CH143330A - Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe. - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe.Info
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Description
Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koka in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe. Es ist bekannt, die Wärmne des glühenden Kokses, wie er die Öfen verlässt, zur Er zeugung von Wasserdampf auszunutzen, in dem man zu diesem Zweck den blühenden Koks mittelst eines Kübels in einen Druck behälter einführt und nach dichtem Abschlie ssen des Behälters den Koks mit Wasser bespritzt. Es entstehen hierbei die sogenann ten Löschdämpfe, die in der Hauptsache aus Wasserdampf und Wassergas bestehen. Der auf diese Weise entstehende Dampf ist ver unreinigt und fällt infolge des. unterbro chenen Betriebes periodisch an.
Es ist auch bekannt, diese Löschdämpfe durch indirekte Wärmeübertragung durch eine Heizfläche hindurch zur Erzeugung von Warmwasser oder reinem Dampf von geringerer Span nung als die der Löschdämpfe zu verwerten. Hierbei bleibt nach Kondensation des Was serdampfes das Wassergas als Restprodukt übrig. Diese Verfahren haben den Nachteil, dass durch die aggressiven Bestandteile der Löschdämpfe die Heizfäden angegriffen werden und durch die mittelbare. Wärme übertragung ein erheblicher Zeitverbrauch und Energieverlust bedingt wird.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und eine Anlage zur Ausübung des selben zu dem Zweck, die beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter pe riodisch anfallenden Löschdämpfe in besserer Weise als bisher auszunutzen.
Gemäss der Erfindung werden das Was sergas und der Wasserdampf beide mit Über druck gewonnen, ohne dass die Wärmeüber tragung durch Heizflächen hindurch erfolgt. Die in der Löschanlage periodisch anfallen den Löschdämpfe werden in den Wasserraum eines Dampfspeichers eingeleitet. Hierbei kondensiert der Wasserdampf der Lösch- dämpfe in dem Wasser des Speichers, wäh rend das unkondensierbare Wassergas und sonstige Beimengungen von permanenten Gasen durch das Wasser hindurch aufsteigen und sich in dem Dampfraum des Speichers ansammeln.
Es entsteht hierbei in dem Speicher ein Druck, der höher ist als der Druck, welcher der jeweils im Speicher herr schenden Wassertemperatur für gesättigten Wasserdampf entspricht. Der Druck im Speicher wird durch ein automatisch druck haltendes Ventil auf einer beliebigen Höhe gehalten. Da die Löschdämpfe eine höhere Temperatur haben als das Speicherwasser. so findet eine schnelle Kondensation des Wasserdampfes der eintretenden Lösch- dämpfe statt, während das Wassergas durch den Dampfraum des Speichers hindurch und das druckhaltende Ventil mit geringen Dampfresten entweicht.
Zur Erläuterung der physikalischen Vor gänge diene nachstehendes Beispiel: Die Löschdämpfe bestehen beispielsweise aus 15 Volumenteilen Wasserdampf und 1 Vo lumenteil Wassergas. Wenn die Löschdämpfe hierbei einen absoluten Druck von 16 Atmos- sphären haben, so zerlegt sich dieser Druck in die Partialdrücke von 15 Atm. abs. Was serdampf und 1 Atm. abs. Wassergas. In dem Speicher herrscht nahezu derselbe Druck wie in der Löschkammer, das heisst, ein Ge samtdruck von zirka 16 Atm. abs. Dieser Druck wird durch das druckhaltende Ventil auf konstanter Höhe gehalten.
Wenn zum Beispiel das Wasser in dem Speicher eine Temperatur von 169,6 C hat, entsprechend einem Dampfdruck von 8 Atm. abs., so be findet sich in dem Dampfraum oberhalb des Wassers ein Wassergas-Dampfgemisch von 8 Atm. abs. Wasserdampf und 16 - 8 = 8 Atm. abs. Wassergas. Das Wassergas ver- lässt in dieser Zusammensetzung den Spei cher.
Es soll nun nachstehend festgestellt wer den, wieviel Anteile des in den Löschdämp fen enthaltenen Wasserdampfes in dem Wasserraum kondensieren und wie gross dem zufolge der mit dem Wassergas entweichende Rest dieses Wasserdampfes ist.
Gemäss obengenanntem Beispiel treten ein: 15 Teile Wasserdampf und 1 Teil Was sergas. Es treten aus: 1 Teil Wasserdampf und 1 Teil Wassergas. Somit sind konden siert #4 des Wasserdampfes, beziehungs weise 93,5% während nur 6,5% des Wasser dampfes mit dem Wassergas entweichen, das heisst also, es wird der grösste Teil des Wasserdampfes in dem Wasser des Spei chers zurückgehalten, wobei gleichzeitig eine entsprechende Temperaturerhöhung des Was sers erfolgt. Bei diesem Beispiel treten die Löschdämpfe mit mindestens 197' C, entspre chend 15 Atm. Dampfdruck ein.
Die Was sertemperatur im Speicher beträgt 169,6 , entsprechend 8 Atm., so dass der Temperatur unterschied zwischen Löschdämpfen und dem Wasserinhalt des Speichers mindesten 27,4' C beträgt.
In der beiliegenden Zeichnung sind ver schiedene Ausführungsbeispiele von Anla gen zur Ausübung des beanspruchten Ver fahrens dargestellt.
Die Anlage nach Fig. 1 besteht im we sentlichen aus einer Kokslöschkammer 1, einem Dampfspeicher 2, einem Spritzwasser- vorwärmer 3 und einer Pumpe 4. Nachdem der glühende Koks mittelst eines Kübels 5 in die Kokslöschkammer 1 eingebracht ist und der Deckel 6 dicht abgeschlossen wurde, wird der Koks mit heissem Wasser bespritzt.
Dieses kommt aus dem Spritzwasservorwär- mer 3, wird durch die Pumpe 4 durch die Leitung 7 in die Löschkammer 1 gefördert, wo es mit Hilfe eines Verteilungsrohres 8 gleichmässig auf den Koks verteilt wird. Es entstehen hierbei die Löschdämpfe, die im Druck schnell ansteigen. Sobald in der Löschkammer 1 der Druck überschritten wird, der in dem Speicher 2 herrscht, wer den die Dämpfe durch Öffnen des Ventil 9 durch die Leitung 11 in den Wasserraum des Speichers 2 gedrückt.
Der Dampf wird in bekannter Weise durch ein Verteilungs rohr 12 eingeführt. Beim Durchtreten der Löschdämpfe durch den 'Wasserraum kon densiert der grösste Teil des )Vasserdampfes bei gleichzeitiger Anwärmung des Wassers im Speicher, während das unkondensierbare Wassergas sich in dem Dampfraum 13 des Speichers ansammelt. Es findet nunmehr in der Löschkammer und in dem Speicher ein weiterer Druckanstieg statt, bis sich das druckhaltende Ventil 19 automatisch öffnet. Dieser Druck kann durch Belastung des Ventils 19 beliebig eingestellt werden. Dias Wassergas mit Resten des Wasserdampfes entweicht durch die Leitung 18 zu den Ver brauchsstellen.
Sobald der Koks gelöscht ist, wird das Ventil 9 geschlossen und das Ventil 10 geöffnet. Es gelangt nun der in der Löschkammer 1 befindliche Restdampf, so wie der Dampf, der durch die Entspan nung durch Nachverdampfung aus dem Koks entsteht, durch die Leitung 15 und den Verteiler 16 in den Wasserraum des offenen Spritzwasservorwärmers 3 und wird in diesen direkt eingeführt. Das Spritzwasser wird auf diese Weise auf na hezu 100 C angewärmt. Sobald der Koks gelöscht ist und das Ventil 9 geschlossen wurde, gelangt in den Dampfspeicher 2 kein neues Wassergas. Das in dem Dampfrauen befindliche Wassergas-Dampfgemisch ent weicht durch das Ventil 19 solange, bis der Druck in dem Speicher auf den eingestellten Druck sinkt. Sobald das Ventil 19 geschlos sen ist, wird das Dampfventil 21 geöffnet.
Es entweicht nun durch das Ventil 21 und die Leitung 20 der Dampf, der in den Was serraum des Speichers aufgespeichert war und wird auf diese Weise getrennt von dem Wassergas zu den Verbrauchsstellen abge führt.
Vor Beginn der neuen Charge, bezie hungsweise vor dem neuerlichen Öffnen des Ventils 9 wird das Ventil 21 geschlossen. Während der Abgabe von Dampf aus dem Speicher fällt der Dampfdruck beziehungs weise die Wassertemperatur auf die ur sprüngliche Höhe und wird durch das neuer liche Einleiten von Löschdämpfen wieder erhöht.
Anstatt den Wasserdampf und das Was sergas durch getrennte Leitungen 18 und 20 an die Verbrauchssteilen zu führen, kann ge mäss Fig. 2 die Abführung auch in der Weise erfolgen, dass das Wassergas und der Dampf nacheinander in eine gemeinsame Ab- gangsleitung 22 geführt werden. Hierbei ist das Ventil 23 als Reduzierventil ausgebildet. Die beiden Ventile 19 und 23 arbeiten dann automatisch in der Weise miteinander, dass zu der Zeit, wo das Ventil 19 geöffnet ist sich in der Leitung 20 hinter dem Reduzier ventil 23 eine Druckerhöhung einstellt, die das Schliessen des Reduzierventils 23 zur Folge hat. Sobald das Ventil 19 schliesst. sinkt der Druck in der Leitung 20.
Hier durch öffnet sich das Reduäierventil auto matisch: und lässt den Dampf zu den Ver brauchsstellen abströmen.
Eine andere Ausbildung der Anlage ist in Fig. 3 dargestellt. Diese unterscheidet sich von der nach Fig. 1 dadurch, dass das auf zirka 100 C vorgewärmte Spritzwasser aus dem mit einem Filter 25 versehenen Spritzwasservorwärm'er 3 durch die Pumpe 4, an die Leitung 26 und in den Speicher 2 eingepumpt wird und aus diesem über die Leitung 28 durch die Pumpe 29 in die Lei tung 7 gedrückt und auf den Koks I in" dex Löschkammer gespritzt wird.
In der Leitung 26 ist ein Rückschlag ventil 27 und in der 'Leitung 7 ein<B>Ab-</B> sperrventil 30 eingebaut. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass das Wasser des Spei chers 2 dadurch dauernd erneuert wird. Dem Spritzwasservörwärmer 3 wird selbstver ständlich das verbrauchte Wasser durch eine Wasserleitung 17 über ein Ventil 24 oder eventuell über ein Schwimmerventil wieder neu zugeführt. Es wird auf diese Weise eine, Konzentration von mechanischen und löslichen Beimengungen im Wasser des Spei chers 2 vermieden.
Ausserdem findet eine weitere Anwär- mung des Spritzwassers bis auf .die Speicher temperatur statt, welches mit dieser Tem peratur auf den glühenden Koks gespritzt wird, wodurch eine Verbesserung und Ver mehrung des Wassergases erzielt wird.
Die oben beschriebene Anlage lässt sich gemäss Fig. 4 vorteilhafterweise unmittelbar mit Gasöfen 31 kombinieren, derart, dass die durch Leitung 22 nacheinander abgeführten Medien (Wasserdampf- bezw. Wassergas) durch Gasöfen 31 hindurcohgeleitet werden, uni dass das dabei erzeugte Produkt aus dem Abzugsstutzen 32 des Ofens den Verbrauchs stellen zugeführt wird. Es wird dabei der Wasserdampf in Wassergas umgewandelt und das Wassergas innerhalb des glühenden Kokses 33 dadurch verbessert, dass ein Teil der Kohlensäure in Kohlenoxyd verwandelt wird.
Ausserdem wird auch noch der im Wassergas enthaltene Wasserdampf in Was sergas verwandelt Eine besondere Ausführungsweise besteht darin, dass man die Ventile 19 und 21 so aufeinander abstimmt, dass beide Medien (Wassergas und Wasserdampf) gleichzeitig und in beliebiger Mischung in die Öfen 31 eingeführt werden.
Eine- weitere Verbesserung des beschrie benen Verfahrens besteht darin, dass der diskontiznuierlich anfallende Wässerdampf kontinuierlich gewonnen wird. Dies geschieht vermittelst der in Fig. 5 dargestellten und unten beschriebenen Anlage: Auf dem Speicher 2 ist ein Gegenstrom vorwärmer 34 aufgesetzt. Der Spritzwasser- vorwärmer 3 ist als druckfester Behälter aus gebildet und oberhalb des Gegenstromvor wärmers 34 angeordnet. Viom Boden, des Spritzwasservorwärmers 3 führt eine Verbin- duugsleitung 35 mit eingebautenm Absperr ventil 86 zu denm obern Teil des Gegenstrom vorwärmers 34.
Eine zweite Leitung 37 mit eingebautem Ventil 38 stellt die Verbindung des obern Teils des Spritzwasservorwärmers mit dem Gegensiromvorwärmer 34 her. Durch, eine Leitung 39 mit eingebautem Schwimmerventil 40 wird das bei dem Pro zess verbrauchte Wasser von aussen zugeführt. Das Wassergas wird durch die Leitung 41 abgeführt. Diese Leitung 41 verzweigt sich in eine Leitung 42 mit eingebautem Ab sperrventil 43 und eine Leitung 44 meit ein gebautem druckhaltendem Ventil 45. Die Leitungen vereinigen siel i, wieder zur Leitung 41,, an welche ein Rückschlagtopf 46 ange baut ist. Von dem untern Teil des Gegen stromvorwärmers 34 führt von einem Ventil 48 beherrscht eine Dampfleitung 49 in einen Reindampfspeicher 50. Von hier wird der Reindampf durch die Leitung 51 über cdas Ventil 52 entnommen.
Sobald in dem Speicher 2 ein Druck von beispielsweise 14 Atm. erreicht wird, wird durch automatische Betätigung das Ventil 43 geschlossen und die Ventile 38 und 36 geöffnet. Durch das Öffnen des Ventils 38 findet ein Druckausgleich zwischen dem Speicher 2 und dem Spritzwasservorwärmer 3 statt. Hierdurch wird bewirkt, dass das in dem Spritzwasservorwärmer 3 vorhandene zirka 100 C warme Wasser durch das offene Ventil 36 in den Gegenstromvorwärmer 34 des Speichers 2 mit natürlichem Gefälle ab fliesst.
Das Wasser gelangt über die Einbau ten 34a des Gegenstromvorwärmers 34 in den Speicher 2, während gleichzeitig das Was sergas, das noch gewisse Beimengungen von Dampf enthält, im Gegenstrom zu dem Was ser nach oben durch die Leitung 37 und das Ventil 38 in den Spritzwasservorwärmer 3 abgeht. Hierbei findet ein Wärmeaustausch zwischen Wasser und dampfhaltigem Was sergas statt, wodurch bewirkt wird, dass da, nach unten fliessende Wasser sich in dein Gegenstromvorwärmer 34 auf beispielsweise <B>160'</B> C erwärmt, während dein nach oben abziehenden. Wassergas der Dampf und ein grosser \Beil der fühlbaren Wärme entzogen wird.
Bei Erreichung eines Druckes von bei spielsweise 14 Atm. im Spritzwasservorwär- mer 3 öffnet sich automatisch ein druckhal tendes Ventil 45, wodurch das Wassergas in bekannter Weise über einen Rückselda.2@- topf 46 in entspannter Form durch die daran anschliessende Leitung 4 7 zu den Ver brauchsstellen abgeführt wird.
Das sich am Boden der Löschkammer 1 ansammelnde 1=Tberschusswasser wird zu glei cher Zeit durch Offnen des Ventils 54 durch die Leitung 53 in den Speicher 2 zurück gedrückt, wodurch auch die in dem Über- sQhusswasser enthaltene Wärme zurückge wonnen wird.
Sobald die Löschung des. Kokses: erfolgt ist und in der Löschkammer kein neuer Dampf entsteht, sinkt der in dem ganzen System bis zu demn Ventil 45 herrschende nahezu gleiche Druck. Bei Unterschreitung eines bestimmten Druckes in dem Dampf speicher 2 wird wiederum eine automatische Steuerung der Ventile 36, 38 und 43 be wirkt, dergestalt, dass die Ventile 36 und 38 geschlossen werden und das Ventil 43 geöffnet wird. Hierdurch wird einerseits be wirkt, dass sich das in dem nunmehr leer gelaufenen Spritzwasservorwärmer 3 unter Druck stehende Wassergas entspannt und an derseits der in dem Speicher 2 aufgespei cherte Dampf von dem Spritzwasservorwär- mer 3 abgeschaltet wird.
Sobald der Druck in dem Spritzwasservorwärmer 3 den Druck un terschreitet, der in dem an die Wasserleitung angeschlossenen Rohr 39 herrscht, strömt kaltes Wasser durch das geöffnete Schwim merventil 40 solange zu, bis das Wasser durch den auf eine bestimmte Höhe einge stellten Schwimmer 40a ansteigt, wodurch das Schwimmerventil 40 abschliesst. Nach Beendigung des Löschens wird das Ventil 59 in der Leitung 58 und Ventil 54 in der Leitung 53 geschlossen und das Ventil<B>56</B> in der Restdampfleitung 55 geöffnet. Der in der Löschkammer befindliche Dampf, so wie das aus dem Koks bei der Entspaninung nachverdampfte Wasser gelangt durch die Leitung 55 und den Verteiler 57 in den Was serraum des Spritzwasservorwärmers 3 und erwärmt das Wasser beispielsweise bis auf zirka 100' C.
Nach erfolgter Entspannung wird das Ventil 56 in der Leitung 55 ge schlossen. Es erfolgt nun das Ausfahren des gelöschten Kokses und das Einfahren von neuem glühenden Koks.
Die Führung des heissen Spritzwassers aus demn Speicher 2 nach dem Löschbehälter 1 erfolgt mittelst der Pumpe 29 durch die mit Ventil 62 versehene Saugleitung 63 und die mit Ventil 61 versehene Spritzleitung 60.
Während der Zeit der Entspannung und des Chargierens der Löschkammer wird das in der Leitung 49 befindliche Absperrventil 48 geöffnet. Es entsteht aus dem Wasser des Dampfspeichers 2 von Wassergas befrei ter Dampf, der durch die Leitung 49 in den Reindämpfspeicher 50 überströmt. Hierbei wird das Wasser des Reindampfspeichers 50 erwärmt und im Druck hochgebrächt.
Vor Beginn der neuen Charge wird dlas Ventil 48 in der Leitung 49 wieder abge sperrt. Alus dem Speicher 50 wird =konti nuierlich Dampf an die Verbrauchsstellen durch die Leitung 51 über das Ventil 52 ab gegeben. Der Speicher 50 hat alsö die Auf gabe, den aus dem Speicher 2 periodisch an kommenden Dampf aufzunehmen und ihn ununterbrochen abzugeben.
Da der aus dem Speicher 2 in den Speicher 50 übertretende Dampf noch ge ringe Spuren von schädlichen Beimengun gen, wie Kohlensäure, Schwefelwasserstoff und dergleichen haben kann, dient der Spei eher 50 ausserdem als Reiniger. Es werden dem Wasser des Speichers 50 Chemikalien zugesetzt, die eine Beseitigung dieser Bei- mnengungenbewirken. So werden beispiels weise eine alkalische Lösung (zum Beispiel Sodalösung, Natronlauge), Metalle oder deren Salze dem Wasser zugesetzt. Um diese Zu sätze während des Betriebes, also während der Speicher unter Druck ist, einbringen zu können, ist eine Eintragsschleuse 65 vorge sehen.
Diese Eintragsschleuse 65 ist unterhalb eines, den Chemikalienvorrat aufnehmenden Behälters 64 angeordnet, und mit diesem durch eine mittelst des Ventils 67 verschliess- bäre Leitung 66 verbunden. -Zwischen dem Wasserraum des Speichers 50 und dem Bo den der Eintragsschleuse 65 ist ein Ver bindungsrohr 68 angeordnet, welches durch ein Ventil 69 verschlossen werden kann.
Au- sserdem ist der Dampfraum des Speichers 50 durch eine Leitung 7 0 mit der Eintrags- schleuse -65 verbunden, und diese Leitung durch :ein Ventil fit absperrbar.
Durch .eine .entsprechende Einstellung der Ventile 67., 69 und 71 ist es möglich, Che- miL-alien dem Speicher 50 zuzuführen.
Während des eigentlichen Löschvorgan- ges,-das heisst solange das Wassergas-Dampf- gemisch aus der Löschkammer 1 in den Spei cher 2 überströmt, muss-das Ventil -48 in der Leitung 49 zwischen Speicher 2 und Speicher 50 geschlossen sein.
Da dies dem jenigen Zustand entspricht, während wel chem in der Löschkammer 1 die höchsten Drücke auftreten, wird das Ventil 48 au tomatisch in Abhängigkeit von dem Druck in der Löschkammer 1 gesteuert, dergestalt, dass bei Überschreitung eines bestimmten Druckes nach oben das Ventil 48 geschlossen wird und nach Unterschreitung eines be stimmten Druckes das Ventil wieder geöffnet wird.
Die automatische Steuerung der Ventile 36, 38, 43 und 48 erfolgt wie in Fig. 5 dargestellt, auf elektrischem Wege.
Die hierzu angeordnete elektrische Ein richtung ist folgende: Mit dem Dampfraum des Speichers 2 ist ein elektrisches Kontaktmanometer 72 ver bunden, dessen Zeiger 75 bei Erreicbung des entsprechenden Maximum- oder Minimum druckes je ein Kontaktsegment 73, 74 be rührt. Der Zeiger ist mit dem positiven Pol einer Schwachstromquelle 78 verbunden, der negative Pol der Schwachstromquelle 78 ist mit einem Ende der Wicklung eines Elektro magneten 79 verbunden, deren anderes Ende mit dem Kontakt 73 verbunden ist. Dem Elektromagneten 79 gegenüber ist ein zweiter Elektromagnet 80 angeordnet, dessen eines Wicklungsende auch mit dem negativen Pol der Stromquelle 78 und dessen anderes Ende mit dem zweiten Kontakt 74 des Manometers 72 verbunden ist.
Die Magnete 79 und 80 wirken auf zwei Magnetanker 81 und 82, welche durch eine Traverse 83 aus Isolierstoff derart verbun den sind, dass die Bewegung des einen An kers sich auf den andern Anker überträgt. Die obern Teile der Anker 81 und 82 be wegen sich zwischen je zwei Kontakten 84, 85 bezw. 86, 87. Diese Kontakte sind mit den Abzweigleitungen 88, 89 der Stark stromleitung 90 verbunden, und zwar sind die innern Kontakte 85, 86 an den einen Pol der Starkstromleitung 90 und die äussern Kontakte 84, 87 an den andern Pol der Starkstromleitung 90 angeschlossen. Die An- ker 81, 82 wirken gleichzeitig als Strom leitungsstücke und sind durch elektrische Leitungen 91 und 92 mit dem Elektromotor 76 verbunden.
Die Achse dieses Elektromotors ist mit einer Gewindespindel 77 gekuppelt, welche in ihrem dem Motor benachbarten Teil mit Linksgewinde und auf dem andern Teil mit Rechtsgewinde versehen ist. Auf dem Links gewinde sitzen zwei Muttern 93, 94, auf dem Rechtsgewinde eine Mutter 95. Die Muttern 93 und 94 wirken bei ihrer Bewegung mit- telst Hebelübersetzung auf die Ventile 36 und 38 im gleichen Sinne und die Mutter 95 auf das Ventil 43 im entgegengesetzten Sinne. Kommt der Zeiger 75 des Kontakt manometers auf das Kontaktsegment 73, so wird der Strom der Quelle 78 über den Mag neten 79 geschlossen und, der Anker 81 in die gezeichnete Stellung angezogen.
Dadurch kommt der Anker 81 auf den Kontakt 85 und der Anker 82 auf den Kontakt 87 und dadurch wird der Elektromotor 76 an die Stromleitung 90 angeschlossen. Die Dre hung des Motors 76 bewirkt, dass die Ven tile 36, 38 aus ihrer in der Zeichnung dar gestellten verschlossenen Stellung in die Offenstellung gelangen und das Ventil 43 umgekehrt aus seiner Offenstellung in die Verschlussstellung gebracht wird.
Gelangt der Zeiger 75 auf das Kontakt segment 74, so wird der Magnet 80 erregt und der Anker 82 angezogen. Dadurch kommt der Anker 81 mit dem Kontakt 84 und der Anker 82 mit. dem Kontakt 86 in Berührung, während die Kontakte 85 und 87 frei gegeben werden. Infolgedessen fliesst der Strom in um gekehrter Richtung durch den Motor, wo durch derselbe einen entgegengesetzten Lauf erhält und nunmehr infolge der Drehung der Gewindespindel 77 die Ventile 36 und 38 wieder geschlossen werden und das Ventil 13 wieder geöffnet wird.
Eine analoge Einrichtung ist bezüglich der Steuerung des Ventils 48 getroffen. Hier wirkt der Elektromotor 96 mittelst der Ge windespindel 97 und der Mutter 98 auf das Ventil 48. Die Einschaltung beziehungsweise Umschaltung des Motors 96 erfolgt durch die beiden Anker 99, 100.
Während bei der Anlage nach Fig. 5 die beiden Speicher 2 und 50 in der Reihenfolge der Hindurchführung des Wassergas-Dampf gemisches hintereinander angeordnet sind, sind bei den in den Fig. 6 bis 9 dargestellten Anlagen zwei Speicher 2a und 2b parallel zu einander angeordnet, zu dem Zweck, un abhängig von der diskontinuierlich erfolgen den Dampferzeugung in der Kokslöschkam- mer 1 eine kontinuierliche Entnahme von Verbrauchsdampf beziehungsweise Wasser gas aus der Anlage zu ermöglichen.
Die Fig. 7 ist eine Seitenansicht der in Fig. 6 dargestellten Anlage, jedoch sind der deutlichen Darstellung halber die Teile in Fig. 7 nicht alle genau in der Projektion zu Fig. 6.
Bei der Anläge nach Fig. 6 und 7 sind folgende Behälter vorgesehen: Die Kokslöschkammer 1, zwei gleiche Dampfspeicher 2a und 2b, der Spritzwasser- behälter 3, ein besonderer geschlossener Spritzwasservorwärmer 101, über welehem sich ein mit Berieselungskörpern 102 gefüll ter Rieselbehälter 103 befindet. Diese ver schiedenen Behälter sind nun gemäss Fig. 6 und 7 unter Zwischenschaltung von Pumpen und Ventilen in folgender Weise miteinan der verbunden: Von der Kokslöschkammer 1 führt eine Leitung 104 zu den Verteilern 12 der Spei cher 2a und 2b. Jeder dieser Verteiler 12 ist durch ein in den Abzweigleitungen 105 angeordnetes Ventil 106 bezw. 106a absperr bar. In die Leitung 104 ist ein Rückschlag ventil 107 eingebaut.
Eine weitere durch Ventil 108 absperr bare Abzweigung I09 der Rohrleitung 104 führt zu dem Verteiler 16 des Spritzwasser- behälters 3.
Die Dampfräume 13 der Speicher 2a und 2b sind durch Leitungen 110 und 111 an ein Wechselventil 112 angeschlossen. An dieses ist anderseits das Abgangsrohr 113 ange- schlossen, in welches ein Rückschlagventil 114 eingebaut ist.
Von jedem der Dampfräume 13 der Be hälter 2a und 2b geht eine Leitung 115 zu dem Boden des Spritzwasservorwärmers 101, wobei die Verbindung nach jedem der Spei cher 2a und 2b durch je ein Rückschlagven til 116 und 117 gesichert ist.
Um den Wasserstand in den Speichern 2a und 2b automatisch nach oben zu begren zen, ist unterhalb des Anschlusses der Lei tung 115 je eine Überlaufleitung 118 vor gesehen, die ein Überlaufen des Wassers von den Speichern 2a und 2b zum Spritzwasser- vorwärmer 101 bewirkt.
Von den beiden Rückschlagventilen 116 und 117 öffnet sich automatisch jeweils das jenige, dessen zugehöriger Speicher 2a und 2b im Aufladezustand begriffen ist, wäh rend das zu dem andern (im gegebenen Falle dampfabgebenden) Speicher gehörige Ventil 116 bezw. 117, diesen Speicher von dem Zutritt des Löschdampfes abschliesst.
Das in dem Behälter 3 befindliche Lösch wasser wird durch eine Pumpe 119 durch die Leitung 120 dem Rieselbehälter 103 zu geführt. Das in dem darunter befindlichen Spritzwasservorwärmer 101 angesammelte heisse Wasser wird dann mittelst einer in die Spritzleitung 121 eingeschalteten Pumpe 122 dem Verteiler 8 der Löschkammer 1 zugeleitet, während das Wassergas über: das druckhaltende Ventil 124 der Leitung 123 den Verbrauchsstellen zugeführt wird.
Die Anlage nach Fig. 8 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 6 und 7 da durch, dass das . Wasser aus dem Spritz wasservorwärmer 3 durch die Pumpe 119 über eine Leitung 125 durch je eine durch die Ventile. 126 und- 127 absperrbare Lei- Üing 128 bezw. 129 zu den Speichern 2a und geleitet wird, und zwar durch abwech selndes Schliessen und Öffnen der Ventile 126 und 127.
In analoger Weise wird eben so wechselweise das Spritzwasser den Spei ehern 2a und 2b durch mittelst der Ventile <B>130</B> und-131-absperrbare Rohrleitungen 132 -und 133 -entnommen, n.nd@ durch eine geinein- Same Leitung 134 einer Pumpe 122 und von dieser über die Leitung 121 dem Verteiler 8 der Kökslöschkämmer 1 zugeführt. Die Pumpe 122 hat also hier den Zweck das unter dem Druck des Speichers 2a und 2b stellende heisse Wasser auf den -noch höheren in der Kokslöschkammer 1 herrschenden Druck zu bringen.
Dadurch wird erreicht, dass man zum Betrieb des Kokslöschens stets unter Drück stehendes genügend heisses Was ser zur Verfügung hat.
Die in Fig. 9 dargestellte Anlage stellt insofern eine Kombination der Anlage nach Fig. -1 lind Fig. 6 dar, als, wie in Fig. 1, der Spritzwasserumlauf über die Pumpe 119 unmittelbar vom Spritzwässervorwärmer 3 nach der Kakslöschkammer 1 über die Lei tung l21 und die Spritzwässervorwärmung selbst ebenso unmittelbar über die Leitung 104 und Ventil 10d8 und Leitung 10ss9 vöom Kokslöschbehälter 1 aus erfolgt, wohingegen die kontinuierliche Entnahme von Dampf und Wassergas ähnlich wie bei der in Fig. 6 dargestellten Anlage unter Benutzung der beiden parallel zueinander geschalteten Spei cher 2a und 2b erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANTSPRÜCHE: I. Verfahren zur Ausnutzung der beim Lo- schem von glühendem Keks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe, dadurch gekennzeichnet, dass während der Löschperiode der aus Wasserdampf und permanentem Wasser gas bestehende Löschdampf durch den Wasserinhalt mindestens eines Dampf speichers geleitet wird, wobei durch ein einstellbares druckhaltendes Ventil zu dieser Zeit in dem Dämpfspeicher durch das Vorhandensein eines Gemisches von permanentem Wassergas und Wasser dampf im Dampfraum ein höherer Drück gehalten wird,als der Wassertemperatur entspricht und infolge der hierdurch be dingten Temperäturdifferenz -zwischen den Löschdämpfen und dem Wasserin halt des Speiehers eine Kendensätion des in dem Löschdampf enthaltenden Was- serdampfes erfolgt und das unkondensier- bare Wassergas durch das druckhaltende Ventil entweicht, wohingegen der in dem Wasser des Speichers aufgespei cherte, vom Wassergas befreite Dampf durch eine zweite Leitung abgeführt wird. II.Anlage zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Löschkammer durch mindestens eine Rohrleitung mit mindestens einem Dampfspeicher in Ver bindung steht und ausserdem durch eine Leitung zwecks Ausnutzung des in der Löschkammer verbleibenden Restdamp fes mit einer Spritzwasservorwärmeein- richtung verbunden ist, wobei der Spei cher mit zwei abwechselnd zu betäti- genden Ventilen ausgerüstet ist, durch welche das Wassergas-Wasserdampf-Ge- misch, getrennt nach seinen Bestandteilen Wassergas und Wasserdampf, aus der Anlage entnommen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch 'I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser gas und der Wasserdampf durch je eine an den Dampfraum (1<B>,91</B>) des Speichers angeschlossene Leitung (18 bezw. 20) in eine gemeinsame Abgangsleitung (22) geführt werden, wobei das Wasser gas durch ein die Leitung (18) beherr schendes druckhaltendes Ventil (19) -au- -tomatisch in die Abgangsleitung (2?) abgelassen wird, während der Dampf hinterher durch ein die andere Leitung (20) beherrschendes, auf das druckhal tende Ventil (19)abgestimmtes Redu- zierventil (23) ebenfalls automatisch in die Abgangsleitung (22) abgelassen wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das für -das Löschen des glühenden Kokses erforder liche Wasser durch eine Leitung (28) aus -dem -Speicher entnommen und einer Pumpe zugeleitet wird, welche das heisse Wasser durch eine Leitung (7) in die Löschkammer fördert, und dass das hier durch für die Auffüllung des Speichers erforderliche Ersatzwasser aus der Spritzwasservorwärmeeinrichtung durch eine in eine Leitung (26) eingeschaltete Pumpe dem Speicher zugeführt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser gas und der Wasserdampf, welche nach einander als Produkt des Verfahrens an fallen, zwecks Erzeugung und Verbes serung von Wassergas durch den glü henden Koks eines Gaserzeugungsofens hindurchgeleitet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Wassergas und Wasserdampf gleichzeitig in ver schiedener Mischung durch den glühen den Koks eines Gaserzeugungsofens hin durchgeleitet werden, wobei das Mi schungsverhältnis durch eine Abstim mung von zwei Ventilen (19 und 21) nach Bedarf geregelt wird.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der am Ende des Löschprozesses in der Löschkammer durch Entspannung aus dem im Koks enthaltenen Wasser erzeugte Dampf, so wie der verbleibende Restdampf zwecks Vorwärmung von in einem Behälter be findlichen Spritzwasser durch eine durch Ventil absperrbare Leitung unmittelbar in diesem Behälter eingeleitet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks kon tinuierlicher Abführung des aus demn Löschprozess periodisch erzeugten Was serdampfes zu den Verbrauchsstellen, nach erfolgter Löschung des Kokses, aus dem Wasserraum des Speichers Dampf. der von permanenten Gasen befreit ist, in den Wasserraum eines zweiten Spei chers übergeführt und aus diesem unun terbrochen abgegeben wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der in der Löschkammer nach dem Löschen des Kokses vorhandene Restdampf zur Vor wärmung des Wasserinhaltes eines ober halb des Speichers angeordneten Spritz- wasservorwärmers (3) verwendet wird, wobei zu einem andern Zeitpunkt wäh rend der Löschperiode durch Schaffung eines Druckausgleiches mit dem Spei cher durch Öffnen der Ventile (36 und 68) das vorgewärmte Wasser mit natür lichem Gefälle durch einen Vorwärmer (84) im Gegenstrom zu dem abgehenden Wassergas unter Aufnahme von Wärme in den Speicher gelangt,und wobei das @Ä'assergas den noch enthaltenen Wasser- dampf und fühlbare Wärme abgibt. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass das Bespritzen des Kokses in der Löschkammer durch das heisse Was ser des Speichers mittelst einer Pumpe (29) derart erfolgt, dass das hierbei ver brauchte Wasser aus dem Spritzwasser- vorwärmer (3) ersetzt wird. 9.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das im Spei cher oberhalb des Wasserraumes abge schiedene Wassergas über einen Vor wärmer (34) in. einen Spritzwasservor- wärmer (3) gelangt und von diesem über ein druelzhaltendes Ventil (45) zu den Verbrauchsstellen. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass dem im zweiten Speicher (50) befindlichen Wasser mittelst einer Ein- tragschleuse (65) Chemikalien zugesetzt werden, die eine Bindung der in dem Dampf eventuell noch vorhandenen Spu ren von schädlichen Beimengungen be wirken. 11.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das in der Löschkammer vorhandene Überschuss- wasser mittelst des vorhandenen Druck gefälles in den Speicher zurückgeführt wird. _ 12.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das aus dem Druckbehälter (Löschkammer) kommende Wassergas-Wasserdampf-Gemisch wech selweise zwei Dampfspeichern (2a und 2b) derart zugeführt wird, dass aus den nicht im Aufladezustand befindlichen Wärmespeicher jeweils der reine Ver brauchsdampf entnommen wird, wäh rend nach Umschaltung der beiden Spei eher der andere reinen Dampf abgibt und der erstere sich im Aufladezustand befindet, und wobei aus dem im Auf ladezustand befindlichen Speicher die nicht kondensierbaren Gase wie Wasser gas und dergleichen abgeleitet werden. 13.Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Auffül lung eines Spritzwasservorwärmers (3) mit Wasser nach erfolgter Entleerung und Abschliessung von Ventilen (36 und 38) und Öffnen eines Entspannungsventils (43) durch ein automatisches Schwim merventil (4Ö) zwangsläufig geregelt wird. 14. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (48) ab hängig von dem in der Löschkammer herrschenden Druck automatisch ge steuert wird, derart, dass bei Überschrei tung eines bestimmten Höchstdruckes das Ventil (48) geschlossen wird und nach Unterschreitung eines bestimmten Druckes das Ventil (48) geöffnet wird. 15.Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (43, 38, 36) mit einer automatischen Steuerung versehen sind, wobei bei Erreichung eines bestimmten Druckes im Speicher das Ventil (43) sich schliesst und die Ventile (38 und 36) sich öffnen, wäh rend bei Unterschreitung eines bestimm ten Druckes sich die Ventile (38 und 36) schliessen und das Ventil (43) sich öff net. 16.Anlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (36, 38, 43, 48) Dreh- Nebel besitzen, die an Gewindespin deln (77, 97) angebracht sind, welche ihre Drehung durch Elektromotore (76, 96) erhalten, deren Vorwärts- und Rück wärtslauf durch Umschaltrelais erfolgt, deren Elektromagnete durch Kontakt manometer (72) gesteuert werden, von denen je eines mit dem Raum der Lösch- kammer und demn Dampfraum des Spei chers in Verbindung steht. 17.Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an die Löschkammer zwei Dampfspeicher (2a, 2b) ein Spritz- wasservorwärmer (101) und ein Spritz- wasserbehälter (3) angeschlossen sind, wobei die Speicher (2a, 2b) wechselweise durch Betätigung der Ventile (106, 106a ) gefüllt werden, der erzeugte reine Dampf durch Schaltung eines Wechselventils (1l2) wechselweise kontinuierlich ent nommen wird und wobei die Abführung des Wassergases von den Speichern (2a, 2b) in den Spritzwasservorwärmer über zwei getrennte Rückschlagventile (116, 117) derart erfolgt,dass für das abströ mende Wassergas jeweils der Eingang zu dem in Entladung befindlichen Spei cher gesperrt ist. 18. Anlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzwasservorwärmer (101) im obern Teil einen R.ieselbehälter (103) mit Berieselungskörpern (102) enthält, über den das von dem Spritzwasserbe- hälter (3) kommende Wasser herunter rieselt, während im Gegenstrom das Was sergas von unten nach oben streicht und von den letzten Resten des Wasserdamp fes befreit wird. 19.Anlage nach Patentanspruch II und Uu- teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der höchste Wasserstand in den Speichern (2a, 2b) durch eine Überlauf leitung (118) nach oben begrenzt gehal ten wird, durch welche das Übersehuss- wasser dem Spritzwasservorwärmer (101) zugeleitet wird. -- 20.Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Spritzwas- servorwärmer (3) eine Pumpe (119) an geschlossen ist, welche das Spritzwasser über die durch Ventile (126, 127) absperr bare Rohrleitungen (128, 129) den bei den parallel geschalteten Dampfspeichern (2a, 2b) abwechselnd zuführt, während eine andere Pumpe (l22), welche an zwei durch Ventile (130, 131) absperrbare Rohrleitungen (132, 133) der Speicher (2a, 2b) angeschlossen ist, das unter Druck stehende heisse Wasser der Spei cher (2a, 2b) auf einen noch höheren Druck bringt und als Spritzwasser in die Löschkammer fördert. 21.Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits der Spritz- wasserumlauf und die Spritzwasservor- wärmung unmittelbar durch die Pumpe (119) beziehungsweise über das Ventil (108) erfolgt, während die kontinuier liche Entnahme von Dampf und Wasser gas unabhängig von der Spritzwasser- versorgung aus den Speichern (2a, 2b) geschieht.
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| CH143330D CH143330A (de) | 1929-05-17 | 1929-05-17 | Verfahren und Anlage zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks in einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe. |
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1929
- 1929-05-17 CH CH143330D patent/CH143330A/de unknown
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