CH143417A - Verfahren zur Herstellung von Durchschreibeblättern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Durchschreibeblättern.

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CH143417A
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Meyer Paul
Gockel Heinz
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Meyer Paul
Gockel Heinz
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/10Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by using carbon paper or the like

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Durchschreibeblättern.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von     Durchschreibeblättern,    zum  Beispiel     Durchschreibeformularen        oderDurch-          schreibepapieren.     



  Die     farbabgebenden    Mittel, die bisher für  die Herstellung von     Durchschreibeblättern,     zum Beispiel     Durchschreibeformularen    oder       Durchschreibepapieren,    auf die Blätter auf  gebracht wurden, weisen Nachteile auf, die ihre  Ursache in der Zusammensetzung des farb  abgebenden Mittels haben. Die meisten der  farbabgebenden Mittel enthalten nämlich als  wesentliche Bestandteile ölige Stoffe, die ein       Abschmutzen    verursachen und durch Lösen  von mehr oder weniger Farbe mit dieser das  Papier durchdringen, wodurch die Schrift  seite des Blattes verdunkelt und die Be  schriftung undeutlich gemacht wird.

   Die  wenigen farbabgebenden Mittel, die keine  ölhaltigen Stoffe enthalten, verwenden jedoch       klebstoffartige    Bindemittel, so dass, da .diese  eintrocknen, die Farbmischungen jedesmal  für den Gebrauch angefeuchtet werden müs-         sen,    also ohne dieses Anfeuchten kein Durch  schreiben ermöglichen.  



  Zweck der Erfindung ist es, diese Nach  teile zu beheben und ein farbabgebendes  Mittel für die     Auftragung    auf Formulare  und Papiere herzustellen, das nach seiner  Aufbringung auf das     Durchschreibeblatt     nicht unangenehm     abschmutzt    und dasselbe  nicht durchdringt, sondern die Schreibseite  desselben in seiner natürlichen Weisse be  lässt. Erfindungsgemäss wird hierfür vorge  schlagen, wasserlöslichen Farbstoff mit     einer     wasserlöslichen Hart- oder Kernseife zu ver  mischen und diese Mischung als     farbabgeben-          des    Mittel auf das     Durchschreibeblatt    aufzu  bringen.  



  Beispielsweise werden 10 Teile     Hart-          oder    Kernseife unter mässigem Zusatz von  Wasser so lange gekocht, bis ein steifer.  dicker Brei entsteht. Nach dem Erkalten wird  dieser Masse sodann ein Teil handelsüblicher       Druckkopierfarbe    zugesetzt, -worauf durch           Kneten    und Verrühren eine innige Ver  mischung dieser Teile herbeigeführt wird.  



  Die fertige Farbmasse wird dünn und  gleichmässig in an sich     bekannter    Weise auf  das     Durchschreibeblatt,    zum Beispiel For  mular, aufgedruckt oder aufgestrichen, und  zwar bei mit Vordrucken versehenen Blät  tern auf deren Rückseite. Es kommt nun vor,  dass bei dem mit Walzen arbeitenden Druck  verfahren bei grösserer Wärme die     Farb-          masse    infolge der zu grossen Verdunstung des  in der Masse enthaltenen Wassers spröde     und     brüchig wird.

   Zur Behebung dieses Mangels  genügt schön die Zugabe einer geringen  Menge<B>01</B> zu der Masse.     Wohlbemerkt    er  folgt diese Zugabe nur in so geringen Men  gen, dass der Zweck und die Vorteile der  Erfindung nicht davon betroffen werden.  



  Man hat zwar bereits einerseits wasser  löslichen Farbstoff und anderseits Seife für  die Herstellung einer farbabgebenden Schicht  verwandt, diese jedoch niemals zu. einem       farbabgebenden    Mittel vereinigt. Wasserlös  licher Farbstoff wurde entweder mit ölhalti  gen Stoffen oder     klebstoffartigen    Bindemit  teln vermischt, während Seife, als Ersatz  stoff für ein nicht wasserlösliches Öl, in Ver  bindung mit nicht wasserlöslichen Farb  stoffen gebracht wurde. Gerade die Ver  einigung eines wasserlöslichen Farbstoffes  mit einer wasserlöslichen Seife und deren  Verwendung als farbabgebendes Mittel er  möglichte die Vermeidung der den bekannten       farbabgebenden    Mitteln anhaftenden Nach  teile.  



  Die für die Herstellung, zum Beispiel  von     Durchschreibeformularen,        verwendete     Farbmasse gemäss der Erfindung vermeidet  das unangenehme Abschmieren, durchschlägt  nicht das Papier, hat eine eine lange Zeit an  haltende Wirkung, ist dauerhaft und bestän  dig gegen Witterungseinflüsse und kann vor  allem sehr billig hergestellt werden.  



  Das wasserlösliche, farbabgebende Mittel  eignet sich sowohl für die Herstellung von       Durchschreibeformularen,    als auch für die  Herstellung von Kohlepapier. Je nach der     Art     des     Verwendungszweckes    muss jedoch, wie    festgestellt wurde, die     Farbmischung    unter  schiedliche Zusammensetzungen aufweisen.  wenn man zu einem günstigen Verwendungs  ergebnis gelangen will. Während nämlich  Kohlepapier mehrmalig seinen Zweck aus  üben     muss,    ist für     Durchschreibeformulare     durchschnittlich     nur    eine einmalige Benut  zung vorgesehen.

   Diesen Verwendungs  zwecken kann dadurch Rechnung getragen  werden, dass man bei der Zusammenmischung  des farbabgebenden Mittels einmal für dessen  Verwendung zur Herstellung von Kohle  papier eine relativ grössere Menge Farbstoff,  zum andern Mal für dessen Verwendung  zum einmaligen     Durchschreibegebrauch,    zum  Beispiel für die Herstellung von Durch  schreibeformularen, eine relativ grössere Menge  Seife der Mischung zugibt.

   Bei hiernach her  gestelltem Kohlepapier erreicht man ausser  den dem     farbabgebenden        Hittel        anhaftenden     guten     Eigenschaften    die Möglichkeit des  häufigeren Gebrauches, während bei hier  nach hergestellten     Durchschreibeformularen     die an diese zu stellenden Bedingungen noch  wesentlich verbessert werden.

   Mit dem     farb-          abgebenden    Mittel, gleich welcher vorgenann  ten Zusammensetzung, lassen sich beim  Schreiben mit dem Stift oder der Schreib  maschine deutliche, einwandfreie und halt  bare Kopien erzielen, die je nach Bedürfnis  nochmals kopiert werden können, was seine  Ursache in der Farbzusammensetzung hat  und als besonderes Merkmal und bemerkens  werter Vorteil hervorgehoben wird.  



  Wie bereits     vorbemerkt,    ist es bekannt,       farbabgebende        Mittel    im Druck- oder Streich  verfahren auf das Formular und das Papier  aufzubringen. Es wurde nun weiterhin ge  funden, dass insbesondere das vorliegende.  wasserlösliche,     farbabgebende    Mittel sich  unter Erzielung wesentlicher Vorteile im       Spritzverfahren    auf das Formular oder Pa  pier aufbringen lässt, wobei zum Beispiel die  aus der Lackier- und     Anstrichtechnik    be  kannten Spritzapparate Verwendung finden  können.

   Gegenüber den     bekannten        Aufbrin-          gungsverfaUren    ermöglicht das     Spritzverfah-          ren,    das     farbabgebende        Mittel    in feinster,      gleichmässiger Verteilung auf das     Dureb.-          schreibeblatt,    und zwar in wesentlich kürzerer  Zeit, in jeder gewünschten     Schichtendicke     aufzubringen.

   Relativ dünne farbabgebende  Schichten von ausgezeichneter Gleichmässig  keit sind also hierdurch auf dem Durch  schreibeblatt     aufbringbar,    was insbesondere  bei der Herstellung von Durchschreibe  formularen deshalb von grosser Bedeutung ist,  weil diese für den einmaligen Durchschreibe  gebrauch vorgesehenen Formulare bei Ver  wendung des wasserlöslichen,     farbabgeben-          den    Mittels das beste Gebrauchsergebnis auf  weisen, wenn die Farbschicht     relativ    dünn  aufgetragen ist.

   Ausser diesem Vorteil und  der hiermit weiterhin erzielten Verbesserung  der an     Durchschreibeformularen    gestellten  Erfordernisse wird auch eine Verminderung  des Farbverbrauches und damit eine wesent  liche Verbilligung in der Herstellung von       Durchschreibeformularen    erreicht.  



  Um auf dem Formular und Papier     Farb-          flächen    von bestimmten Formen     und    Grö  ssen im Spritzverfahren zu erhalten, wird  man entsprechend ausgesparte Schablonen  auf dem     Durchschreibeblatt    auf- und dem  Düsenstrahl     vorlagern.    Das Aufspritzen des  farbabgebenden Mittels kann hierbei in den  verschiedensten Weisen erfolgen.

   So ist es  ohne weiteres möglich, entweder den Düsen  strahl über die mit dem farbabgebenden  Mittel zu versehende Fläche entlang zu füh  ren, wobei Formular     bezw.    Durchschreibe  papier und Schablone sich in Ruhestellung  befinden, oder Formular     bezw.        Durebschreibe-          papier    und Schablone mit gleicher Geschwin  digkeit vor dem unbeweglichen Düsenstrahl  vorbeizuführen.

   Am zweckmässigsten ist es  jedoch, während der     Farbaufbringung    Dü  senstrahl und Papier nebst Schablone nicht         wandern    zu lassen und die Düsenanzahl der  mit dem     farbabgebenden    Mittel zu     versehen-          den    Fläche anzupassen. Letztere Massnahme  hat den wesentlichen Vorteil, dass die für  die Durchschrift vorgesehenen Flächen in       allerkürzester    Zeit bespritzt und mit dem  farbabgebenden Mittel versehen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Durch schreibeblättern, dadurch gekennzeichnet, dass durch Mischen von wasserlöslichem Farbstoff mit wasserlöslicher Hart- oder Kernseife ein farbabgebendes Mittel erzeugt wird, das auf das Durchschreibeblatt aufgebracht wird. UNTERANSPRVCHE: 1. Verfahren nach-Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das farbabgebende Mittel auf das Durchschreibeblatt im Spritzverfahren aufgebracht wird. .
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der aus Düsen gespritzte Strahl des farbabgebenden Mittels auf das mit dem farbabgebenden Mittel zu versehende Durchschreibeblatt ohne jegliche Verschiebung zueinander auftrifft und die Grösse und die Begren zung der mit dem farbabgebenden Mittel zu versehenden Fläche durch eine dem Düsenstrahl vor- und dem Durchschreibe _blatt aufgelagerte, entsprechend ausge sparte Schablone erhalten wird, wobei die Düsenzahl der Grösse der mit dem farb abgebenden Mittel zu versehenden Fläche angepasst wird.
CH143417D 1929-10-04 1929-10-04 Verfahren zur Herstellung von Durchschreibeblättern. CH143417A (de)

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