CH143501A - Elektrische Generatorenanlage mit Generatoren, die auf ihrer Antriebsseite und ihrer Leistungsabgabeseite parallel geschaltet sind. - Google Patents

Elektrische Generatorenanlage mit Generatoren, die auf ihrer Antriebsseite und ihrer Leistungsabgabeseite parallel geschaltet sind.

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CH143501A
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relay
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Elektrische     Generatorenanlage    mit Generatoren, die auf ihrer Antriebsseite und  ihrer     Leistungsabgabeseite    parallel geschaltet sind.    Die vorliegende Erfindung betrifft den  Schutz solcher Generatoren, die auf ihrer  Antriebsseite und ihrer     Leistungsabgabeseite     parallel geschaltet sind, hauptsächlich von       Ljungström-Generatoren.    Bei einem     Ljung-          ström-Aggregat    treibt bekanntlich eine  Kraftmaschine zwei     Generatoren    an, die in  folge ihrer mechanischen und elektrischen  Anordnung betriebsmässig stets synchron  laufen und nur gemeinsam aus- oder ein  geschaltet werden.  



  Erfindungsgemäss sind bei beiderseitig  parallel arbeitenden Generatoren die für den  Schutz der Generatoren gegen die schädli  chen Wirkungen innerer und äusserer Fehler  vorgesehenen Relaiseinrichtungen für alle  Generatoren gemeinsam. Dadurch kann man  einen für alle möglichen Fehlerfälle sicher  wirkenden Schutz erzielen, der zugleich den  Vorteil hat,     da.ss    er einfacher und billiger als  die bisher     bekannten        Schutzeinrichtungen    ist.

      Beispielsweise werden in den von     beiden     Generatoren zu den gemeinsamen Sammel  schienen führenden Zuleitungen Stromwand  lergruppen in der an sich bekannten     Achter-          sclhaltung    angeordnet, von denen aus die  Schutzrelais gegen     Windungsschluss,    Unter  brechungen einer oder mehrerer Phasen,     Ge-          stellsehluss    und     Wicklungsschluss    gespeist  werden. Die Schutzrelais schalten beim An  sprechen in an sich bekannter Weise über ein  kurzfristiges Zeitrelais die Maschine ab, wo  bei gleichzeitig     zweckmässigerweise    eine       Schnellentregung    in \Tätigkeit gesetzt wird.

    Die     Schnellentregung    erfolgt vorteilhafter  weise nach der an sich bekannten     Schwin-          gungsentregung.    Gegen     Überstrom        bezw.     Kurzschluss im Netz und Überspannung kön  nen die Generatoren durch in den gemein  samen Sammelschienen liegende erfindungs  gemäss beiden Generatoren gemeinsame     Span-          nungssteigerungs-        bezw.        Überstromrelais    ge-      schützt werden.

   Dabei     entregt    das Span  nungssteigerungsrelais beim Ansprechen in  an sich bekannter Weise über ein kurz  fristiges Zeitrelais die Generatoren und  schaltet sie gleichzeitig vom Netz ab. Das       Überstromrelais    schaltet zum Beispiel die  Generatoren beim Ansprechen ohne     Ent-          regung    über ein langfristiges Zeitrelais ab.  Ein     gurzschluss    in den     Rotorwicklungen    der  Generatoren kann durch ein     Nullspannungs-          relais    in einer Schaltung nach Art der       Wheatstoneschen    Brückenschaltung erfasst  werden, das zum Beispiel beim Ansprechen  eine Signaleinrichtung betätigt.

      Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei  spiel des Erfindungsgegenstandes; 2 ist eine       Ljungström-Turbine,    die die Generatoren 3  und 4 antreibt. Auf der Welle sitzt noch die  Erregermaschine 5. Die Generatoren arbei  ten über die Zuleitungen 7 und 8 auf die  gemeinsamen Sammelschienen 6. In der Zu  leitung 7 ist die     Stromwandlergruppe    9, in  der Zuleitung 8 die     Stromwandlergruppe    10  eingebaut, deren Sekundärseiten in der be  kannten Achterschaltung miteinander ver  bunden sind.

   Die     Stromwandlergruppe    9 ist  über die als wattmetrische Relais ausgebil  deten     Windungsschlussrelais    11; und 12 und die  als Differentialrelais wirkenden     Wicklungs-          schlussrelais    13, 14, 15 in sich kurzgeschlos  sen. Das     Spannungssteigerungsrelais    16 wird  durch den Spannungswandler 19 gespeist,  der an den gemeinsamen Sammelschienen 6  liegt. Der     Spannungswandler    19 speist  ausserdem noch die     Spannungsspulen    der       wattmetrischen    Relais 11 und 12. Die Über  stromrelais 17 und 18 werden von den Strom  wandlern 20 und 21 in den gemeinsamen  Sammelschienen 6 erregt.

   Die     Sternpunkte     der Generatoren sind über die Leitung 22       miteinander    verbunden und über den Wider  stand 23 geerdet.  



  Die Erregerwicklungen der Generatoren  3 und 4 sind über die Widerstände 38 und 39  miteinander verbunden. In der Mitte der  Verbindungsleitungen liegt das Nullspan  nungsreIais 40, das beim Ansprechen irgend    ein Signal gibt. Durch diese Schaltung wird  also eine     Wheatstonesche    Brücke gebildet, so  dass bei Änderung des Widerstandes der Er  regerwicklungen der Generatoren 3 und 4  das     Nullspannungsrelais    40 anspricht.  



  Die Wirkungsweise der gezeichneten An  ordnung ist folgende:  Bei     Windungsschluss    in einem Generator  sinkt die Spannung der beschädigten Phase  um     etwas    mehr, als dem prozentualen Betrag  der kurzgeschlossenen Windungen ent  spräche. Die gleiche Phase des gesunden  Generators besitzt jedoch noch die volle  Spannung und schickt einen Ausgleichsstrom  nach dem beschädigten Generator.    Dieser Strom durchfliesst die beiden Pri  märwicklungen der     Wandlergruppen    9 und  10 in gleicher Richtung und schliesst sich  über die     Nullpunktsverbindung    der Genera  toren. Im Normalbetrieb, wenn das Aggre  gat Strom an das Netz abgibt, gleichen sich  sekundärseitig die Ströme aus.

   Wenn sich  dagegen über den Normalstrom einer Phase  ein Defektstrom, hervorgerufen durch den       Windungsschluss,    überlagert, dann kann sich  dieser Strom, welcher die entsprechenden  Phasen der     Wandler    9 und 10     sekundärseitig     in entgegengesetzter Richtung durchfliesst,  über die andern Phasen nicht mehr ausglei  chen, auch nicht über die Nullpunktverbin  dung der Wandler 9 und 10. Diese Defekt  ströme in den sekundären Wicklungen der  entsprechenden Phase der Wandler 9 und 10  werden somit gezwungen, die     Windungs-          schlussrelais    11 und 12 und eines der drei Dif  ferentialrelais 13, 14,     1;5    zu durchfliessen.

   Von  dem Spannungswandler 19 erhalten die     Win-          dungsschlussrelais    ihre Spannung. Sie spre  chen also an, wodurch in an sich bekannter  Weise der Ölschalter 33     sofort    ausgeschaltet  und nötigenfalls die     Entregung    der Gene  ratoren bewirkt wird. Da der Strom in den       Wandlergruppen    seine Richtung ändern  kann und damit auch in den wattmetrischen  Relais, müssen diese Doppelkontakte erhal  ten, um in jedem Falle den Schaltimpuls  weiterleiten zu können.      Bei Unterbrechung einer Phase ist der  Summenstrom der entsprechenden Wandler  gruppe nicht mehr gleich Null.

   Infolgedes  sen durchfliesst der Differenzstrom die watt  metrischen     Windungsschlussrelais    11 und 12  und diese sprechen an. Ausserdem schickt der  gesunde Generator, da ja beide Generatoren  dampfseitig miteinander gekuppelt sind,  einen     Ausgleichstrom    nach dem beschädig  ten Generator, welcher den     Differenzstrom     noch verstärkt.  



  Der     Strom,    der im Falle eines Gestell  schlusses im Generator oder Erdschlusses in  den Verbindungskabeln bis zu den     Wandler-          gruppen    9 und 10 über den Widerstand zur  Erde fliesst, muss die     Primärwicklungen    der       Wandlergruppen    9 und 10 in gleicher Rich  tung durchfliessen. Die wattmetrischen Re  lais 11 und 12 sprechen an und der ganze  Vorgang, wie er oben bei     Windungsschluss     beschrieben worden ist, wiederholt sich. Auch  hier wird der Generator     vorteilhafterweise     sofort abgeschaltet und     entregt.     



  Entsteht in einem der Generatoren ein       Wicklungsschluss    oder in einem der Verbin  dungskabel bis zu den     Wandlergruppen    9  und 10 ein Kurzschluss, so arbeiten beide  Generatoren des Aggregates und ausserdem  alle mit dem Aggregat parallellaufenden  Generatoren der Anlage auf den Kurzschluss.  Diejenigen Wandler der Gruppen 9 und 10,  welche in den Phasenleitern liegen, zwischen  denen der Kurzschluss entstanden ist, werden  dann von Fehlerströmen derart erregt, dass  die Sekundärwicklungen der der gleichen  Phase angehörenden     Stromwandler    Phasen  untereinander gleiche Ströme führen.

   In  folgedessen kann sich der Sekundärstrom  eines vom Fehlerstrom erregten Wandlers  der Gruppe 9 nicht über den entsprechenden  Wandler der Gruppe 10 schliessen, sondern  ist gezwungen, seinen Weg über das ihm zu  gehörige Differentialrelais     13,    14 oder 15 zu  nehmen. Da, der     Kurzschlussstrorn    in dem  einen Phasenleiter zur Fehlerstelle hin und in  dem andern Leiter von der Fehlerstelle weg  fliesst, schliessen sich die Sekundärströme der  beiden beteiligten Wandler der Gruppe 9 und    der Gruppe 10 über die Sekundärwicklungen  der beiden vom Fehlerstrom erregten     Wand-          ler    und diejenigen Differentialrelais, welche  den beiden beteiligten Phasen zugeordnet  sind.

   Die     Windungsschlussrelais    11 und 12  dagegen bleiben stromlos. Die Differential  relais sprechen also an, wodurch ebenso wie  bei Ansprechen der     Windungsschlussrelais    die       sofortige    Auslösung des     :Ölschalters        bewirkt     wird.

   Da die parallel zum Aggregat laufen  den Generatoren ebenfalls auf den Kurz  schluss speisen, werden auch die beiden  Stromwandler 20 und 21 vom     Kurzschluss-          strom    durchflossen, erregen die Überstrom  relais 17 und 18, durch welche zum Beispiel  die     Entregung    über ein Hilfsrelais verriegelt  wird. Über die Differentialrelais und ein  kurzfristiges Zeitrelais     wird    der     Ölschalter          33    dann herausgeworfen,     gleichzeitig    werden  die Wandler 20 und 21 stromlos, die Über  stromrelais unterbrechen ihren Kontakt, und  die     Entregung    wird wieder entriegelt.

   Die  Differentialrelais bleiben aber erregt, und  die     Entregung    der Generatoren wird daher  betätigt.  



  Um die Generatoren gegen unzulässige  Spannungssteigerung zu schützen, die durch  plötzliches Abfallen der Last, zum Beispiel  beim fälschlichen Öffnen des     Generatorschal-          ters    unter Last auftreten kann, und die dem  Generator leicht gefährlich     wird,    ist an die  Sekundärwicklung der     Spannungswandler    19  ein     Überspannungsrelais    16 angeschlossen,  das zum Beispiel auf Spannungssteigerung  von     40-100%    eingestellt werden     kann    und  seinen Kontakt momentan schliesst, so dass es  den Generator kurzfristig abschaltet.  



  Wird das Aggregat überlastet, oder tritt  ein zwei- oder dreipoliger Kurzschluss im  Netz auf, so führen die     Überstromrelais    17,  18 einen höheren Strom, wodurch die     Ent-          regung    verriegelt wird. Das Aggregat     wird     zum Beispiel nach einer einstellbaren Zeit  (etwa 10 Sek.) abgeschaltet.  



  Entsteht in einer     Rotorwicklung    ein     Win-          dungsschluss,    so bedeutet das eine Wider  standsherabsetzung der Wicklung. Über das       Nullspannungsrelais    40 muss dann ein Strom      fliessen, das Relais spricht an und betätigt  die     Signalvorrichtung    41, zum Beispiel eine  Hupe.  



  Zur     Überprüfung    der gesamten Schutz  einrichtungen können Prüftasten zur Betä  tigung einzelner Schutzrelais vorhanden sein,  wobei der Steuerstromkreis der Relais von  den     Abschalt-        bezw.        Entregungseinrichtun-          gen        getrennt        wird    und statt dessen nur auf  Signaleinrichtungen wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Elektrische Generatorenanlage mit Genera toren, die auf ihrer Antriebsseite und ihrer Leistungsabgabeseite parallel geschaltet sind. hauptsächlich Ljungström-Generatoren, da durch gekennzeichnet, dass die für den Schutz der Generatoren gegen die schädlichen Wir kungen innerer und äusserer Fehler vorge sehenen Relaiseinrichtungen für alle Genera toren gemeinsam sind.
    UNTERANSPRt1CHE: 1. Generatorenanlage nach Patentanspruch mit zwei Generatoren, insbesondere Ljung- ström-Aggregat, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder von beiden Generatoren zu den gemeinsamen Sammelschienen führen den Zuleitung Stromwandlergruppen in der Achterschaltung angeordnet sind, von denen aus die Schutzrelais gegen Win- dungsschluss, Unterbrechung mindestens einer Phase, Gestellschluss und Wick- lungsschluss gespeist werden.
    2. Generatorenanlage nach Patentanspruch und Unteranspruchl, dadurch gekennzeich net, dass die Sternpunkte beider Maschinen miteinander verbunden und über einen Widerstand geerdet sind. 3. Generatorenanlage nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Generatoren gegen Überstrom durch in der gemeinsamen Zuleitung liegende Über stromrelais geschützt sind. 4. Generatorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Generatoren gegen Überspannung durch an die gemeinsame Zuleitung angeschlos sene Überspannungsrelais geschützt sind.
    5. Generatorenanlage nachPatentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein. gurzschluss in den Rotorwicklungen der Generatoren ein Nullspannungsrelais in einer Schaltung nach Art der Wheatstoneschen Brücken schaltung beeinflusst.
    6. Generatorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schutzrelais durch Prüftasten betätig- bar sind, wobei dann der Steuerstromkreis der Relais selbsttätig von den Abschalt- und Entregungseinrichtungen getrennt wird und statt dessen auf Signaleinrich tungen wirkt.
CH143501D 1928-10-29 1929-10-03 Elektrische Generatorenanlage mit Generatoren, die auf ihrer Antriebsseite und ihrer Leistungsabgabeseite parallel geschaltet sind. CH143501A (de)

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