CH143330A - Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe. - Google Patents

Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe.

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CH143330A
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Aktiengesellschaf Bamag-Meguin
Heller Oswald Ing Dr
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Bamag Meguin Aktiengesellschaf
Heller Oswald Ing Dr
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

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Description


  Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koka in  einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe.    Es ist bekannt, die Wärmne des glühenden       Kokses,    wie er die Öfen verlässt, zur Er  zeugung von Wasserdampf auszunutzen, in  dem man zu diesem Zweck den blühenden  Koks mittelst eines Kübels in einen Druck  behälter einführt und nach dichtem Abschlie  ssen des Behälters den     Koks    mit Wasser  bespritzt. Es entstehen hierbei die sogenann  ten Löschdämpfe, die in der Hauptsache aus       Wasserdampf    und Wassergas bestehen. Der  auf diese Weise entstehende Dampf ist ver  unreinigt und fällt infolge des. unterbro  chenen Betriebes periodisch an.

   Es ist auch  bekannt, diese     Löschdämpfe    durch indirekte  Wärmeübertragung durch eine Heizfläche  hindurch zur Erzeugung von Warmwasser  oder reinem Dampf von geringerer Span  nung als die der Löschdämpfe zu verwerten.  Hierbei bleibt nach Kondensation des Was  serdampfes das Wassergas als Restprodukt  übrig. Diese Verfahren haben den Nachteil,  dass durch die aggressiven Bestandteile der    Löschdämpfe die Heizfäden angegriffen  werden und durch die mittelbare. Wärme  übertragung ein erheblicher     Zeitverbrauch     und Energieverlust bedingt wird.  



  Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren und eine Anlage zur Ausübung des  selben zu dem Zweck, die beim Löschen von  glühendem     Koks    in einem Druckbehälter pe  riodisch anfallenden Löschdämpfe in besserer  Weise als bisher auszunutzen.  



  Gemäss der Erfindung werden das Was  sergas und der Wasserdampf beide mit Über  druck gewonnen, ohne dass die Wärmeüber  tragung durch Heizflächen hindurch erfolgt.  Die in der Löschanlage periodisch anfallen  den     Löschdämpfe    werden in den Wasserraum  eines Dampfspeichers eingeleitet. Hierbei  kondensiert der Wasserdampf der     Lösch-          dämpfe    in dem Wasser des     Speichers,    wäh  rend das     unkondensierbare    Wassergas und  sonstige Beimengungen von permanenten  Gasen durch das Wasser hindurch     aufsteigen         und sich in dem Dampfraum des Speichers  ansammeln.

   Es entsteht hierbei in dem  Speicher ein Druck, der höher ist als der  Druck, welcher der jeweils im Speicher herr  schenden Wassertemperatur für gesättigten  Wasserdampf entspricht. Der Druck im  Speicher wird durch ein automatisch druck  haltendes Ventil auf einer beliebigen Höhe  gehalten. Da die Löschdämpfe eine höhere  Temperatur haben als das     Speicherwasser.     so findet eine schnelle Kondensation des  Wasserdampfes der eintretenden     Lösch-          dämpfe    statt, während das Wassergas durch  den Dampfraum des Speichers hindurch und  das druckhaltende Ventil mit geringen  Dampfresten entweicht.  



  Zur Erläuterung der physikalischen Vor  gänge diene nachstehendes Beispiel:  Die Löschdämpfe bestehen beispielsweise  aus 15 Volumenteilen Wasserdampf und 1 Vo  lumenteil Wassergas. Wenn die Löschdämpfe  hierbei einen absoluten Druck von 16     Atmos-          sphären    haben, so zerlegt sich dieser Druck  in die Partialdrücke von 15 Atm. abs. Was  serdampf und 1 Atm. abs. Wassergas. In  dem Speicher herrscht     nahezu    derselbe Druck  wie in der Löschkammer, das heisst, ein Ge  samtdruck von zirka 16 Atm. abs. Dieser  Druck wird durch das druckhaltende Ventil  auf konstanter Höhe gehalten.

   Wenn zum  Beispiel das Wasser in dem Speicher eine  Temperatur von 169,6   C hat, entsprechend  einem Dampfdruck von 8 Atm. abs., so be  findet sich in dem Dampfraum oberhalb des  Wassers ein Wassergas-Dampfgemisch von  8 Atm. abs. Wasserdampf und 16 - 8 = 8  Atm. abs. Wassergas. Das Wassergas     ver-          lässt    in dieser Zusammensetzung den Spei  cher.  



  Es soll nun nachstehend festgestellt wer  den, wieviel Anteile des in den Löschdämp  fen enthaltenen Wasserdampfes in dem  Wasserraum kondensieren und wie gross dem  zufolge der mit dem Wassergas     entweichende     Rest dieses Wasserdampfes ist.  



  Gemäss obengenanntem Beispiel treten  ein: 15 Teile Wasserdampf und 1 Teil Was  sergas. Es treten aus: 1 Teil Wasserdampf    und 1 Teil Wassergas. Somit sind konden  siert     #4    des Wasserdampfes, beziehungs  weise 93,5% während nur 6,5% des Wasser  dampfes mit dem Wassergas entweichen,  das heisst also, es wird der grösste Teil des  Wasserdampfes in dem Wasser des Spei  chers zurückgehalten, wobei gleichzeitig eine  entsprechende Temperaturerhöhung des Was  sers erfolgt. Bei diesem Beispiel treten die  Löschdämpfe mit mindestens 197' C, entspre  chend 15     Atm.        Dampfdruck    ein.

   Die Was  sertemperatur im Speicher beträgt 169,6  ,  entsprechend 8     Atm.,    so dass der Temperatur  unterschied zwischen Löschdämpfen und  dem Wasserinhalt des Speichers mindesten  27,4' C beträgt.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind ver  schiedene Ausführungsbeispiele von Anla  gen zur Ausübung des beanspruchten Ver  fahrens dargestellt.  



  Die Anlage nach     Fig.    1 besteht im we  sentlichen aus einer     Kokslöschkammer    1,  einem Dampfspeicher 2, einem     Spritzwasser-          vorwärmer    3 und einer Pumpe 4. Nachdem  der glühende     Koks    mittelst eines Kübels 5  in die     Kokslöschkammer    1 eingebracht ist  und der Deckel 6 dicht abgeschlossen wurde,  wird der     Koks    mit     heissem    Wasser bespritzt.

    Dieses kommt aus dem     Spritzwasservorwär-          mer    3, wird durch die Pumpe 4 durch die  Leitung 7 in die     Löschkammer    1 gefördert,  wo es mit Hilfe eines Verteilungsrohres 8  gleichmässig auf den     Koks    verteilt     wird.    Es  entstehen hierbei die Löschdämpfe, die im       Druck    schnell ansteigen. Sobald in der       Löschkammer    1 der Druck     überschritten          wird,    der in dem Speicher 2 herrscht, wer  den die Dämpfe durch Öffnen des Ventil  9 durch die Leitung 11 in den Wasserraum  des Speichers 2 gedrückt.

   Der Dampf wird  in     bekannter    Weise durch ein Verteilungs  rohr 12 eingeführt. Beim Durchtreten der  Löschdämpfe durch den     'Wasserraum    kon  densiert der grösste Teil des     )Vasserdampfes     bei gleichzeitiger     Anwärmung    des Wassers  im Speicher, während das     unkondensierbare     Wassergas sich in dem Dampfraum 13 des  Speichers ansammelt. Es findet nunmehr in      der Löschkammer und in dem Speicher ein  weiterer Druckanstieg statt, bis sich das  druckhaltende Ventil 19 automatisch öffnet.  Dieser Druck kann durch Belastung des  Ventils 19 beliebig eingestellt werden. Dias  Wassergas mit Resten des Wasserdampfes  entweicht durch die Leitung 18 zu den Ver  brauchsstellen.

   Sobald der Koks gelöscht ist,  wird das Ventil 9 geschlossen und das Ventil  10 geöffnet. Es gelangt nun der in der  Löschkammer 1 befindliche Restdampf, so  wie der Dampf, der durch die Entspan  nung durch Nachverdampfung aus dem  Koks entsteht, durch die Leitung 15 und  den Verteiler 16 in den Wasserraum  des offenen Spritzwasservorwärmers 3 und  wird in diesen direkt eingeführt. Das  Spritzwasser wird auf diese Weise auf na  hezu 100   C angewärmt. Sobald der Koks  gelöscht ist und das Ventil 9 geschlossen  wurde, gelangt in den Dampfspeicher 2 kein  neues Wassergas. Das in dem Dampfrauen  befindliche Wassergas-Dampfgemisch ent  weicht durch das Ventil 19 solange, bis der  Druck in dem Speicher auf den eingestellten  Druck sinkt. Sobald das Ventil 19 geschlos  sen ist, wird das Dampfventil 21 geöffnet.

    Es entweicht nun durch das Ventil 21 und  die Leitung 20 der Dampf, der in den Was  serraum des Speichers aufgespeichert war  und wird auf diese Weise getrennt von dem  Wassergas zu den Verbrauchsstellen abge  führt.  



  Vor Beginn der neuen Charge, bezie  hungsweise vor dem neuerlichen Öffnen des  Ventils 9 wird das Ventil 21 geschlossen.  Während der Abgabe von Dampf aus dem  Speicher fällt der Dampfdruck beziehungs  weise die Wassertemperatur auf die ur  sprüngliche Höhe und wird durch das neuer  liche Einleiten von Löschdämpfen wieder  erhöht.  



  Anstatt den Wasserdampf und das Was  sergas durch getrennte Leitungen 18 und 20  an die Verbrauchssteilen zu führen, kann ge  mäss Fig. 2 die Abführung auch in der  Weise erfolgen, dass das Wassergas und der  Dampf nacheinander in eine gemeinsame Ab-    gangsleitung 22 geführt werden. Hierbei ist  das Ventil 23 als Reduzierventil ausgebildet.  Die beiden Ventile 19 und 23 arbeiten dann  automatisch in der Weise miteinander, dass  zu der Zeit, wo das Ventil 19 geöffnet ist  sich in der Leitung 20 hinter dem Reduzier  ventil 23 eine Druckerhöhung einstellt,     die     das Schliessen des     Reduzierventils    23 zur  Folge hat. Sobald das Ventil 19 schliesst.  sinkt der Druck in der Leitung 20.

   Hier  durch öffnet sich das     Reduäierventil    auto  matisch: und lässt den Dampf zu den Ver  brauchsstellen abströmen.  



  Eine andere Ausbildung der Anlage ist  in     Fig.    3 dargestellt. Diese unterscheidet  sich von der nach     Fig.    1 dadurch, dass das  auf zirka 100   C vorgewärmte Spritzwasser  aus dem mit einem Filter 25 versehenen       Spritzwasservorwärm'er    3 durch die Pumpe  4, an die Leitung 26 und in den Speicher 2  eingepumpt wird und aus diesem über die  Leitung 28 durch die Pumpe 29 in die Lei  tung 7 gedrückt und auf den Koks     I    in"     dex     Löschkammer gespritzt wird.  



  In der Leitung 26 ist ein Rückschlag  ventil 27 und in der 'Leitung 7 ein<B>Ab-</B>  sperrventil 30 eingebaut. Diese Anordnung  hat den Vorteil, dass das Wasser des Spei  chers 2 dadurch dauernd erneuert wird. Dem       Spritzwasservörwärmer    3 wird selbstver  ständlich das verbrauchte Wasser durch eine  Wasserleitung 17 über ein Ventil 24 oder  eventuell über ein     Schwimmerventil    wieder  neu zugeführt. Es wird auf diese Weise  eine, Konzentration von mechanischen und  löslichen Beimengungen im Wasser des Spei  chers 2 vermieden.  



       Ausserdem    findet eine weitere     Anwär-          mung    des Spritzwassers bis auf .die Speicher  temperatur statt, welches mit dieser Tem  peratur auf den glühenden Koks gespritzt  wird, wodurch eine Verbesserung und Ver  mehrung des Wassergases erzielt wird.  



  Die oben beschriebene Anlage lässt sich  gemäss     Fig.    4     vorteilhafterweise    unmittelbar  mit Gasöfen 31 kombinieren, derart, dass die  durch Leitung 22 nacheinander     abgeführten     Medien (Wasserdampf-     bezw.    Wassergas)      durch Gasöfen 31 hindurcohgeleitet werden,  uni dass das dabei erzeugte Produkt aus dem  Abzugsstutzen 32 des Ofens den Verbrauchs  stellen zugeführt wird. Es wird dabei der  Wasserdampf in Wassergas umgewandelt  und das Wassergas innerhalb des glühenden  Kokses 33 dadurch verbessert, dass ein Teil  der Kohlensäure in Kohlenoxyd verwandelt  wird.

   Ausserdem wird auch noch der im  Wassergas enthaltene Wasserdampf in Was  sergas verwandelt  Eine besondere Ausführungsweise besteht  darin, dass man die Ventile 19 und 21 so  aufeinander abstimmt, dass beide Medien  (Wassergas und Wasserdampf) gleichzeitig  und in beliebiger Mischung in die Öfen 31  eingeführt werden.  



  Eine- weitere     Verbesserung    des beschrie  benen Verfahrens besteht darin, dass der  diskontiznuierlich anfallende Wässerdampf  kontinuierlich gewonnen wird. Dies geschieht  vermittelst der in Fig. 5 dargestellten und  unten beschriebenen Anlage:  Auf dem Speicher 2 ist ein Gegenstrom  vorwärmer 34 aufgesetzt. Der     Spritzwasser-          vorwärmer    3 ist als druckfester Behälter aus  gebildet und oberhalb des Gegenstromvor  wärmers 34 angeordnet. Viom Boden, des  Spritzwasservorwärmers 3 führt eine     Verbin-          duugsleitung    35 mit eingebautenm Absperr  ventil 86 zu denm obern Teil des Gegenstrom  vorwärmers 34.

   Eine zweite Leitung 37 mit  eingebautem Ventil 38 stellt die Verbindung  des obern Teils des Spritzwasservorwärmers  mit dem Gegensiromvorwärmer 34 her.  Durch, eine Leitung 39 mit eingebautem  Schwimmerventil 40 wird das bei dem Pro  zess verbrauchte Wasser von aussen zugeführt.  Das Wassergas wird durch die Leitung 41  abgeführt. Diese Leitung 41 verzweigt sich  in eine Leitung 42 mit eingebautem Ab  sperrventil 43 und eine Leitung 44 meit ein  gebautem druckhaltendem Ventil 45. Die  Leitungen vereinigen siel i, wieder zur Leitung  41,, an welche ein Rückschlagtopf 46 ange  baut ist. Von dem untern Teil des Gegen  stromvorwärmers 34 führt von einem Ventil  48 beherrscht eine Dampfleitung 49 in einen    Reindampfspeicher 50. Von hier wird der  Reindampf durch die Leitung 51 über cdas  Ventil 52 entnommen.  



  Sobald in dem Speicher 2 ein Druck von  beispielsweise 14 Atm. erreicht wird, wird  durch automatische     Betätigung    das Ventil  43 geschlossen und die Ventile 38 und 36  geöffnet. Durch das Öffnen des Ventils 38  findet ein Druckausgleich zwischen dem  Speicher 2 und dem Spritzwasservorwärmer  3 statt. Hierdurch wird bewirkt, dass das  in dem Spritzwasservorwärmer 3 vorhandene  zirka 100   C warme Wasser durch das offene  Ventil 36 in den     Gegenstromvorwärmer    34  des Speichers 2 mit natürlichem Gefälle ab  fliesst.

   Das Wasser gelangt über die Einbau  ten 34a des Gegenstromvorwärmers 34 in den  Speicher 2, während gleichzeitig das Was  sergas, das noch gewisse Beimengungen von  Dampf enthält, im Gegenstrom zu dem Was  ser nach oben durch die Leitung 37 und das  Ventil 38 in den Spritzwasservorwärmer 3  abgeht. Hierbei findet ein Wärmeaustausch  zwischen Wasser und dampfhaltigem Was  sergas statt, wodurch bewirkt wird, dass da,  nach unten     fliessende    Wasser sich in     dein          Gegenstromvorwärmer    34 auf beispielsweise  <B>160'</B> C erwärmt, während dein nach oben       abziehenden.    Wassergas der Dampf und ein  grosser     \Beil    der fühlbaren Wärme entzogen  wird.

   Bei Erreichung eines Druckes von bei  spielsweise 14     Atm.    im     Spritzwasservorwär-          mer    3 öffnet sich automatisch ein druckhal  tendes Ventil 45, wodurch das Wassergas  in bekannter Weise über einen     Rückselda.2@-          topf    46 in entspannter Form durch die  daran anschliessende Leitung 4 7 zu den Ver  brauchsstellen abgeführt wird.  



  Das sich am Boden der Löschkammer 1       ansammelnde        1=Tberschusswasser    wird zu glei  cher Zeit durch     Offnen    des Ventils 54 durch  die     Leitung    53 in den Speicher 2 zurück  gedrückt, wodurch auch die in dem     Über-          sQhusswasser    enthaltene Wärme zurückge  wonnen wird.  



  Sobald die Löschung des.     Kokses:        erfolgt     ist und in der Löschkammer kein neuer  Dampf entsteht, sinkt der in dem ganzen      System bis zu demn Ventil 45 herrschende       nahezu    gleiche Druck. Bei Unterschreitung  eines bestimmten Druckes in dem Dampf  speicher 2 wird wiederum eine automatische  Steuerung der Ventile 36, 38 und 43 be  wirkt, dergestalt, dass die Ventile 36 und  38 geschlossen werden und das Ventil 43  geöffnet wird. Hierdurch wird einerseits be  wirkt, dass sich das in dem nunmehr leer  gelaufenen Spritzwasservorwärmer 3 unter  Druck stehende Wassergas entspannt und an  derseits der in dem Speicher 2 aufgespei  cherte Dampf von dem     Spritzwasservorwär-          mer    3 abgeschaltet wird.

   Sobald der Druck in  dem Spritzwasservorwärmer 3 den Druck un  terschreitet, der in dem an die Wasserleitung  angeschlossenen Rohr 39 herrscht, strömt  kaltes Wasser durch das geöffnete Schwim  merventil 40 solange zu, bis das Wasser  durch den auf eine bestimmte Höhe einge  stellten Schwimmer 40a ansteigt, wodurch  das Schwimmerventil 40 abschliesst. Nach  Beendigung des Löschens wird das Ventil  59 in der Leitung 58 und Ventil 54 in der  Leitung 53 geschlossen und das Ventil<B>56</B>  in der Restdampfleitung 55 geöffnet. Der  in der Löschkammer befindliche Dampf, so  wie das aus dem Koks bei der Entspaninung  nachverdampfte Wasser gelangt durch die  Leitung 55 und den     Verteiler    57 in     den    Was  serraum des Spritzwasservorwärmers 3 und  erwärmt das Wasser beispielsweise bis auf  zirka 100' C.

   Nach erfolgter Entspannung  wird das Ventil 56 in der Leitung 55 ge  schlossen. Es erfolgt nun das Ausfahren des  gelöschten     Kokses    und das Einfahren von  neuem glühenden Koks.  



  Die Führung des heissen Spritzwassers  aus demn Speicher 2 nach dem Löschbehälter  1 erfolgt mittelst der Pumpe 29 durch die  mit Ventil 62 versehene     Saugleitung    63 und  die mit Ventil 61 versehene Spritzleitung 60.  



  Während der Zeit der Entspannung und  des Chargierens der Löschkammer wird das  in der Leitung 49 befindliche Absperrventil  48 geöffnet. Es entsteht aus dem Wasser  des Dampfspeichers 2 von Wassergas befrei  ter Dampf, der durch die Leitung 49 in den    Reindämpfspeicher 50 überströmt. Hierbei  wird das Wasser des Reindampfspeichers 50  erwärmt und im Druck hochgebrächt.  



  Vor Beginn der neuen Charge wird dlas  Ventil 48 in der Leitung 49 wieder abge  sperrt. Alus dem Speicher 50 wird =konti  nuierlich Dampf an die Verbrauchsstellen  durch die Leitung 51 über das Ventil 52 ab  gegeben. Der Speicher 50 hat alsö die Auf  gabe, den aus dem Speicher 2 periodisch an  kommenden Dampf aufzunehmen und ihn  ununterbrochen abzugeben.  



  Da der aus dem Speicher 2 in den  Speicher 50 übertretende Dampf noch ge  ringe Spuren von schädlichen Beimengun  gen, wie Kohlensäure, Schwefelwasserstoff  und dergleichen haben kann, dient der Spei  eher 50 ausserdem als Reiniger. Es werden  dem Wasser des Speichers 50 Chemikalien  zugesetzt, die eine Beseitigung dieser     Bei-          mnengungenbewirken.    So werden beispiels  weise eine alkalische Lösung (zum Beispiel  Sodalösung, Natronlauge), Metalle oder deren  Salze dem Wasser zugesetzt. Um diese Zu  sätze während des Betriebes, also     während     der Speicher unter Druck ist, einbringen zu  können, ist eine Eintragsschleuse 65 vorge  sehen.  



  Diese Eintragsschleuse 65 ist unterhalb  eines, den Chemikalienvorrat aufnehmenden  Behälters 64 angeordnet, und mit     diesem     durch eine mittelst des Ventils 67     verschliess-          bäre    Leitung 66 verbunden. -Zwischen dem  Wasserraum des Speichers 50 und dem Bo  den der     Eintragsschleuse    65 ist ein Ver  bindungsrohr 68 angeordnet, welches durch  ein Ventil 69 verschlossen werden kann.

       Au-          sserdem    ist der Dampfraum des     Speichers    50  durch eine     Leitung    7 0 mit der     Eintrags-          schleuse    -65 verbunden, und diese Leitung       durch    :ein Ventil     fit    absperrbar.  



  Durch .eine .entsprechende Einstellung der  Ventile     67.,    69 und 71 ist es möglich,     Che-          miL-alien    dem Speicher 50 zuzuführen.  



       Während    des eigentlichen     Löschvorgan-          ges,-das    heisst solange das     Wassergas-Dampf-          gemisch    aus der     Löschkammer    1 in den Spei  cher 2 überströmt,     muss-das    Ventil -48 in      der Leitung 49 zwischen Speicher 2 und  Speicher 50 geschlossen sein.

   Da dies dem  jenigen Zustand entspricht, während wel  chem in der Löschkammer 1 die höchsten  Drücke auftreten, wird das Ventil 48 au  tomatisch in Abhängigkeit von dem Druck  in der Löschkammer 1 gesteuert, dergestalt,  dass bei Überschreitung eines bestimmten  Druckes nach oben das Ventil 48 geschlossen  wird und nach Unterschreitung eines be  stimmten Druckes das Ventil wieder geöffnet  wird.  



  Die automatische Steuerung der Ventile  36, 38, 43 und 48 erfolgt wie in Fig. 5  dargestellt, auf elektrischem Wege.  



  Die hierzu angeordnete elektrische Ein  richtung ist folgende:  Mit dem Dampfraum des Speichers 2 ist  ein elektrisches Kontaktmanometer 72 ver  bunden, dessen Zeiger 75 bei Erreicbung des  entsprechenden Maximum- oder Minimum  druckes je ein Kontaktsegment 73, 74 be  rührt. Der Zeiger ist mit dem     positiven    Pol  einer Schwachstromquelle 78 verbunden, der  negative Pol der Schwachstromquelle 78 ist  mit einem Ende der Wicklung eines Elektro  magneten 79 verbunden, deren anderes Ende  mit dem Kontakt 73 verbunden ist. Dem  Elektromagneten 79 gegenüber ist ein zweiter  Elektromagnet 80 angeordnet, dessen eines  Wicklungsende auch mit dem negativen Pol  der Stromquelle 78 und dessen anderes Ende  mit dem zweiten Kontakt 74 des Manometers  72 verbunden ist.  



  Die Magnete 79 und 80 wirken auf zwei  Magnetanker 81 und 82, welche durch eine  Traverse 83 aus Isolierstoff derart verbun  den sind, dass die Bewegung des einen An  kers sich auf den andern Anker überträgt.  Die obern Teile der Anker 81 und 82 be  wegen sich zwischen je zwei Kontakten 84,  85 bezw. 86, 87. Diese Kontakte sind mit  den Abzweigleitungen 88, 89 der Stark  stromleitung 90 verbunden, und zwar sind  die innern Kontakte 85, 86 an den einen Pol  der Starkstromleitung 90 und die äussern  Kontakte 84, 87 an den andern Pol der       Starkstromleitung    90 angeschlossen. Die An-         ker    81, 82     wirken    gleichzeitig als Strom  leitungsstücke und sind durch elektrische  Leitungen 91 und 92 mit dem Elektromotor  76 verbunden.  



  Die Achse dieses     Elektromotors    ist mit  einer Gewindespindel 77 gekuppelt, welche  in ihrem dem Motor benachbarten Teil mit  Linksgewinde und auf dem andern Teil mit       Rechtsgewinde    versehen ist. Auf dem Links  gewinde sitzen zwei     Muttern    93, 94, auf dem  Rechtsgewinde eine Mutter 95. Die Muttern  93     und    94 wirken bei ihrer Bewegung     mit-          telst    Hebelübersetzung auf die Ventile 36  und 38 im gleichen Sinne und die Mutter  95 auf das Ventil 43 im entgegengesetzten  Sinne. Kommt der Zeiger 75 des Kontakt  manometers auf das Kontaktsegment 73, so  wird der Strom der Quelle 78 über den Mag  neten 79 geschlossen und, der Anker 81 in  die gezeichnete Stellung angezogen.

   Dadurch  kommt der Anker 81 auf den Kontakt 85  und der Anker 82 auf den Kontakt 87 und  dadurch wird der Elektromotor 76 an die  Stromleitung 90 angeschlossen. Die Dre  hung des Motors 76 bewirkt, dass die Ven  tile 36, 38 aus ihrer in der Zeichnung dar  gestellten verschlossenen Stellung in die       Offenstellung    gelangen und das Ventil 43  umgekehrt aus seiner     Offenstellung    in die       Verschlussstellung    gebracht wird.  



  Gelangt der Zeiger 75 auf das Kontakt  segment 74, so wird der Magnet 80 erregt  und der Anker 82 angezogen. Dadurch  kommt der Anker 81 mit dem Kontakt 84  und der Anker 82 mit. dem Kontakt 86 in  Berührung, während die Kontakte 85 und  87 frei gegeben werden.   Infolgedessen fliesst der Strom in um  gekehrter Richtung durch den Motor, wo  durch derselbe einen entgegengesetzten Lauf  erhält und nunmehr infolge der Drehung der  Gewindespindel 77 die Ventile 36 und 38  wieder geschlossen werden und das Ventil  13 wieder geöffnet wird.  



  Eine analoge Einrichtung ist bezüglich  der Steuerung des Ventils 48 getroffen. Hier  wirkt der Elektromotor 96 mittelst der Ge  windespindel 97 und der Mutter 98 auf das      Ventil 48. Die Einschaltung beziehungsweise  Umschaltung des Motors 96 erfolgt durch  die beiden Anker 99, 100.  



  Während bei der Anlage nach Fig. 5 die  beiden Speicher 2 und 50 in der Reihenfolge  der Hindurchführung des Wassergas-Dampf  gemisches hintereinander angeordnet sind,  sind bei den in den Fig. 6 bis 9 dargestellten  Anlagen zwei Speicher 2a und 2b parallel  zu einander angeordnet, zu dem Zweck, un  abhängig von der diskontinuierlich erfolgen  den Dampferzeugung in der     Kokslöschkam-          mer    1 eine kontinuierliche Entnahme von  Verbrauchsdampf beziehungsweise Wasser  gas aus der Anlage zu ermöglichen.  



  Die Fig. 7 ist eine Seitenansicht der in  Fig. 6 dargestellten Anlage, jedoch sind der  deutlichen Darstellung halber die Teile in  Fig. 7 nicht alle genau in der Projektion  zu Fig. 6.  



  Bei der Anläge nach Fig. 6 und 7 sind  folgende Behälter vorgesehen:  Die Kokslöschkammer 1, zwei gleiche  Dampfspeicher 2a und 2b, der     Spritzwasser-          behälter    3, ein besonderer geschlossener  Spritzwasservorwärmer 101, über welehem  sich ein mit Berieselungskörpern 102 gefüll  ter Rieselbehälter 103 befindet. Diese ver  schiedenen Behälter sind nun gemäss Fig. 6  und 7 unter Zwischenschaltung von Pumpen  und Ventilen in folgender Weise miteinan  der verbunden:  Von der Kokslöschkammer 1 führt eine  Leitung 104 zu den Verteilern 12 der Spei  cher 2a und 2b. Jeder dieser Verteiler 12  ist durch ein in den Abzweigleitungen 105  angeordnetes Ventil 106 bezw. 106a absperr  bar. In die Leitung 104 ist ein Rückschlag  ventil 107 eingebaut.  



  Eine weitere durch Ventil 108 absperr  bare Abzweigung I09 der Rohrleitung 104  führt zu dem Verteiler 16 des     Spritzwasser-          behälters    3.  



  Die Dampfräume 13 der Speicher     2a    und  2b sind durch Leitungen 110 und 111 an ein  Wechselventil 112 angeschlossen. An dieses  ist anderseits das Abgangsrohr 113 ange-    schlossen, in welches ein Rückschlagventil  114 eingebaut ist.  



  Von jedem der Dampfräume 13 der Be  hälter 2a und 2b geht eine Leitung 115 zu  dem Boden des Spritzwasservorwärmers 101,  wobei die Verbindung nach jedem der Spei  cher 2a und 2b durch je ein Rückschlagven  til 116 und 117 gesichert ist.  



  Um den Wasserstand in den Speichern  2a und 2b automatisch nach oben zu begren  zen, ist unterhalb des Anschlusses der Lei  tung 115 je eine Überlaufleitung 118 vor  gesehen, die ein Überlaufen des Wassers von  den Speichern 2a und 2b zum     Spritzwasser-          vorwärmer    101 bewirkt.  



  Von den beiden Rückschlagventilen 116  und 117 öffnet sich automatisch jeweils das  jenige, dessen zugehöriger Speicher 2a und  2b im Aufladezustand begriffen ist, wäh  rend das zu dem andern (im gegebenen Falle  dampfabgebenden) Speicher gehörige Ventil  116 bezw. 117, diesen Speicher von dem  Zutritt des Löschdampfes abschliesst.  



  Das in dem Behälter 3 befindliche Lösch  wasser wird durch eine Pumpe 119 durch  die Leitung 120 dem Rieselbehälter 103 zu  geführt. Das in dem darunter befindlichen  Spritzwasservorwärmer 101 angesammelte  heisse Wasser     wird    dann     mittelst    einer in  die Spritzleitung 121 eingeschalteten Pumpe  122 dem Verteiler 8 der Löschkammer 1  zugeleitet, während das Wassergas     über:    das  druckhaltende Ventil 124 der Leitung 123  den Verbrauchsstellen zugeführt wird.  



  Die Anlage nach     Fig.    8     unterscheidet     sich von derjenigen nach     Fig.    6 und 7 da  durch, dass das . Wasser aus dem Spritz  wasservorwärmer 3 durch die Pumpe 119  über eine     Leitung    125 durch je eine durch  die Ventile. 126 und- 127 absperrbare     Lei-          Üing    128     bezw.    129 zu den Speichern 2a und  geleitet wird, und zwar durch abwech  selndes Schliessen und Öffnen der Ventile  126 und 127.

   In analoger Weise wird eben  so wechselweise das     Spritzwasser    den Spei  ehern 2a und     2b    durch     mittelst    der Ventile  <B>130</B>     und-131-absperrbare    Rohrleitungen 132  -und 133     -entnommen,        n.nd@    durch     eine    geinein-      Same Leitung 134 einer Pumpe 122 und von  dieser über die Leitung 121 dem Verteiler  8 der Kökslöschkämmer 1 zugeführt. Die  Pumpe 122 hat also hier den Zweck das  unter dem Druck des Speichers 2a und 2b  stellende heisse Wasser auf den -noch höheren  in der Kokslöschkammer 1 herrschenden  Druck zu bringen.

   Dadurch wird erreicht,  dass man zum Betrieb des Kokslöschens stets  unter Drück stehendes genügend heisses Was  ser zur Verfügung hat.  



  Die in Fig. 9 dargestellte Anlage stellt  insofern eine Kombination der Anlage nach  Fig. -1 lind Fig. 6 dar, als, wie in Fig. 1,  der Spritzwasserumlauf über die Pumpe 119  unmittelbar vom Spritzwässervorwärmer 3  nach der Kakslöschkammer 1 über die Lei  tung l21 und die Spritzwässervorwärmung  selbst ebenso unmittelbar über die Leitung  104 und Ventil 10d8 und Leitung 10ss9 vöom  Kokslöschbehälter 1 aus erfolgt, wohingegen  die kontinuierliche Entnahme von Dampf  und Wassergas ähnlich wie bei der in Fig. 6  dargestellten Anlage     unter    Benutzung der  beiden parallel zueinander geschalteten Spei  cher 2a und 2b erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRÜCHE: I. Verfahren zur Ausnutzung der beim Lo- schem von glühendem Keks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe, dadurch gekennzeichnet, dass während der Löschperiode der aus Wasserdampf und permanentem Wasser gas bestehende Löschdampf durch den Wasserinhalt mindestens eines Dampf speichers geleitet wird, wobei durch ein einstellbares druckhaltendes Ventil zu dieser Zeit in dem Dämpfspeicher durch das Vorhandensein eines Gemisches von permanentem Wassergas und Wasser dampf im Dampfraum ein höherer Drück gehalten wird,
    als der Wassertemperatur entspricht und infolge der hierdurch be dingten Temperäturdifferenz -zwischen den Löschdämpfen und dem Wasserin halt des Speiehers eine Kendensätion des in dem Löschdampf enthaltenden Was- serdampfes erfolgt und das unkondensier- bare Wassergas durch das druckhaltende Ventil entweicht, wohingegen der in dem Wasser des Speichers aufgespei cherte, vom Wassergas befreite Dampf durch eine zweite Leitung abgeführt wird. II.
    Anlage zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Löschkammer durch mindestens eine Rohrleitung mit mindestens einem Dampfspeicher in Ver bindung steht und ausserdem durch eine Leitung zwecks Ausnutzung des in der Löschkammer verbleibenden Restdamp fes mit einer Spritzwasservorwärmeein- richtung verbunden ist, wobei der Spei cher mit zwei abwechselnd zu betäti- genden Ventilen ausgerüstet ist, durch welche das Wassergas-Wasserdampf-Ge- misch, getrennt nach seinen Bestandteilen Wassergas und Wasserdampf, aus der Anlage entnommen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 'I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser gas und der Wasserdampf durch je eine an den Dampfraum (1<B>,91</B>) des Speichers angeschlossene Leitung (18 bezw. 20) in eine gemeinsame Abgangsleitung (22) geführt werden, wobei das Wasser gas durch ein die Leitung (18) beherr schendes druckhaltendes Ventil (19) -au- -tomatisch in die Abgangsleitung (2?) abgelassen wird, während der Dampf hinterher durch ein die andere Leitung (20) beherrschendes, auf das druckhal tende Ventil (19)
    abgestimmtes Redu- zierventil (23) ebenfalls automatisch in die Abgangsleitung (22) abgelassen wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das für -das Löschen des glühenden Kokses erforder liche Wasser durch eine Leitung (28) aus -dem -Speicher entnommen und einer Pumpe zugeleitet wird, welche das heisse Wasser durch eine Leitung (7) in die Löschkammer fördert, und dass das hier durch für die Auffüllung des Speichers erforderliche Ersatzwasser aus der Spritzwasservorwärmeeinrichtung durch eine in eine Leitung (26) eingeschaltete Pumpe dem Speicher zugeführt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser gas und der Wasserdampf, welche nach einander als Produkt des Verfahrens an fallen, zwecks Erzeugung und Verbes serung von Wassergas durch den glü henden Koks eines Gaserzeugungsofens hindurchgeleitet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Wassergas und Wasserdampf gleichzeitig in ver schiedener Mischung durch den glühen den Koks eines Gaserzeugungsofens hin durchgeleitet werden, wobei das Mi schungsverhältnis durch eine Abstim mung von zwei Ventilen (19 und 21) nach Bedarf geregelt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der am Ende des Löschprozesses in der Löschkammer durch Entspannung aus dem im Koks enthaltenen Wasser erzeugte Dampf, so wie der verbleibende Restdampf zwecks Vorwärmung von in einem Behälter be findlichen Spritzwasser durch eine durch Ventil absperrbare Leitung unmittelbar in diesem Behälter eingeleitet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks kon tinuierlicher Abführung des aus demn Löschprozess periodisch erzeugten Was serdampfes zu den Verbrauchsstellen, nach erfolgter Löschung des Kokses, aus dem Wasserraum des Speichers Dampf. der von permanenten Gasen befreit ist, in den Wasserraum eines zweiten Spei chers übergeführt und aus diesem unun terbrochen abgegeben wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der in der Löschkammer nach dem Löschen des Kokses vorhandene Restdampf zur Vor wärmung des Wasserinhaltes eines ober halb des Speichers angeordneten Spritz- wasservorwärmers (3) verwendet wird, wobei zu einem andern Zeitpunkt wäh rend der Löschperiode durch Schaffung eines Druckausgleiches mit dem Spei cher durch Öffnen der Ventile (36 und 68) das vorgewärmte Wasser mit natür lichem Gefälle durch einen Vorwärmer (84) im Gegenstrom zu dem abgehenden Wassergas unter Aufnahme von Wärme in den Speicher gelangt,
    und wobei das @Ä'assergas den noch enthaltenen Wasser- dampf und fühlbare Wärme abgibt. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass das Bespritzen des Kokses in der Löschkammer durch das heisse Was ser des Speichers mittelst einer Pumpe (29) derart erfolgt, dass das hierbei ver brauchte Wasser aus dem Spritzwasser- vorwärmer (3) ersetzt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das im Spei cher oberhalb des Wasserraumes abge schiedene Wassergas über einen Vor wärmer (34) in. einen Spritzwasservor- wärmer (3) gelangt und von diesem über ein druelzhaltendes Ventil (45) zu den Verbrauchsstellen. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass dem im zweiten Speicher (50) befindlichen Wasser mittelst einer Ein- tragschleuse (65) Chemikalien zugesetzt werden, die eine Bindung der in dem Dampf eventuell noch vorhandenen Spu ren von schädlichen Beimengungen be wirken. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das in der Löschkammer vorhandene Überschuss- wasser mittelst des vorhandenen Druck gefälles in den Speicher zurückgeführt wird. _ 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das aus dem Druckbehälter (Löschkammer) kommende Wassergas-Wasserdampf-Gemisch wech selweise zwei Dampfspeichern (2a und 2b) derart zugeführt wird, dass aus den nicht im Aufladezustand befindlichen Wärmespeicher jeweils der reine Ver brauchsdampf entnommen wird, wäh rend nach Umschaltung der beiden Spei eher der andere reinen Dampf abgibt und der erstere sich im Aufladezustand befindet, und wobei aus dem im Auf ladezustand befindlichen Speicher die nicht kondensierbaren Gase wie Wasser gas und dergleichen abgeleitet werden. 13.
    Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Auffül lung eines Spritzwasservorwärmers (3) mit Wasser nach erfolgter Entleerung und Abschliessung von Ventilen (36 und 38) und Öffnen eines Entspannungsventils (43) durch ein automatisches Schwim merventil (4Ö) zwangsläufig geregelt wird. 14. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (48) ab hängig von dem in der Löschkammer herrschenden Druck automatisch ge steuert wird, derart, dass bei Überschrei tung eines bestimmten Höchstdruckes das Ventil (48) geschlossen wird und nach Unterschreitung eines bestimmten Druckes das Ventil (48) geöffnet wird. 15.
    Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (43, 38, 36) mit einer automatischen Steuerung versehen sind, wobei bei Erreichung eines bestimmten Druckes im Speicher das Ventil (43) sich schliesst und die Ventile (38 und 36) sich öffnen, wäh rend bei Unterschreitung eines bestimm ten Druckes sich die Ventile (38 und 36) schliessen und das Ventil (43) sich öff net. 16.
    Anlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (36, 38, 43, 48) Dreh- Nebel besitzen, die an Gewindespin deln (77, 97) angebracht sind, welche ihre Drehung durch Elektromotore (76, 96) erhalten, deren Vorwärts- und Rück wärtslauf durch Umschaltrelais erfolgt, deren Elektromagnete durch Kontakt manometer (72) gesteuert werden, von denen je eines mit dem Raum der Lösch- kammer und demn Dampfraum des Spei chers in Verbindung steht. 17.
    Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an die Löschkammer zwei Dampfspeicher (2a, 2b) ein Spritz- wasservorwärmer (101) und ein Spritz- wasserbehälter (3) angeschlossen sind, wobei die Speicher (2a, 2b) wechselweise durch Betätigung der Ventile (106, 106a ) gefüllt werden, der erzeugte reine Dampf durch Schaltung eines Wechselventils (1l2) wechselweise kontinuierlich ent nommen wird und wobei die Abführung des Wassergases von den Speichern (2a, 2b) in den Spritzwasservorwärmer über zwei getrennte Rückschlagventile (116, 117) derart erfolgt,
    dass für das abströ mende Wassergas jeweils der Eingang zu dem in Entladung befindlichen Spei cher gesperrt ist. 18. Anlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzwasservorwärmer (101) im obern Teil einen R.ieselbehälter (103) mit Berieselungskörpern (102) enthält, über den das von dem Spritzwasserbe- hälter (3) kommende Wasser herunter rieselt, während im Gegenstrom das Was sergas von unten nach oben streicht und von den letzten Resten des Wasserdamp fes befreit wird. 19.
    Anlage nach Patentanspruch II und Uu- teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der höchste Wasserstand in den Speichern (2a, 2b) durch eine Überlauf leitung (118) nach oben begrenzt gehal ten wird, durch welche das Übersehuss- wasser dem Spritzwasservorwärmer (101) zugeleitet wird. -- 20.
    Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Spritzwas- servorwärmer (3) eine Pumpe (119) an geschlossen ist, welche das Spritzwasser über die durch Ventile (126, 127) absperr bare Rohrleitungen (128, 129) den bei den parallel geschalteten Dampfspeichern (2a, 2b) abwechselnd zuführt, während eine andere Pumpe (l22), welche an zwei durch Ventile (130, 131) absperrbare Rohrleitungen (132, 133) der Speicher (2a, 2b) angeschlossen ist, das unter Druck stehende heisse Wasser der Spei cher (2a, 2b) auf einen noch höheren Druck bringt und als Spritzwasser in die Löschkammer fördert. 21.
    Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits der Spritz- wasserumlauf und die Spritzwasservor- wärmung unmittelbar durch die Pumpe (119) beziehungsweise über das Ventil (108) erfolgt, während die kontinuier liche Entnahme von Dampf und Wasser gas unabhängig von der Spritzwasser- versorgung aus den Speichern (2a, 2b) geschieht.
CH143330D 1929-05-17 1929-05-17 Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe. CH143330A (de)

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