CH143648A - Verfahren zur Herstellung eines Materials für Bau- und andere Zwecke aus mit Wasser erhärtenden Bindemitteln und bituminösen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Materials für Bau- und andere Zwecke aus mit Wasser erhärtenden Bindemitteln und bituminösen Stoffen.

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CH143648A
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Carl Schilling Leo
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Carl Schilling Leo
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  Verfahren zur     Ilerstellun-    eines Materials für Bau- und andere Zwecke aus mit  Wasser erhärtenden Bindemitteln und bituminösen     Stoffen.       Es ist bereits vorgeschlagen worden,  Materialien für Bau- und andere Zwecke  aus mit     erhärtenden        Bindemitteln,    wie       Sorelzement,    und bituminösen Stoffen oder  Fetten herzustellen. Dieses Verfahren be  steht darin, dass zu den     mit    Wasser erhär  tenden Stoffen, wie     Sorelzement,    oder zu  einer Materialmischung, in der diese Stoffe  enthalten sind, eine kolloidale Lösung, Emul  sion oder Suspension bituminöser, öl- oder  fettartiger Stoffe, Harze beziehungsweise  Mischungen hinzugefügt werden.

   Bei der  Ausführung des Verfahrens     ist    darauf zu  :echten, dass derartige Dispersionen verwen  det werden, die gegen     Magnesiumehlorid    be  ständig sind, da. sonst ein. zu frühzeitiges  Zusammenfliessen der     dispergierten    Teilchen       stattfindet.     



  Bei der bekannten Herstellung von Bau  platten, Fussbodenbelägen oder dergleichen  aus     Sorelzement    ohne Zusatz einer Bitumen  dispersion ist es zur Erzielung guter Resul-         tate    erwünscht, dass die verwendete Mag  nesiumchloridlösung eine bestimmte Kon  zentration besitzt, welche je nach der Quali  tät des     Magnesites,    den Verhältnissen der  verschiedenen Bestandteile des Trockenge  misches und andern     Umständen,    gewöhnlich  zirka 20 bis 22       Be    oder mehr beträgt.  



  Wollte man     bituminhaltige        Magnesiter-          zeugnisse    herstellen     unter        Anwendung    einer       Bitumendispersion,    dann zeigten sich dabei  gewisse Schwierigkeiten, insbesondere wenn  es sich um verhältnismässig hohe Bitumen  gehalte handelte. Es wurde nun gefunden,  dass diese Schwierigkeiten von der Wasser  menge herrührten, die mit der     Bitumendis-          persion    über die übliche Menge zugesetzt  wird.  



  Gemäss der Erfindung werden diese Nach  teile dadurch aufgehoben, dass man die     Kon-          zentration    der verwendeten     Magnesiumchlo-          ridlösung    derart wählt, dass das Endgemisch  eine     Wassermenge    enthält, die zur Bildung      einer     Magnesiumchloridlösung    von ungefähr  22 bis 22       B6    mit dem in das Gemisch ein  gebrachten     Magnesiumchlorid    ausreicht.  



  Man kann in dieser Weise Mischungen  von sehr     verschiedenartigem        Bitumengehalt     erhalten.     Es    ist hierbei wichtig, dass die  Konzentration der angewendeten Stoffe ge  genseitig derartig gewählt wird,     da.ss    nicht  nur der richtige Totalwassergehalt anwesend  ist, sondern .auch dass Mischungen erhalten  werden, die gut verarbeitet werden können.

         Ausführungsbeispiele:     I. 8,8 kg einer Mischung von ungefähr  <B>60%</B> (auf Gewicht) gebranntem     Magnesit     und ungefähr 40% Holzmehl oder andern  Füllstoffen, Farbe     usw.    werden mit einer  Lösung von 3,5 kg     Magnesiumchlorid          (MgCl2,    611,0) in 4,15 kg Wasser, deren       Beaum6-Gehalt    ungefähr 22,5   bei gewöhn  licher     Temperatur    beträgt, zu einer     pasten-          förmigen    Masse verarbeitet.

   Hierzu wird  0;88 kg eine 50 % Bitumen und 48 % Was  ser enthaltenden     Bitumendispersion    zuge  setzt, wodurch der     Be-Gehalt    auf zirka<B>21,3</B>    herabgesetzt wird. Man erhält eine Paste.  welche 5 % Bitumen auf die Trockensubstanz  berechnet enthält, sich sehr gut verarbeiten  lässt und innerhalb normaler Zeit     erhärtet.     



       Il.    8,4 kg einer Trockenmischung wie  unter I wird mit 3,22 kg     Magnesiumchlorid     in 3,53 kg Wasser     (Be-Gehalt    zirka     23,8')     zu einer Paste vermischt. Hierzu wird  1,68 kg einer Dispersion zugesetzt, die  0,84 kg Asphalt enthält, wodurch der     Be-          Gehalt    auf zirka 21,3   sinkt. Diese Mischung  liefert einen     Sorelzement,    der 10 % Asphalt  enthält, in normaler Zeit erhärtet und die  selben Eigenschaften     wie    der unter I ge  nannte Stoff zeigt.  



       III.    Eine Lösung von 2,68 kg Mag  nesiumchlorid in 1,57 kg Wasser (30,5       B6,     das heisst bei Zimmertemperatur praktisch  gesättigt) wird mit 6,8 kg einer unter I  genannten Trockenmischung zu einer Paste    geformt, worauf 4,08 kg einer 50% Asphalt:  enthaltenden wässerigen Dispersion zugesetzt  werden. Durch diesen Zusatz sinkt der     Be-          Gehalt    der     Magnesiumchloridlösung    auf  <B>21,3</B>  . Hierdurch erhält man eine 30 % As  phalt (auf die Trockensubstanz berechnet)  enthaltende     Sorelzementpaste,    die sich sehr  gut verarbeiten lässt und in normaler Zeit  erhärtet.

   Auch in dieser Masse ist der As  phalt sehr gleichmässig verteilt, während sie  trotz ihres hohen Asphaltgehaltes nicht  brennbar ist und sogar bei Temperaturen  von 100 bis 150   C nicht erweicht.  



  In der Trockenmischung von     Magnesit     und Füllstoffen kann man den gebrannten       Magnesit    teilweise durch Gips ersetzen.  



  In dieser     Vereise    kann unter Berücksich  tigung der Konzentration der Dispersion  und entsprechender     Regelung    des Wasser  gehaltes der Salzlösung, jeder gewünschte  Gehalt an Bitumen in das Enderzeugnis ein  verleibt werden.  



  Die gemäss der Erfindung hergestellten  Mischungen können sowohl in Form einer       ausstreichbaren    Paste, als in nahezu     trok-          kenem    Zustande zur Herstellung von     ge-          pressten    Gegenständen angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Ma terials für Bau- und andere Zwecke durch Mischen von Magnesiumoxyd, einer Mag nesiumchloridlösung, und einer wässerigen Dispersion bituminöser Stoffe, dadurch ge kennzeichnet, da.ss man die Konzentration der verwendeten Magnesiumchloridlösung derart wählt, dass das Endgemisch eine Was sermenge enthält, die zur Bildung einer Mag nesiumchloridlösung von ungefähr 20 bis 22 B6 mit dem in das Gemisch eingebrach ten Magnesiumchlorid ausreicht.
CH143648D 1928-01-13 1929-01-09 Verfahren zur Herstellung eines Materials für Bau- und andere Zwecke aus mit Wasser erhärtenden Bindemitteln und bituminösen Stoffen. CH143648A (de)

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