Anwurfeinrichtung für Synchron-Phasenzahlumformer. Die Synchron-Phasenzahlumformer be sitzen im Ständer eine vom umzuwandeln den Wechselstrom gespeiste Einphasenwick lung und eine, den umgewandelten Strom lie fernde Mehrphasenwicklung, während der Läufer aus einem, mit Gleichstrom erregten Feldmagnet besteht. Derartige Phasenzahl umformer können nicht von selbst aus der Ruhestellung anlaufen, so dass sie besonderer Anwurfvorrichtungen, zum Beispiel eines be sonderen Anwurfmotors bedürfen.
Derartige Phasenzahlumformer werden ferner zur Ver meidung der Rückwirkung der Änderungen der sekundären Spannung auf die primäre Spannung mit einer grossen innern Reaktanz der Primärwicklung ausgeführt, was bei spielsweise dadurch erzielt werden kann, dass man die Primärwicklung mittelst magne tischer Nebenschlüsse der Nuten von der Se- kudärwicklung trennt.
Die Erfindung fusst auf der Ausnutzung der bei derartigen Synchron-Phasenzahl umformern auftretenden eigenartigen Ver hältnisse. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die eine Ständerphase des zweiphasig und mit grossem Wirkwiderstand im Läufer aus gebildeten Anwurfmotors mit der einphasigen Primärwicklung des Phasenzahlumformers in Reihe geschaltet, die andere Ständerphase da gegen an die Klemmen einer mit der Primär wicklung des Phasenzahlumformers transfor- matorisch verketteten Hilfswicklung ange schlossen ist.
In der Zeichnung ist Fig.1 ein Ausfüh rungsbeispiel der Einrichtung und Fig. 2 das Vektordiagramm des Anlassmotors bezw. die verschiedenen in Betracht kommenden Span nungen.
Im Ständer 4 (Fig.l) des Synchron- Phasenzahlumformers ist die einphasige Pri märwicklung p und die dreiphasige Sekun därwicklung s untergebracht. Der Läufer B des Phasenzahlumformers besteht aus einem Feldmagnet, dessen Erregerwicklung c mit Gleichstrom gespeist wird. M ist der zwei- phasige Anwurfmotor, dessen Läufer B eine Kurzschlusswicklung mit verhältnismässig grossem Wirkwiderstand trägt, damit der An wurfmotor aus dem Ruhezustand mit einer möglichst geringen Phasenverschiebung an läuft. Der Läufer R des Anwurfmotors steht mit dem Läufer E des Phasenzahlumformers in kraftschlüssiger Verbindung, zum Bei spiel dadurch, dass die beiden Läufer zu sammengebaut sind.
Die eine Phase w1 der Primärwicklung des Anwurfmotors ist mit der Primärwicklung p des Phasenzahlumfor mers in Reihe geschaltet, während die an dere Phase w2 der Primärwicklung des An wurfmotors an eine Hilfswicklung z an geschlossen ist, die in und gleichachsig mit dem magnetischen Feld der Primärwicklung p des Phasenzahlumformers, zweckmässig in gemeinsamen Nuten mit derselben unter gebracht ist.
Mit Rücksicht darauf, dass die Hilfswick lung z in gemeinsamem magnetischem Feld mit der Primärwicklung p liegt, sind die bei den Wicklungen ähnlich wie die Primär- und Sekundärwicklungen eines. Transformators induktiv gekoppelt. Durch geeignete Wahl der Windungszahl der Wicklung z in bezug auf die Windungszahl der Wicklung p kann aus der hohen Primärspannung Ep (Fig. 2) die zum Speisen der Wicklung w2 des An wurfmotors erforderliche niedere Spannung Ez erzeugt werden.
Da ferner die Klemmen spannung Ew1 der Spule w1 bloss einen ge ringen Bruchteil der diese Spule und die Pri märwicklung p speisenden Gesamtspannung Ep beträgt, können die Spannungen Ep und Ew1 als gleichphasig betrachtet werden, so dass sich zwischen der die Spule w2 speisen den Spannung Ez der Hilfswicklung z und der Klemmenspannung Ew1 der Spule w1 eine Phasenverschiebung von etwa 180 er gibt. Der in der Spule w1 des Anwurfmotors fliessende Strom Jw1 eilt infolge der oben er wähnten grossen innern Reaktanz der Pri märwicklung mit einem Winkel von un gefähr 90 in. bezug auf die Spannung Ew1 nach.
Infolge des grossen Wirkwiderstandes der Sekundärwicklung des Anwurfmotors M ist die im Augenblick des Anwerfens durch den Anwurf motor im Stromkreise der Hilfswick lung z erzeugte Phasenverschiebung des in der Spule w2 fliessenden Stromes in bezug auf die Spannung Ez verhältnismässig ge ring, zum Beispiel etwa 60 , wogegen in folge der zwischen den Spulen p-und z be stehenden Transformatorkoppelung die Pha senverschiebung zwischen Ep und Ez etwa 180 beträgt, so dass zwischen dem Strom Jw1 der mit der Primärwicklung p in Reihe geschalteten Wicklung w1 und dem Strom Jz der von der Hilfswicklung z gespeisten Spule w2 eine Phasenverschiebung vorn etwa 30 bezw. 150 entsteht. Dadurch wird ein ge nügendes Anlassmoment entwickelt um den Phasenzahlumformer aus der Ruhestellung anlaufen zu lassen.
Es ist zweckmässig, den Anwurfmotor nur während des Anwerfens eingeschaltet zu las sen, wodurch der Anwurfmotor bedeutend kleiner bemessen werden kann.
Zur Erreichung dieses Zweckes wird die, mit der Primärwicklung p in Reihe ge schaltete Wicklung w1 mit einem, durch den Schalter k1 kurzschliessbaren Nebenschluss versehen, während im Stromkreise der von der Hilfswicklung z gespeisten Spule w2 ein Schalter k angeordnet ist. Mittelst dieser Schalter kann man am Schluss der Anlass periode die Spule w1 kurzschliessen und die Spule w2 ausschulten, so dass der Anlassmotor leer läuft.
Die Schalter k1 und k2 können ihre Auf gabe auch selbsttätig ausführen, indem dies beispielsweise von einem im Sekundärstrom kreis des Phasenzahlumformers liegenden Re- las beherrscht werden. Solange bis der Läu fer des Phasenzahlumformers die Voll geschwindigkeit nicht erreicht hat, herrscht in der Sekundärwicklung des Phasenzahl umformers eine kleinere Spannung als die normale. Das Relais ist demnach derart ein zuregulieren, dass es bloss bei Erreichung der normalen Sekundärspannung oder in der Nähe derselben in Wirkung tritt.
Will man das Ausschalten des Anwurf- inotors am Schluss der Anlasspeiio,de aus Ein- fachheitsrücksicUten vermeiden und Iden An- lassmotor auch während der vollen Synchron geschwindigkeit des Phasenzahlumformers ständig eingeschaltet lassen, so muss die Wicklung des Anwurfmotors derart bemes sen sein, dass bei der während des Betrie bes des Phasenzahlumformers auftretenden Dauerbelastung die Erwärmung die zulässige Grenze nicht übersteigt.