Entlüftungsvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Entlüftungs vorrichtung in Form eines Doppelkammer entlüfters. insbesondere für Fahrzeuge.
Bei Entlüftungsvorrichtungen handelt es sich darum, die verbrauchte Luft zum Bei spiel aus dem geschlossenen Fahrzeuginnern zu entfernen, und zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass in einem aus dem Innen raum emporsteigenden Rohr eine lebhafte Förderung der Innenluft erfolgt. Die Nei gung der meist wärmeren und darum leich teren Luft, emporzusteigen, soll wirksam durch eine Saugwirkung unterstützt werden. Der gewöhnlich an einem Ventilator vorbei streichende Fahrtwind kann an sich eine ge wisse Saugwirkung ausüben, und es ist be kannt, diese Unterdruckerzeugung im Ven- tilatorgehäuse durch Anbringen von Stau platten, die senkrecht zur Windrichtung vor den Kappenöffnungen angebracht werden, zu unterstützen.
Es hat sich aber ergeben, dass die bisher bekannt gewordenen Entlüfter den Nachteil haben, dass die angesaugten aufsteigenden Luftströme Wirbel im Innern des Entlüfters bilden und so die Wirksamkeit der Einrich tung herabsetzen.
Bei den vielfach grossen Ausmassen der Einrichtung machte sich weiterhin der erheb liche Fahrtwiderstand infolge der Form der Stauplatten geltend, zumal wenn auf dem Fahrzeug mehrere Entlüfter angebracht wer den müssen. Ausserdem war es nicht mög lich, den Saugzug den jeweils vorliegenden Bedürfnissen anzupassen, und ein Schutz gegen den in das Fahrzeuginnere eindringen den Regen oder dergleichen war gar nicht oder nur in sehr mangelhafter Form vor gesehen.
Erfindungsgemäss werden die Mängel da durch beseitigt, dass die der Führung der Luftströme dienenden Flächen des Entlüfters den Strömungslinien angepasst werden, um auf diese Weise die entströmende Luft ohne Wirbelbildungen und Pressungen ins Freie gelangen zu lassen. Die Stauplatten werden so ausgebildet, dass der auftreffende Fahrt wind einen möglichst geringen Widerstand findet, und zur Regulierung des Saugzuges werden sie beweglich angeordnet. Auch Zu satzstauflächen, eine Leitblende und Regen schutzeinrichtungen erhalten erfindungs gemäss eine Form, infolge der die Luftströme ohne schädliche Wirbelbildung an diesen Einrichtungen vorbeistreichen.
In den Zeichnungen wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, ohne dass jedoch die Erfindung auf diese besondere Ausführungsformen be schränkt wird.
In Fig. 1 ist die Erfindung an einem Doppelkammerentlüfter dargestellt. Der Entlüfter bildet eine Doppelkammer, in de ren Innenraum ein Kanal 12 führt, welcher zum Teil durch einen Regenschutzaufsatz 13 gebildet ist, der in das Innere der Kappen 10 hineinragt und dessen Rand 14 umgebör- delt ist.
Über dem Regenschutzaufsatz 13 ist die Leitblende 15 angeordnet, die den senkrecht nach oben steigenden Luftstrom in zwei Teil ströme teilt. Zur Vermeidung von Wirbeln ist diese Blende sorgfältig der von der Strö mung anzunehmenden günstigsten Strom linienform angepasst. Dies ist in einfacher Weise dadurch erreicht worden, dass aus der Verteilerfläche der Blende 15 für jede Seite der Doppelkammer die vertikale Längsmittel ebene der Kappen einen um einen Punkt des Randes 14 des Regenschutzauf satzes 13 geschla genen Kreisbogen ausschneidet, so dass die Entfernungen 14-17 und 14-16 die glei chen sind.
Wenn bei der Wahl von Rohr stützen grösseren Durchmessers die beiden Kreisbögen im Gegensatz zu der vorliegen den Ausführungsform im Punkt 16 nicht mehr zum Schnitt kommen, so müssen die Kreisbögen durch einen dritten, in entgegen gesetzter Richtung offenen Kreisbogen, dessen Peripherie die Mittellinie der Ent lüfterkappe berührt, verbunden werden.
Zur Erzeugung des Saugzuges in der Entlüfterkappe sind in bekannter Weise vor den Öffnungen Stauplatten 4 angebracht. Zur Verminderung des bei Entlüftern grosser Ausmasse nicht unerheblichen Fahrtwider standes der Stauplatten sind jedoch die aussen konkaven Stauplatten 4 mit einem er höhten Mittelteil 5 versehen. Durch diese Formgebung -wird der Fahrtwiderstand er heblich herabgesetzt, ohne dadurch die Wir kung der an sich günstigsten, durchgehend konkaven Ausführungsform der Platte zu vermindern.
Um den in der Kappe auf diese Weise erzeugten Saugzug den jeweils vorliegenden Bedürfnissen anpassen zu können, sind die Stauplatten verstellbar angeordnet. Die Ver stellung kann in irgend einer geeigneten Weise geschehen, beispielsweise mit Hilfe des in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Ge stänges. Je weiter die Stauplatten 4 der Kappe genähert werden, um so geringer wird der Saugzug.
Wird ein derartiger Doppelkammerent- lüfter zum Belüften von Schiffsräumen ver wendet, so wird es notwendig, den Kappen 1-0 eine grosse Länge zu geben, um das Ein dringen von Spritz- und auch Regenwasser durch den Kanal 12 in das Schiffsinnere zu verhindern. Es reicht dann der durch die Stauplatten erzeugte Unterdruck nicht aus, um eine genügend starke Saugwirkung zu erzeugen. Durch die Umbördelung des Kappenrandes bei 14 wird dieser 'Mangel behoben.
Die von der vordern Stauplatte 4 abgelenkte Luft, welche schon einen Unter druck in der Vorderkammer hervorgerufen hat, wird durch' die Zusatzstaufläche der Umbördelung 11 am Hinterende der Kappe nochmals gestaut und abgelenkt, wodurch auch in der Hinterkammer ein wirksamer Unterdruck erzeugt wird. Durch geeignete Wahl der Umbördelungsgrösse kann ein Un- i:erdruckgebiete in einer solchen Ausdehnung geschaffen werden, dass im gesamten Innen raum des Entlüfters ein gleichmässiger Un terdruck herrscht.
In entgegengesetzter Fahrtrichtung wirkt entsprechend die nun mehr vorn liegende Stauplatte mit der Um- bördelung auf der entgegengesetzten Seite zusammen. Sowohl die innerhalb, als auch die ausserhalb der Kappen liegenden. der Führung der Luftströme dienenden Teile sind somit Stromlinienformen angepasst, die ein starkes und wirbelloses Entströmen der Luft aus dem Entlüfter gewährleisten.
Um das Eindringen von Regenwasser je durch den Ringspalt zwischen Stauplatte und Kappenrand hindurch in das Kappen innere zu verhindern, sind Regenschutz ringe 1 und 2 in besagtem Ringspalt an geordnet.
In Fig. 2 sind diese Regenschutzringe und ihre Anordnung am Entlüfter schema tisch in grösserem Massstabe dargestellt. Die Zeichnung stellt einen Längsschnitt durch das eine Ende eines Doppelkammerentlüfters 110 dar. In geeignetem Abstand von dem Kap penende ist die Stauplatte 104 angeordnet. Zwischen der Stauplatte 104, deren erhöhtes Mittelteil einfachheitshalber fortgelassen wurde, und der Umbördelung 111, welche eine Zusatzstaufläche aussen an der Kappe bildet, sind die Regenschutzringe 101 und 102 angebracht, die durch dünne Leisten 112 in ihrer Lage festgehalten werden.
Die Ent fernungen der Regenschutzringe 101 und 102 von der Umbördelung 111 sind so ge wählt, dass sie gleich der Entfernung sind, die die jeweils gedachten, gestrichelt ge zeichneten Linien 107.!l08 bezw. 106/109 von der Wandung 110 aufweisen.
Die aus dem Innern aufsteimende Luft wird durch die gedachten, gestrichelten Linien gleich sam in verschiedene Teilluftstörme aufgeteilt, von denen zum Beispiel der zwischen den Linien 107 und 108 liegende Teilluftstrom durch die Ringe 101 und 102 hindurchtritt, um zwischen dem Ring 102 und der Stau platte 104 ins Freie zu entweichen, während beispielsweise der Teilluftstrom zwischen 106 und 107 zwischen den Ringen 101 und 102 hindurch ins Freie gelangt.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass den Teilluftströmen auf .ihrem Wege durch diese Regenschutzeinrichtung dauernd prak tisch gleiche Durchströmquerschnitte zur Verfügung stehen und störende Pressungen und Wirbelbildungen infolgedessen nicht auftreten können, zumal auch die Ringe an sich stromlinienförmig gekrümmt sind.
Entspricht ferner der Abstand der Stau platte 1'04 von der Umbördelung 111 der Entfernung der Mittellinie 103 von der Kap penwand 110, wie dies für Fig. 2 angenom men ist, so wird in dem Entlüfter ein kräf tiges Saugen ohne Wirbelbildungen und Stauungen auftreten. Durch Heranführen der Stauplatte wird der Durchströmquer- schnitt für den mittleren Teilluftstrom ver mindert, und es kommt zu Stauungen und Wirbeln, der Saugzug wird geringer.