CH143390A - Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Nicotin aus Tabak. - Google Patents

Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Nicotin aus Tabak.

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CH143390A
CH143390A CH143390DA CH143390A CH 143390 A CH143390 A CH 143390A CH 143390D A CH143390D A CH 143390DA CH 143390 A CH143390 A CH 143390A
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CH
Switzerland
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nicotine
tobacco
steam
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Inventor
Schaerfe Co Chemische Fa Bigot
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Bigot Schaerfe & Co Chem Fab G
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/24Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by extraction; Tobacco extracts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description


  Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von     Nicotin    aus Tabak.    Die Eisher in der Technik angewandten  Verfahren ermöglichten eine nennenswerte       Ausbeute    an     Nicotin        nur'dann,    wenn Tabake       rnit    hohem     Nicotingehalt    verarbeitet wur  den. Die     Verluste    in den Rückständen waren  dabei nicht unbeträchtlich, konnten aber bei  hohem     Nicotingehalt    in Kauf genommen wer  den, desgleichen auch die verhältnismässig ho  hen     Aufwendungen    an Heissdampf, Kühlwas  ser     ete.     



  Wendet man diese Arbeitsverfahren dage  gen bei Tabaksorten an, die einen Gehalt von  l "!o oder weniger an Alkaloiden aufweisen,  so nehmen die     Ausbeuteverluste    sowie die  hohen Aufwendungen an Betriebsmitteln ei  nen derartigen Umfang an, dass die Anwen  dung der bisher üblichen Verfahren wegen  der Unwirtschaftlichkeit nicht mehr zweck  mässig erscheint. Als Beispiel sei angeführt  das Verfahren, bei welchem man das     Nicotin     durch anfeuchten mit Natronlauge freimacht  und auf<B>70--1200</B> erwärmt, um das     Nicotin     zu verflüchtigen. Hierbei spielt allerdings die    Gewinnung des     nicotinfreien    Tabaks die  Hauptrolle. Bei einem andern Verfahren wird  der Tabak mit Alkali versetzt und mit einem  leichtflüssigen Lösungsmittel extrahiert.

   Die  Destillation ergibt unter gewöhnlichem     Druck     und im Vakuum eine     Nicotinausbeute    von       85-90"/o        Nicotin.    Bei diesem Verfahren  stellen sich     Lösungsmittelverluste    bis zu       10%        ein,        die        in        der        Absorption        der        fein-          pulvrigen,    grosse Oberfläche bietenden Masse  begründet sind.

   Die Lösungsmittel nehmen  ausserdem     sämtliche    Harze mit auf, die zu  einer weitgehenden Verschlechterung des ge  wonnenen     Nicotins    führen. Ausserdem wird  hierbei eine vollständige Extraktion des     Nico-          tins    verhindert, da der stets vorhandene  Wassergehalt infolge der     Leichtlöslichkeit    des       Nicotins    in Wasser einen gewissen Prozentsatz  des Alkaloids hartnäckig zurückhält. Weiter  ist es bekannt, den Tabak ohne weitern Zu  satz unmittelbar mit einem Lösungsmittel  zu behandeln.

   Das Verfahren fusst auf der  Lösungsfähigkeit der     Nicotinsalze    im Lösungs-      mittel und dem Zerfall der Salze in ihre  Komponenten bei einer Destillation im Va  kuum. Die Ausführbarkeit dieses Verfahrens  in der Technik muss zum mindesten ange  zweifelt werden.  



  Die vorliegende Erfindung geht von dem  Gedanken aus, die Dampfdestillation in An  wendung zu bringen. Ein bekanntes Verfah  ren schlägt vor: Grünen Tabak mit Kalk ge  mischt im Verhältnis 4:1 bei einer Tempe  ratur von<B>100-1060</B> C durch Dampf zu  destillieren. Es kann hierbei nach vierstün  digem Ausdampfen in den     Brüden    nach       Mayers    Reagenz kein     Nicotin    mehr nachge  wiesen werden. Auch hierbei treffen dieselben  Erwägungen zu, die bereits vorstehend an  geführt sind.  



  Des weitern ist vorgeschlagen worden,  trockenen Tabak durch einfache Behandlung  mit überhitztem Dampf auf     Nicotin    zu ver  arbeiten. Die Erfahrung im Grossbetrieb hat  gezeigt, dass dies nicht gut möglich ist, da  die Salze des     Nicotins    bei hohen Tempera  turen wohl verharzen, aber nicht einigermassen       quantitativ        Nicotin    abspalten.  



  Das Verfahren der amerikanischen Patent  schrift 1538265 bezweckt die Gewinnung von       Nicotin    aus Tabakabfällen durch Neutrali  sation der vorhandenen Pflanzensäuren mit       Alkalien,        Anfeuchten        mit        etwa        30        %        Was-          ser    und Trocknung mit indirektem Dampf  und will so das Nikotin mit geringen Kosten  herausbringen.

   Wie aus der unten folgenden  genauen Beschreibung des vorliegenden Ver  fahrens folgt, ist dies kaum möglich, da ei  nerseits die einfache Abstumpfung der Pflan  zensäuren nicht genügt, um in     Wirklichkeit     das gesamte     Nicotin    in Freiheit zu setzen,  anderseits eine einfache Anfeuchtung des Ta  baks nicht genügt, um sämtliches     Nicotin          abzudestillieren.    Zudem genügt der Dampf  von 100 o C nicht, um sämtliches     Nicotin     aus den kleinsten Teilchen, wie sie zum Bei  spiel im Tabakstaub vorliegen, auszutreiben.

    Ausserdem findet bei dem Verfahren keine  Anreicherung des Dampfes mit     Nicotin    statt  und führt zu einer äusserst unwirtschaftlichen       Wärmeschwendung.       Bei dem Verfahren vorliegender Erfindung  werden alle diese Schwierigkeiten vermieden.  Das Verfahren besteht darin, dass der Tabak  mit Alkalien und Wasser gemischt und unter  ständigem Umwühlen durch einen Behälter  bewegt wird, durch den in entgegengesetzter  Richtung zur Bewegung des Gemisches über  hitzter Dampf strömt. Das Gemisch enthält  eine solche Menge der Alkalien, dass sie  die Menge übersteigt, welche notwendig ist,  um die im Tabak enthaltenen organischen  basischen Körper in Freiheit zu setzen.

   Der  überhitzte Dampf kommt bei dieser Gegen  strombewegung mit allen Tabakteilchen in  Berührung und übernimmt den gesamten       Nicotingehalt,    wobei dafür gesorgt wird, dass  die benötigte hohe Temperatur des Dampfes  aufrecht erhalten bleibt. Der auf diese Weise  mit     Nicotin    angereicherte Dampf kann am  Ende des Behälters zwecks Bindung des       Nicotins    abgeleitet werden. Das Tabakgemisch  trocknet bei dieser Entziehung des     Nicotins     durch die Einwirkung des überhitzten Damp  fes mehr und mehr aus, so dass der Tabak  rückstand an dem der Einführung des Gemi  sches entgegengesetzten Ende des Behälters  aus diesem austreten kann.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel der Vorrichtung im Längsschnitt dar  gestellt, mit der das     Verfahren    durchgeführt  werden kann.  



  Die Zuführungsschnecke 1 führt das aus  Tabak und Alkalien und Wasser bestehende  Gemisch dem Reaktionszylinder 2 am einen  Ende ununterbrochen zu. In dem Reaktions  zylinder ist die langsam sich drehende Trans  portschnecke 3 gelagert, welche das Gemisch  unter fortgesetztem Umwühlen nach dem an  dern Ende des Zylinders 2 befördert. Bei 4  tritt überhitzter Dampf ein, der im Gegen  strom zur Bewegung des Gemisches durch  den Zylinder strömt. Der Zylinder ist von  dem Dampfmantel 5 umgeben, der ein Kon  densieren des durch den Zylinder streichen  den Dampfes verhindert und im Zylinder die  benötigte hohe Temperatur aufrecht hält.  



  Der Dampf, der den gesamten     Nicotin-          gehalt    aufgenommen hat, verlässt bei 6 den      Zylinder und wird in passende Absorber über  geleitet. Der trockene Tabakrückstand wird  mittelst einer regelbaren Abziehvorrichtung  7 aus dem Zylinder entfernt. Der verlängerte  Austrittskanal 8 wird von einem gewichtsbe  lasteten beweglichen     Stauverschluss    9 oder  einer ähnlichen Einrichtung     abgeschlossen,     durch die stets eine gewisse Rückstandsmenge  im Kanal 8 aufgestaut und unter Druck ge  halten wird. Hierdurch wird verhindert, dass  an der     Dampfeintrittsseite    des Zylinders der  Dampf durch die Abziehvorrichtung austritt.  



  Die beschriebene Einrichtung, bei welcher  die     Zuführungs-    und Entleerungsorgane in  verschiedener Weise durchgebildet werden  können, ermöglicht die Regelung der Roh  stoffzufuhr und der Durchgangsgeschwindig  keit des Dampfes unabhängig voneinander  in beliebigen Grenzen, so dass man in der  Lage ist, der Beschaffenheit und Feinheit  des     Rohstoffes    und seinem     Nicotingehalt    in  bester Weise Rechnung zu tragen. Die An  wendung des überhitzten Dampfes ermöglicht  eine restlose Gewinnung des gesamten     Nico-          tingehaltes    und eine Trocknung des Rück  standes in einem Arbeitsgange, so dass die  bisher beobachteten Schwierigkeiten überwun-    den werden.

   Dazu tritt noch die weitgehende  Ausnutzung des Dampfes und der zugeführ  ten Wärme.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur ununterbrochenen Herstel lung von Nicotin aus Tabak, dadurch gekenn zeichnet, dass man Tabak mit gegenüber seinen organischen Säuren überschüssigen Alkalien und Wasser versetzt und das unter ständiger Bewegung gehaltene Gemisch im Gegenstrom in einem geschlossenen Behälter überhitztem Dampf aussetzt, der das Nicotin dem Gemisch entnimmt und dieses hierbei trocknet.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sie regelbare Zuführungs- und Entleerungs-Elemente aufweist, durch die die Durchgangsgeschwindigkeit der Rohstoffe im Verhältnis zur Dampfströmungsgeschwindig- keit geregelt werden kann.
CH143390D 1929-04-25 1929-04-25 Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Nicotin aus Tabak. CH143390A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1470187B1 (de) * 1963-01-17 1970-06-25 Reynolds Tobacco Co R Verfahren zur Abtrennung von Nikotin
CN114901087A (zh) * 2019-12-30 2022-08-12 菲利普莫里斯生产公司 用于烟草材料的具有螺旋输送机的提取设备

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1470187B1 (de) * 1963-01-17 1970-06-25 Reynolds Tobacco Co R Verfahren zur Abtrennung von Nikotin
CN114901087A (zh) * 2019-12-30 2022-08-12 菲利普莫里斯生产公司 用于烟草材料的具有螺旋输送机的提取设备

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