der Bewegung des     Anstell-          organes    infolge des überwiegenden Einflusses  des einen     Solenoides    den Hebelarm der auf  das Bremsorgan ausgeübten Kraft dieses  stärkeren     Solenoides    gegenüber dem     Ilebel-          arm    der von dem andern     Solenoid    ausgeübten  Kraft verringert.  



       Fig.    2 zeigt diese Anordnung in     sehe-          matiseher    Darstellung.  



  <B>1</B> und 2 sind wieder die zwei Motoren,  <B>3,</B> 4 die Bremswiderstände. In jedem Strom  kreis liegt ein     Solenoid   <B>5</B>     bezw.   <B>6,</B> die auf  die Anker<B>31, 32</B> wirken. Diese Anker ste  hen nun nicht, wie nach     Fig.   <B>1,</B> in un  mittelbarer Verbindung mit dem Brems  hebel<B>7,</B> sondern tragen Rahmen<B>27</B> und<B>28,</B>  in welche die Enden eines Quergliedes<B>26</B>  gleitbeweglich eingreifen, das auf dem Brems  hebel<B>7</B> sitzt und zu ihm rechtwinklig steht.  Am Bremshebel<B>7</B> greift das Brems  <B>en</B>       gestänge   <B>8</B> an.  



  Sinkt nun zum Beispiel aus irgend einem  Grunde im Bremsstromkreis des Motors     -#     während der Bremsung der Bremsstrom, so  überwiegt der     Einfluss    des     Solenoides   <B>5</B>     ge-          ,genüber    demjenigen des     Solenoides   <B>6</B> und  <B>3</B>  der Anker<B>31</B> wird in das     Solenoid   <B>5</B>     hinein-          ,gezogen,    wobei sieh der Bremshebel<B>7</B> ver  dreht und eine Bremsung der Achse des Mo  tors     '-)    bewirkt.

   Durch Anordnung des Quer  gliedes<B>26</B> nun, das in der Ruhelage des  Bremshebels<B>7</B> in der Verbindungslinie der  beiden     Solenoide    liegt, wird bei Verdrehung  des Bremshebels der Hebelarm der von den       Solenoiden    ausgeübten Kräfte verändert.

    Während er in der Mittelstellung in beiden    Fällen     gleieli    a war, ist er in der in unter  brochenen Linien gezeichneten Stellung des  Bremshebels gleich<B>b</B>     bezügliell    des     Solenoi-          des   <B>5</B> und gleich c     bezüglioh    des     Solenoides   <B>6,</B>  Durch diese Verkleinerung des Hebelarmes<B>b</B>  gegenüber dem Hebelarm     c    wird der     Ein-          fluss    des stärker erregten     Solenoides   <B>5</B> ver  ringert,     umsomehr,

     <B>je</B> weiter sich der Anker  <B>31</B> in dieses     hineinbewegt    und damit je wei  ter sieh der Bremshebel<B>7</B> verdreht. Dadurch  wird einerseits allgemein die Stärke der     me-          chaliisc'hen    Bremsung herabgesetzt; im wei  teren kann aber     aueli    noch eine besondere  Wirkung der     Zugmagnetanordnung    kompen  siert werden, die darin besteht,     dass    die Zug  kraft eines     Solenoides    sich bei gleichbleiben  der Erregung mit der     Hereinbewegung    des  Ankers steigert und mit seiner     Heraus-          bewegung    verringert.

   Diese Eigenschaft  würde ohne Anordnung der erwähnten Ein  richtung eine unverhältnismässige Verstär  kung der mechanischen Bremsung zur Folge  haben, da sieh bei Einleitung dieser Brem  sung ohne Änderung der Erregungszustände  der     Zugmagnetanordnung    die von dem     So-          lenoid   <B>5</B> ausgeübte Zugkraft immer weiter  .steigert und die vom     Solenoid   <B>6</B> ausgeübte  sich immer weiter verringert.  



  Die bis jetzt beschriebenen Einrichtungen  bestehen im wesentlichen darin,     dass    jeder  der beiden Bremsströme die Spulen eines  Zugmagnetes durchfliesst, wobei bei unglei  chen Stromstärken, insbesondere bei Unter  brechung eines der beiden     Bremsstroml,--reise     die überwiegende oder einzig auftretende  Zugwirkung der einen Spule ein mit dem  Zugmagneten verbundenes Organ, zum Bei  spiel den     Bremsliebel    des mechanischen  Bremsgestänges, betätigt und eine mecha  nische Bremsung jener Achse bewirkt, deren  Bremsstrom geschwächt, oder unterbrochen  ist.  



  Diese Anordnung, welche für kurze, zwei  achsige Wagen mit<B>je</B> einem Motor oder  einer Motorgruppe für jede Achse sehr gut  geeignet ist, stösst aber schon dann, wenn  die zwei Motoren oder Motorgruppen bei      langen Wagen auf zwei Drehgestellen an  gebracht sind, auf erhebliche konstruktive  Schwierigkeiten und ist in dem Falle gar  nicht mehr verwendbar, wenn die Motoren  auf zwei Wagen verteilt sind, die zum Bei  spiel zu Zwillings- oder     Gelenkswagen        an-          einandergekuppelt    sind, oder wenn zwischen  den beiden Motorwagen Beiwagen eingeschal  tet sind.  



  Zweck der nachstehend beschriebenen  Ausbildungsform ist, diese Einrichtung der  art auszugestalten,     dass    sie auch in den eben  erwähnten Fällen leicht eingebaut     #verden     kann und     verlässlich    wirkt.  



       In        Fig.   <B>3</B> ist eine beispielsweise Aus  führungsform des Erfindungsgegenstandes  bei Anwendung auf zwei gesonderte, mit  einander gekuppelte, zu einem     Zwillings-          oder        Gelenkswagen    vereinte Motorwagen  schematisch dargestellt.  



  Jeder der beiden Zugwagen ist mit einer  Motorgruppe<B>1</B>     bezw.    2 ausgestattet, in deren  Bremsstromkreis auf dem eigenen Wagen  eine Spule<B>51</B>     bezw.   <B>6-9</B> und auf dem zwei  ten Wagen eine Spule 52     bezw.   <B>61</B> einge  schaltet ist.

   Die Spulen<B>51,</B>     52    einerseits  und<B>61, 62</B> anderseits sind in Reihe     ge-          se,haltet.    Die -Spulen<B>51,</B>     #61    wirken im  entgegengesetzten Sinne auf einen Kern  und die Spulen<B>52, 62-</B> wirken im entgegen  gesetzten Sinne auf einen Kern<B>32.</B> Jeder  der Kerne<B>31, 39,</B> greift unter Vermittlung  eines als einfacher Hebel<B>71</B>     bezw.   <B>72</B> an  gedeuteten     Anstellorganes    oder auch unter  Vermittlung von Relais an !dem Teil des me  chanischen Bremsgestänges     .9,1,   <B>81</B>     bez-w.    22,  <B>82</B> des eigenen Wagens an.  



  Sind beim elektrischen Bremsen die  Bremsstromstärken der beiden Motoren<B>1</B>  und 2 einander     gen-.tu    oder angenähert gleich,  so bleiben die beiden Kerne<B>31</B> und<B>312,</B> da  auf sie von den Spulen<B>51</B> und<B>61</B>     bezw.   <B>52,</B>  <B>62</B> gleiche, aber entgegengesetzte Kräfte  ausgeübt werden, in der Mittellage und die  mechanischen Bremsen werden nicht ange  stellt.

   Wird aber einer der Bremsströme,  zum Beispiel der des Motors<B>1,</B> wesentlich  schwächer oder verschwindet er ganz, wäh-         rend    der Bremsstrom des Motors 2 seine volle  Stärke beibehält-. oder grösser wird, so folgt  der Kern der Einwirkung der Spule     61.,     wird also nach der Figur nach rechts ge  zogen und der Teil der mechanischen Bremse  21 des Wagens wird angestellt. Am zweiten  Wagen sucht der Kern<B>32</B> der Wirkung der  Spule<B>622</B> zu folgen, also die mechanische  Bremse 22 des -Wagens zu lösen, was aber  überflüssig ist, da, diese Bremse     ohliehin     schon gelöst ist.

   Es kann daher die Bewe  gung des     Anstellorganes    oder Hebels<B>72</B>     iii     der Löserichtung durch einen Anschlag 12       begTenzt    werden. Dadurch wird verhütet,       dass    der Abstand zwischen den Bremsklötzen  und Radkränzen des Wagens zu gross wird.

    Sobald der Bremsstrom des Motors 2     erheb-          liell    kleiner wird als der des Motors<B>1,</B>  oder verschwindet, wird     um('Yel-elirt    der Kern  <B>32</B> der Einwirkung der Spule<B>52</B> folgend  die mechanische Bremse des einen     Wauens     anstellen, der Kern<B>31</B> des andern Wagens  dagegen in der dem Lösen     der        mechanischeii     Bremse 21 entsprechenden Richtung durch  die Spule<B>51</B> bewegt, falls das     Anstellorgaii     <B>71</B> nicht durch einen     Ansehla--   <B>11</B>     auf-ehal-          teil    wird.

   Es wird also in jedem Falle, wenn  der Bremsstrom einer Motorgruppe versagt,  der Radsatz dieser     Viotorgruppe    durch die  Überwiegende oder einzig vorhandene Wir  kung des Bremsstromes der andern Motor  gruppe mechanisch gebremst, -während die  mechanische Bremse des Radsatzes der an  dern Motorgruppe nicht angestellt wird.  



  Wenngleich die Anordnung in ihrer An  wendung bei Zwillings- oder     Gelenkswagen.     bestehend aus zwei miteinander gekuppelten       Hoforwagen,    mit je einem Motor oder einer  Motorgruppe beschrieben wurde, kann sie  offenbar auch bei jedem zweimotorigen     Wa-          (Ven    angewendet werden, wobei das     entspre-          eilende    Bremsgestänge bloss eine Achse oder       Achsengruppe    zu bedienen hat.  



  Beim Betrieb eines Fahrzeuges treten bei  Vornahme einer elektrischen     Bremsuno,     häufig Schwankungen der Bremsströme auf.  ohne     dass    die     Bremsstron-ihreise    irgendwie  beschädigt wären, und es ist unerwünscht.           dass    bei solchen betriebsmässigen     Sch-wankun-          o'        11    der Bremsströme schon die mechanische  ?De  Hilfsbremsung in Tätigkeit tritt.

   Es können  daher Einrichtungen vorgesehen werden,       dureh    die     bevirkt    wird,     dass    die     meehanische     Bremsung eines Radsatzes erst dann in Tä  tigkeit tritt, wenn die Bremsstromstärke der  zugehörigen Motorgruppe einen gewissen  Betrag unterschreitet. Erst wenn ein Brems  strom unter ein bestimmtes Mass sinkt, das  unter den betriebsmässigen Schwankungen  des Bremsstromes liegt, wird die mechanische  Bremsvorrichtung betätigt.

   Eine solche Ein  richtung kann eine     Haltevorrichtung    für das  die mechanische     Breinsung        be#,virl-,ende,    mit  der     Zugmagnetanordnung    verbundene     An-          stellorgan    sein, welche Vorrichtung dieses       Austellor-,an    erst freigibt, wenn die Brems  stromstärke<B>,</B> der zugehörigen Motorgruppe  unter den genannten Betrag sinkt.

   Das     an-          --estrebte    Ziel kann ferner bei der Ausfüh  rungsform     naeli        Fig.   <B>3</B> dadurch erreicht  werden,     dass    die     Wirkuno,    der im Brems  sinne wirkenden     Solenoide    auf das     Breins-          organ    gegenüber der Wirkung der im Löse  sinne wirkenden     Solenoide    dadurch     herab-          .-esetzt    wird,

       dass    die Stromstärke oder die       Windungszahl    in ihnen niedriger gehalten  wird als bei den im Lösesinne wirkenden       Solenoiden,    beziehungsweise     dass    sie an dem       Anstellorgan    mit einem kleineren     Hebelarin          als    diese     Solenoide    angreifen.  



       Fig.   <B>ä</B> zeigt schematisch die Anordnung  einer solchen beispielsweisen Ausführungs  form. Diese Einrichtung mit einer     Halte-          vorrielitung    ist aber ebenso auf die     Ausfüb-          rungsforin    nach     Fig.   <B>1</B> anwendbar.  



  Die     Anstellorgane    oder Bremshebel<B>71.</B>  <B>72</B> sind mit Gabeln<B>9, 10</B> versehen, in     wel-          ehe    die hakenförmigen Enden von Hebeln  <B>13,</B> 14 hineinragen, die bei<B>15, 16</B> im     Wa#     ,gen drehbar sind. Diese Hebel werden durch       I     die Federn<B>17, 18,</B> die in der     Offnungsrioh-          tung    wirken,     beeinflusst,    während in der       Sperriehtung    die in den Bremsstromkreisen  liegenden     Solenoide   <B>19,</B> 20 wirken.  



       Ist    die Stärke des Bremsstromes ober  halb eines bestimmten Mindestbetrages, wie    dies zum Beispiel bei dem Motor<B>2</B> der Fall  sei, so ist die     Wirkang,des    zugehörigen     So-          lenoides    20 so gross,     dass    der Hebel 14 ent  gegen der Wirkung der Feder<B>18</B> in Sperr  stellung gehalten wird. Der Bremshebel<B>72</B>  liegt dann einerseits an dem Anschlag 12  und anderseits mit seiner Gabel<B>10</B> an dem  Hebel 14 an, so     dass    er bei Schwankungen  der Erregung der     Solenoide   <B>52</B> und<B>62</B> nicht  bewegt wird.  



  Fällt der Bremsstrom unter das erwähnte  Mindestmass, wie dies beim Motor<B>1</B> voraus  gesetzt sei, so fällt auch die Erregung des  zugehörigen     Solenoides   <B>19</B> so stark,     dass    die  Feder<B>17</B> überwiegt und den Hebel<B>13</B> aus  der Gabel<B>9</B> zieht. Unter dem     Einfluss        de#7     ungeschwächt erregten     Solenoides   <B>61</B> wird  dann der Bremshebel<B>71</B> im     Uhrzeigersinne     in der Bremsrichtung verdreht und die zu  dem     Notor   <B>1.</B> gehörige Achse mechanisch  gebremst.  



       Fig.    4 zeigt verschiedene weitere Aus  bildungsformen, die alle den Zweck ver  folgen, die Betätigung der mechanischen  Bremsung zu verzögern, so     dass    diese nicht  schon bei jedem kleinen Abfall des Brems  stromes in einem Bremsstromkreis, sondern  erst bei beträchtlicher Verminderung dieses  Stromes in Tätigkeit tritt. In     Fig.    4 sind  der einfacheren Darstellung wegen alle diese  Ergänzungen vereint bei einer Anlage ge  zeichnet, obwohl man bei der praktischer,  Ausführung im allgemeinen nur die eine  verwenden wird.  



       Fig.    4 zeigt die linke Hälfte einer Brems  anlage. Um den     Einfluss    des die Bremsung  bewirkenden     Solenoides   <B>61</B> gegenüber dem  die Lösung bewirkenden     Solenoid   <B>51</B> herab  zusetzen, greifen die den beiden     Solenoiden     zugeordneten Kerne 84 und<B>83</B> mit verschie  den grossen Hebelarmen am     Anstellorgan    oder  Bremshebel<B>71,</B> und zwar an den Stellen<B>86</B>  und<B>85,</B> an. Der dem     Solenoid   <B>61</B> zugeord  nete Hebelarm ist dabei der kleinere.  



  Dieselbe Wirkung kann     nacli    der Erfin  dung auch dadurch erzielt werden,     dass    man  das die Lösung bewirkende     Solenoid   <B>51</B> mit  einer grösseren     Windungszahl    ausstattet als      das     Solenoid   <B>61,</B> wie dies ebenfalls in     Fig.    4  dargestellt ist.  



  Endlich kann man die Wirkung der  die     Dremsung    herbeiführenden     Solenoide        da-          durel-i    verringern,     dass    man den sie durch  fliessenden Strom kleiner hält als den die  andern     Solenoide.        durclifliessenden    Strom.       Fig.    4 zeigt dies für das dem rechten, nicht  dargestellten Bremshebel zugeordnete     Sole-          noid    52, dem ein     Solenoid   <B>-88</B> parallel ge  schaltet ist, das auf einen Bremshebel<B>87</B> ein  wirkt, der in normalem     Betriebszustande     bremsend wirkt.

   Man sieht,     dass    zwar das       Solenoid   <B>51</B> vom gesamten Bremsstrom  durchflossen ist, das     Solenoid    52 jedoch nur  von einem Teilbetrag des Bremsstromes, da  der übrige Teil das     Solenoid   <B>88</B> durchfliesst.  Ebenso     muss    natürlich der das     Solenoid   <B>61</B>       durchfliessende    Strom verringert werden.  



  Die beschriebenen Anordnungen können  natürlich auch dann     anoewendet    werden,  wenn das     durali    sie     beeinflusste        Anstellorgan     nicht unmittelbar, wie in den Zeichnungen  dargestellt, die mechanische Bremsung be  wirkt, sondern wenn dieses Bremsorgan, wie  oben beschrieben ist, die mechanische Brem  sung mittelbar herbeiführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPR-UCH: Bremseinrichtung für elektrisch betrie bene Fahrzeuge, welche Einrichtung zwei Hotoren oder Motorgruppen, deren jeder bezw. jede über einen Bremsstronikreis in sich geschlossen werden kann, zwei Rad sätze, von denen jeder einzelne von einer dieser Motorgruppen angetrieben wird und eine mechanische Bremse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in jeden der Brems stromkreise mindestens eine Spule mit Eisen kern eingeschaltet ist-,
    wobei<B>je</B> eine Spule des einen Bremsstromkreises zusammen mit einer analogen Spule des zweiten Bremsstromkreises in entgegengesetztem Sinne ein Anstellorgan der mechanischen Bremse beeinflusst, das Ganze derart, dass beim Überwiegen der Strom stärke in einem der Bremsstromkreise gegen über der Stromstärke im andern Brems- stromkreise ein dem Bremsstromkreis mit dem schwächeren Bremsstrom zugeordneter Teil der mechanischen Bremse angestellt wird und den Radsatz, dessen Motorgruppe den schwächeren Bremsstrom erzeugt, bremst.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Bremseinrichtung nach dem Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine Ein richtung, die eine Betätigung der me chanischen Bremsung erst bei Über- selireitung einer bestimmten Mindest differenz der Bremsstromstärken zulässt. 2.
    Bremseinriehtung nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstellorgane nicht- unmittelbar auf das mechanische Bremsgestänge einwirken, sondern eine äussere Kraftquelle zurBe- tätigung des Bremsgestängds derjenigen Achsen steuern, die von den Motoren getrieben werden, deren Bremsstrom ge schwächt oder unterbrochen worden ist.
    <B>3.</B> Bremseinrichtung nach dem Patentan spruch, gekennzeichnet durch. eine op tische oder akustische Anzeigevorrich tung, welehe den Führer erkennen lässt, welcher Radsatz eine mechaniseheBrem- sung erfährt-. 4.
    Bremseinrichtung nach dem Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine Ein- riehtung, die bei Bewegung des An- stellorganes infolge des überwiegendeli Einflusses der einen Spule den -He#bel- arm der auf das Bremsorgan ausgeübten Kraft dieser stärkeren SI)ule gegenüber dem Hebelarm der von de., an-lern-Spule ,tuso-eiibten Kraft verringert.
    <B>i</B> LI <B>-</B> <B>5.</B> Bremseinrichtung nach Ullteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass die Spulen als Soleiloide ausgeführ-, sind und die Kerne der Solenoide an dem Anstell- organ durch Z#"vischen:glieder angreifen, <B>c n</B> die bei Bewegung des Anstellorganes aus der Rulielage die Hebelarme der von den Solenoiden ausgeübten Kräfte ver ändern.
    <B>6.</B> Bremseinrichtung nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das als Ilebel ausceführte Anstellorgaii ein zu ihm rechtwinklig stehendes Querglied trägt, an dem die Kerne der Solenoide angreifen.
    <B>7.</B> Bremseinrichtung nach dein Patentan spruch, dadurch gekennzeiehne# dass <B>je-</B> der der Motorgruppen zwei räumlich von einander getrennte Spulen zugeordnet sind,<B>je</B> eine einer Motorgruppe zuge ordnete Spule einer der zweiten Motor- Crruppe zugeordneten Spule entgegen wirkt und durch diese einander entgegen wirkenden Spulen bei Schwächung des Breinsstroines in einer Motorgruppe die mechanische Bremse der Räder dieser Motorgruppe, deren Bremsstrom schwä- eher ist, angestellt wird.
    <B>8.</B> Breinseinrielitung nach Unteranspruch i, dadurch (Tekennzeichnet, dass Anschläge vorgesehen sind, welche die Bewegung der Teile der mechanischen Bremse in der Richtunu des Lösens beurenzen. t3<B>en</B> <B><I>9.</I></B> Breinseinrichtung nach Unterauspruch <B>l,</B> gekennzeichnet durch eine Ilaltevorrieli- tung für das Anstellorgan der mec'ha- nischen Bremse,
    welche Haltevorrich tung dieses Anstellorgan erst dann frei gibt, wenn die Bremsstromstärke der zugehörigen Motorgruppe einen gewissen Betrag unterschreitet. <B>10.</B> Bremseinrichtung nach den Unteran- sprüclien <B>1</B> und<B>9,</B> dadurch gekennzeich net, dass die HaltevorrieUtung von einer praktisch gleichbleibenden Kraft und von einem entgegenwirkenden, im Brems stromkreis liegenden Solenoid beeinflusst wird.
    <B>11.</B> Bremseinrielitung nach dem Patentan- spri-ieh, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung der im Bremssinne wirkenden Spulen nebst Kernen auf das Anstell- organ gegenüber der Wirkung der im Lösesinne wirkenden Spulen dadurch herabgesetzt ist, dass die Amperewin- dungszahl in ihnen niedriger gehalten ist als bei den im Lösesinne wirkenden Solenoiden. <I>12.</I> Breinseinrielitung nach dem Patentan spruch, dadurcli gekennzeichnet,
    dass die Wirkung der im Breinssinne wirkenden Spulen nebst Kernen auf das Anstell- organ gegenüber den im Lösesinne wir kenden Spulen iiebst Kernen dadurch herabgesetzt ist, dass erstere an dem An- stellorgan mit einem kleineren Ilebel- arm angreifen als letztere.
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